Die Auswahl an Haarbürsten ist heutzutage riesig, und es gilt zu unterscheiden, für welchen Haartyp und für welchen Zweck eine Haarbürste überhaupt gebraucht wird. Besonders lockige Haare sind eine spezielle Herausforderung. Viele empfehlen, lockige Haare nie mit einer Haarbürste, sondern nur mit den Fingern, maximal mit einem Kamm durchzukämmen. Möchte man doch auf eine Haarbürste zurückgreifen, sollten die Borsten hier möglichst weit auseinander liegen. Die beste Empfehlung wäre hier also eine sogenannte Skelettbürste mit starren Borsten.
Verschiedene Haarbürsten für unterschiedliche Haartypen
Zur guten Haarpflege gehört auch die richtige Haarbürste. Bei einem falschen Produkt könnte Haarbruch die Folge sein. Eine Haarbürste kann weit mehr als einen morgendlichen Wuschelkopf in eine passable Frisur verwandeln. Sie sorgt maßgeblich dafür, dass Haare und Kopfhaut gesund bleiben und ist daher ein nicht zu unterschätzender Teil der täglichen Haarpflege.
Jedes einzelne Haar hat eine Schuppenschicht, die Cuticula, die das Innere der Haare vor Austrocknung schützt. Bei gesunden Haaren liegen die Schuppen eng an und das Haar hat eine glatte Oberfläche. Das Licht wird optimal reflektiert, die Haare erscheinen gesund und glänzend. Bei geschädigten Haaren stehen die Schuppen ab und die Haare verlieren Feuchtigkeit. Sie wirken stumpf und spröde. Außerdem brechen sie leichter ab, neigen schneller zu Spliss und laden sich statisch auf.
Um trockenen, fliegenden und glanzlosen Haaren vorzubeugen, ist es daher wichtig, die Haare täglich zu bürsten. In erster Linie dient das Haarebürsten nämlich dem Verteilen des Kopfhaut-Fetts, dem sogenannten Sebum. Das Sebum überzieht das Haar mit einem natürlichen Fettfilm, der es vor Austrocknung, schädlichen Einflüssen von außen und damit vor dem Aufrauen der Schuppenschicht schützt. Die richtige Haarbürste kann also helfen, mattes Haar wieder zum Glänzen zu bringen. Aber eine Haarbürste kann noch mehr: Haarbürsten reinigen die Kopfhaut von abgestorbenen Hautzellen. Eine saubere Kopfhaut fettet nicht so schnell nach und die Haare wirken länger wie frischgewaschen. Zudem wird sie beim Haare bürsten massiert und ihre Durchblutung angeregt. Die Haarwurzeln werden besser mit Nährstoffen versorgt und das Haarwachstum wird gefördert.
Tipp: Kämmen Sie Ihr Haar nicht zu oft. Morgens und einmal zwischendurch reicht völlig aus. Die schützende Schicht könnte sonst wieder abgetragen werden und der umgekehrte Effekt tritt ein.
Runde Haarbürste, halbrunde, flache, paddelförmige oder mit Löchern - inzwischen gibt es nicht mehr einfach nur die eine Haarbürste. Für eine bessere Übersicht haben wir die geläufigsten Haarbürsten-Kategorien mit allen wichtigen Informationen für Sie zusammengefasst:
| Typ | Anmerkungen |
|---|---|
| Flachbürste | Die Flachbürste ist die gängigste Bürstenkategorie. Die Borsten sind an einem flexiblen, meist ovalen Kissen aus Gummi oder Naturkautschuk angebracht, so passt sich die Bürste sehr gut der Kopfhaut an. Sie sind dicht angeordnet , sodass viele Haare auf einmal aufgenommen werden. Die Flachbürste gibt es mit Naturborsten oder Nylonborsten und sie ist für alle Haartypen geeignet. |
| Paddelbürste | Die Paddelbürste/ Paddle Brush ist besonders für lange, glatte Haare und zum Glätten leicht gewellter Haare geeignet. Die Borsten sind ähnlich wie bei der Flachbürste dicht auf einem nachgebenden Kissen angeordnet. Durch ihre Größe gleitet sie besonders leicht durch das Haar. |
| Rundbürste | Runde Haarbürsten, wie Rundbürsten bzw. Stylingbürsten, sind besonders bei Friseuren beliebt, da sich mit ihnen leicht Volumen und Locken in die Haare bringen lassen, sie aber auch zum Glätten benutzt werden können. Es gibt sie in verschiedenen Größen und aus verschiedenen Materialien, wie z.B. aus Keramik oder Aluminium. Die Borsten sind linear und versetzt im 360 Grad Radius um den Bürstenkörper angeordnet. Die Rundbürste ist besonders für glattes, kurzes und mittellanges Haar geeignet. Diese Haarbürste ist für feines Haar weniger geeignet, da es sich beim Styling schnell verfängt. |
