Haarausfall bei Hunden durch Milben: Ursachen und Behandlung

Wenn das Fell Ihres Hundes nicht mehr glänzend und dicht, sondern dünn und spärlich erscheint, kann dies auf ein gesundheitliches Problem hindeuten, welches zu übermäßigem Haarausfall führt. Je nach Ursache muss der Haarausfall nicht immer den gesamten Körper betreffen, sondern kann sich auch auf eine bestimmte Körperstelle des Hundes beschränken. Außerdem verlieren einige Hunde zu bestimmten Jahreszeiten mehr Haare als andere Hunde.

Es gibt zwei Arten von gesundheitlichen Problemen, die zu Haarausfall führen können - Erkrankungen, die Juckreiz verursachen (Pruritus), und Erkrankungen der Haarfollikel oder andere gesundheitliche Probleme, die das Haarwachstum beeinträchtigen. Bei juckenden Erkrankungen ist der Haarausfall eine Folge von selbst zugefügten Verletzungen (Kratzen, Reiben, Beißen und Knabbern).

Einen starken Haarausfall nennt man Alopezie. Haarausfall beim Hund erkennen Sie an sprödem oder trockenem Haar, mehr Haarverlust als üblich und kahlen Stellen, die entweder kreisrund oder unregelmäßig geformt sind. Jede Hautirritation Ihres Hundes, einschließlich Ekzemen oder Schuppen, kann letztendlich zu Haarausfall führen. Wenn sich Ihr Haustier unwohl fühlt oder seine Haut juckt oder kribbelt, versucht es das durch Kratzen oder Lecken zu lindern.

Es ist wichtig, Ihren Hund zu einer Tierarztpraxis zu bringen, sobald Sie übermäßigen Haarausfall bemerken. Dort kann er gründlich untersucht und behandelt werden. Generell sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung bei Ihrem Hund achten. Für Tiere mit empfindlicher Haut empfehlen wir ROYAL CANIN® SKIN CARE. Diese Trockennahrung unterstützt die Hautgesundheit Ihres Hundes dank des hohen Gehalts an Linolsäure (LA) und der Summe aus Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Sind Nährstoffintoleranzen und Unverträglichkeiten bei Ihrem Tier bekannt, eignen sich als Trockennahrung ROYAL CANIN® ANALLERGENIC für Hunde oder ANALLERGENIC für kleine Hunde. Geben Sie Ihrem Hund ein Futter angereichert mit Nährstoffen, die seine Haut- und Haarentwicklung unterstützen.

Eine sehr häufige Ursache für Haarausfall bei Hunden ist ein Befall durch Parasiten wie Milben, Läuse oder Flöhe. Die Wahrscheinlichkeit, dass Flöhe verantwortlich sind, ist besonders hoch, wenn Ihr Hund Haare an Hals, Rute verliert. Durch den Biss dieser Parasiten gelangt deren Speichel in den Hund. Allergien können dazu führen, dass sich das Tier die juckenden Stellen kahl leckt.

Hautpilze können die Haarwurzeln oder -schäfte von Hunden schädigen. Betroffen sind oft Tiere mit einem geschwächten Immunsystem. Ein Befall äußert sich in der Regel durch eine kreisrunde kahle Stelle. Neben der Haarlosigkeit sind zusätzlich meistens auch noch andere Symptome erkennbar. Pilzerkrankungen können von Haustieren auf den Menschen übertragen werden! Ungewöhnliches Verhalten, Rückzug und Ruhelosigkeit können Anzeichen für Stress beim Vierbeiner sein.

Haarausfall bei Hunden kann auch aufgrund von Ernährungsmängeln auftreten. Die Entwicklung von gesunder Haut und gesundem Haar kann dann nicht ausreichend unterstützt werden. Für die Synthese von Keratin, dem Hauptbestandteil des Haares, werden schwefelhaltige Aminosäuren benötigt. Ohne diese ist das Haarwachstum Ihres Hundes möglicherweise verlangsamt, sein Haar spröde und er leidet unter Haarausfall. Wenn Ihr Hund unter Haarausfall leidet, kann das auch ein Symptom für eine andere Krankheit sein.

Komplexere Ursachen, wie zum Beispiel das Cushing-Syndrom, müssen von einer Tierärztin oder einem Tierarzt behandelt und genau überwacht werden. Das umfassende DERMATOLOGY-Sortiment von ROYAL CANIN® enthält eine Kombination essenzieller Fettsäuren aus Soja-, Borretsch- und Fischöl: Es bietet also gezielte Ernährungslösungen, die jede Phase der klinischen Behandlung dermatologischer Erkrankungen begleiten.

