Viele Frauen erleben nach der Schwangerschaft und Geburt Haarausfall. Während der Schwangerschaft profitieren die meisten Frauen von einem erhöhten Hormonspiegel, der das Haar voller und kräftiger macht. In den Monaten nach der Geburt kommt es jedoch häufig zu Haarausfall. Hier erfahren Sie, warum dies geschieht und wie lange es dauert.
Jedes Haar hat eine begrenzte Lebenszeit von etwa zwei bis sechs Jahren. Dann fällt es aus und an der gleichen Stelle beginnt ein neues Haar zu wachsen. Auf diese Weise verliert jeder Mensch bis zu hundert Haare täglich. Erst wenn über mehrere Wochen jeden Tag mehr als hundert Haare ausfallen oder haarlose Stellen (Alopezie) am Kopf entstehen, sprechen Mediziner von Haarausfall.
Den Haarausfall nach der Geburt nennen Expertinnen und Experten postpartales Effluvium. Dabei verteilt sich der Haarverlust meist über den gesamten Kopf (diffuser Haarausfall) und beschränkt sich nicht auf einzelne Regionen. Die Haare lichten sich unter Umständen etwas, es entsteht jedoch keine Glatze.
Der Haarzyklus wird von Hormonen beeinflusst. Während der Schwangerschaft steigen die Östrogenspiegel. Das sorgt dafür, dass sich die Haare länger in der Wachstumsphase (Anagenphase) befinden - es fallen weniger Haare aus als üblich. Häufig wirkt das Haar besonders voll, kräftig und glänzend.
Nach der Geburt sinken die Östrogenspiegel dann recht plötzlich ab. Der Geburtsstress kann zusätzlich dazu beitragen, dass die Haarfollikel, in denen die Haare verwurzelt sind, kurz nach der Schwangerschaft in die Ruhephase (Telogenphase) eintreten, bis die Haare etwa zwei bis vier Monate später ausfallen.
In den meisten Fällen beginnt dieser postpartale Haarausfall etwa zwei bis vier Monate nach der Geburt. Nach drei bis sechs Monaten normalisieren sich die Hormonspiegel von allein und der Lebenszyklus der Haare verläuft wieder normal. Es kann jedoch bis zu einem Jahr nach der Geburt dauern, bis sich das Haarwachstum sichtlich gebessert hat. Der Haarausfall nach der Schwangerschaft ist harmlos und hört in der Regel auf, sobald sich die Hormone wieder eingependelt haben.
Wenn der Haarausfall nach der Geburt nicht innerhalb eines halben Jahres nachlässt, sprechen Sie bitte mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt darüber.
Gegen den Haarausfall nach einer Schwangerschaft und Geburt brauchen Sie in der Regel nichts zu tun. Es handelt sich um normale körperliche Vorgänge. Nach der Geburt braucht der Körper vor allem Ruhe und Zeit zur Regeneration. Die Anstrengungen der Entbindung, Schlafmangel, Stress und Mangelernährung können den Haarausfall verstärken. Beherzigen Sie daher folgende Ratschläge:
Legt sich der Haarausfall nach Schwangerschaft und Hormonumstellung wieder, dauert es meist noch eine Weile, bis die gewohnte Haarpracht zurück ist. Um diese Zeit zu überbrücken, kann ein Besuch beim Friseur helfen. Ein neuer Haarschnitt oder gefärbte Strähnen lassen das Haar fülliger erscheinen.
Haarausfall nach der Schwangerschaft ist in der Regel nicht behandlungsbedürftig. Es ist völlig normal, dass Frauen in den Monaten nach der Geburt mehr Haare verlieren als gewöhnlich. Hält der Haarausfall länger als sechs Monate an oder gehen die Haare nach der Geburt massiv oder sogar büschelweise aus, sprechen Sie bitte mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt oder wenden Sie sich an Ihre hausärztliche Praxis.