| Detangling Bürste | Der neueste Trend unter den Bürsten-Typen ist die sogenannte Detangling Brush - zu Deutsch: “Entwirr-Bürste”. Kleine und große Knoten werden ohne Ziepen, Zerren und Schmerzen aus dem Haar gekämmt. Die Detangling Bürste ist aus Kunststoff und ihre unterschiedlich langen Borsten sind dicht am Bürstenkörper angeordnet. Entwirr-Bürsten haben keinen Griff und werden in die Hand gelegt. Daher sind diese Haarbürsten besonders für feines Haar oder auch sehr langes Haar geeignet. Zudem ist sie eine ideale Haarbürste für Kinder. |
| Skelettbürste | Skelettbürsten zeichnen sich durch die schrägen und auf einzelnen Streben angeordneten Borsten aus - eben wie bei einem Skelett. So ist das Entwirren der Haare besonders einfach. Sie sind schmal und zumeist aus Kunststoff. Die Skelettbürste ist die beste Haarbürste für lockiges und dickes Haar. Sie kann auch gut zum Toupieren der Ansätze verwendet werden. |
Haarbürsten Tests haben eine Gemeinsamkeit aller Haarbürsten herausgestellt: Sie verteilen das Sebum bis in die Spitzen und versorgen das Haar mit einem schützenden Fettfilm.
Skelettbürste für Locken
Ohne die richtige Haarbürste bringen Shampoo, Haarkuren und andere Pflegeprodukte nur halb soviel. Doch die richtige Haarbürste muss erstmal gefunden werden. Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Kauf einer Haarbürste achten sollten. Denn ähnlich wie es bei Gesichtscremes auf den Hauttyp ankommt, kommt es auch bei Haarbürsten auf den Haartyp an. Nicht jede Bürste und Borste kann für jedes Haar verwendet werden. Damit auch Sie die beste Haarbürste kaufen können, bieten wir auf n-tv.de einen hilfreichen Überblick über Haarbürsten Tests:
| Haartyp | Bürsten-Typ/Borsten |
|---|---|
| kurzes Haar | Kurze Haare sind sehr pflegeleicht und schnell im Styling. Menschen mit kurzen Haaren können daher jeden Bürsten-Typ benutzen. Wir empfehlen bei kurzen Haaren und als Haarbürste für Männer unbedingt eine Bürste mit Naturborsten oder eine Schweineborsten-Haarbürste zu verwenden. Bei Nylon- oder Plastikborsten kann die Kopfhaut in Mitleidenschaft gezogen werden. |
| mittellanges und langes Haar | Wer mittellanges oder langes Haar hat, kann sich glücklich schätzen. Denn hier kann jeder Bürstentyp und jede Borste verwendet werden. Besonders schön werden Ihre Haare mit einer Rundbürste - die verleiht Volumen - oder einer Paddelbürste, wenn Sie es eher glatt mögen. Achten Sie dennoch darauf, dass Sie bei feinem oder dickem Haar eine Haarbürste kaufen, die zudem entwirrend ist. |
| sehr langes, feines Haar | Langes, feines Haar klettet sehr schnell und ist daher oft mit Ziepen und Zerren beim Haarebürsten verbunden. Das irritiert die Kopfhaut und schädigt das Haar. Für feines und langes Haar empfehlen sich eine Detangling Haarbürste (z.B. Tangle Teezer) sowie eine Flachbürste für Haarverlängerungen. Haarbürsten für Extensions haben lange und kurze Borsten. Sie gleiten leicht durch die Haare und entwirren sie so besser. Paddel- und Flachbürsten mit Naturborsten oder eine Haarbürste mit Wildschweinborsten eignen sich auch gut. |
| langes, dickes Haar | Auch langes, dickes Haar klettet schnell. Eine Detangling Bürste leistet hier gute Dienste. Eine Flachbürste mit Naturborsten ist ebenfalls als Haarbürste für lange Haare geeignet. Alternativ kann auch eine Paddelbürste mit Holzborsten, die weit auseinander stehen sollten, verwendet werden. |
| lockiges Haar | Lockiges Haar ist pflegeintensiv und die Anforderungen an eine Bürste für solche Haare sind sehr hoch. Wichtig bei einer Haarbürste für Locken ist, dass sie die Haare gut entwirrt ohne sie kraus wirken zu lassen. Die Locken sollen schön üppig und dennoch definiert sein. Am besten eigenen sich hierfür Skelettbürsten mit ihren weit auseinanderstehenden Borsten. Auch sehr gut geeignet: Flachbürsten mit weit auseinanderstehenden Kunststoffborsten. |
Unser Tipp auf n-tv.de: Vorsicht vor Haarbürsten mit Borsten aus Metall. Sie sind Gift für die Haare. Sie verletzten die Kopfhaut und fördern Schuppenbildung.
