Haarausfall bei blondiertem Haar: Ursachen und wirksame Behandlungen

Blondiertes Haar kann atemberaubend schön aussehen, aber die chemische Behandlung hinterlässt Spuren. Trockenheit, Haarbruch und ein raues Haargefühl sind häufige Folgen. Um langfristig strahlendes, gesundes blondes Haar zu erhalten, braucht es eine gezielte Pflege. Dieser Artikel bietet umfassende Informationen über die Prozesse im Haar während der Blondierung, die richtigen Pflegestrategien und konkrete Tipps, um blondiertes Haar optimal zu schützen.

Was passiert bei der Blondierung mit dem Haar?

Blondieren ist ein starker chemischer Prozess, der tief in die Haarstruktur eingreift. Dabei werden natürliche Pigmente durch Oxidation entfernt, wodurch das Haar heller wird. Doch dieser Prozess hat Nebenwirkungen:

  • Schutzschichtverlust: Die äußere Cuticula-Schicht wird aufgeraut, wodurch das Haar anfälliger für Umwelteinflüsse wird.
  • Strukturelle Schwächung: Das Blondiermittel zerstört einen Teil der Haarproteine (Keratin), was das Haar weniger elastisch macht.
  • Erhöhter Feuchtigkeitsverlust: Geöffnete Schuppenschichten führen dazu, dass Feuchtigkeit schwerer gespeichert werden kann - das Haar wird trocken und spröde.
  • Veränderte Porosität: Blondiertes Haar nimmt Wasser und Pflegestoffe schneller auf, verliert sie aber ebenso schnell wieder.

Essenziellen Schritte für gesunde blonde Haare

Blondiertes Haar benötigt eine angepasste Routine, um Feuchtigkeit zu speichern, die Haarstruktur zu schützen und eine gesunde Kopfhaut zu bewahren.

1. Die richtige Reinigung - mild, aber effektiv

Blondiertes Haar sollte nicht täglich gewaschen werden, da dies die natürliche Schutzbarriere weiter schwächt. Eine milde, nährende Reinigung alle zwei bis drei Tage ist ideal. Wer zu fettigem Ansatz neigt, kann zwischendurch auf Trockenshampoo zurückgreifen.

Zusätzlicher Tipp: Verwende lauwarmes Wasser statt heißem, um das Haar nicht unnötig auszutrocknen und die Schuppenschicht geschlossen zu halten.

2. Feuchtigkeitsspeicherung - das A & O für weiches Haar

Nach der Blondierung verliert das Haar seine natürliche Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern. Eine intensive Feuchtigkeitsversorgung ist daher essenziell.

Beste Inhaltsstoffe für Feuchtigkeitspflege:

  • Hyaluronsäure & Panthenol: Diese Wirkstoffe binden Wasser in der Haarfaser und schützen vor Austrocknung.
  • Jojobaöl & Arganöl: Diese leichten Öle pflegen, ohne zu beschweren, und helfen, Feuchtigkeit im Haar zu bewahren.
  • Kräuterextrakte aus Rosmarin & Basilikum: Sie fördern die Kopfhautdurchblutung und sorgen für eine bessere Nährstoffversorgung der Haarwurzel.

Zusätzlicher Tipp: Lasse Conditioner oder eine feuchtigkeitsspendende Haarmaske mindestens 5-10 Minuten einwirken, um die Nährstoffe tief in die Haarstruktur eindringen zu lassen.

3. Strukturstärkung mit Proteinen & Keratin

Da Blondierung das Haarprotein Keratin angreift, sollte die Pflege gezielt stärkende Inhaltsstoffe enthalten, um Haarbruch zu minimieren und die Elastizität zu erhalten.

Effektive Wirkstoffe zur Stärkung:

  • Hydrolysiertes Keratin & Kollagen: Diese Proteine bauen geschädigte Strukturen wieder auf.
  • Reis- & Weizenproteine: Sie unterstützen die natürliche Regeneration der Haarfasern.
  • BTMS als strukturaufbauender Pflegebestandteil: Es hilft, die Schuppenschicht zu glätten und das Haar geschmeidig zu halten.

Zusätzlicher Tipp: Einmal pro Woche eine proteinreiche Haarmaske verwenden, um geschädigte Haarfasern zu reparieren und langfristig zu stärken.

4. Hitzeschutz & Styling ohne Schäden

Hitzeeinwirkung kann blondiertes Haar weiter schädigen. Falls Hitzestyling nicht vermieden werden kann, sollte unbedingt ein Hitzeschutz verwendet werden.

