Guhl Kraft & Fülle: Shampoo, Tonikum und Sprühkur im Test bei Haarausfall

Dünner werdendes Haar oder erblich bedingten Haarausfall mit Drogerie-Mitteln bekämpfen? Diese Pflegeserie für mehr Kraft und Fülle macht es möglich!

Du möchtest erblich bedingtem Haarausfall entgegenwirken und dünner werdendes Haar wieder "auffüllen"? Vor einigen Monaten habe ich von Guhl die Kraft und Fülle Pflegeserie zugeschickt bekommen, die in drei Schritten zu gekräftigtem, fülligerem Haar verhelfen soll. Da ich selbst allerdings noch keine Probleme mit Haarausfall habe, gab ich die Produkte an eine Person weiter, die schon seit Jahren über dünner werdendes Haar klagt: meine Oma.

Zwei Monate später holte ich mir nun ein Update ein und verrate dir, warum sie begeistert von der Guhl Kraft und Fülle Reihe ist.

Die Guhl Kraft und Fülle Pflegeserie umfasst Shampoo, Kopfhaut-Tonikum und Sprühkur.

Kurzfazit: So gut ist die Guhl Kraft und Fülle Reihe

Nachdem meine Oma ihre (sehr dünnen) Haare nun knapp zwei Monate mit den drei Kraft und Fülle Produkten pflegt, wollte ich wissen, ob und wie sich ihr Haarzustand verändert hat. Sie zeigt sich glücklich, da sie tatsächlich den Eindruck hat, dass ihre Mähne kräftiger wirkt und ihr weniger Haare ausfallen.

Vor allem die Sprühkur überzeugt, da diese ihr sofort nach dem Föhnen zu einem sichtbaren Volumen verhilft. Zwar sei der Ausfall nicht komplett verschwunden, allerdings bemerkt sie eine deutliche Verbesserung und wird sich die Produkte nachkaufen, da sie besonders vom Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt ist.

Das sind die Produkte der Kraft und Fülle Serie

Shampoo, Kopfhaut-Tonikum und Sprühkur: Die Pflegereihe für Personen jeden Alters beinhaltet drei aufeinander aufbauende, silikonfreie Produkte, die ich dir im Folgenden kurz vorstelle.

Schritt 1: Guhl Kraft und Fülle Shampoo

Der erste Schritt in der Kraft und Fülle Pflegeserie ist das Shampoo, welches das natürliche Haarwachstum fördern soll. Es hat eine ergiebige Textur und ist mit Rosmarinextrakt und einem Biotin-Aktiv-Komplex formuliert, um die Durchblutung der Kopfhaut anzuregen und die Haarwurzel zu stimulieren. So soll es das Haar kräftigen, ohne beschwerend zu wirken.

Dabei hat es einen aromatischen, aber dezenten Duft nach Rosmarin, gepaart mit belebenden Zitrusnoten.

Schritt 2: Guhl Kraft und Fülle Kopfhaut-Tonikum

Nach dem Waschen kommt das Kopfhaut-Tonikum zum Einsatz, welches gründlich in die Kopfhaut einmassiert wird. Es soll in die Haarwurzel eindringen und diese stimulieren, um das Haar stärker nachwachsen zu lassen und erblich bedingten Haarausfall zu reduzieren.

Auch in diesem Produkt finden sich Rosmarinextrakt und der Biotin-Aktiv-Komplex, damit die Durchblutung bei der Kopfhautmassage angeregt wird. Der Hersteller empfiehlt, das Tonikum zwei Mal täglich scheitelweise aufzutragen. Meine Oma hingegen verwendet es "nur" nach jeder Haarwäsche und ist trotzdem zufrieden mit den Ergebnissen.

Schritt 3: Guhl Kraft & Fülle Sprühkur

Im letzten Schritt der Pflegeroutine schenkt die feuchtigkeitsspendende Sprühkur mit Rosmarinextrakt und Biotin-Aktiv-Komplex dir sofort sichtbar mehr Fülle. Dafür wird sie auf das handtuchtrockene Haar gesprüht, bevor du dieses trocken föhnst.

