Es ist normal, dass Menschen beim Haarewaschen einige Haare verlieren. Experten sagen, dass der durchschnittliche Mensch etwa 50 bis 100 Haare pro Tag verliert. Es ist normal, dass es bei Haarwäschen zu einem gewissen Haarschwund kommt.
Beim Waschen der Haare können einige dieser ausgefallenen Haare mit dem Shampoo in der Badewanne oder der Dusche ausgespült werden. Während Sie Ihre Haare waschen, wird die Kopfhaut durch die Einarbeitung des Shampoos massiert und mechanisch beansprucht. Dies kann dazu führen, dass bereits lose oder geschwächte Haare ausfallen. Die Kombination aus Wasser, Shampoo und Reibung kann den Haarfollikeln helfen, die Haare zu lockern und sie leichter freizugeben. So oder so wären die Haare aber in den folgenden Tagen ausgefallen.
Auch wenn Sie nur gelegentlich die Haare waschen, können sich über einen längeren Zeitraum mehr lose Haare auf der Kopfhaut ansammeln. Wenn Sie Ihre Haare waschen, fallen die bereits losen Haare, die sich bereits in der Ruhephase befinden, aus. Solange die Menge an Haaren nicht weit über 100 pro Tag liegt und die Haarpracht nicht merklich abnimmt, ist dies zunächst normal.
Darüber hinaus kann es aber noch weitere Gründe haben, warum es zu Haarausfall bzw.
Es gibt verschiedene Ursachen für Haarausfall, die unabhängig von der Haarpflege auftreten können:
Wenn Sie bemerken, dass Sie beim Waschen mehr Haare verlieren, dann können Sie zunächst Ihre Pflege-Routine verändern, um Haarausfall beim Haare waschen in Zukunft zu vermeiden. Oftmals schleichen sich im Alltag typische Fehler ein, den übermäßigen Haarausfall begünstigen. Gepflegte, saubere Haare sind für das äußere Erscheinungsbild und das Wohlgefühl von Mann und Frau wichtig. Wenn Sie täglich Ihre Haare waschen, dann achten Sie bei der Pflege auf einige wichtige Regeln.
Solange die Haare schonend mit lauwarmem Wasser gewaschen und an der Luft getrocknet werden, spricht nichts gegen eine tägliche Haarwäsche. Um Haarausfall beim Haarewaschen zu vermeiden, ist es ratsam, milde Shampoos zu verwenden und auf heißes Wasser zu verzichten. Besonders Anti-Schuppen-Shampoos können oft recht aggressiv sein und den PH-Wert der Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen, was wiederum Haarausfall begünstigt. Beim Waschen sollten Sie darauf achten, die Kopfhaut nicht zu stark zu massieren, da dies negative Auswirkungen auf die Haarwurzeln haben kann. Spülen Sie die Pflegeprodukte nach der Wäsche gründlich aus.
No-Gos für nasse Haare:
Nasse Haare sind besonders empfindlich und können leicht beschädigt werden. Hier sind einige Dinge, die Sie vermeiden sollten, um Haarausfall zu verhindern:
Tipp: Um Haarausfall zu vermeiden, sollten Sie auch über eine gesunde Pflegeroutine für Ihre Kopfhaut nachdenken.
Haare sind nicht nur Ausdruck der Persönlichkeit, sondern dienen wie ein Seismograph unserem Inneren, betont die Dermatologin und Expertin für krankhaften Haarausfall Prof. Dr. med. Natalie Garcia Bartels. „Haare können viel über unseren Gesundheitszustand aussagen. Die Struktur der Haare kann Hinweise auf Mangelzustände geben, wie etwa Eisen- oder Vitaminmangel, die die Haare brüchig machen können. Unser Haarwachstum ist normalerweise genetisch programmiert, erklärt Garcia Bartels: „Der natürliche Lebenszyklus eines Haares dauert etwa 6 bis 8 Jahre, bevor es in eine Übergangsphase und schließlich in die Ruhephase übergeht. Zu jedem Zeitpunkt befinden sich etwa 15 Prozent der Kopfhaare in dieser Ruhephase.
Grundsätzlich gilt: Ein Verlust von 60 bis zu 100 Haaren pro Tag ist unbedenklich, solange er gleichmäßig verteilt ist. „Wenn jedoch über einen Zeitraum von zwei Wochen deutlich mehr Haare ausfallen - etwa in Form von größeren Büscheln in der Bürste oder im Badezimmer - sollte man einen Arzt aufsuchen“, warnt die Expertin.
Die häufigste Form des Haarausfalls ist durch eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haare auf männliche Geschlechtshormone bedingt. Typisch sind Geheimratsecken oder eine Tonsur bei Männern und ein dünner werdender Scheitel bei Frauen. „Bei Männern liegt die Wahrscheinlichkeit, bis zum 80. Lebensjahr einen erblich bedingten Haarausfall zu entwickeln, bei etwa 80 bis 90 Prozent. Bei Frauen schätzt man diese Wahrscheinlichkeit auf 30 bis 50 Prozent.
Hier fallen die Haare gleichmäßig über den gesamten Kopf aus, ohne dass kahle Stellen entstehen. Das Haar wirkt insgesamt dünner und die Kopfhaut beginnt stärker durchzuschimmern. Oft liegt ein konkreter Auslöser vor: Dazu zählen hormonelle Veränderungen, Stress, Krankheiten, bestimmte Medikamente oder Nährstoffmängel.