Tipps für sicheres Styling:

  • Hitzeschutzsprays: Diese bilden eine Schutzbarriere um das Haar und minimieren Feuchtigkeitsverlust.
  • Styling ohne Hitze: Flechtfrisuren oder Locken über Nacht helfen, Hitze zu vermeiden.
  • Alkoholfreie Stylingprodukte: Diese verhindern zusätzliches Austrocknen.

Zusätzlicher Tipp: Seidenkissenbezüge verringern Reibung über Nacht und beugen Haarbruch vor.

5. Intensive Pflege - Masken & Leave-ins für langfristigen Schutz

Einmal pro Woche sollte eine tiefenwirksame Kur verwendet werden, um Schäden auszugleichen und das Haar geschmeidig zu halten.

Beste Inhaltsstoffe für tiefenwirksame Pflege:

  • Proteinmasken mit Keratin & Kollagen helfen, die Haarstruktur zu stärken.
  • Leave-in-Produkte mit BTMS sorgen für sofortige Geschmeidigkeit und vereinfachen das Styling.

Zusätzlicher Tipp: UV-Schutz ist essenziell!

Haarausfall nach Blondierung

Nach einer Blondierung tritt oft Haarausfall ein. Das Blondieren der Haare ist sehr aggressiv und schädlich, was die Haarstruktur schädigt und dazu führt, dass die Haare schneller abbrechen. Doch auch zu tatsächlichem Haarausfall kann es durch die Blondierung kommen. Oft ist dieser Haarausfall allerdings nur von kurzer Dauer, da die Haarfollikel sich wieder erholen.

Wie Sie den Haarverlust vermeiden

Damit Ihre Haare nach der Blondierung nicht vermehrt ausfallen, sollten Sie folgende Tipps und Tricks beachten:

  • Sie sollten Ihre Haare nicht zu oft blondieren.
  • Strapazieren Sie Ihre Haare nach dem Blondieren so wenig wie möglich und verzichten Sie auf Hitze.
  • Verwenden Sie bei jeder Haarwäsche eine feuchtigkeitsspendende Spülung und tragen Sie einmal wöchentlich eine Haarmaske auf.
  • Verzichten Sie darauf, die Haare vor der Blondierung zu waschen.
  • Verwenden Sie direkt nach dem Blondieren keinen heißen Föhn.

Weitere Ursachen für Haarausfall

Haarausfall betrifft Menschen jeden Alters, Haartyps und Lebensstils. Bei manchen zeigt er sich als allmähliche Ausdünnung, bei anderen als plötzlicher oder übermäßiger Haarverlust durch interne oder externe Faktoren. Das Verständnis dieser Einflussfaktoren ist der erste Schritt zur Wahl der richtigen Behandlung. Häufige Hinweise sind übermäßiger Haarverlust beim Bürsten oder Waschen, sichtbare Ausdünnung oder weniger Volumen, schwache und brüchige Strähnen sowie ein breiter werdender Scheitel oder zurückweichender Haaransatz.

Der Haarwachstumszyklus

Haarwachstum erfolgt in drei Phasen:

  • Die Anagenphase (Wachstumsphase): Dauert zwei bis sieben Jahre und bestimmt die Haarlänge.
  • Die Katagenphase (Übergangsphase): Ist kurz und lässt die Haarfollikel schrumpfen.
  • Die Telogenphase (Ruhephase): Ermöglicht das Ausfallen älterer Haare, damit neue wachsen können.

Was hilft gegen dünnes Haar?

Wissenschaftler sprechen von dünnem Haar, wenn der Durchmesser eines einzelnen Haars nicht mehr als 0,04 Millimeter beträgt. Normal sind 0,05 bis 0,07 Millimeter. Helles, blondes Haar ist meist dünner als dunkles.

Die moderne Friseurkunst hat einige Tricks im Repertoire, um feines Haar zu stärken und zumindest voluminöser wirken zu lassen:

  • Kurzhaarfrisuren können dünne Haare kaschieren.
  • Volumen für sehr feines Haar können Styling-Produkte wie Schaumfestiger und Föhnlotionen bringen.
  • Meersalz-Sprays machen das Haar griffiger und geben ebenfalls mehr Fülle.
  • Verwenden Sie spezielle Shampoos für dünnes Haar.
  • Richtiges Föhnen bringt Volumen.
  • Hände weg von cremigen Pflegespülungen und -kuren.
  • Sogenanntes Streuhaar oder Schütthaar kommt aus der Dose und kaschiert kahle Stellen oder Geheimratsecken.

Ursachen für dünnes Haar

Verschiedene Faktoren führen im Laufe des Lebens zu dünnem Haar. So begünstigen fortschreitendes Alter neben Vitaminmangel oder einem hormonellen Ungleichgewicht immer dünner werdendes Haar - sowohl beim Mann als auch bei der Frau.

