Haarausfall kann das Selbstbewusstsein und das allgemeine Wohlbefinden einer Person stark beeinträchtigen. Während genetische Faktoren und Lifestyle-Entscheidungen oft als Hauptursachen angeführt werden, sind es manchmal auch Medikamente, die zu diesem unerwünschten Phänomen beitragen. Eines dieser Medikamente ist Amlodipin. Ja, Sie haben richtig gehört. Der Zusammenhang zwischen Haarausfall durch Amlodipin ist ein Thema, das mehr Aufmerksamkeit erfordert.
Amlodipin ist ein Medikament, das spezifisch entwickelt wurde, um den Fluss von Calcium in die Zellen des Herzens und der Blutgefäße zu regulieren. Als ein Calciumkanalblocker verhindert es, dass Calcium in diese Zellen gelangt, was dazu führt, dass sich die Blutgefäße entspannen und erweitern. Amlodipin wurde in den 1980er Jahren für den medizinischen Gebrauch zugelassen. Seit seiner Einführung hat es sich als eines der führenden Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck und bestimmten herzbezogenen Erkrankungen etabliert.
Während Amlodipin primär zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) eingesetzt wird, hat es auch andere therapeutische Anwendungen. Es kann zur Behandlung von Angina verwendet werden, einem Zustand, der durch Schmerzen in der Brust gekennzeichnet ist, die auftreten, wenn das Herz nicht genug Sauerstoff bekommt. Darüber hinaus kann Amlodipin bei Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden, bei denen es Unregelmäßigkeiten in der Art und Weise gibt, wie das Herz schlägt.
Der Wirkstoff führt zu einer Erschlaffung von Gefäßwänden. Die Blutgefäße werden dadurch erweitert und der Blutdruck gesenkt. Das Herz muss zudem das Blut gegen einen geringeren Widerstand in den Kreislauf pumpen, was die Herzarbeit entlastet. Der Stoff bewirkt außerdem, dass das Herz ruhiger und gleichmäßiger schlägt.
In Arzneimitteln liegt der verschreibungspflichtige Wirkstoff Amlodipin entweder als Amlodipinbesilat oder als Amlodipinmaleat vor.
Mit 40 Stunden hat Amlodipin eine hohe Halbwertszeit und somit auch eine lange Wirksamkeit. Die Halbwertszeit ist die Zeit, die der Körper benötigt, um die Konzentration des Wirkstoffs im Blutplasma auf die Hälfte zu reduzieren. Die lange Halbwertszeit hat den Vorteil, dass Tabletten mit Amlodipin nur einmal täglich eingenommen werden müssen.
Die Anfangsdosis und übliche Tagesdosis beträgt 5 mg Amlodipin. Falls die Wirkung nicht ausreicht, kann die Dosierung nach ärztlicher Rücksprache auf 10 mg täglich erhöht werden. Die Tablette sollte immer etwa zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden. Die Einnahme kann unabhängig von Mahlzeiten erfolgen. Lediglich auf Grapefruits und Grapefruitsaft muss verzichtet werden. Bestimmte Inhaltsstoffe der Grapefruit blockieren ein Enzym in der Leber, das für den Abbau von Wirkstoffen wie Amlodipin zuständig ist. Dadurch erhöht die Frucht den Blutspiegel von Amlodipin, was zu einem unkontrolliert starken Blutdruckabfall führen kann.
Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 17 Jahren erhalten eine anfängliche Dosis von 2,5 mg, die auf maximal 5 mg gesteigert werden kann.
Amlodipin ist für eine Langzeitanwendung vorgesehen, da es sich bei Bluthochdruck und Herzerkrankungen meistens um chronische Erkrankungen handelt. Sie sollten das Mittel daher nicht ohne ärztliche Rücksprache absetzen.
Die mögliche Verbindung zwischen der Einnahme von Amlodipin und dem Auftreten von Haarausfall hat bei Patienten und Gesundheitsdienstleistern gleichermaßen Fragen aufgeworfen. Die Haarfollikel, aus denen unsere Haare wachsen, sind stark von der richtigen Blutzufuhr abhängig. Amlodipin, wie bereits erwähnt, ist ein Calciumkanalblocker, der dazu beiträgt, die Blutgefäße zu entspannen.