Alopecia areata ist eine Form des örtlich begrenzten, plötzlichen Haarausfalls, bei der sich runde, kahle Stellen im Kopfhaar bilden. Die Erkrankung beginnt meist akut und kann Menschen jeden Alters treffen - häufig bereits im Kindes- oder jungen Erwachsenenalter. Die genaue Ursache ist unbekannt.
Mit zunehmendem Alter werden die Haarwurzeln weniger aktiv, die Zellteilung verlangsamt und die Wachstumsphasen verkürzen sich. Das bedeutet: Die Haare wachsen langsamer, dünner und fallen früher aus. Bei Männern führt Dihydrotestosteron (DHT) oft zu erblich bedingtem Haarausfall, während es bei Frauen in den Wechseljahren der sinkende Östrogenspiegel ist, der das Haar dünner werden lässt.
Hormonelle Schwankungen bei Frauen können in verschiedenen Lebensphasen eine Rolle spielen: „Dies kann bereits im Pubertätsalter mit einer unregelmäßigen Periode beginnen. In der Menopause sind Haarprobleme ebenfalls häufig - etwa 50 Prozent der Frauen sind davon betroffen. Während der Schwangerschaft sorgt das hormonelle Überangebot dafür, dass die Wachstumsphase der Haare verlängert wird - das Haar wirkt voller und kräftiger.
Besonders bei Ernährungsumstellungen - etwa beim Verzicht auf Fleisch - können Eisen- oder Vitamin-B12-Mängel auftreten. Die Expertin weist darauf hin, pflanzliche Alternativen, Eier oder Milchprodukte zu konsumieren.
Schilddrüsenerkrankungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Viruserkrankungen wie Grippe und Covid-19 oder Autoimmunerkrankungen können das Haarwachstum stören.
Häufiger sind jedoch äußere Ursachen für Haarbruch verantwortlich. „Zu viel Hitze, zu starkes Ziehen an nassen Haaren oder Auskämmen von Haarspray können das Haar spröde machen“, warnt Garcia Bartels.
Akute Stresssituationen wie Verletzungen, Operationen oder emotionale Belastungen können diffusen Haarausfall auslösen - oft mit einer Verzögerung von vier bis zwölf Wochen.
Haarausfall ist für viele Betroffene ein belastendes Thema, doch die gute Nachricht ist: Er ist behandelbar. Die Diagnose beginnt mit einem ausführlichen Gespräch, anschließend werden die Kopfhaut und die Haare untersucht.
In einigen Fällen kommt eine computergestützte Haardiagnostik zum Einsatz, erklärt Garcia Bartels: „Dabei wird ein kleines Areal rasiert und mit einer Videosonde die Dichte der Haare sowie der Haarausfall gemessen.
„Beim genetischen Haarausfall gibt es örtliche Präparate wie Minoxidil (für Männer und Frauen) oder Finasterid (nur für Männer), auch als Tablette“, so die Expertin. Alternativ können Frauen das Alfatradiol nutzen - ein östrogenähnlicher Wirkstoff, der lokal auf der Kopfhaut gegen erblich bedingten Haarausfall wirkt. Diese Mittel verlangsamen den Fortschritt des Haarausfalls und können die Haardichte verbessern.
Bei anlagebedingtem Haarausfall kann eine Haartransplantation helfen. Bei kreisrundem Haarausfall kommen spezielle Reiz- und Immuntherapien zum Einsatz.
Ob Glanz, Fülle oder Stärke - gesunde Haare brauchen Pflege von innen und außen. „Für die innere Haargesundheit ist eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitamin B12, Biotin, Zink und Eisen entscheidend, um Mangelzustände zu vermeiden“, betont Garcia Bartels. Doch Vorsicht: Nahrungsergänzungsmittel sollten nur bei nachgewiesenem Mangel eingenommen werden. „Es ist ein Irrglaube, dass mehr Vitamine oder Nahrung automatisch kräftigeres Haar bedeuten. Die IKK classic unterstützt Ihre Teilnahme an Gesundheitskursen vor Ort und Onlinekursen zu Bewegung, Ernährung und mehr.
Die äußere Haargesundheit hängt stark von der sanften Pflege ab. „Haare wachsen etwa einen Zentimeter pro Monat. Bis sie Schulterlänge erreichen, haben sie zwölf Monate oder länger äußere Einflüsse ertragen müssen“, erklärt die Expertin.
Rund um das Thema Haarausfall kursieren viele Mythen, die oft für Verwirrung sorgen.
| Mythos | Wahrheit |
|---|---|
| Tägliches Waschen macht die Haare fettig | Hängt von den Genen, Ernährung und Hormonen ab |
| Salz- und Chlorwasser schädigen das Haar | Machen die Haare spröder und anfälliger für Reibung |
| Haare nicht nass kämmen | Nasse Haare können leichter brechen, vorsichtiges Kämmen ist möglich |
| Mehr Haarausfall im Herbst | Ja, aufgrund des Haarwechsels nach dem Sommer |
| Mehr Haare durchs Rasieren | Nein, das Haarwachstum wird nur durch die Genetik gesteuert |
| Haarmasken wirken wie Sonnencreme | Bieten begrenzten Schutz vor UV-Strahlung |
| Haarwachstum mit Grünkohl oder Thymian fördern | Kaum erforscht, keine wissenschaftlichen Beweise |
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