Milben als Ursache für Haarausfall

Milben sind als Parasiten auf einen Wirt angewiesen. Ob Hund, Katze oder Mensch - sie leben in oder auf der Haut bzw. im Fell. Anders als beispielsweise Zecken übertragen sie aber keine Krankheiten. Dennoch kann ein massiver Befall bei Tieren mit geschwächtem Immunsystem neben starkem Juckreiz Folgeerkrankungen auslösen.

Untersuchen Sie bei der Fellpflege Hund und Hündin und sobald Sie hierbei Hautprobleme und Juckreiz bemerken, sollten Sie in jedem Fall zunächst einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufsuchen. Es gibt keinen allgemein gültigen Richtwert für alle Erkrankungen. Jeder Hund und jede Art von Befall brauchen unterschiedlich lange, um erfolgreich bekämpft zu werden. Bei manchen Hunden könne es aber auch mal etwas länger dauern.

Nicht nur für andere Hunde kann ein Milbenbefall ansteckend sein. Einige Milbenarten können sogar vom Hund auf den Menschen übergehen, so auch Raubmilben und Räude. Im Falle einer Pseudokrätze oder Trugräude - wie die vom Hund an den Menschen über­tragene Plage genannt wird - bilden sich auch auf der menschlichen Haut Bläschen, Pusteln und Krusten. „Oft verschwinden die Symptome aber, wenn der Hund in Behandlung ist”, beruhigt Wildermuth.

Es gibt innovative Wirkstoffe, die die gleichzeitige Behandlung von Flöhen, Zecken und Milben ermöglichen. Als Kautablette können sie einfach verabreicht werden. Eine monatliche Behandlung ermöglicht es, die Parasitenkontrolle flexibel zu halten. Besonders einfach ist es, wenn die Gabe mit und ohne Futter erfolgen kann - zum Beispiel auf dem Spaziergang als Leckerli oder zu Hause.

Sollten Sie bei Ihrem Hund Haarlosigkeit, Juckreiz, Schuppen, Krusten oder andere Hautsymptome feststellen, sollten Sie baldmöglichst Ihren Tierarzt/Ihre Tierärztin aufsuchen. Ihr Tierarzt/Ihre Tierärztin berät Sie nach Diagnosestellung, welche Behandlung sinnvoll ist. Wichtig ist jedoch, dass nicht nur Milben zu Juckreiz und Hautveränderungen führen können. Auch andere Ektoparasiten wie Flöhe können dafür verantwortlich sein. Zecken sind insbesondere für aktive Hunde, die viel im Freien unterwegs sind, gefährlich.

Welche Arten von Milben gibt es beim Hund?

Je nach Milbenart befallen sie unterschiedliche Körperregionen des Hundes wie z. B. die Ohren, die Nase oder andere dünn behaarte Hautstellen. Während manche Milben noch mit bloßem Auge zu erkennen sind, werden andere nur unter dem Mikroskop sichtbar. Ebenso unterschiedlich ist der Ansiedlungsort am Hund. Einige Milben leben in der Haut des Vierbeiners, andere leben auf der Oberfläche oder im Fell.