Dieses Produkt gefällt Omi besonders gut, weil sie nicht lange auf (nachhaltige) Ergebnisse warten muss, sondern bereits nach dem Waschen ein sichtbares und haltbares Volumen in ihr dünnes Haar zaubert. Ich habe die Kur selbst ausprobiert, um zu testen wie sie sich auf die Kämmbarkeit und Geschmeidigkeit des Haares auswirkt und kann bestätigen: Die Längen lassen sich leichter entwirren und fühlen sich weich und gesund an.

die besten Haarepflegeprodukte für feine Haare

Glänzendes, voluminöses, seidig glattes Haar wie in der Werbung wünschen sich viele. Und anders als viele andere Beauty-Träume lässt sich dieser mit der richtigen Pflege durchaus realisieren oder zumindest ein Ergebnis erzielen, dass dem sehr nahe kommt. Das richtige Produkt für einen selbst zu finden ist allerdings gar nicht so einfach.

Zum einen, weil ihr Haar je nach Alter, Ernährung, Lebensumständen und Haarstruktur andere Bedürfnisse hat. Auch achten immer mehr Verbraucher darauf, dass sie Produkte kaufen, die möglichst wenige schädliche Inhaltsstoffe enthalten.

Weitere Shampoos im Test

Insgesamt haben wir 44 Shampoos getestet, um das beste für die meisten zu finden.

  • Jean&Len Volumen Shampoo: Es macht das Haar angenehm weich und leicht. Zudem kommt es - anders als viele andere - ohne Parabene, Silikone und Co. aus.
  • Khadi Aryuvedisches Elixier Shampoo Rose Repair: Im Test überzeugt allen voran das Endergebnis der Haarstruktur: weich, leicht und glänzend. Dafür kommen natürliche Inhaltsstoffe zum Einsatz, auf Silikone und Co.
  • Lavera Pflegeshampoo Family: Es bietet tolle Pflege für Kinder und Erwachsene. Dafür kommen unter anderem Bio-Apfel und Bio-Quinoa zum Einsatz. Dass die gesamte Rezeptur biologisch abbaubar ist, verschafft dem Shampoo einen weiteren Pluspunkt.
  • Swiss-O-Par Shampoo Teebaumöl: Es wurde für gereizte Kopfhaut und gegen Schuppen entwickelt. Ein Ziel, das hier mit wenigen, aber dafür effektiven Inhaltsstoffen erreicht wird.
  • Anti-Juckreiz Shampoo von Salthouse: Setzt auf beruhigende und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Mineralien aus dem Toten Meer.

Grundlagen der Haarwäsche

Wir gebrauchen es nahezu tagtäglich, doch die wenigsten von uns wissen wahrscheinlich, wie ein Shampoo überhaupt funktioniert. Shampoo reinigt das Haar und befreit es von abgestorbenen Hautschüppchen, überschüssigem Fett und Kalkrückständen. Stylingprodukte wie Haarspray, Gel und Co. werden von einem Shampoo ebenso herausgespült wie Staub und andere Umwelteinflüsse.

Um eine gründliche Reinigung zu garantieren, enthalten Shampoos Inhaltsstoffe - Stichwort: waschaktive Tenside -, die die Haarfasern öffnen. Das Haar soll aber nicht nur sauber, sondern auch gepflegt werden.

Tipps zur Anwendung

Damit ihr Shampoo optimal wirken kann, lohnt es sich beim Haarewaschen ein paar Dinge zu beachten. Schon bevor es unter die Dusche geht, können Sie Ihr Haar auf die bevorstehende Wäsche vorbereiten. Viele von uns verwenden beim Einschäumen der Haare zu viel Shampoo. Dabei ist bereits eine haselnussgroße Menge ausreichend. Mehr sollte - bei einem guten Shampoo - nicht nötig sein. Allen voran, weil stets nur der Ansatz und die Kopfhaut eingeseift werden sollten. Wird das Shampoo ausgespült, werden Längen und Spitzen automatisch mit gewaschen.

Stellen sie sicher, dass Sie ihre Haare gründlich Auswaschen. Shampooreste können das Haar unnötig beschweren und für schnelles Nachfetten sorgen. Deshalb so lange spülen, bis sich die Haare wirklich sauber und frei von Schaum und Shampoo anfühlen.

Shampoo-Arten im Überblick

Nicht jedes Shampoo funktioniert für jeden Haartyp und auch wenn wir uns in unserem Test auf normales Haar konzentriert haben, möchtet wir Ihnen hier einen kleinen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Shampoo-Arten geben.