Dünnes Haar im Alter

Stoffwechselprozesse verlangsamen sich während des Alterns. Das wirkt sich auf das Wachstum des Haares und die Struktur insgesamt aus. Dabei handelt es sich um einen völlig normalen Vorgang und keine Krankheit. Auch die Talgproduktion nimmt im Laufe des Lebens ab. Sowohl Kopfhaut als auch Haar sind dann weniger geschützt und gepflegt.

Hormonelle Veränderungen

Hormonelle Veränderungen beeinflussen die Haarstruktur. Bei Frauen ist das oft der Fall etwa während einer Schwangerschaft oder mit zunehmendem Alter in den Wechseljahren (Meno-Pause). Auch bestimmte Medikamente sind manchmal für dünner werdendes Haar verantwortlich.

Schilddrüsenerkrankungen

Auch eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse ist ein möglicher Grund für dünne Haare bis hin zu Haarausfall. Sind Sie unsicher, holen Sie ärztlichen Rat ein.

Dünne Haare aufgrund von Vitaminmangel

Haare benötigen bestimmte Nährstoffe, die sie über die Haarwurzeln aufnehmen. Bekommen Sie zu wenig davon, werden sie möglicherweise dünn und brüchig - etwa, wenn ein Eisenmangel vorliegt.

Wichtige Nährstoffgeber für die Haare sind außerdem:

  • Mineralstoffe wie Zink, Selen, Kupfer und Kalzium
  • Essenzielle Fettsäuren, etwa Omega-3-Fettäuren
  • Vitamin A, C, D, E, H und B-Vitamine
  • Eiweiße

Hausmittel gegen dünnes Haar

Zusätzlich zum Arztbesuch können Sie auch selbst einiges gegen dünner werdendes Haar tun. Probieren Sie beispielsweise folgende Hausmittel, um Ihre Haare zu stärken:

Avocado

Die Avocado ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und ungesättigten Fettsäuren. Doch sie versorgt den Körper nicht nur von innen mit Nährstoffen. Avocado kann auch als Hausmittel bei dünnem Haar helfen: Als Kur stärkt und pflegt sie die Haare.

Natürliche Öle

Um die Kopfhaut zu pflegen und die Haare schon von der Haarwurzel an wieder zu stärken, greifen viele zu hochwertigen, natürlichen Ölen. Rizinusöl enthält Vitamin E, spendet Feuchtigkeit und wirkt beruhigend. Massieren Sie einige Tropfen Rizinusöl vor der Haarwäsche in die Kopfhaut und den Haaransatz. Ebenfalls pflegt und nährt Kokosöl sowohl die Kopfhaut als auch die Haare.

Salbei

Eine Studie an Mäusen hat gezeigt, dass Salbei positive Eigenschaften in Bezug auf das Haarwachstum besitzt. Um daraus praktikable Empfehlungen für Menschen abzuleiten, muss zunächst jedoch weiter geforscht werden. Möchten Sie Salbei als Hausmittel gegen dünne Haare ausprobieren, setzen Sie dafür einen Sud aus Salbeiblättern und Wasser an. Den fertigen Sud können Sie als Spülung für die Haare mehrmals pro Woche verwenden.

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Shampoos gegen Haarausfall

Haarausfall betrifft extrem viele Menschen - entsprechend groß ist der Markt an Produkten, die den Haarverlust stoppen sollen. Beliebt, weil leicht verfügbar und nahezu ohne Nebenwirkungen, sind Shampoos gegen Haarausfall. Sie versprechen, das Haar wieder voller und schneller wachsen zu lassen.

Wirkstoffe in Haarausfall-Shampoos

  • Keratin: Durch zu wenig Keratin kann das Haar glanzlos und brüchig werden.
  • Koffein: Hat auf Zellkulturen im Labor einen wachstumsfördernden Effekt und soll deshalb das Haarwachstum positiv beeinflussen.
  • Arganöl: Kann trockene und schuppige Kopfhaut beruhigen und Juckreiz lindern.
  • Provitamin B5: Ist ein wichtiger Baustein für den Auf- und Abbau von Fettsäuren, Aminosäuren und Kohlenhydraten.
  • Taurin: Ist eine Aminosäure, die ein wichtiger Bestandteil von Keratin ist.
  • Alfatradiol: Wird lokal bei hormonell bedingtem Haarausfall angewandt.
  • Minoxidil: Lokal auf der Kopfhaut angewandt, soll er angeblich für ein verstärktes Haarwachstum sorgen.