  • Räudemilben: Räudemilben sind auch als Grabmilben (Sarkoptes) bekannt. Diese Milbenart gräbt einen etwa ein Zentimeter langen Tunnel in die Haut des Hundes und legt dort Eier ab. In der Folge entsteht ein besonders starker Juckreiz. Zu Beginn befallen Räudemilben vor allem Stellen mit dünner Haut an Kopf, Ohren und Gelenken bevor sie sich auf dem gesamten Körper ausbreiten. Diese Milbenart ist hochansteckend - auch für den Menschen. Typische Symptome sind starke Schuppen- und Faltenbildung, Appetitlosigkeit sowie Gewichtsverlust. In manchen Fällen ist der Juckreiz so extrem, dass die betroffenen Hunde sich blutig kratzen und starke Entzündungen entstehen. Werden die Milben nicht rechtzeitig behandelt, können Sie zum Tod führen. Infektionen mit Grabmilben bei Hunden werden immer häufiger in Tierarztpraxen gesehen. Die Sarcoptes-Räude ist hochansteckend. Auch, wenn besonders Füchse als Träger gelten, sind nicht nur jagdlich geführte Hunde betroffen. Auch aktive Familienhunde sind gefährdet. Hunde mit Sarcoptes-Räude leiden unter massivem Juckreiz. Der Juckreiz kann so schlimm sein, dass sich die Hunde Selbstverletzungen zufügen. Die Haut kann stark gerötet sein und Papeln aufweisen. Besteht die Erkrankung länger, entstehen borkige Hautauflagerungen, Faltenbildung und Haarausfall. Die Erkrankung wird häufig durch bakterielle Hautinfektionen verkompliziert. Die Sarcoptes-Räude ist durch verschiedene, speziell zugelassene Präparate behandelbar. Innovative Wirkstoffe, die für die Behandlung der Demodikose zugelassen sind, töten auch Grabmilben verlässlich ab. Die Verabreichung als Kautablette ermöglicht problemlos eine gleichzeitige Behandlung der Haut von außen. Wichtig: Erkrankt ein Hund an Sarcoptes-Räude, müssen Partnertiere unbedingt mitbehandelt werden! Wenn Hundehalter bei sich selbst auffällige Hautsymptome entdecken, sollte ein Arzt aufgesucht werden. In aller Regel verschwinden die durch die Sarcoptes-Milbe des Hundes ausgelösten Symptome beim Menschen nach kurzer Zeit ohne spezifische Behandlung, denn der Mensch ist hier nur „Fehlwirt“. Vorsicht: Die „echte“ Krätze des Menschen wird von einer anderen Milbe ausgelöst (Sarcoptes scabiei var. hominis).
  • Ohrmilben: Wie ihr Name bereits verrät, siedeln sie sich überwiegend im Ohr des Hundes an, da ihnen das warme, feuchte Klima innerhalb des Ohres eine perfekte Brutstätte bietet. In seltenen Fällen siedeln sich die Milben allerdings auch in anderen Körperregionen an. Sie stechen in die Haut und ernähren sich von Lymphflüssigkeit. In der Folge produzieren befallene Tiere mehr Ohrenschmalz, der sich dann in Kombination mit den Ausscheidungen der Milben braun verfärbt. Vor allem Welpen oder Hunde mit Schlappohren sind anfällig für Ohrmilben. Befallene Tiere leiden unter starkem Juckreiz, Rötungen und Blutergüssen bis hin zu Mittelohrentzündungen und Ekzemen.
  • Grasmilben/Herbstgrasmilben: Grasmilben (Trombicula autumnalis) kommen besonders oft im Früh- und Spätsommer vor. Im Gegensatz zu vielen anderen Milbenarten werden sie nicht von Tier zu Tier übertragen, sondern von Pflanze zu Tier. Sie befallen Hunde in den meisten Fällen nach Spaziergängen im Grünen im Zwischenzehenbereich, an den Beinen, am Bauch, an der Brust und an der Unterseite des Halses. Grasmilben sind nicht besonders gefährlich aber viele Hunde zeigen starke Hautreaktionen. Es kommt zu heftigem Juckreiz sowie zu ständigem Belecken der Pfoten. Es entstehen erkennbar rote Stellen auf der Haut.
  • Raubmilben/Pelzmilben: Raubmilben (Cheyletiellen) siedeln sich im Fell des Hundes an und ernähren sich von Gewebsflüssigkeit. In den meisten Fällen erfolgt die Ansteckung von Tier zu Tier. Die Milben werden nur bis zu einem halben Millimeter groß, sind aufgrund ihrer weißen Färbung aber dennoch gut sichtbar. Der Juckreiz konzentriert sich meistens auf die Schultern, den Rumpf sowie den Rücken. Insbesondere nachts und in warmer Umgebung wird das Jucken stärker. Zu den typischen Symptomen zählen außerdem Hautveränderungen, Haarausfall und starke Schuppenbildung vor allem am Rücken.
  • Haarbalgmilben/Demodex-Milben: Haarbalgmilben (Demodex) sind in geringer Anzahl natürliche Hautbewohner von Hunden. Sie ernähren sich von Talg und Teilen der Haarwurzel. In geringer Anzahl verursachen sie keine Beschwerden. Erst wenn viele Milben und Milbeneier anwesend sind, kommt es zu Hautreaktionen. Dann kann die Erkrankung Demodikose ausbrechen. Junghunde sind dafür empfänglicher als ältere Hunde. Je später die Krankheit auftritt, desto schwerwiegender ist auch der Verlauf. Die Demodex-Milben finden sich in geringer Anzahl bei fast allen Hunden. Die wurmförmigen, winzigen Milben werden auch als Haarbalgmilben bezeichnet, da sie sich in den Haarfollikeln aufhalten. Die Demodex-Milben des Hundes ernähren sich von abgestorbenen Zellen, Talg sowie von Zell- und Gewebsflüssigkeiten. Von einer Demodikose des Hundes spricht man, wenn sich wirtsspezifische Demodex-Milben stark vermehren und zu einer Entzündung der Haut führen. Bisher wurden drei Milben-Spezies identifiziert, die eine Demodikose beim Hund hervorrufen können: Demodex canis, D. injai und D. cornei. Als Hauptverursacher der Demodikose beim Hund gilt Demodex canis. Die Milbenart wird schon von der Mutter auf die Neugeborenen übertragen. In der Regel kommt es jedoch nicht zu Symptomen.