Welche Haarbürste für welchen Haartyp
Brauchbare Haarbürsten können Sie bereits in Drogeriemärkten wie Rossmann und DM kaufen, unter anderem finden Sie dort die bekannte Haarbürste der Marke Tangle Teezer. Sowohl im Friseurbedarf als auch im Online-Handel werden unter anderem folgende Marken vertrieben:
Wenn Sie Ihren Haarbürsten-Testsieger gefunden haben, sollte dieser auch gut gepflegt werden. Eine Bürste für Haare sollte gründlich gereinigt werden. Denn eine schmutzige Bürste kann das Sebum - das körpereigene Fett der Kopfhaut - nicht optimal verteilen und die Haare verlieren ihren natürlichen Schutz. Zudem können abgestorbene Hautzellen nicht mehr entfernt werden und die Haare werden schneller fettig.
Beachten Sie daher folgende Reinigungstipps unserer Redaktion auf n-tv.de:
Gerade bei sehr langen Haaren ist es wichtig, sich für das Haare kämmen ausreichend Zeit zu nehmen, um Schäden am Haar zu vermeiden. Beim Bürsten langer Haare kann man viel falsch machen. Angefangen bei zu hohem Druck bis hin zu zu vielen Bürstenstrichen.
Hier ein paar Tipps unserer Redaktion auf n-tv.de:
Wie wichtig das richtige Bürsten ist und dass Haarebürsten gesundheitsfördernd und therapeutisch sein kann, können Sie selber in einer ruhigen Minute ausprobieren.
100 Bürstenstriche am Tag zaubern schönes, gesundes Haar, so heißt es. Tatsächlich soll dieser Beauty-Tipp von Kaiserin Sissi stammen. Und die musste es doch eigentlich wissen, immerhin gilt sie noch heute als schönste Herrscherin, die Europa je hatte. Auch wenn Kaiserin Sissi davon überzeugt war, sind 100 Bürstenstriche nicht unbedingt immer das Beste. Besonders lockige Haare profitieren von einer Behandlung in Maßen. Generell empfiehlt es sich, seine Haare morgens und abends durchzubürsten.
Vermeiden Sie es, wenn möglich, Ihre Haare direkt nach dem Waschen zu kämmen. Shampoo, die Hitze des Wassers und Co. öffnen die Schuppenschicht der Haare, wodurch diese besonders empfindlich werden. In der Ruhe liegt die Kraft gesunder Haare! Wenn Sie zu hektisch oder grob durch Ihre Haare gehen, reißen Sie erstens welche aus und zweitens könnten die Haare von der ruppigen Behandlung abbrechen.
Ebenso wichtig: Vermeiden Sie es, immer direkt vom Ansatz bis in die Spitzen zu kämmen. Besser ist es, in den Spitzen zu beginnen. Die Haare oben am Ansatz mit einer Hand stabilisieren und dann langsam von unten nach oben vorarbeiten. Vielleicht kennen Sie den Trick, die Haare über Kopf zu bürsten? Tatsächlich ist das eine gute Variante, um einerseits den Haaren - wenigstens für einen kurzen Moment - mehr Volumen zu schenken. Aber auch die Durchblutung der Kopfhaut wird so andererseits intensiver angeregt, ebenso die Lymphen.