Es gibt Theorien, die besagen, dass Amlodipin, obwohl es generell dazu beiträgt, die Blutgefäße zu entspannen, möglicherweise die kleineren Blutgefäße in der Kopfhaut verengen kann. Diese Verengung kann die Durchblutung der Kopfhaut reduzieren, was letztendlich den Haarfollikeln die essentiellen Nährstoffe und den Sauerstoff entzieht, den sie zum Wachsen benötigen.
Die wissenschaftliche Gemeinschaft hat die mögliche Verbindung zwischen Amlodipin und Haarausfall nicht ignoriert. Es wurden Studien durchgeführt, um diese Theorie zu überprüfen. Es ist wichtig zu betonen, dass nicht jeder, der Amlodipin einnimmt, Haarausfall erlebt. Einige Studien haben jedoch einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Amlodipin und dem Auftreten von Haarausfall festgestellt, obwohl der genaue Mechanismus und die Häufigkeit dieses Phänomens weiterhin Gegenstand von Untersuchungen und Debatten sind.
Haarausfall ist ein Zustand, der viele Menschen betrifft, unabhängig von Alter, Geschlecht oder ethnischer Zugehörigkeit. Das Erkennen des Beginns von Haarausfall kann manchmal eine Herausforderung sein, da er sich schleichend entwickeln kann. Haarausfall kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden.
Genetischer Haarausfall: Dies ist die häufigste Ursache für Haarausfall und wird oft als androgenetische Alopezie bezeichnet. Es ist also entscheidend, den Grund für den Haarausfall genau zu identifizieren.
Haarausfall kann unterschiedliche Ursachen haben. Unterschieden wird bei Haarausfall in vier grundlegende Formen der Alopezie: erblich bedingter Haarausfall, stressbedingter Haarausfall, diffuser Haarausfall und kreisrunder Haarausfall. An den zugrundeliegenden Haarausfall Ursachen und Symptomen können diese voneinander abgegrenzt werden.
Das Haarwachstum verläuft zyklisch und gliedert sich in drei verschiedene Phasen. Wenn ein neues Haar von einem Haarfollikel ausgebildet wird, befindet es sich zunächst in der Wachstumsphase, bevor es nach zwei bis sechs Jahren in die Übergangsphase eingeht und dann während der Ruhephase ausfällt. Anschließend wächst bei gesundem Haarwuchs ein neues Haar nach.
Bei der Einnahme von Medikamenten können Wirkstoffe innerhalb der Wachstumsphase über das Blut in die Haarwurzeln gelangen und dort das Haarwachstum bremsen oder sogar stoppen. Etwa 80 % aller Haare befinden sich gleichzeitig in der Wachstumsphase. So sorgt der Körper dafür, dass immer ausreichend Haare vorhanden sind.
Verschreibungspflichtige Beta-Blocker, die gegen Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen verschrieben werden, können in einigen Fällen dazu führen, dass die Haarwurzeln absterben. Ist dies der Fall, können keine neuen Haare mehr ausgebildet werden. Besonders die Wirkstoffe Metoprolol und Propanolol werden mit dieser Nebenwirkung in Zusammenhang gebracht.
Viele Menschen haben Ibuprofen als Schmerzmittel in der Hausapotheke. Bei häufiger Einnahme kann das Haar dünner werden und schließlich kann es auch zu Haarausfall kommen.
Damit es, besonders nach Operationen, nicht zu Blutgerinnseln kommt, die tödlich enden können, nehmen viele Menschen Blutverdünner. Heparin ist dabei eines der gängigsten Arzneimittel und eine der Haarausfall Ursachen. Denn Heparin beschädigt die Haarfollikel und führt so zu Haarausfall.
Ärzte verschreiben bei Akne und einigen anderen Hautkrankheiten meist Arzneimittel, die Retinoide enthalten. Retinoide sind eng mit Vitamin A verwandt, welches die Haarfollikel im Normalfall schützt. Dringen Retinoide zur Haarwurzel vor, kommt es zu einer Überdosis und das Haar verfällt in eine Art Koma und kann ausfallen.
Zudem wirken Retionoide auch auf Zellen, die Keratin produzieren. Keratin ist ein wesentlicher Bestandteil der Haarstruktur. Durch die Einwirkung kann Dichte, Verteilung und Farbe der Körperbehaarung beeinflusst werden.