Die Demodikose bei Hunden kann lokalisiert (nur bestimmte Körperregionen betroffen) oder generalisiert (gesamter Körper betroffen) auftreten. Bei der lokalisierten Form beschränken sich Haarverlust und Hautsymptome meist auf Gesicht, Brustkorb und Vorderbeine. Durch die Vermehrung und Ausbreitung der Haarbalgmilben des Hundes kommt es zu Ausbuchtungen der Haarfollikel. Bakterien oder Pilze dringen leichter ein und siedeln sich an.

Generell ist die Vermehrung von Demodex beim Hund bei jeder Rasse und auch bei Mischlingen möglich. Die Demodikose tritt vor allem dann auf, wenn es zu einer Schwächung der Abwehrfunktionen kommt. Dies kann durch unterschiedliche Ursachen bedingt sein:

  • starke Belastungen für den Körper (z. B. das Vorhandensein sonstiger Erkrankungen (Tumore, Stoffwechselerkrankungen, Infektionen u.
  • Behandlung mit Medikamenten (z. B.

Zudem existieren Rasseprädispositionen. Bei Englischer Bulldogge, Boston Terrier, Shar-Pei und dem American Staffordshire Terrier tritt die Demodikose häufig auf. Auch West Highland White Terrier oder Shih Tzu scheinen genetische Charakteristika zu besitzen, die die Erkrankung begünstigen. Bei den letztgenannten Rassen wird jedoch vorwiegend D. injai nachgewiesen.

Die lokalisierte Form der Demodikose tritt üblicherweise bei Hunden auf, die jünger sind als ein Jahr. Meist handelt es sich um einen milden Verlauf der Erkrankung. Mit dem Älterwerden und der Reifung des Immunsystems verschwinden die Symptome wieder.

Schon gewusst? Kommt es bei Junghunden bereits zu einer generalisierten Demodikose, liegt die Ursache vermutlich in einer genetischen Abweichung.

Die Demodikose kann verschiedene Erscheinungsformen annehmen. Bei der lokalisierten Form kommt es zu Hautirritationen und Haarverlust an meist drei bis vier Stellen des Körpers. Häufig tritt eine sogenannte Brillenbildung beim Hund auf. Hunde mit der generalisierten Form zeigen den Haarverlust am gesamten Körper. Juckreiz tritt nur in seltenen Fällen auf. Eine ausgeprägte generalisierte Demodikose kann schmerzhaft sein und die Tiere stark schwächen.

Wird aufgrund des klinischen Erscheinungsbildes eine Demodikose vermutet, sollte der Hund einem Tierarzt vorgestellt werden. Die Diagnosestellung ist nicht aufwendig und erfolgt mithilfe eines tiefen Hautgeschabsels. Mit einem Skalpell wird an mehreren veränderten Hautstellen Material abgetragen. Besteht die Erkrankung schon länger, ohne dass eine Behandlung stattgefunden hat, können die betroffenen Hautstellen deutlich verdickt und fibrotisch verändert sein.

Keine Ansteckungsgefahr: Demodex-Milben kommen weltweit vor und leben kommensalisch auf ihren Wirten. Sie sind wirtsspezifisch. Das bedeutet, beim Hund kommen andere Demodex-Arten vor als zum Beispiel bei Mensch oder Katze. Die Demodikose ist keine ansteckende Erkrankung.