Wie bereits erwähnt, nimmt eine Haarbürste einiges an Schmutz aus Ihren Haaren mit. Ob das Reste von Haarspray, Haargel und Co. sind oder einfach die körpereigenen Fette oder auch Schuppen - schnell sieht eine Haarbürste schmutzig aus. Deshalb ist eine regelmäßige Reinigung wichtig. Legen Sie Ihre Haarbürste oder den Kamm einfach mit ein wenig Shampoo in ein warmes Wasserbad. Wer es noch gründlicher haben möchte, fährt mit den Fingern und einer Portion Shampoo zwischen den Borsten entlang. Weichen Sie die Beauty-Tools für ca. zwei Stunden ein (Borsten zeigen dabei nach unten) und spülen Sie sie anschließend gründlich ab.
Die wohl gängigsten Borsten-Varianten bei Haarbürsten sind Kunststoff und Wildschweinborsten. Wie so oft bringt auch hier jede Variante unterschiedliche Vorteile und Nachteile mit sich. Generell lässt sich sagen, dass Kunststoffborsten effektiver entwirren und die Kopfhaut angenehm massieren, während Naturborsten die Haare durch die Verteilung von Talg und Co. besser ins Gleichgewicht bringen.
In allererster Linie soll eine Haarbürste natürlich die Haare entwirren und von allen Kletten befreien. Tatsächlich kann eine Haarbürste aber noch mehr. Zum einen massiert sie die Kopfhaut, die Durchblutung wird angeregt, die Haarstruktur mit wertvollen Nährstoffen versorgt. Aber auch als Frizz-Gegner oder als Styling-Tool kann die Haarbürste zum Einsatz kommen. Für Letzteres eignet sich besonders gut eine Rundbürste, mit der Sie sich direkt beim Föhnen eine Frisur stylen können. Durch das Durchkämmen wird außerdem der Talg von der Kopfhaut in die Länge der Haare verteilt. Verfügt die Haarbürste über Naturborsten wie Wildschweinborsten, erfüllt sie noch einen weiteren Zweck: Sie befreit die Haare von Schmutz und Styling-Rückständen.
Haar ist nicht gleich Haar und Bürste ist nicht gleich Bürste. Deshalb sollten Sie beim Kauf einer Bürste zunächst auf die Struktur Ihrer Haare schauen. Feine Haare sind oft sehr empfindlich. Deshalb ist es wichtig, sanft mit ihnen umzugehen - auch beim Kämmen. Am besten eignen sich hier Borsten, die weich und flexibel sind und möglichst weit auseinanderliegen. Feine Haare profitieren außerdem von Haarbürsten mit natürlichen, beispielsweise Wildschweinborsten. Bei feinem Haar kommt hinzu, dass es schnell zu einer statischen Aufladung kommen kann. Auch hier bringen unterschiedliche Borsten jeweils andere Vorteile mit sich.
Bei feinem, dünnem Haar, wenn Sie vielleicht denken: Feines und dünnes Haar - das ist doch das gleiche! Tatsächlich gibt es wichtige Unterschiede. Während mit »feinen Haaren« Haare gemeint sind, die von ihrem Durchmesser sehr fein sind, ist bei »dünnem Haar« die Haardichte gemeint. Und deshalb gibt es auch direkt einen Unterschied, welche Borsten sich hier empfehlen. Haarbürsten mit dicht aneinander stehenden Borsten sind ebenso geeignet wie Kämme.
Dicke Haare brauchen eine Haarbürste, die ihnen standhalten kann. Das A und O sind auch hier wieder die Borsten. Sie sollten stabil sein und sich möglichst nicht biegen. Demnach eignen sich hier Kunststoff-Borsten am besten.
Bei trockenen Haaren können Naturborsten Wunder wirken. Sie schenken erstens Glanz und verteilen zweitens - was noch wichtiger ist - das Sebum, also das ölige Sekret, das von den Talgdrüsen auf unserer Kopfhaut produziert wird - in den Längen des Haares und sorgen so für eine durchfeuchtete Struktur.
Bei normalem Haar ist die Haarpflege recht simpel - es geht allen voran ums Entwirren. Flexible oder feste Borsten - was Ihnen und Ihren Haaren mehr liegt. Was außerdem gut tut, ist eine Haarbürste, die Ihre Kopfhaut schön massiert. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und das Haar wird in den Wurzeln mit Nährstoffen versorgt.
Lockige Haare sind tatsächlich eine spezielle (wunderbar schöne) Herausforderung.
tags: #Haarbürste #Locken #DM #Test #Vergleich
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