  • Anti-Frizz-Shampoo: Wer abstehenden Härchen und Krauselocken den Kampf ansagen möchte, sollte zu dieser Shampoo-Art greifen. Sie glättet die Haarstruktur sichtbar.
  • Shampoo für lockiges Haar: Die Struktur lockiger Haare unterscheidet sich deutlich von der glatter Haare. Deshalb braucht man für diese auch eine speziell auf sie zugeschnittene Pflege.
  • Anti-Schuppen-Shampoo: Wie Frizz, kann auch schuppiges Haar viele Ursachen haben: genetische Veranlagung, Hormonschwankungen oder äußere Einwirkungen. Um gegen das Problem anzugehen, konzentrieren Anti-Schuppen-Shampoos sich auf die Kopfhaut.
  • Shampoos für koloriertes und dauergewelltes Haar: Vitamine und Pflanzenextrakte stärken das Haar und helfen ihm dabei, sich zu regenerieren.
  • Shampoos für strapaziertes Haar: Diese eignen sich auch sehr gut für besonders lange Haare, bei denen man oft mit ausgetrockneten, splissanfälligen Spitzen zu kämpfen hat.

Feste Shampoos und Haarseifen

Auch wenn in unserem Test viele Produkte mit vorwiegend natürlichen Inhaltsstoffen vertreten waren, bleibt bei den Flüssig-Shampoos stets das Problem der Verpackung. Immer mehr Menschen wechseln deshalb zu festem Shampoo oder Haarseifen, die einfach in einer umweltfreundlicheren Pappschachtel verpackt werden können.

Wie bei jeder Seife sind auch hier die Grundzutaten Fette und Laugen. Je nach Rezepturen gesellen sich dann noch unterschiedliche Öle dazu. Allerdings kommt es bei der Verseifung - ein komplizierter Prozess, dessen Erklärung hier den Rahmen sprengen würde - häufig zu Überfettung. Sicher, manche Haare mögen sich darüber freuen. Aber meistens führt dieser Effekt zu schweren und, wie sich erraten lässt, fettigen Haaren. Dem kann man mit einer sauren Rinse allerdings gut entgegenwirken. Die Rinse lässt sich ganz einfach selbst herstellen, indem man zwei Esslöffel Apfelessig zu einem Liter Wasser hinzugibt.

Festes Shampoo ist quasi flüssiges Shampoo, dem Wasser entzogen wurde. Viel mehr Unterschiede gibt es gar nicht. So schäumt eine Haarseife ebenso wie sein flüssiger Bruder und kann zudem mit den gleichen pflegenden Ergebnissen punkten. Deshalb entscheiden sich immer mehr für feste Shampoos, zumal diese umweltfreundlich in Papier oder Pappe verpackt werden können. Übrigens: Auch auf der Liste der Inhaltsstoffe findet sich in der Regel kein Plastik, auch nicht in Form von Mikroplastik.

Kritische Inhaltsstoffe in Shampoos

Wie bereits erwähnt sind die Inhaltsstoffe auf die Haarstruktur und die Effekte, die das Shampoo erzielen soll, abgestimmt. Dennoch gibt es einige Inhaltsstoffe, die auf der Liste der Inhaltsstoffe regelmäßig zu finden sind. Beispielsweise Pflanzenextrakte, Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Öle.

Dass diese Substanzen dennoch regelmäßig auf den Listen der Inhaltsstoffe zu finden sind, liegt unter anderem an ihren positiven Wirkungen. Das ist selbstverständlich keine Rechtfertigung für ihren fortwährenden Einsatz und wird zunehmend kritisch gesehen, was viele Verbraucher auch immer eindeutiger mit ihrem Kaufverhalten zeigen.

Leider machen es einem die Hersteller alles andere als leicht und greifen bei der Auflistung der Inhaltsstoffe mit Vorliebe auf komplizierte chemische Bezeichnungen zurück, die gute und schlechte Inhaltsstoffe gleichermaßen fremd wirken lassen.

