Vidal Sassoon Kurzhaarfrisuren: Eine Revolution der 1960er Jahre

Die 1960er Jahre waren eine Zeit des Umbruchs, geprägt von Musik, Mode und neuen Ideen.

Vidal Sassoon Shows Skills (1967)

In dieser Ära, als die Beatles und die Rolling Stones die Welt eroberten und London zur Mode-Metropole avancierte, revolutionierte Vidal Sassoon die Welt der Frisuren. Seine innovativen Kurzhaarschnitte befreiten Frauen von aufwendigen Styling-Routinen und definierten den Friseurberuf neu.

Die Anfänge einer Legende

Der 1928 geborene Vidal Sassoon wuchs im Londoner East End auf. Mit 14 Jahren begann er seine Ausbildung als "Shampoo boy" in einem Friseursalon in London-Mayfair. Schon bald gewann er Wettbewerbe, und 1954 eröffnete er seinen ersten eigenen Salon in der renommierten Bond Street.

Revolutionäre Schneidetechniken

Jahrelang hatte er mit neuen Schneidetechniken und geometrischen Schnitten experimentiert. Es kam ihm darauf an, dass die Haare natürlich fielen. Seine bahnbrechenden Neuerungen umfassten den geometrischen Haarschnitt, den V-Schnitt und den Five-Point-Cut mit seinen fünf geometrischen Spitzen. Mit Sassoon wurde das Haareschneiden zur Kunstform erhoben, und der Friseur war nicht länger ein reiner Handwerker, sondern avancierte zum kreativen Stylist.

Der Durchbruch mit dem Pagenkopf

In den 1960er-Jahren schnitt er der Minirock-Designerin Mary Quant einen Pagenkopf mit eckigen Konturen, der exakt zu den streng geometrischen Formen ihrer Mode passte. So entstand bei Sassoon erstmals die Idee, mit einer Haarschneideschere die Haare mit einer geraden stumpfen Linie über die Schultern kurz zu schneiden. Seit dieser Zeit war der Pagenkopf aus unserem Friseurleben nicht mehr wegzudenken. Der Pagenkopf ist ein Haarschnitt ohne jegliche Graduierung oder Stufung. Die Form des Longbobs bildet sich daraus, daß die Haare auf eine Linie geschnitten werden.

Der legendäre "Five Point Cut"

Seinen richtig großen Durchbruch hatte Sassoon im Jahre 1964 mit seinem legendären „Five Point Cut”. Charakteristisch waren die exakt geschnittenen Konturenlinien, die perfekte Ergänzung zu der schwingen Mode der sechziger Jahre, insbesondere zu Miniröcken.

Weitere Innovationen und Stile

Der berühmte französische Modeschöpfer Emanuel Ungaro wurde vorstellig und bat um Asymmetrisches, passend zu seiner Avantgarde-Mode. In diesem Jahr brachte Sassoon den ersten asymmetrischen Frisurenlook heraus. Hinten wird die Frisur sternförmig geschnitten.

Der Graduierte Bob

Der graduierte Bob ist auch ein Haarschnitt, der aus der heutigen Basis-Ausbildung zum guten Haarschneider nicht wegzudenken ist. Er ist einer der haltbarsten Schnitte überhaupt. Der klassische graduierte Bob wird an geraden Haaren geschnitten. Die Linie von dem graduiertem Bob ist leicht Konvex, nach vorne bis knapp unter das Kinn. Es zeigt nicht mehr als ein Stück von dem Ohrläppchen.

Der "Firefly"

Der „Firefly” (Feuerfliege) ist ein kurzer Haarschnitt, dessen Form sich auch eine Gratulation in den Konturen aufbaut. Man findet keinerlei Stufung oder Bereiche mit einer Länge. Die Ohren sind frei oder leicht bedeckt. Der Nacken wird schmal geschnitten und betont hierdurch den Hinterkopf.

Die Sassoon-Frisur heute

Vor über 60 Jahren revolutionierte Vidal Sassoon die Welt der Haarschnitte mit der Sassoon-Frisur. Er schnitt das Haar nicht auf einem Kamm, sondern auf den Fingern, was dem Haarschnitt seine charakteristische runde Form und den voluminösen Look verlieh. Die Sassoon-Frisur ist im Grunde eine voluminöse, gleichmäßige „Haarkappe“, die die Konturen des Kopfes elegant umschmeichelt. Von vorne erkennt man die charakteristische halbrunde Stirnfranse, die den Look abrundet.

Unterschied zum Pagenkopf

Während der Pagenkopf eine gleichmäßige Länge rund um den Kopf hat, zeichnet sich die Sassoon-Frisur durch längere Seitenpartien und eine kürzere Nackenpartie aus.

Für wen ist die Sassoon-Frisur geeignet?

Besonders für zierliche Frauen mit ovalem Gesicht ist der Sassoon ein echter Glücksgriff. Wenn Sie dichtes, schweres Haar haben, ist der Sassoon ideal, da es von selbst nach innen fällt und Ihnen den ganzen Tag über ein perfektes Styling schenkt. Egal, ob Sie 30, 50 oder 60 Jahre alt sind - die Sassoon-Frisur ist ein zeitloser Klassiker, der immer im Trend bleibt. Sie ist nicht nur praktisch und pflegeleicht, sondern verleiht auch einen Hauch von Eleganz und Klasse.

Vidal Sassoon als Marke

1974 kreierte Sassoon die Haarpflegeserie "Wash and go". Sein Name wurde zur Marke, er selbst zum Multimillionär.

Sassoon Salons in Deutschland

Sassoon Salons finden Sie in fünf deutschen Städten: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München.

Styling-Tipps für kurze Haare

Bei kurzen Haaren ist ein besonderes Maß an Ideenreichtum gefragt. Es gilt, den Trendschnitt auf individuelle Weise zu stylen - um etwas Eigenes daraus zu machen. Passend gestylt, kann eine Kurzhaarfrisur zu einer Art Accessoire werden.

Tipps für den perfekten Look

  • Zwischendurch immer mal glatt kämmen.
  • Etwas Haarspray in die Hände sprühen und übers Haar streichen (als würden Sie einen Helm nachformen).
  • Mindestens alle vier Wochen zum Friseur gehen.
  • Farbspülungen zwischendurch lassen das Haar noch satter und voller glänzen.

Rettung am Bad Hair Day

Das Haar anfeuchten und glatt föhnen, ein leichtes Creme-Gel in den Händen verteilen und die Spitzen über die Finger nach innen ziehen, dann wird die Linie wieder richtig schön exakt.

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