Fettige Haare sehen schnell ungepflegt aus und können das Selbstbewusstsein beeinträchtigen. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Hausmittel und Tipps, die helfen können, die Talgproduktion zu regulieren und das Erscheinungsbild der Haare zu verbessern.
Die Gründe für fettige Haare sind vielfältig. Nicht nur die falsche Haarpflege lässt die Haare fettig werden, sondern auch Hormone, zum Beispiel in der Schwangerschaft, den Wechseljahren oder der Pubertät. Eine fettige Kopfhaut kann allerdings auch Veranlagung sein. Egal aus welchem Grund, fettige Haare möchte wohl niemand haben.
Die Ursachen von fettigen Haaren sind meist Hormonumstellungen. So kann es sein, dass die Pubertät, die Einnahme der Anti-Babypille oder anderer Medikamente oder eine Schwangerschaft die Funktion der Talgdrüsen auf der Kopfhaut anregen.
Aber auch die Genetik kann mitspielen, wodurch manche Menschen einfach von Natur aus eher zu fettigen Haaren neigen als andere. Diese Ursachen können wir in der Regel nicht beeinflussen.
Was wir jedoch schon selbst in der Hand haben, sind die schlechten Angewohnheiten im Alltag, die zu fettigem Haar führen:
Hormonumstellungen in der Schwangerschaft können zu fettigen Haaren führen.
Das Wichtigste gegen fettiges Haar ist eine gründliche Reinigung der Kopfhaut. Häufiges Haarewaschen ist dabei aber nicht immer die Lösung, da die natürliche Talgproduktion zum Schutz der Kopfhaut dadurch weiter angeregt wird. Auf die Frage „Was tun gegen fettige Haare?“ gibt es verschiedene Antworten:
Wie bei vielen anderen Problemen, meinen viele, auch für schnell fettige Haare Hausmittel zu kennen, die garantiert helfen. So kommen Lebensmittel und andere Dinge aus dem Haushalt. auf die Haare um die Talgproduktion in Schach zu halten.
Eine Haarkur mit Heilerde ist ein bewährtes Hausmittel gegen fettige Haare. Wenn Haare schnell fettig werden, kann eine Haarkur Besserung bringen - besonders gut eignet sich Heilerde, da sie die Haare beim Entfetten unterstützt. Auch eine Heilerdekur soll die Haare beim Entfetten unterstützen. Das natürliche Mittel ist besonders für die Reinigungswirkung und hohe Aufnahmefähigkeit von Fett und Schmutz bekannt.
Mischen Sie dazu zehn Esslöffel Heilerde mit etwa 200 Milliliter Wasser und verrühren das Ganze so lange, bis ein Brei entstanden ist. Verteilen Sie die Haarkur großzügig ins feuchte Haar und lassen Sie sie bis zu 20 Minuten einwirken.
Eine regelmäßige Kur mit Heilerde kann bei fettigen Haaren ebenfalls helfen, die Talgproduktion der Kopfhaut zu normalisieren. Dazu die Heilerde (erhältlich in der Apotheke oder im gut sortierten Drogeriemarkt) mit lauwarmem Wasser zu einer dickflüssigen Masse verrühren.
Kamillentee ist gut für fettige Haare. Kamille hat eine beruhigende Wirkung auf die Talgdrüsen und hilft auch gegen strähniges Haar. Benutze den Tee nach der Haarwäsche als Spülung. Mit Kamillentee lassen sich übrigens auch hellere Haare aufhellen.
Um sich die positive Wirkung der Kamille zunutze zu machen, solltest du dein Haar am besten einmal pro Woche mit dem Tee spülen. Koche einen halben Liter Wasser auf und lasse drei Beutel Kamillentee darin für rund 15 Minuten ziehen. Beim Waschen gießt du den Kamillentee dann wie eine Spülung über dein Haar. Nach fünf Minuten Einwirkzeit kannst du den Tee dann sanft ausspülen.
Spülen Sie die fettigen Haare nach der normalen Haarwäsche mit Kamillentee, Brennnesseltee oder schwarzem Tee. Gießen Sie dazu drei Teebeutel des Tees Ihrer Wahl mit einem halben Liter kochendem Wasser auf.
Auch eine saure Rinse mit Apfelessig hilft bei fettigen Haaren. Eine saure Rinse ist ein Gemisch aus Wasser und Essig.