Während die lokalisierte Demodikose in etwa 90 Prozent der Fälle selbstlimitierend ist, wird die generalisierte Form oft zu einem chronischen Problem. Bei 20 bis 30 Prozent der generalisierten Demodikose-Fälle lässt sich keine Ursache für die reduzierte Abwehrkraft finden. Bei den übrigen Hunden, die im erwachsenen Alter unter einer Ausbreitung der Haarbalgmilben leiden, liegt jedoch eine Grunderkrankung vor.

Milben beim Hund: Symptome - Wie machen sich Milben bemerkbar?

Die Symptome eines Milbenbefalls beim Hund können sich je nach Milbenart sehr unterschiedlich äußern. Zu den häufigsten Symptomen zählen:

  • Häufiges Kratzen
  • Schuppen
  • Verkrustungen
  • Fellverlust
  • Überempfindlichkeitsreaktionen, Allergien
  • Bei Ohrmilben: Schütteln des Kopfes und bräunliche bis schwarze Krusten im Gehörgang
  • Quaddeln (v. a. durch Herbstgrasmilben)
  • Faltenbildung (Demodex-Milben)
  • Gesteigerte Produktion von Hautfett (v.a. bei der Demodikose)

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hund unter Milben leidet, sollten Sie ihn umgehend zum Tierarzt bringen.

Besteht beim Hund der Verdacht auf Milben, entnimmt der Tierarzt am Übergangsbereich von gesunder zu erkrankter Haut ein sogenanntes Hautgeschabsel. Demodex-Milben lassen sich ebenfalls durch ein tiefes Hautgeschabsel aber auch durch ein Quetsch- oder Klebestreifenpräparat sowie durch die Untersuchung der Wurzeln von ausgezupften Haaren nachweisen. Dabei schabt der Tierarzt mit einem Skalpell ein wenig Haut ab und betrachtet sie unter dem Mikroskop. Bei Ohrmilben macht er Tierarzt einen Abstrich aus den Ohren.

Anders als anderen Parasiten wie z. B. Zecken, übertragen Milben keine Krankheiten. Der Milbenbefall führt bei Vierbeinern allerdings zu starkem Juckreiz und Fellverlust. In der Folge bilden sich kahle Stellen. Kratzt der Hund sich immer wieder sehr stark an denselben Stellen, können sich diese entzünden. Durch Bakterien und Pilze, die dann in die Wunden gelangen, kommt es zu sekundären Hautinfektionen. Die Infektionen verzögern die Heilung und erschweren die Behandlung der Milben.

Ist der Hund davon betroffen, muss möglicherweise zunächst die Sekundärinfektion mit einem Antibiotikum behandelt werden, bevor die eigentliche Behandlung der Milben weitergehen kann. Bei Demodex-Milben kann es zu einer Erkrankung namens Demodikose kommen. Im schlimmsten Fall leidet der Hund unter einer generalisierten Demodikose. Dabei breiten sich die Parasiten auf dem gesamten Körper des Vierbeiners aus. Im schlimmsten Fall hat das lebensbedrohliche Folgen.

Milben beim Hund (Tierarzt klärt auf)

Milben beim Hund: Behandlung - Welche Therapiemöglichkeiten gibt es für meinen Hund? Wie kann der Tierarzt meinem Hund helfen?

Je nach Art der Milben kommen verschiedene Behandlungen zum Einsatz. Der Tierarzt wird eine genaue Diagnose stellen und entsprechende Medikamente verschreiben. Das Spektrum der Medikamente reicht von abtötenden, antibakteriellen Wirkstoffen in Form von Milben-Shampoo, über Tabletten und Spot-on-Präparaten bis hin zu Antibiotika bei Sekundärinfektionen.

Bei Räudemilben erhält der Hund spezielle Mittel gegen Räude. Leidet er unter Demodex-Milben, wird der Tierarzt eine Demodex-Therapie einleiten. Bei Sekundärinfektionen wird in aller Regel ein Antibiotikum verschrieben. Zur lokalen Behandlung werden kortisonhaltige Injektionen sowie Cremes angewendet. Für harmlosere Milben bieten sich juckreizstillende Sprays, Bäder und Puder an. Ohrmilben werden mit milbenabtötenden und antibakteriellen Lokalpräparaten ausgerottet.

Behandlungen für die Bekämpfung von Haarbalgmilben beim Hund basieren zum Beispiel auf Wirkstoffen wie Ivermectin, Milbemycinoxim oder Moxidectin. Zur Therapiekontrolle werden erneut Hautgeschabsel entnommen. Die Prognose bei einer chronischen generalisierten Demodikose ist jedoch vorsichtig. Im Laufe der Erkrankung entwickelt sich eine Immunschwäche, die auf einer Reduktion der T-Zell-Aktivität beruht, was die Behandlung erschwert.

