Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, sind eine natürliche Phase im Leben einer Frau, die meist im Alter zwischen 45 und 55 Jahren beginnt. In dieser Zeit verändert sich der Hormonhaushalt deutlich, was zu verschiedenen Symptomen führen kann. Viele Frauen leiden in den Wechseljahren an Schlafstörungen, Schweißausbrüchen und Hitzewallungen. Eine weitere häufige Begleiterscheinung ist Haarausfall.
Der sinkende Östrogenspiegel ist die Hauptursache für Haarausfall in den Wechseljahren. Frauen haben wie Männer sowohl weibliche als auch männliche Sexualhormone im Körper, nur in verschiedenen Konzentrationen. In jungen Jahren liegt es maßgeblich am Östrogen, das die Haut prall und das Haar voluminöser macht. Mit sinkenden Hormonspiegeln gehen die hilfreichen Moleküle im Bereich von Haut und Haarwurzeln jedoch verloren.
Der Rückgang der Östrogene kann zu Darmträgheit und Verstopfung führen. Vor allem Frauen durchlaufen in ihrem Leben mit einer Schwangerschaft, Geburt, den Wechseljahren und mit der Einnahme der Pille ganz verschiedene hormonelle Phasen, in denen es immer wieder zu Haarausfall kommen kann. Glücklicherweise sind diese Phasen oft zeitlich begrenzt und das Haar erholt sich meist von allein.
Typische Ursachen für Haarausfall:
Die Wechseljahre bedingen Veränderungen von Haut und Haaren durch den sinkenden Östrogenspiegel. So sind sprödes Haar, Haarausfall sowie schlaffere und trockenere Haut mögliche Symptome, wenn das weibliche Geschlechtshormon Östrogen im Laufe der Wechseljahre abfällt. Es entsteht ein Testosteronüberschuss. Durch ihn sterben vermehrt Haarwurzeln ab und die Haarpracht lichtet sich.
Bei Haarausfall in den Wechseljahren ist eine ausreichende Zufuhr von Aminosäuren, Eisen und Zink wichtig. Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweiß und aus ihnen wird u.a. Keratin gebildet. Milch und Milchprodukte, Eier, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Linsen und Nüsse sind ebenfalls gute Quellen für B-Vitamine und Zink.
Eine 50-jährige Frau braucht täglich rund 400 Kalorien weniger als eine 25-Jährige. Im Blick haben sollten Frauen in den Wechseljahren ihren Kalziumbedarf. Das fehlende Östrogen führt zu Abbauprozessen in den Knochen. Die lassen sich aber durch viel Bewegung, am besten im Freien, und durch ausreichende Kalziumzufuhr verlangsamen. Viel Kalzium steckt in Hartkäse wie Emmentaler oder Bergkäse mit rund 300 Milligramm pro Scheibe.
Essen für mehr Wohlbefinden in den Wechseljahren:
Es gibt für jede Beschwerde eine Antwort aus der Natur, die Frauen über Tausende von Jahren angewendet haben. Hier sind einige natürliche Heilmittel, die bei Haarausfall in den Wechseljahren helfen können:
Neben den natürlichen Heilmitteln gibt es noch weitere Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihren Haaren in den Wechseljahren etwas Gutes zu tun:
Wird der Haarausfall stärker, können Medikamente oder spezielle Therapien helfen. Das Medikament Minoxidil zum Beispiel wird eigentlich als Mittel gegen Bluthochdruck eingesetzt. Finasterid: Wir beobachten bei unseren Patienten unter Einnahme von Finasterid einen guten Effekt gegen erblich bedingten Haarausfall bei Männern. Allerdings erleiden etwa 10 -15% unter Einnahme des Medikamentes mittlere bis starke Nebenwirkung, wie bereits beschrieben.
Es gibt verschiedene Shampoos und Tinkturen gegen Haarausfall, die in der Apotheke oder im Supermarkt erhältlich sind. Beliebt sind Shampoos, die Koffein enthalten, zum Beispiel Alpecin oder Plantur 39.
Unser Rat an Sie: Eine zielgerichtete Therapie bedarf einer eingehenden Diagnostik, daher sollten vor jeder Einnahme von Vitaminen und sonstigen Spurenelementen eine Blutuntersuchung durch den Arzt veranlasst werden. Erst bei bestätigten Mängeln, sollten die fehlenden Substanzen ausgeglichen werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen:
Ob ein Mittel gegen Haarausfall wirkt, hängt davon ab, ob die richtige Ursache gefunden wurde. Jedes Medikament und jede Therapie kann nur wirksam sein, wenn es für die vorgesehene Ursache eingesetzt wird. Neben der spezifischen Therapie ist es immer empfehlenswert, allgemeine Maßnahmen wie gesunde Ernährung, Sport oder eine sanfte Haarpflege zu berücksichtigen, um die Haargesundheit weiter zu unterstützen.
Unser Rat an Sie: Die regenerativen Ansätze sind zurzeit die wirksamsten Therapien gegen Haarausfall.
Wichtig: Vitamin D fördert die Kalziumaufnahme. Nur im Sommer kann unsere Haut tagsüber im Freien genug davon selbst produzieren.
Die wichtigste Maßnahme bei trockener Haut in den Wechseljahren ist eine reichhaltige Feuchtigkeitspflege. Mindestens genauso wichtig wie die äußere Pflege ist, dass Sie Haut und Haare gezielt von innen unterstützen und stärken. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil.
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