Antidepressiva wirken sich im Vergleich zu anderen Medikamenten nicht auf die Wachstumsphase aus, sondern auf die Ruhephase der Haare. Diese dauert im Normalfall ungefähr drei Monate, bevor das Haar abstirbt. Verschiedene Mittel, die bei depressiven Symptomen eingesetzt werden, wie zum Beispiel Imipramin, Doxepin oder auch Fluoxetin sorgen dafür, dass die Ruhephase aussetzt und das Haar nach der Übergangsphase direkt abstirbt. Es kommt zu frühzeitigem, verstärktem Haarausfall und das Haar wird insgesamt dünner.
Oft hilft es bereits, die Problematik mit dem behandelnden Arzt zu besprechen. Dieser kann häufig einfach ein anderes Medikament verschreiben und die Umstellung kann den Haarausfall bereits regulieren.
Auch alternative Schmerztherapien sind ein möglicher Weg, um die Wirkstoffe, die als Haarausfall Ursachen identifiziert wurden, zu vermeiden.
Dann kann das richtige Shampoo gegen Haarausfall eine gute Möglichkeit sein, um die Symptome zu behandeln. Ein Coffein Shampoo pflegt nicht nur Haare und Kopfhaut, sondern fördert auch das Haarwachstum, schützt die Haarwurzeln, wirkt Haarausfall entgegen und fördert die Durchblutung der Kopfhaut.
Jeder, der Haarausfall erlebt oder das Risiko verringern möchte, sucht nach effektiven Lösungen und vorbeugenden Maßnahmen. Das allgemeine Wohlbefinden des Körpers kann direkten Einfluss auf die Gesundheit unserer Haare haben.
Amlodipin ist ein weit verbreitetes Medikament mit zahlreichen therapeutischen Vorteilen, insbesondere für Patienten mit Bluthochdruck oder Herzbeschwerden. Doch wie bei vielen Medikamenten bringt auch Amlodipin potenzielle Nebenwirkungen mit sich, von denen Haarausfall eine sein kann. Das Bewusstsein dieser Nebenwirkung ist entscheidend, damit Patienten informierte Entscheidungen treffen können.
Sollten Sie einen unerwarteten Haarausfall bemerken und glauben, dass Amlodipin die Ursache sein könnte, ist es unerlässlich, sich an Ihren Arzt oder Apotheker zu wenden.
Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können. Die Nebenwirkungen der Kombination ergeben sich aus den Nebenwirkungen der beiden Kombinationspartner.
Folgende Nebenwirkungen treten bei der Einnahme von Amlodipin häufig auf:
Eine vollständige Liste aller Nebenwirkungen von Amlodipin entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage. Sprechen Sie zudem mit Ihrem*Ihrer behandelnden Arzt*Ärztin, falls einer der unerwünschten Nebeneffekte Sie sehr belastet oder im Alltag einschränkt.
Beachten Sie außerdem, dass bestimmte Nebenwirkungen, wie Schwindel oder Müdigkeit, das Reaktionsvermögen beeinträchtigen können.
Sehr häufige Nebenwirkungen (bei 1 von 10 Behandelten): Flüssigkeitsansammlung im Körper (Ödeme).
Amlodipin Nebenwirkungen, die häufig auftreten (bei 10 %): Schläfrigkeit, Schwindel Kopfschmerzen Sehstörungen, Herzklopfen Übelkeit Knöchelödeme Flush (vorübergehende Gesichtsrötung mit gleichzeitigem Wärmegefühl).
Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen (bei bis zu 1 % der Anwender): Blutdruckabfall, Stimmungsschwankungen oder Geschmacksstörungen.
Bei Anwendern, die zu viel Amlodipin nehmen, kommt es oft zu Nebenwirkungen, die sich auf die Haut auswirken. Da Amlodipin Kalziumkanäle blockiert, unterbricht dies den Kalziumtransport in der dermalen Hautschicht. Nebenwirkungen, die die Haut betreffen, sind unter anderem Hautausschlag, Trockenheit und Verfärbung der Haut. Die Anwender berichteten zudem von erhöhtem Schwitzen, nachdem sie eine ungeeignete Menge von Amlodipin eingenommen hatten.
Eine Überdosierung von Amlodipin kann zudem zu vermehrtem Schwitzen, Müdigkeit und Hautrötungen führen. Anders als Diuretika wirken diese Art von Kalzium blockierenden Bluthochdruckmedikamente, indem sie die Menge an Wasser im Körper erhöhen.
