Haarbruch ist ein weit verbreitetes Problem, mit dem viele Menschen konfrontiert sind. Wenn die äußere Schicht, die Cuticula, der Haarsträhne brüchig und spröde wird, kann dies zu extremem Haarbruch führen.
Haarbruch kann wie Spliss, trockenes oder kaputtes Haar aussehen. Es gibt eine Vielzahl von Haarbruch Ursachen. Darauf werde ich gleich näher eingehen.
Alle netDoktor.de-Inhalte werden von medizinischen Fachjournalisten überprüft. Falsche Pflege, Krankheiten oder hormonelle Veränderungen: Es gibt verschiedene Ursachen, die zu Haarbruch führen. Lesen Sie hier mehr über die verschiedenen Auslöser und was Sie gegen brüchige Haare tun können.
Um wirkungsvoll gegen Haarbruch vorgehen zu können, müssen zunächst die Gründe für brüchiges Haar verstanden werden.
Mit bloßem Auge lässt sich Haarbruch anhand kleiner weißer Pünktchen erkennen, die die Bruchstellen des Haares markieren. Das Haar sieht durch die Strukturschäden insgesamt spröde und strohig aus. Im Gegensatz zu Spliss, der das Haar an den Spitzen spaltet, kann Haarbruch überall auftreten.
Bevor ich auf die Haarbruch Ursachen eingehe, ist es wichtig, den Unterschied zwischen Haarbruch und Haarausfall zu verstehen. Haarbruch entsteht durch kaputte und trockene Haarsträhnen, die abreißen und abbrechen.
Dein Haar durchläuft einen Wachstumszyklus, zu dem auch das Ausfallen gehört. Anzeichen für normalen Haarausfall sind ganze Haarsträhnen, die ausfallen, typischerweise mit einem weißen Knubbel am Ende, wo die Haare aus dem Follikel kommen. Ich habe festgestellt, dass ich die meisten Haare unter der Dusche verliere.
Wenn ich meine Kopfhaut mit dem Shampoo massiere, löst sich jede Haarsträhne, die bereits lose war.
Wir alle kennen es: Wir stehen vor dem Spiegel, betrachten unsere Haare und uns fallen plötzlich kleine, weiße Punkte an den Haarenden auf. Doch ist das jetzt Haarbruch oder Spliss?
Obwohl die beiden Begriffe meist synonym verwendet werden, beschreiben sie unterschiedliche Symptome. Während Spliss ausschließlich an Deinen Haarspitzen vorkommt, kannst Du abgebrochene Haare auch in den Längen und sogar am Ansatz finden.
Spliss erkennst Du außerdem daran, dass sich die Haarspitzen spalten und ausfransen. Aber Achtung: Abrechende Haare und Haarbruch lassen sich auch schnell mit gesund nachwachsenden Haaren oder Babyhaaren verwechseln.
Auch der lästige Frizz äußert sich in Form kleiner, abstehender Härchen. Da Frizz durch Feuchtigkeitsmangel oder hohe Luftfeuchtigkeit entsteht, ist er noch lange kein Anzeichen für brüchiges Haar.
Warum genau Haare abbrechen, kann an äußerlichen sowie inneren Ursachen liegen. Etwa 20 Prozent der Menschen in Deutschland leiden an brüchigen Haaren. Für gewöhnlich ist die äußere Schuppenschicht (Kutikula) der Haare beschädigt.
Die Ursachen für Haarbruch reichen von mangelhafter Ernährung bis zu alltäglichen Fehlern bei beispielsweise falscher Pflege. Doch diese können Sie leicht vermeiden. Lediglich auf hormonelle Veränderungen und Ursachen wie einer Schwangerschaft haben Sie keinen Einfluss.
Krankheiten, ein Nährstoffmangel und hormonelle Veränderungen sind typische innere Ursachen.
Können Sie innere Ursachen ausschließen, sind vielleicht äußere Faktoren der Grund für den Haarbruch. Denn nicht nur Ernährung, Stress oder Hormone sind dafür verantwortlich, wenn die Haare brüchig werden. Auch äußere Faktoren strapazieren die Haare so sehr, dass sie abbrechen.
Um zu vermeiden, dass Ihre Haare abbrechen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten - abhängig davon, was die Ursache dafür ist.
Achten Sie darauf, dass Ihre Haarstyling- und Reinigungsprodukte nicht zu viele Chemikalien enthalten. Am besten sind milde, rückfettende Shampoos. Optimal sind auch Produkte, die Vitamin H enthalten.
