Viele Frauen erleben während der Schwangerschaft eine nie dagewesene Haarpracht, dicht und glänzend. Doch in den Monaten nach der Geburt kann es zu vermehrtem Haarausfall kommen, was viele frischgebackene Mütter verunsichert. Dieser Artikel erklärt, warum es zum Haarausfall nach der Schwangerschaft kommt, wie lange er anhält und was Sie dagegen tun können.
Der Hauptgrund für Haarausfall nach der Schwangerschaft ist der veränderte Hormonhaushalt. Während der Schwangerschaft sorgt der erhöhte Östrogenspiegel dafür, dass sich die Haare länger in der Wachstumsphase befinden. Weniger Haare fallen aus, und das Haar wirkt oft besonders voll und kräftig. Nach der Geburt sinkt der Östrogenspiegel jedoch abrupt ab.
Etwa 20 % der jungen Mütter bemerken 3-4 Monate nach der Geburt einen verstärkten Haarausfall. Dadurch wechseln viele Haare gleichzeitig in die Telogenphase - es kommt zum gleichmäßig über den Kopf verteilten Haarausfall.
Nach der Geburt sinkt der Wert dieses Hormons im Körper der Frau wieder ab. Das Haarwachstum ist verkürzt, sodass vermehrt Haare ausfallen.
Dieses Phänomen wird als postpartales Effluvium bezeichnet. Es fallen lediglich die Haare aus, die Sie während der vergangenen neun Monate verloren hätten. Häufig tritt der Haarausfall nur nach der ersten Schwangerschaft auf; die genauen Ursachen dafür sind nicht abschließend geklärt.
Allerdings stellen sich die Hormone bei stillenden Frauen häufig langsamer um, weshalb bei ihnen der Haarausfall oft später einsetzt als bei Müttern, die die Stillzeit längst hinter sich haben. In manchen Fällen beginnt der Haarverlust sogar erst nach dem Abstillen. Das führt fälschlicherweise gelegentlich zu der Annahme, Stillen sei der Grund für die ausfallenden Haare.
In den meisten Fällen beginnt der Haarausfall etwa zwei bis vier Monate nach der Geburt. Nach drei bis sechs Monaten normalisieren sich die Hormonspiegel von allein, und der Lebenszyklus der Haare verläuft wieder normal. Es kann jedoch bis zu einem Jahr nach der Geburt dauern, bis sich das Haarwachstum sichtlich gebessert hat.
Wenn der Haarausfall nur wenige Wochen bis Monate andauert, ist dies nicht weiter schlimm. Dauert er jedoch über viele Monate hinweg an und Sie verlieren dabei extrem viele Haare, sollten Sie Ihren Frauenarzt aufsuchen.
Da es sich um einen physiologischen Prozess handelt, ist eine spezifische medikamentöse Therapie nicht notwendig. Es gibt jedoch einige Tipps, die Sie befolgen können, um den Körper in dieser Phase zu unterstützen:
Dem Haarausfall, der nach der Geburt durch den absinkenden Östrogenspiegel entsteht, können Sie leider nicht vorbeugen. Sie können den hormonellen Haarausfall nicht stoppen. Sobald sich der Hormonhaushalt wieder normalisiert hat, geht der Haarausfall von ganz alleine zurück.
Einem nährstoffbedingten Haarausfall können Sie vorbeugen, indem Sie sich gesund ernähren. Viel Ruhe, wenig Stress und eine gesunde Lebensweise tragen ebenso dazu bei, dass es nicht zum stressbedingten Haarausfall kommt.
Wenn der Haarausfall in der Stillzeit extrem erscheint (deutlich mehr als 100 Haare pro Tag), kann es ratsam sein, mit einem Arzt über andere mögliche Ursachen und Behandlungen zu sprechen. In seltenen Fällen kann sich der Haarverlust auf einzelne Bereiche am Kopf konzentrieren (sogenannter „kreisrunder Haarausfall“) und kahle Stellen verursachen.
Zusätzlich zur hormonellen Umstellung können seelischer Stress, ein hoher Blutverlust bei der Geburt, zu wenig Schlaf oder ernährungsbedingte Mangelerscheinungen den Haarausfall verstärken. Auch Blutarmut (Eisenmangel-Anämie) kann zu solchen Beschwerden führen.
Sicherheitshalber sollten dann der Frauenarzt und ein Dermatologe aufgesucht werden. Die Ursache kann ein Nährstoffmangel sein. Auch eine Schilddrüsenerkrankung ist eine mögliche Ursache. Beides lässt sich aber einfach behandeln, sodass auf jeden Fall noch Hoffnung bleibt, dass die alte Haarpracht zurückkehrt.
Eventuell kommen in diesem Fall andere Auslöser für den Haarverlust in Betracht, etwa:
Um der Ursache auf die Spur zu kommen, können Arzt oder Ärztin die Kopfhaut untersuchen, an einem kleinen Büschel Haare ziehen (Haarzugtest oder Epilationstest) und die Haare mikroskopisch untersuchen (Trichogramm). Eine Blutuntersuchung liefert Hinweise auf Eisen- oder Zinkmangel, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder entzündliche Erkrankungen, die Haarausfall verursachen können. In manchen Fällen ist auch eine Gewebeprobe (Biopsie) der Kopfhaut sinnvoll.
Im HAARZENTRUM AN DER OPER gibt es verschiedene Behandlungen, mit denen auch genetisch bedingter Haarausfall bekämpft werden kann. Wir bieten Behandlungen an, in denen von innen heraus das Haarwachstum angeregt wird. Auch Laserbehandlungen, Methoden mit Eigenblut wie bei der PRP-Behandlung, Behandlungen mit LED-Licht und einige mehr, mit denen das Haarwachstum wieder angeregt wird, gehören ebenfalls zu unseren Leistungen.
Mit unseren Behandlungen erreichen wir bei über 90% unserer Patienten eine deutliche Besserung in kurzer Zeit.
Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:
| Ursache | Dauer | Was tun? |
|---|---|---|
| Hormonelle Umstellung | 3-6 Monate, bis zu 1 Jahr | Ruhe, ausgewogene Ernährung, schonende Haarpflege |
| Nährstoffmangel | Variabel, je nach Mangel | Gesunde Ernährung, ggf. Nahrungsergänzungsmittel nach Absprache mit dem Arzt |
| Andere Erkrankungen | Abhängig von der Grunderkrankung | Ärztliche Untersuchung und Behandlung |
tags: #Haarausfall #nach #Schwangerschaft #Ursachen #und #Behandlung
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.