Viele Menschen wünschen sich glatte, geschmeidige Haare und greifen daher regelmäßig zum Glätteisen. Doch wie schädlich ist das Glätten wirklich, insbesondere bei der Verwendung von GHD Glätteisen? Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile des Glättens, gibt Tipps zur richtigen Anwendung und erklärt, wie man Haarschäden minimieren kann. Es geht darum, wie oft man seine Haare glätten kann, ohne sie zu schädigen, und welche Rolle der Haartyp, der Zustand der Haare und die Glätt-Technik dabei spielen.
Im Haarglätter klemmen Nutzer einzelne Strähnen zwischen heiße Keramikplatten und ziehen das Haar vom Ansatz bis zu den Spitzen. Das Haar besteht hauptsächlich aus Keratin, einem Eiweiß. Welche Form es annimmt - kraus, wellig oder glatt - darüber entscheiden Wasserstoffbrücken und Ionenbindungen, die die Keratinfasern fixieren. Sie brechen die Ionenbindungen und Wasserstoffbrücken auf, das Haar lässt sich verformen.
Die Arbeit eines Glätteisens ist gar nicht schwer zu durchschauen. Im Grunde funktioniert das Stylingtool nämlich genau wie ein Bügeleisen. Grund dafür ist, dass die ersten Hitzestyling-Tools der Welt genau diesem Haushaltsgerät nachempfunden wurden. Damals wurden die Eisen noch in direktem Feuer im Kamin oder auf dem offenen Herd erhitzt - super gefährlich! Heutzutage sind die Glätteisen (und alle anderen Geräte) natürlich weitaus sicherer und schonender. Arbeiten tun sie aber immer noch nach dem gleichen Prinzip: Heiße Platten (mittlerweile oft aus Keramik) werden über die Haarsträhnen gezogen.
Haarglätter geben jedoch nicht nur neue Form. Sie verleihen dem Haar zusätzlich Glanz und machen es leichter kämmbar. Unter Hitze und Druck bügeln sie abstehende Haarschuppen glatt. Diese legen sich wie ein Mantel um die inneren Haarfasern. Das Haar glänzt - allerdings erst nach einer Behandlung mit Temperaturen von mehr als 120 Grad Celsius.
Doch der erfreuliche Nebeneffekt hat Grenzen: So wie Eiweiß in einer heißen Pfanne zum Spiegelei brät, so schädigen zu heiße Glätteisen die Haare. Die oberste Haarschicht, die Cuticula, schmilzt. Das Haar wird strohig, lässt sich kaum kämmen und glänzt nicht mehr. Feines, gebleichtes oder geschädigtes Haar verträgt nach Meinung von Experten höchstens 170 Grad, gesundes, kräftiges Haar bis zu 200 Grad Celsius. Neben der Temperatur spielt auch die Häufigkeit der Anwendungen eine Rolle.
Starten wir mal mit einem Fakt: Die Schuppenschicht der Haare wird ab einer Temperatur von 180 Grad Celsius aufgebrochen und beschädigt. Deshalb sind Hitzeschutzspray und eine hochwertige Beschichtung unerlässlich. Was passiert? Die Schuppenschicht verbrennt, bricht auf und wird porös, es entstehen Spliss und Frizz, die zu Haarbruch führen. Werden Knoten im Haar mitgeglättet, kann es sogar sofort zum Haarbruch kommen. Daraus resultiert immer dünner und kürzer werdendes, trockenes Haar, das auf lange Sicht kaum noch von Stroh zu unterscheiden ist. Und nicht nur Haarlängen und Spitzen werden angegriffen, sondern auch die Kopfhaut. Es kann zu starker Trockenheit, Juckreiz und Schuppen kommen. Klingt scheußlich? Ist es auch!
Viele Anwender fragen sich, ob teurere Glätteisen, wie die von GHD, tatsächlich schonender für das Haar sind. Hochpreisige Geräte wie zum Beispiel jene von ghd oder Cloud Nine sind mit einer Keramikbeschichtung und innovativen Extras ausgestattet, die dafür sorgen, dass deine Haare möglichst wenig Schaden durch das Hitzestyling erleiden. Aber auch mittelpreisige Tools zum Beispiel von Braun und Philips sind sicher. Vorsicht ist bei sehr günstigen Modellen geboten!