Innovative Wirkstoffe, die für die Behandlung der Demodikose zugelassen sind, töten auch Grabmilben verlässlich ab. Die Verabreichung als Kautablette ermöglicht problemlos eine gleichzeitige Behandlung der Haut von außen, z. B. Da meist aktive Hunde von der Sarcoptes-Räude betroffen sind, ist es hilfreich, dass diese Präparate gleichzeitig Floh- und Zeckenbefall oder sogar auch Wurmbefall mitbehandeln.

Was kann ich selbst tun und wann muss ich zum Tierarzt?

Wenn Sie nicht genau wissen, welche Milben bei Ihrem Hund vorliegen, sollten Sie Ihn auch nicht mit Hausmitteln behandeln. Teebaumöl oder eine kühle Dusche können den Juckreiz grundsätzlich lindern. Bevor Sie zu einem Hausmittel greifen, sollten Sie sich allerdings unbedingt von einem Tierarzt beraten lassen.

Darüber hinaus gibt es auch Hausmittel, die, in Absprache mit dem Tierarzt, bei einem Milbenfall zusätzlich helfen können:

  • Reinigen Sie die Umgebung des Hundes gründlich.
  • Waschen Sie den Hund gründlich mit Kernseife. So werden schon viele Milben aus dem Fell gewaschen.
  • Bei Grab- und Demodexmilben kann mit Wasser verdünnter Apfelessig (Verhältnis 1:1) helfen. Tragen Sie das Gemisch mit Handschuhen auf das Hundefell auf. Achten Sie unbedingt darauf, dass nichts davon in seine Augen gelangt.
  • Aloe Vera kann auf entzündete Hautstellen aufgetragen werden. Es beruhigt die Haut und kühlt sie zusätzlich.
  • Kokosöl kann helfen, da es die Atemöffnung vieler Milbenlarven verstopft.

Table: Übersicht über Milbenarten, Symptome und Behandlung

Milbenart Symptome Behandlung
Räudemilben (Grabmilben) Starker Juckreiz, Schuppen, Faltenbildung, Haarausfall Spezielle Mittel gegen Räude, Kautabletten
Ohrmilben Starker Juckreiz, Schütteln des Kopfes, brauner Ohrenschmalz Milbenabtötende und antibakterielle Lokalpräparate
Grasmilben Heftiger Juckreiz, rote Stellen auf der Haut Juckreizstillende Sprays, Bäder
Raubmilben Juckreiz, Hautveränderungen, Haarausfall, Schuppenbildung Milben-Shampoo, Spot-on-Präparate
Haarbalgmilben (Demodex-Milben) Haarausfall, Rötungen, Schuppenbildung, evtl. Juckreiz Demodex-Therapie, Spot-on-Präparate, spezielle Shampoos

Milben beim Hund vorbeugen

Um Milben bei ihrem Hund so gut es geht vorzubeugen, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Das Risiko eines Befalls mit Grasmilben wird geringer, wenn Sie Ihren Rasen im Garten regelmäßig mähen und Ihren Hund beim Gassigehen nicht durch hohes Gras laufen lassen.
  • Reinigen Sie den Schlafplatz sowie Decken und Kissen Ihres Vierbeiners regelmäßig.
  • Stärken Sie das Immunsystem Ihres Hundes, denn so bleibt ein Befall mit Milben meistens ohne größere Folgen für Ihren Hund. Um das Immunsystem zu stärken, empfiehlt es sich, übermäßigen Stress zu vermeiden sowie auf eine artgerechte Ernährung zu achten. Nahrungsergänzungsmittel können dabei helfen, den Vierbeiner mit wertvollen Mikronährstoffen sowie wichtigen Aminosäuren zu versorgen.
  • Behandeln Sie ihren Hund regelmäßig prophylaktisch gegen einen Zeckenbefall, beugen Sie damit auch einer Infektion mit den meisten Milbenarten vor. Hierfür sind vor allem Spot-on-Präparate und Medikamente in Tablettenform geeignet.
  • Vermeiden Sie Kontakt zu infizierten Tieren.
  • Als vorsorgliche Maßnahme gegen Milben kann eine regelmäßige Wurmkur helfen. Handelsübliche Mückenmittel können vor allem Grasmilben fernhalten.

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