Bei weniger als 1% der Anwender, die mit der Einnahme von Amlodipin anfangen, kommt es zu Gewichtszunahme, Gewichtsverlust, Dehydrierung und zu hohen Blutzuckerwerten. Einige dieser Patienten wurden, nachdem Sie zu viel Amlodipin zu sich genommen hatten, mit Diabetes diagnostiziert. Aus diesem Grund wurde Amlodipin für Patienten, die an Diabetes leiden, als ungeeignet deklariert.
Patienten, die Erkrankungen der Leber oder Gallenblase haben, sollten dies Ihrem Arzt mitteilen, bevor Sie Amlodipin einnehmen. Bei Patienten, die an Hepatitis leiden, kann es zu Gelbsucht und veränderten Enzymwerten kommen, die gefährlich werden können.
Aufgrund der Wirkungsweise des Medikaments kam es zu weniger als 1% berichteten Fällen von Leukopenie, wobei es hier bei den Patienten zu einem Verlust von weißen Blutkörperchen kommt, und Thrombozytopenie, wobei Patienten geringe Mengen an Blutplättchen verlieren.
Einige Patienten beschwerten sich über Unterleibsschmerzen und Übelkeit als Nebenwirkung von Amlodipin. Unübliche Nebenwirkungen umfassen unter anderem Erbrechen, Blähungen und Verstopfung, während weniger als 0,1% der Patienten von einem veränderten Geschmack und Gastritis berichteten, zudem von unregelmäßigem Urinieren, mit Fällen von Inkontinenz, Schmerzen beim Wasserlassen oder häufigeres Urinieren.
Die bei Amlodipin am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen betreffen das Nervensystem. Nachdem Sie mit der Einnahme des Medikaments begonnen haben, berichten von Patienten von Schwindel und Kopfschmerzen, jedoch lassen diese Nebenwirkungen nach, sobald sich der Körper an das Medikament gewöhnt hat. Sehr selten berichten Anwender auch von Zittern und Migräne. Zu Beginn der Einnahme dieses Medikaments wurde auch von neurologischen Nebenwirkungen berichtet, da es bei Patienten zu Apathie, Amnesie, Nervosität, Verlust der Libido und Schlaflosigkeit kam.
Da es sich bei dem Medikament um einen Kalziumkanalblocker handelt, der Hypertonie direkt angeht, wurde bei hohen Mengen gelegentlich von kardiovaskulären Nebenwirkungen berichtet. Bei Patienten kam es zu Herzrasen, unregelmäßiger Herzfrequenz, niedrigem Blutdruck und Schmerzen in der Brust. Unübliche Nebenwirkungen umfassen Herzversagen, während selten von Herzinfarkten oder Angina berichtet wurde. Diese seltenen Nebenwirkungen wurden weitestgehend bei Patienten festgestellt, die Amlodipin erhalten hatten, obwohl sie an einer obstruktiven Erkrankung der Herzgefäße litten.
Calciumkanalblocker wie Amlodipin führen nicht zu einer Osteoporose, da sie nicht in den Calcium-Stoffwechsel der Knochen eingreifen. Sie müssen daher kein erhöhtes Osteoporoserisiko bei der Einnahme von Amlodipin fürchten.
Im Allgemeinen sollte Amlodipin während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Die Wirkung von Amlodipin während der Schwangerschaft wurde noch nicht ausreichend untersucht. Aber in einer Studien mit Tieren wurde festgestellt, dass es beim Ungeborenen Kind zu Entwicklungsschäden kommen kann. Wenn keine sichereren Therapiealternativen zur Verfügung stehen, können Sie unter Umständen die Behandlung mit Amlodipin fortsetzen. das sollte aber nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt erfolgen.
Einige der Amlodipin Nebenwirkungen treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf. Dazu gehören unerwünschte Symptome wie Schläfrigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen. Diese unerwünschten Nebenwirkungen verschwinden aber mit der Zeit wieder. Brechen Sie daher die nicht Therapie vorschnell ab, sondern sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker darauf an.
Grundsätzlich sollten Sie Nebenwirkungen und Wechselwirkungen aber immer melden, vor allem wenn diese nicht in der Packungsbeilage gelistet sind.