  • Silikone: Verspricht ein Shampoo Geschmeidigkeit und Glanz, sind meist Silikone im Spiel. Sie legen sich wie ein Film um das Haar und sorgen so für eine weiche und glänzende Oberfläche.
  • Parabene: Das ist die Hauptaufgabe von Parabenen im Shampoo. Allerdings steht das Konservierungsmittel in Verdacht, das Brustkrebsrisiko zu erhöhen. Sicher ist, Parabene wirken zumindest schwach hormonähnlich. Sie ähneln dem Hormon Östrogen.
  • Sulfate: Sie weisen eine starke Reinigungskraft auf und schäumen. Viel Schaumbildung wird bei Shampoos oft mit Sauberkeit und guter Reinigungskraft verbunden.
  • Polyethyenglykol (PEG): Das synthetische Polyethyenglykol (PEG) verbindet Wasser mit Ölen. Das ist allerdings auch schon der einzige positive Effekt dieses Inhaltsstoffes. Tatsächlich können Shampoos mit PEGs Rückstände des krebserregenden Stoffes Dioxan enthalten.
  • Mikroplastik: z. B. Mikroplastik soll für gute Kämmbarkeit sorgen und gehörten in Shampoos und anderen Kosmetika viele Jahre zu den Standardzutaten. Wirklich sinnvoll sind die winzigen Partikel allerdings nicht. Vor allem nicht für die Umwelt.

Spezialfall Haarausfall-Shampoos

Haarausfall betrifft extrem viele Menschen - entsprechend groß ist der Markt an Produkten, die den Haarverlust stoppen sollen. Beliebt, weil leicht verfügbar und nahezu ohne Nebenwirkungen, sind Shampoos gegen Haarausfall. Sie versprechen, das Haar wieder voller und schneller wachsen zu lassen. Aber nicht auf alle Versprechen der Shampoo-Hersteller kann man sich verlassen.

Wir beleuchten die Chancen und Grenzen von Haarausfall-Shampoos und stellen Hintergründe vor.

Die wichtigsten Punkte zu Haarausfall-Shampoos:

  1. Nur wenige Shampoos helfen wirklich gegen einige Formen von Haarausfall, sie enthalten antientzündliche oder antimykotische Wirkstoffe auf pflanzlicher Basis.
  2. Hersteller von Haarausfall-Shampoos versprechen viele große Wirkungen bei der Anwendung ihrer Produkte. Doch was ist wirklich dran?
  3. Es gibt verschiedene Wirkstoffe, die in Haarausfall-Shampoos enthalten sind. Aber welches Mittel gegen Haarausfall ist wirksam?
  4. Zu den Wichtigsten gehört zum Beispiel Alpecin. Die Haarausfall-Shampoos von Alpecin enthalten den Wirkstoff Koffein.

Alpecin Coffein Shampoo ist ein bekanntes Produkt gegen Haarausfall.

Bewertung von Werbeversprechen

Beim erblich bedingten Haarausfall beispielsweise sind in fortgeschrittenen Stadien die Haarwurzeln zugrunde gegangen, sodass sie keine neuen Haare mehr produzieren können. Hingegen gibt es andere Formen des Haarverlusts, die prinzipiell reversibel sind. Meistens handelt es sich bei den reversiblen Formen um einen diffusen Haarausfall, zum Beispiel durch Nährstoffmangel (bspw. Eisenmangel oder Vitaminmangel) oder eine Chemotherapie. Wird die Ursache behoben, kommt das Haarwachstum von alleine wieder.

Bewertung: Wenn eine Haarwurzel abgestorben ist, bildet sie kein Haar mehr aus. Das ist ein Fakt!

Wirkstoffe in Haarausfall-Shampoos

Der Hauptbestandteil von Haaren ist das Eiweiß Keratin. Es gehört zu den Faserproteinen und umspinnt den Haarkern. Durch Keratin bekommt das Haar seine Struktur und wird elastisch und geschmeidig. Ein wichtiger Baustein, der zur Herstellung von Keratin benötigt wird, ist das Vitamin Biotin. Durch zu wenig Keratin kann das Haar glanzlos und brüchig werden.

Koffein hat auf Zellkulturen im Labor einen wachstumsfördernden Effekt und soll deshalb das Haarwachstum positiv beeinflussen. Dennoch ist die medizinische Wirkung von Koffein-Shampoos unklar. Zudem geht das Haarwachstum von der Haarwurzel aus, die unter der Kopfhaut liegt. Und: Einige der Studien über koffeinhaltige Shampoos wurden von den entsprechenden Herstellern gesponsert.