Apfelessig ist ein bewährtes Hausmittel im Kampf gegen fettige Haare, denn er stellt den pH-Wert der Kopfhaut wieder her und kann eine übermäßige Talgproduktion verhindern. Am besten machst du eine saure Rinse mit einem Apfelessig-Wasser-Gemisch, damit deine Haare wieder glänzen. Um eine saure Rinse zu machen, gibst du zwei Esslöffel Apfelessig zu einem Liter Wasser hinzu und vermischst das Ganze kräftig. Die saure Rinse muss nicht aus dem Haar ausgespült werden.
Verteilen Sie möglichst mehrmals pro Woche verdünnten Apfelessig oder Zitronensaft auf Haar und Kopfhaut. Nach kurzem Einwirken spülen Sie die Haare mit lauwarmem Wasser gründlich wieder aus.
Apfelessig kann die Haarstruktur verbessern und damit - regelmäßig angewendet - vor fettigem Haar schützen. So geht's: Mischen Sie zwei Esslöffel Apfelessig mit einem Liter Wasser. Vor der Anwendung gut schütteln und einfach nach der Haarwäsche über das noch feuchte Haar geben. Sie müssen die saure Rinse nicht ausspülen, der leichte Essiggeruch verfliegt schnell.
Backpulver kann helfen, wenn du deine Haare entfetten möchtest. Backpulver beziehungsweise Natron ist ein altbewährtes Hausmittel und wirkt gut gegen fettige Haare, da es das Öl der Kopfhaut aufnimmt. Die saure Rinse ist unbedingt nötig, da Natron basisch ist. Achtung: Auf die Dauer trocknet Natron die Haare aus. Wende diese Methode also nur ab und zu an - das Gleiche gilt beim Händewachen mit Natron.
Ein weiteres bewährtes Hausmittel ist Backpulver, da es den Talg auf der Kopfhaut absorbiert, Gerüche reduziert und den pH-Wert der Kopfhaut mit seinen alkalischen Eigenschaften wieder ins Gleichgewicht bringt. Dafür werden Backpulver und lauwarmes Wasser im Verhältnis 1:3 gemischt und die Paste in die Kopfhaut einmassiert. Nach ein paar Minuten können Sie es einfach mit lauwarmem Wasser wieder ausspülen.
Hast du mal nicht so viel Zeit, kann Backpulver schnelle Abhilfe bei einem fettigen Ansatz schaffen. Das Backpulver, auch Natron genannt, absorbiert nämlich überschüssiges Öl und bringt die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht. Das Backpulver vermischst du mit etwas Wasser, sodass eine cremige Paste entsteht.
Besonders mild zur Kopfhaut ist Babypuder. Er eignet sich ebenso wie Fixierpuder wunderbar, um fettige Haare aufzufrischen. Vielleicht bist du Mama und hast ohnehin Babypuder im Haus. Wunderbar! Aber auch ohne Kind lohnt es sich, stets ein Fläschchen davon im Badschrank zu deponieren. Denn Babypuder eignet sich auch hervorragend für Gesichtsmasken.
Wachst du auf und dein Haar ist fettig, dann verteile etwas Babypuder auf dem Haaransatz. Arbeite ihn ganz sanft und locker mit der Hand ein. Anschließend schüttelst du kräftig dein Haar - am besten kopfüber überm Waschbecken: Nicht aufgenommener Babypuder fällt einfach ab.
Unabhängig von der Ursache Ihrer fettigen Haare können Sie Babypuder als Soforthilfe einsetzen. So funktioniert’s: Massieren Sie das Puder wie beim Haarewaschen in die Kopfhaut ein. Scheiteln Sie dazu Ihr Haar mehrmals an unterschiedlichen Stellen und tragen Sie kleine Mengen Puder auf den jeweiligen Scheitel auf. Haben Sie dunkle Haare? Dann tasten Sie sich unbedingt langsam an die richtige Menge Puder heran! Zu viel Puder erzeugt Schuppen-ähnliche Rückstände im Haar.
Ein weiteres Hausmittel, auf das du bei fettigen Haaren zurückgreifen kannst, ist das Allzweck-Wunder Teebaumöl. Es hilft dabei, die Talgproduktion der Haare und Kopfhaut zu regulieren und überschüssiges Fett zu reduzieren.
Ähnlich verhält es sich mit Bleicherde, da sie ebenso gut absorbiert. Der hohe Mineralgehalt gleicht den pH-Wert wieder aus, außerdem wird die Kopfhaut besser durchblutet. Dazu drei EL Bleicherde mit lauwarmem Wasser vermischen, anschließend die Paste auf Kopfhaut und Haare auftragen.