Grundsätzlich ist der Wirkstoff Amlodipin gut verträglich und gut erforscht. Trotzdem kann es zu einigen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen bei der Anwendung von Amlodipin kommen. Vor allem, wenn Sie bereits andere blutdrucksenkende Arzneimittel anwenden, müssen Sie bei der Einnahme von Amlodipin vorsichtig sein. Denn das kann Ihren Blutdruck noch weiter senken, sodass es zu einem gefährlichen Blutdruck-Abfall kommen kann. Auch bei akuter Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Nierenkranken, die auf Dialyse angewiesen sind, sollte Amlodipin nur mit Vorsicht angewendet werden.
Am besten sprechen Sie mit einem Arzt oder Apotheker, wenn sie Fragen zur Einnahme und Wirkung von Amlodipin haben. Bevor Sie mit der Einnahme von Amlodipin anfangen, ist es außerdem wichtig, dass Sie sich von einem Arzt bezüglich Ihrer Krankengeschichte, allgemeinen Gesundheit und zusätzlichen Medikamenten, die Sie nehmen könnten, beraten lassen.
Auch Amlodipin wird zum Teil zusammen mit anderen Blutdrucksenkern (oder Herzmedikamenten) eingenommen.
Da der Wirkstoff Amlodipin genau wie alle anderen Calciumkanalblocker über das Leberenzym CYP 3A4 abgebaut wird, kann die Konzentration anderer Medikamente, die über das gleiche Enzym abgebaut werden, beeinflusst werden. Andersherum können Arzneistoffe, die das Enzym CYP 3A4 hemmen, auch die Amlodipin-Konzentration im Blut beeinflussen. Zu diesen Medikamenten gehören unter anderem verschiedene Antipilzmittel, Antibiotika, Johanniskraut, Arzneimittel, die das Immunsystem beeinflussen, sowie HIV-Medikamente.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn zugleich der Cholesterinsenker Simvastatin eingenommen wird. Diese Kombination stand in der Vergangenheit in der Kritik, da Amlodipin die Wirkung von Simvastatin erheblich verstärkt. Dies kann Myopathien (eine Erkrankung der Muskeln) zur Folge haben. Die Simvastatin-Dosis muss in diesem Fall reduziert werden beziehungsweise ist es empfohlen, auf ein anderes Arzneimittel zurückzugreifen.
Grundsätzlich sollten mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln immer ärztlich abgeklärt werden.
Der blutdrucksenkende Effekt von Amlodipin kann durch andere Blutdrucksenker sowie trizyklische Antidepressiva verstärkt werden. Bei Kombination mit Nitraten können sich die Wirkungen auf den Blutdruck und den Herzschlag verstärken. Bei gleichzeitiger Einnahme von Amlodipin und Betablockern ist eine sorgfältige ärztliche Überwachung der Patienten nötig, da sich die blutdrucksenkenden Wirkungen verstärken können.
Betablocker können eine Herzmuskelschwäche verschlechtern, Patienten mit Herzmuskelschwäche müssen also während der gleichzeitigen Behandlung mit Amlodipin vom Arzt besonders sorgfältig überwacht werden. Gleiches gilt bei der Gabe zusammen mit Antiarrhythmika wie Amiodaron und Chinidin, da Amlodipin möglicherweise zusätzlich zu den Antiarrhythmika die Herzkraft abschwächt.
Bei gleichzeitiger Gabe von Amlodipin und Sildenafil (Mittel gegen Erektionsstörungen) hat jeder Wirkstoff für sich genommen seinen eigenen blutdrucksenkenden Effekt.
Amlodipin wird im Körper durch ein Enzym abgebaut, dessen Aktivität durch viele andere Wirkstoffe beeinflusst werden kann. Bei gleichzeitiger Gabe ist daher eine sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich.
Stoffe, die dieses Enzym hemmen, führen dazu, dass Amlodipin bei gleichzeitiger Gabe möglicherweise langsamer abgebaut wird und dann stärker und länger wirkt. Zu diesen Stoffen gehören: die Pilzmittel Ketoconazol und Itraconazol, der Blutdrucksenker Diltiazem, HIV-1-Proteasehemmer (gegen AIDS), die Makrolid-Antibiotika Clarithromycin, Erythromycin und Telithromycin sowie das Antidepressivum Nefazodon.