Eventuell kommen in diesem Fall andere Auslöser für den Haarverlust in Betracht, etwa:
Um der Ursache auf die Spur zu kommen, können Arzt oder Ärztin die Kopfhaut untersuchen, an einem kleinen Büschel Haare ziehen (Haarzugtest oder Epilationstest) und die Haare mikroskopisch untersuchen (Trichogramm). Eine Blutuntersuchung liefert Hinweise auf Eisen- oder Zinkmangel, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder entzündliche Erkrankungen, die Haarausfall verursachen können. In manchen Fällen ist auch eine Gewebeprobe (Biopsie) der Kopfhaut sinnvoll.
Während einer Schwangerschaft werden die weiblichen Hormone im Körper völlig neu eingestellt, um dem heranwachsenden Lebewesen bestmögliche Bedingungen zu bieten und die werdende Mama auf die Entbindung vorzubereiten. Das ist völlig normal und lässt sich auch nicht ändern.
Ist der Haarverlust hingegen durch einen in der Schwangerschaft erhöhten Nährstoffbedarf verursacht, lässt sich meist Abhilfe schaffen. Während der Schwangerschaftsvorsorge wird zum Beispiel der Eisenhaushalt mehrmals gemessen. Über eine Blutentnahme kann der Eisenspeicher bestimmt und gegebenenfalls nach ärztlicher Rücksprache wieder aufgefüllt werden.
Eine Schwangerschaft steht nicht nur für ein Wechselbad der Gefühle, sondern auch für ein Auf und Ab der weiblichen Hormone. Ein hormonell bedingter Haarausfall während und insbesondere nach einer Schwangerschaft ist daher kein Grund zur Sorge.
Die Haare fallen auch zehn Monate nach der Entbindung noch aus? Es treten vermehrt kahle Stellen am Kopf auf? Sicherheitshalber sollten dann der Frauenarzt und ein Dermatologe aufgesucht werden. Die Ursache kann ein Nährstoffmangel sein. Auch eine Schilddrüsenerkrankung ist eine mögliche Ursache. Beides lässt sich aber einfach behandeln, sodass auf jeden Fall noch Hoffnung bleibt, dass die alte Haarpracht zurückkehrt.
Im HAARZENTRUM AN DER OPER gibt es verschiedene Behandlungen, mit denen auch genetisch bedingter Haarausfall bekämpft werden kann. Wir bieten Behandlungen an, in denen von innen heraus das Haarwachstum angeregt wird. Auch Laserbehandlungen, Methoden mit Eigenblut wie bei der PRP-Behandlung, Behandlungen mit LED-Licht und einige mehr, mit denen das Haarwachstum wieder angeregt wird, gehören ebenfalls zu unseren Leistungen.
Wenn sich jedoch der Haarausfall über den gesamten Kopf erstreckt und dadurch zu wenig Spendermaterial vorhanden ist, sollte eine Haartransplantation nicht durchgeführt werden. Darum gilt: je früher der Haarausfall durch regenerative Behandlungen gestoppt wird, desto erfolgreicher wird die späte Haartransplantation sein.
Wenn das eigene Haar nicht mehr wächst wie es soll, kommt immer noch eine Haartransplantation für Frauen infrage. Mit einer speziellen minimal-invasiven Technik entstehen nahezu keine Narben, es bestehen maximale Chancen für einen guten Anwuchs.
Haarausfall während oder nach der Schwangerschaft ist häufig und einfach behandelbar. Unsere Spezialisten beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten.
| Tipp | Beschreibung |
|---|---|
| Ruhe gönnen | Psychischer und physischer Stress begünstigen Haarausfall. Vermeiden Sie ihn in den ersten Wochen möglichst. |
| Ausgewogene Ernährung | Gerade während und nach der Schwangerschaft ist eine gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten wichtig. |
| Schonende Haarpflege | Vermeiden Sie in der Haarpflege alles, was Haarbruch und Trockenheit fördert. |
| Kopfmassagen | Eine Kopfmassage kann dem Haarausfall nach der Schwangerschaft ebenfalls entgegenwirken. |
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