Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, das Menschen jeden Alters und Geschlechts betrifft. Bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, ist noch normal. Erst wenn es mehr werden, spricht man in der Medizin von krankhaftem Haarausfall (Effluvium). Er sollte behandelt werden, bevor noch mehr Haare verloren gehen.
Allgemein belastend am Verlust der Haare ist, dass fehlende Haare oft mit Alt sein, fehlender Dynamik und Energie gleichgesetzt werden.
Es gibt unterschiedliche Arten von Haarausfall, die verschiedene Ursachen haben können.
Hier ist ein Überblick über die verschiedenen Arten von Haarausfall:
Im Folgenden werden wir uns auf den diffusen Haarausfall konzentrieren, seine Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
Von diffusem Haarausfall spricht man, wenn sich das Haar auf dem Kopf insgesamt ausdünnt und die Kopfhaut stärker durchschimmert als üblich.
Anzeichen dafür ist, dass täglich mehr als 100 Haare ausgehen. Bemerkbar macht sich das dadurch, dass täglich mehr als 100 Haare ausfallen. Mitunter macht sich der Haarausfall an den Schläfen, am Vorderkopf und im Scheitelbereich verstärkt bemerkbar.
Anders als beim anlagebedingten oder kreisrunden Haarausfall, bilden sich beim diffusen Haarausfall üblicherweise keine kahlen Stellen. Es passiert auch nicht, dass die Haare komplett ausfallen.
Im Ergebnis schimmert immer mehr Kopfhaut zwischen den weniger gewordenen Haaren hindurch.
Beim diffusen Haarausfall dünnt das Haar über den gesamten Kopf aus.
Diffuser Haarausfall kommt ebenso vor wie Lichtung des Haupthaars in einzelnen Regionen.
Merkmale des diffusen Haarausfalls:
Meist gibt es ein auslösendes Ereignis. Die Ursachen für den Haarausfall sind sehr verschieden.
So können zum Beispiel Hormonveränderungen, bestimmte Erkrankungen, Nährstoffmangel oder die Einnahme einiger Medikamente diffusen Haarausfall auslösen. Manchmal lässt sich auch kein Auslöser finden.
Bei einem Teil der betroffenen Menschen ist die Ursache unklar. Etliche Faktoren könnten für diffusen Haarausfall verantwortlich gemacht werden.
Mögliche Ursachen für diffusen Haarausfall:
Einige dieser Auslöser kann man selbst kontrollieren und feststellen, ob das Haarwachstum wieder einsetzt, wenn man die Ursache, etwa Stress, reduziert oder eine Mangelernährung behoben hat.
Für andere ist der Gang zum Arzt empfehlenswert, der z. B. Arzneimittel, z. B. verschreiben kann.
Um diffusen Haarausfall festzustellen, sind ein ausführliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung wichtig.
Bei Menschen, die natürlicherweise fülliges Haar haben, ist ein diffuser Haarausfall häufig nicht zu erkennen. Es kann daher hilfreich sein, zum Besuch bei der Ärztin oder dem Arzt Vorher-Nachher-Fotos mitzunehmen.
Im Gespräch wird die Ärztin oder der Arzt verschiedene Fragen zur Lebenssituation, Ernährungsgewohnheiten und zur Krankengeschichte stellen. Dabei geht es zum Beispiel darum herauszufinden, ob man:
Die Ärztin oder der Arzt untersucht die Haare, die Kopfhaut und die Nägel. Außerdem prüft sie oder er eventuell mit einem Zupftest, ob es sich um einen aktiven Haarausfall handelt. Zusätzlich lässt sich mit einem Trichogramm bestimmen, wie viele Haare sich im Ausfall-Stadium befinden.
Besteht der Verdacht, dass ein Mangel an Mineralstoffen wie Eisen oder eine Schilddrüsen-Erkrankung den Haarausfall ausgelöst hat, helfen Blutuntersuchungen weiter.
Möchte der Arzt oder die Ärztin den Haarausfall von anderen Formen abgrenzen, kann eine Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop (Dermatoskop) sinnvoll sein.
Ist trotz eines ausführlichen Gesprächs und einer genauen Untersuchung der Kopfhaut die Diagnose unklar, kann die Entnahme von Gewebe (Biopsie) manchmal weiterhelfen.
Um diffusen Haarausfall behandeln zu können, ist es wichtig, den Auslöser zu finden und zu beseitigen.
Welche Therapie zum Einsatz kommt, richtet sich immer nach der jeweiligen Ursache:
Findet man den Auslöser für den diffusen Haarausfall und kann ihn beheben, wachsen die Haare innerhalb eines halben bis ganzen Jahres nach.
Manchmal kann es passieren, dass der Haarausfall vier bis sechs Monate oder länger anhält.
Haare können wieder nachwachsen. Für gewöhnlich beginnt der Haarausfall zwei bis drei Monate nach dem auslösenden Ereignis. Bis die Haare wieder sichtbar nachgewachsen sind, dauert es zwischen sechs bis zwölf Monaten.
Manche Ärztinnen und Ärzte verschreiben Minoxidil-Präparate zum Auftragen auf die Haut oder zum Einnehmen. Dieser Wirkstoff kommt vornehmlich beim anlagebedingten Haarausfall zum Einsatz. Ob er auch bei diffusem Haarausfall hilft, ist nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.
Eigenhaar zu verpflanzen, ist bei Menschen mit diffusem Haarausfall keine geeignete Maßnahme. Manchmal lässt sich diffuser Haarausfall durch Hairstyling kaschieren.
Wer sich mit Haarverlust unwohl fühlt, kann ihn auf verschiedene Weise verbergen (kaschieren).
Belastet der Haarausfall sehr stark, ist es sinnvoll, sich zusätzlich an eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten zu wenden.
Manche Menschen mit Haarausfall entscheiden sich dafür, ein Kopftuch, eine Mütze oder einen Hut zu tragen. Andere fühlen sich wohler damit, den Haarausfall mit einem Haarteil oder einer Perücke zu kaschieren.
In manchen Fällen - etwa bei Haarausfall aufgrund einer Chemotherapie - trägt die Krankenkasse die Kosten für den Haarersatz.
Dann kann das richtige Shampoo gegen Haarausfall eine gute Möglichkeit sein, um die Symptome zu behandeln. Ein Coffein Shampoo pflegt nicht nur Haare und Kopfhaut, sondern fördert auch das Haarwachstum, schützt die Haarwurzeln, wirkt Haarausfall entgegen und fördert die Durchblutung der Kopfhaut.
Um das Haar natürlich zu stärken, helfen einfache Tipps. Einige haben wir hier für Sie zusammengetragen:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann eine ärztliche Beratung nicht ersetzen.
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