5 Dinge die Frauen tun, aber nicht wissen das es ihre Haare kaputt macht!

Bekannte Marken von Haarausfall-Shampoos

  • Alpecin
  • Ducray
  • Regaine
  • Plantur 21

Anwendung von Haarausfall-Shampoos

Die meisten Produkte sollten ein- bis zweimal täglich benutzt werden. Je nach Haarlänge sollte eine etwa walnussgroße Portion Shampoo aufgetragen und im kompletten Haar verteilt werden. Lauwarmes Wasser reicht aus, es sollte zum Schutz der Haare nicht zu heiß sein. Das Shampoo öfter als empfohlen anzuwenden, kann potenzielle Nebenwirkungen wie Hautreizungen, Juckreiz und Trockenheit der Kopfhaut verstärken. Außerdem kann zu häufiges Waschen zum Austrocknen der Haare führen.

Ursachen von Haarausfall

Das Wichtigste, um die richtige Therapie gegen Haarausfall zu finden, ist, dass die zugrundeliegende Ursache ermittelt wurde. Nur dann kann eine Therapie gezielt angreifen.

  • Hormonell bedingter Haarausfall: Hier handelt es sich um eine hormonell bedingte Form von Haarausfall, bei der die Haarwurzeln überempfindlich auf das männliche Geschlechtshormon Dihydrotestosteron (DHT) reagieren.
  • Kreisrunder Haarausfall: Es bilden sich runde, komplett kahle Stellen auf der Kopfhaut.
  • Seltenere Formen von Haarausfall: Zu den selteneren Formen von Haarausfall zählen die psychische Erkrankung Trichotillomanie, Haarverlust durch Verätzungen oder Verbrennungen oder die Traktionsalopezie.

Was können Frauen gegen dünner werdendes Haar tun?

Tatsächlich leiden bis zu 40 % der Frauen im Alter von 40 Jahren an einer Form von dünnem Haar. Die Genetik ist vielleicht die größte Ursache für dünner werdendes Haar bei Frauen. Nährstoffmangel kann auch bei Frauen dünner werdendes Haar verursachen. Stressige Ereignisse können zu einer Art von dünnem Haar führen. Die meisten Frauen erleben dünner werdendes Haar in den Wechseljahren.

Mittel gegen dünner werdendes Haar bei Frauen

  • Haarergänzungsmittel: Haarergänzungsmittel ermöglichen es dir, sicherzustellen, dass du alle Vitamine und Mineralien erhältst, die du für ein gesundes Haarwachstum benötigst.
  • Kopfhautmassage: Die Verbesserung der Durchblutung deiner Kopfhaut.
  • Minoxidil: Ein frei verkäufliches Mittel gegen sehr dünne Haare.
  • Ätherische Öle: Einige ätherische Öle können auch als Hausmittel gegen dünne Haare eingesetzt werden.

Tipps zur Vermeidung von Haarbruch

Auch Frauen mit dünner werdendem Haar von der Einhaltung von Haarpflegegewohnheiten profitieren, die Haarbruch verhindern:

  • Beginne an der Kopfhaut.
  • Dein Haar ist am empfindlichsten, wenn es nass ist, daher solltest du beim Entwirren von nassem Haar immer besonders vorsichtig sein.
  • Immer einen Hitzeschutz verwenden wenn du dein Haar mit Hitze stylst!
  • Auch wenn du kein großer Sonnenanbeter bist, besteht die Gefahr, dass dein Haar regelmäßig UV-Strahlen ausgesetzt ist.
  • Probiere stattdessen elastische Haargummis ohne Metall.
  • Verwende Final Touch Hair Spray, ein Haarspray mit mittlerem Halt, das auf Pflanzenextrakten basiert.

Zusammenfassend lässt sich sagen

Dünnes Haar bei Frauen hat vielfältige Ursachen - von genetischen Faktoren bis zu hormonellen Veränderungen. Frühe Erkennung und gezielte Behandlung können den Haarverlust verlangsamen oder stoppen. Sanfte Pflegeprodukte ohne aggressive Chemikalien schonen die empfindlichen Haarfollikel. Volumenshampoos und Schaumfestiger können optisch mehr Fülle schaffen. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Protein und Vitaminen unterstützt das Haarwachstum von innen.

UrsacheBehandlungsmöglichkeit
BlondierungMilde Shampoos, Feuchtigkeitspflege, Proteinmasken, Hitzeschutz
Hormonelle VeränderungenÄrztliche Beratung, Hormontherapie
VitaminmangelAusgewogene Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel
Genetische VeranlagungMinoxidil, PRP-Therapie, Haartransplantation

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