Anwendungshinweise

Die meisten Produkte sollten ein- bis zweimal täglich benutzt werden. Je nach Haarlänge sollte eine etwa walnussgroße Portion Shampoo aufgetragen und im kompletten Haar verteilt werden. Lauwarmes Wasser reicht aus, es sollte zum Schutz der Haare nicht zu heiß sein. Wer zusätzlich ein stärkendes Haarwasser verwenden möchte, kann dies nach dem Trocknen der Haare auftragen.

Das Shampoo öfter als empfohlen anzuwenden, kann potenzielle Nebenwirkungen wie Hautreizungen, Juckreiz und Trockenheit der Kopfhaut verstärken. Außerdem kann zu häufiges Waschen zum Austrocknen der Haare führen. Insbesondere bei Shampoos mit dem Wirkstoff Minoxidil kann es im Fall einer Überdosis auch zu Blutdruckstörungen, Schwindel oder Übelkeit mit Erbrechen kommen.

Die richtige Therapie finden

Das Wichtigste, um die richtige Therapie gegen Haarausfall zu finden, ist, dass die zugrundeliegende Ursache ermittelt wurde. Nur dann kann eine Therapie gezielt angreifen. Hier handelt es sich um eine hormonell bedingte Form von Haarausfall, bei der die Haarwurzeln überempfindlich auf das männliche Geschlechtshormon Dihydrotestosteron (DHT) reagieren. Es ist die häufigste Form von Haarausfall, die vor allem Männer ab dem 20. Lebensjahr und Frauen ab den Wechseljahren betrifft.

Abhilfe schaffen können Minoxidil-Shampoo oder bio-regenerative Methoden.

Ernüchterndes Testergebnis

Das ernüchternde Ergebnis der Tests: Uneingeschränkt zu empfehlen ist kein einziges Mittel, die meisten wirken überhaupt nicht oder enthalten sogar schädliche Zusätze. Das einzige Medikament, was lokal aufgetragen wirklich eine nachgewiesene Wirkung gegen Haarausfall hat, ist Minoxidil.

Die meisten Hersteller haben auf Anfrage der Testanbieter keine seriösen Studien zur Wirksamkeit ihrer Produkte vorlegen können. Teilweise wird mit Ergebnissen von Laborstudien geworben, bei denen aber unklar ist, ob sie wirklich auf den Menschen übertragbar sind.

Hausmittel und Alternativen

Schon mit einfachen Hausmitteln kann man dem Haar etwas Gutes tun. Eine Spülung mit einem hochwertigen Öl wie Kokosöl, Arganöl oder Olivenöl kann das Haar geschmeidig machen. Eine Kopfmassage sorgt für eine gute Durchblutung, sodass Sauerstoff und Nährstoffe zur Haarwurzel gelangen können.

Oft ist bei der Haarpflege weniger mehr: Es gibt eine ganze Reihe Dinge, die dem Haar schaden können und auf die man daher verzichten sollte. Wer alleine nicht weiterkommt, sollte sich frühzeitig an einen Experten für Haarausfall-Behandlungen wenden.

Dort stehen verschiedene regenerative Therapien zur Verfügung, die helfen können, den Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum wieder anzuregen. Dazu gehört die PRP-Therapie (PRP= Platelet Rich Plasma), bei der aufbereitetes Eigenblut in die Kopfhaut injiziert wird.

Weiterhin besteht die Möglichkeit einer Stammzellentherapie, durch die wertvolle Zytokine und Wachstumsfaktoren in die Kopfhaut gebracht werden können. Auch die Möglichkeit einer Laser-Behandlung der Kopfhaut steht zu Verfügung.

Wenn alles nicht hilft, besteht für die meisten Betroffenen die Option einer Haartransplantation. Dabei werden Spenderhaare aus Bereichen dichten Haarwachstums entnommen und an die kahlen Stellen transplantiert.

Voraussetzung dafür ist, dass noch genügend eigenes Haar vorhanden ist. Außerdem sollte der Haarausfall nicht mehr weiter voranschreiten. Sonst besteht die Gefahr, dass transplantierte Areale als behaarte Stellen stehen bleiben, während die Haare rundherum ausfallen.

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