Eine ausgewogene Ernährung führt oft auch zu schönen und gesunden Haaren. Auch die Lebensmittel, die du zu dir nimmst, haben Einfluss auf den Zustand deiner Haare. So kann ein Nährstoffmangel zum Beispiel zu Haarausfall führen. Mit gesunder Ernährung kannst du fettigen Haaren also nur bedingt entgegenwirken.
Wer unausgewogen ist und häufig zu Fast Food, wie Burger, Pizza und Co. statt zu gesundem Gemüse und Obst greift, wird auch eine Auswirkung auf die Haare merken. Kurz gesagt: Fettiges Essen ist gleich fettige Kopfhaut.
Mit einem Dutt lassen sich fettige Haare gut verstecken. Solltest du unter sehr hartnäckigen fettigen Haaren leiden und alle Tricks helfen nicht, dann kannst du die Haare immer noch verstecken. Mach dir einen lockeren Dutt. Flechte dir einen oder zwei französische Zöpfe.
Fettige Ansätze sind am Morgen ein Problem, bei dem man fast verzweifeln könnte. Doch schnell fettige Haare müssen nicht per se eine Katastrophe sein. Wesentlich ist nur, was man daraus macht. Je nachdem, wie die Haare gestylt werden, ist eine Haarwäsche oft gar nicht so notwendig, wie man im ersten Moment denkt.
Vom Dutt über die Flechtfrisur bis hin zum Einzwirbeln - fettige Haare lassen sich oft schon mit wenigen Handgriffen kaschieren. Wir empfehlen diese Frisuren:
Du wachst am Morgen eines Arbeitstages auf, gehst ins Bad und merkst vor dem Spiegel, dass der Haaransatz schon wieder fettig ist. Na toll! Zum Haarewaschen bleibt keine Zeit, da die morgendliche Routine auf die Sekunde genau vorausgeplant war. Doch was kann man schnell gegen fettige Haare tun? Wir haben SOS-Tipps für dich!
Ein Haarband, ein Haarreifen oder ein Tuch ist nicht nur als stylisches Accessoires geeignet, sondern auch um fettige Haaransätze zu verstecken.
Trockenshampoo ist das Wundermittel gegen fettiges Haar. Es wird einfach auf den fettigen Ansatz aufgesprüht, saugt dort überschüssigen Talg auf und wird dann wieder ausgebürstet. So sehen fettige Haare nach einem Tag wieder aufgefrischt aus und du kannst die Haarwäsche hinauszögern. Außerdem hat es mehr Griff und Volumen.
Wer einen Bad-Hair-Day und keine Zeit für die Haarwäsche hat, kann ab und zu mal Trockenshampoo verwenden. Trockenshampoos sind allerdings eher bei hellem Haar zu empfehlen, bei dunklen Haaren können weiße Klümpchen zurückbleiben, die unschön aussehen. Probieren Sie ein neues Produkt am besten an einer kleinen Haarstelle aus, bevor sie das Trockenshampoo auf dem gesamten Kopf verteilen.
Dein Haar erscheint wieder frisch und füllig, wenn du Texturizing-Spray in den Ansatz sprühst. Achte darauf, dass das Spray auch auf trockenen Haaren angewendet werden kann.
Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Tipps und Hausmittel gegen fettige Haare zusammenfasst:
| Tipp/Hausmittel | Anwendung | Vorteile |
|---|---|---|
| Weniger Haare waschen | Haare seltener waschen (alle 2-3 Tage) | Reduziert die Talgproduktion |
| Lauwarmes Wasser | Haare mit lauwarmem Wasser waschen | Schont die Kopfhaut |
| Mildes Shampoo | Shampoo für fettiges Haar verwenden | Reinigt sanft, ohne zu reizen |
| Apfelessig-Spülung | Apfelessig mit Wasser mischen und nach dem Waschen anwenden | Reguliert den pH-Wert der Kopfhaut |
| Kamillentee-Spülung | Kamillentee kochen und nach dem Waschen als Spülung verwenden | Beruhigt die Kopfhaut |
| Heilerde-Maske | Heilerde mit Wasser mischen und als Maske auftragen | Absorbiert überschüssiges Fett |
| Babypuder | Babypuder auf den Haaransatz auftragen | Absorbiert überschüssiges Fett |
| Backpulver | Backpulver mit Wasser mischen und als Paste auftragen | Absorbiert überschüssiges Öl und bringt die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht |
| Texturizing-Spray | Texturizing-Spray in den Ansatz sprühen | Das Haar erscheint wieder frisch und füllig |
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