Einige Nutzer berichten von positiven Erfahrungen mit GHD Glätteisen in Bezug auf Haarschonung, besonders in Kombination mit dem Hitzeschutz von GHD. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass jedes Glätten das Haar strapaziert, unabhängig vom Preis des Geräts.
Haare glätten ist das einfachste der Welt: Stecker rein, Temperatur einstellen und Strähne für Strähne durchs Eisen ziehen. Was kann man dabei schon groß falsch machen? Eine ganze Menge. Die häufigsten Fehler beim Glätten und wie Sie es besser machen, lesen Sie hier.
Ohne Hitzeschutzspray läuft nichts! Denn Hitzeschutzspray ist wie Sonnencreme - nur eben für die Haare. Ohne den Schutz verbrennt dein Haar und wird nahezu irreparabel beschädigt. Die hitzebeständigen Sprays und Seren legen tatsächlich einen Schutzfilm um das Haar, sodass die Hitze nur gering an die Haarstruktur gelangen kann. Außerdem sorgen viele dieser Produkte für zusätzlichen Glanz.
Wer seine Haare nicht regelmäßig mit Hitze behandeln möchte, kann auf alternative Methoden zurückgreifen. Dazu gehören:
Vor den 5 Top-Tipps möchten wir dir den wichtigsten Hinweis mit auf den Weg geben: Glätte dein Haar niemals in feuchtem Zustand! Ist dein Haar nass, ist es besonders empfindlich. Kommt es nun direkt mit heißen Stylingtools in Berührung, kann es zu extremen Verbrennungen und zu sofortigem Haarverlust kommen. Zudem ist auch die Kopfhaut stark gefährdet und kann verbrennen. Also: Immer erst föhnen oder lufttrocknen lassen.
Wie oft man seine Haare glätten kann ohne zu schädigen kommt unter anderem auf den Haartyp, den aktuellen Zustand der Haare und der Glätte-Technik an. Allgemein wird empfohlen das Haar nicht öfter als 2-3 Mal die Woche zu glätten.
Feinere Haare sind anfälliger für (Hitze-)Schäden. Hier wird dazu geraten, das Glätten zu reduzieren und die Temperatur niedrig zu halten.
Wellige, krause oder lockige Haarsturkturen hingegen vertragen mehr Hitze. Nichtdestotrotz ist auch hier Vorsicht geboten. Alle Haartypen sollten auf jeden Fall IMMER vor dem Glätten - sei es mit Hilfe von Föhn, Stylingbrush oder dem guten alten Glätteisen - wirksamen Hitzeschutz verwenden.
Grundsätzlich brauchen diese Haarstrukturen viel Feuchtigkeit. Bevor man die Haare der Hitze von Styling Tools aussetzt, empfielt Jason Lee, Haarstylst und Gründer von Mela & Kera, das Verwenden von Produkten, die Shea Butter oder Öle, z.B. Jojoba Öl beinhalten. Beim Styling sollte sie Temperatur des Glätteisens 200 Grad nicht übersteigen. Weiter sollte das Glätten nicht öfter als 2-3 Mal pro Woche erfolgen. Der beste Weg, um lockiges oder krauses Jahr sleek zu bekommen, ist es laut Lee, das Haar erst mit einem Föhn zuzutrocknen und dann im Anschluss Strähne für Strähne mit einem Glätteisen zu bearbeiten.
Da für das Glätten von welligen Haaren weniger Hitze benötigt wird, als für krauses oder lockiges Haar, empfehlen Stylisten hier im ersten Schritt die Verwendung von Föhn- oder Stylingbürsten. Für das extra-glatte Finish eignet sich vor allem ein Keramic-Glätteisen, das schon ab 120 Grad zu den gewünschten Ergebnissen führt.
Um glatte Haare wirklich glatt zubekommen, braucht es - Überraschung - nicht viel. Deshalb reicht auch die niedrigste Temperatureinstellung auf dem Stylinggerät meistens vollkommen aus. Das Glätten an sich kann easy in einem Schritt mithilfe eines Glätteisens durchgeführt werden. Doch auch hier bitte an den Hitzeschutz denken.
Das Glätten der Haare ist nicht in jedem Fall schädlich. Es kommt auf dein Glätteisen und die Technik an. Wie in vielen Lebensbereichen kann man auch in diesem Fall sagen: Die Balance ist wichtig. Glätte dein Haar nicht zu oft und wenn, dann verzichte niemals auf das Hitzeschutzspray und gleiche das Styling mit regelmäßigen Pflegekuren aus.
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