Waschen Sie Ihre Haare nicht täglich. Das entzieht ihnen unnötig Feuchtigkeit. Wer sich die Haare blondiert oder gefärbt hat, sollte unbedingt an eine reichhaltige Pflege mittels Spülungen denken. Einmal die Woche ist auch eine Intensiv-Kur ratsam.
Wickeln Sie nach dem Waschen ein Handtuch vorsichtig um die nassen Haare - wie einen Turban beispielsweise.
Verzichten Sie auf heißes Föhnen, Glätteisen und Lockenstab. Wenn Sie genügend Zeit haben, lassen Sie die Haare lufttrocknen.
Bürsten Sie Ihre Haare sorgfältig, aber nicht häufiger als notwendig. Verwenden Sie dazu nur Holzkämme oder -bürsten. Nehmen Sie keine Bürsten aus Draht. Sie schädigen die Haarstruktur.
Vermeiden Sie außerdem straffe Frisuren und Toupieren. Wenn Sie unter Spliss leiden, ist es wichtig, den Spitzen extra viel Pflege zu spenden - mit geeigneten Haarpflegeprodukten oder Olivenöl.
Ist an den brüchigen Haaren ein Vitaminmangel beziehungsweise ein Nährstoffdefizit Schuld, achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und passen Sie Ihren Speiseplan an.
Das für den Körper wichtige Eisen, zu dessen Mangelsymptomen unter anderem sprödes Haar und Haarausfall gehören, ist beispielsweise in folgenden Lebensmitteln enthalten:
Besonders Vegetarier und Veganer sollten ihren Eisenhaushalt gut im Blick behalten. Leistungssportler, Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Eisenbedarf.
Vitamin H ist für den Aufbau von Keratin wichtig - dem Hauptbestandteil der Haare. Es hilft dabei, dass die Haare dicker werden. Unter anderem steckt es in Rinderleber, Eigelb, Nüssen und Pilzen.
Haben Sie den Verdacht, dass Sie an einem Vitamin- oder Mineralstoffmangel leiden, ist es am besten, mit einem Arzt abzuklären, was genau dahintersteckt. Nehmen Sie nicht auf Vermutung Nahrungsergänzungsmittel ein.
Stresshormone wie Noradrenalin oder Cortisol können dem Haar zusetzen und Haarausfall sowie Haarbruch begünstigen. Es ist nicht immer einfach, Stress aus dem Alltag zu nehmen. Aber versuchen Sie, sich kleine Inseln der Auszeit zu schaffen. Yoga oder auch Achtsamkeitstechniken können dabei helfen.
Haarbruch stoppen mit Hausmitteln? Probieren Sie es aus. Verschiedene sanfte Mittel spenden Ihren Haaren Feuchtigkeit und stärken sie dadurch. Brechen die Haare am Ansatz abbrechen, oder am ganzen Haar, können Sie es mit natürlichen Gegenmaßnahmen versuchen.
Sie benötigen für solch eine Kur:
Schlagen Sie den Honig, das Mandelöl und das Eigelb. Fügen Sie das Lavendel- und Rosmarinöl dazu. Feuchten Sie das Haar mit warmem Wasser an und massieren Sie die Kur in das Haar ein. Ziehen Sie eine Plastikhaube darüber und lassen Sie die Kur 30 Minuten einziehen. Spülen Sie danach den Mix mit warmem Wasser ab und waschen Sie die Haare mit Shampoo.
Ein Haar besteht größtenteils aus dem Eiweiß Keratin. Das Haar ist an seiner Haarwurzel von Haut- und Bindegewebe eingehüllt, dem Haarfollikel. Von dort nimmt das Haar alle wichtigen Nährstoffe auf und wird über die Talgdrüse eingefettet und vor dem Austrocknen geschützt.
Der sichtbare Haarschaft besteht aus drei Schichten: einer äußeren Schuppenschicht, einer Faserschicht (Cortex), die die Grundsubstanz des Haares bildet, und dem Mark (Medulla).
| Bestandteil | Beschreibung |
|---|---|
| Haarfollikel | Hülle der Haarwurzel aus Haut- und Bindegewebe |
| Haarschaft | Der sichtbare Teil des Haares |
| Schuppenschicht | Äußere Schicht des Haarschafts |
| Faserschicht (Cortex) | Grundsubstanz des Haares |
| Mark (Medulla) | Innere Schicht des Haarschafts |
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