Ebenso kann es sein, dass Wirkstoffe, die die Aktivität des Enzyms fördern, die Amlodipin-Wirkung abschwächen. Das ist der Fall bei den Tuberkulose-Mitteln Rifampicin und Rifabutin, dem AIDS-Medikament Nevirapin, Johanniskraut (gegen Depressionen), dem Glukokortikoid Dexamethason und den Antiepileptika Phenobarbital, Phenytoin und Carbamazepin.
Alle Substanzen, die den Kaliumgehalt des Blutes erhöhen, dürfen nur mit Vorsicht zusammen mit der Kombination eingenommen werden. Dazu gehören Kalium-Salze, das blutverdünnende Heparin, kaliumsparende Diuretika, AT-I-Rezeptor-Antagonisten (Blutdrucksenker), das Antibiotikum Trimethoprim sowie die Immunologika Tacrolimus und Ciclosporin.
Zusammen mit anderen Blutdrucksenkern wie Diuretika und Nitraten, mit trizyklischen Antidepressiva, Narkosemitteln, akuter Alkoholaufnahme, dem Muskelrelaxans Baclofen sowie den Alpha-Sympatholytika Alfuzosin, Doxazosin, Prazosin, Tamsulosin und Terazosin ist verstärkt ein Blutdruckabfall zu erwarten. Die Kombination mit Blutdrucksenkern wie AT1-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird nicht empfohlen, da das Risiko für Nebenwirkungen wie Kaliummangel, Blutdruckabfall und Abnahme der Nierenfunktion erhöht ist. Dies gilt besonders bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung aufgrund von Zuckerkrankheit.
Alpha-Sympathomimetika wie Dopamin und Epinephrin sowie Beta-Sympathomimetika wie Dobutamin schwächen die blutdrucksenkende Wirkung von Ramipril. Gleiches gilt für nicht-steroidale Antirheumatika und Acetylsalicylsäure. Außerdem kann die gleichzeitige Behandlung mit denselben das Risiko einer Nierenfunktionsstörung und eines Anstiegs von Kalium im Blut erhöhen.
Das Gichtmittel Allopurinol, Immunologika mit unterdrückender Wirkung auf die Immunabwehr, Glukokortikoide, Zytostatika und alle Wirkstoffe mit Einfluss auf die Blutbildung verstärken die negativen Effekte der Kombiantion auf das Blutbild.
ACE-Hemmer wie Ramipril können die Ausscheidung von Lithium (gegen Depressionen) so weit herabsetzen, dass die Giftwirkung von Lithium zunimmt.
Antidiabetika einschließlich Insuline können zusammen mit der Kombination zu Unterzuckerung führen.
Das Antibiotikum Erythromycin, der Blutdrucksenker Diltiazem, die Pilzmittel Ketoconazol und Itraconazol sowie der Virenhemmer Ritonavir hemmen möglicherweise den Abbau von Amlodipin und verstärken dessen Wirkung. Demgegenüber können das Tuberkulosemittel Rifampicin und das gegen Depressionen eingesetzte Johanniskraut die Wirkung möglicherweise abschwächen.
Amlodipin sollte während der Schwangerschaft nur dann eingenommen werden, wenn keine besser geeigneten Alternativen zur Verfügung stehen. In tierexperimentellen Studien zeigte sich bei hohen Dosierungen eine schädigende Wirkung auf die Fortpflanzung, weshalb die Anwendung mit Vorsicht zu bewerten ist.
Amlodipin geht in die Muttermilch über. Ob dies Auswirkungen auf gestillte Säuglinge hat, ist bislang nicht geklärt.
Eine Behanldung von Schwangeren mit der Kombination ist verboten. Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch wird der Arzt auf eine andere und unschädlichere blutdrucksenkende Therapie umstellen. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit der Kombination unverzüglich zu beenden und der Arzt zu verständigen.
Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern wie Ramipril während des zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittels beim Kind verschiedene schädliche Folgen hat. Wurde die Kombination in der Zeit ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel eingenommen, sollten die Nierenfunktion und der Schädel des Kindes per Ultraschall untersucht werden.
Säuglinge, deren Mütter die Kombination eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Bluthochdruck untersucht werden.
Da ungenügende Erkenntnisse zur Anwendung von Ramipril + Amlodipin in der Stillzeit vorliegen, wird die Kombination nicht empfohlen.
Zusätzliche Hinweise:
Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus.
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