Keratin Shampoo in der Schwangerschaft: Was ist sicher und was nicht?

Die Schwangerschaft ist eine besondere Zeit, in der werdende Mütter besonders auf ihre Gesundheit und die ihres ungeborenen Kindes achten. Dazu gehört auch die Auswahl der richtigen Körperpflegeprodukte. Viele Frauen fragen sich, ob die Verwendung von Keratin Shampoo und anderen Haarbehandlungen während der Schwangerschaft sicher ist. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Leitfaden zu diesem Thema.

Haarpflege während der Schwangerschaft: Worauf ist zu achten?

Während der Schwangerschaft stoßen Frauen oft auf Fragen zur Haarpflege. Hormonelle Veränderungen können das Haarwachstum beeinflussen. Einige Frauen bemerken, dass ihr Haar voller wird, während andere nach der Schwangerschaft Haarausfall feststellen.

Keratinbehandlungen beim Friseur

Viele Schwangere fragen sich, ob eine Keratinbehandlung beim Friseur sicher ist. Da diese Behandlungen oft stark chemisch riechen und man die Dämpfe einatmet, ist Vorsicht geboten. Auch wenn bestimmte Produkte als sicher gelten, ziehen es viele Frauen vor, während der Schwangerschaft auf solche Behandlungen zu verzichten.

Es gibt zwei Arten von Keratinbehandlungen:

  • Chemische Glättung: Von dieser Art der Behandlung wird während der Schwangerschaft abgeraten.
  • Pflegebehandlung mit Keratin: Diese Variante ist im Grunde nur eine reichhaltige Pflege mit Keratin, einem natürlichen Bestandteil der Haare. Gegen diese Behandlung spricht grundsätzlich nichts, da sie ähnlich wie eine Haarmaske oder Spülung wirkt.

Es ist ratsam, vor der Behandlung mit dem Friseur Rücksprache zu halten, um genau zu erfahren, welches Produkt verwendet wird. Einige Friseure verwenden Produkte, die nicht auf die Kopfhaut aufgetragen werden und somit unbedenklich sind.

Keratin Shampoo und Haarglättungscremes

Inhaltsstoffe von Haarpflegeprodukten können bei umfangreicher Anwendung über die Haut aufgenommen und über die mütterliche Blutbahn auf das Ungeborene übertragen werden. Es ist daher wichtig, die Inhaltsstoffe genau zu prüfen und gegebenenfalls auf unbedenklichere Alternativen umzusteigen.

Hormonell bedingter Haarausfall nach der Schwangerschaft - wirkungsvolle Tipps

Inhaltsstoffe, die Schwangere vermeiden sollten

Es gibt bestimmte kosmetische Inhaltsstoffe, die während der Schwangerschaft vermieden werden sollten, da sie potenziell schädliche Auswirkungen haben können:

  1. Retinoide (Retinol, Tretinoin, Isotretinoin, Adapalen): Diese Vitamin-A-Derivate können zu fetalen Missbildungen führen.
  2. Salicylsäure in hohen Konzentrationen (BHA): Hohe Konzentrationen sollten vermieden werden.
  3. Hydrochinon: Wird schnell von der Haut aufgenommen, Sicherheit während der Schwangerschaft nicht belegt.
  4. Formaldehyd und Derivate: Können toxisch sein und Atemprobleme verursachen.
  5. Potenziell gefährliche ätherische Öle: Einige können Gebärmutterkontraktionen auslösen oder toxische Wirkungen haben.
  6. Phthalate und Parabene: Einige Studien deuten auf hormonelle Wirkungen hin.
  7. Ammoniak und aggressive Chemikalien in Farbstoffen: Das Einatmen der Dämpfe kann zu Reizungen führen.

Sichere Alternativen und Tipps für die Haarpflege

Um eine sichere Schönheitsroutine während der Schwangerschaft zu gewährleisten, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Lesen Sie immer die Etiketten.
  • Wählen Sie sichere Naturkosmetik.
  • Halten Sie Ihre Routinen einfach und sanft.
  • Verwenden Sie mineralischen Sonnenschutz (Zinkoxid oder Titandioxid).
  • Vermeiden Sie Retinoide, Hydrochinon, aggressive Säuren, Formaldehyd, gefährliche ätherische Öle und aggressive Chemikalien im Haar.

Eine Tabelle mit sicheren Alternativen zu bedenklichen Inhaltsstoffen:

Bedenklicher Inhaltsstoff Sichere Alternative
Retinoide Azelainsäure, Vitamin C, Niacinamid
Salicylsäure (hoch konzentriert) Milchsäure, Gluconolacton (PHA)
Hydrochinon Kojisäure, Vitamin C, Niacinamid
Formaldehyd Formaldehydfreie Glätteisen
Bestimmte ätherische Öle Süßmandelöl, Jojobaöl, Hagebuttenöl

Haarausfall nach der Schwangerschaft

Nach der Entbindung erleben viele Frauen Haarausfall, da der Östrogenspiegel sinkt. Dieser Zustand wird als Telogeneffluvium bezeichnet. Stress, Übermüdung und Eisenmangel können den Haarausfall verstärken. Es gibt jedoch Möglichkeiten, den Haarausfall zu bekämpfen:

  • Verwenden Sie haarverdichtende Shampoos und Spülungen.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen.
  • Vermeiden Sie Frisuren, die das Haar stark belasten.
  • Verwenden Sie spezielle Shampoos und Haarpflegeprodukte, wie z.B. die DSD de Luxe-Serie.

Haare färben während der Schwangerschaft

Grundsätzlich spricht nach aktuellem Wissensstand nichts dagegen, auch in der Schwangerschaft die Haare zu färben, blondieren oder tönen. Die verschiedenen Techniken der Coloration unterscheiden sich durch ihre Intensität und Haltbarkeit - und damit auch in den enthaltenen Inhaltsstoffen. Es ist ratsam, auf Pflanzenhaarfarben oder ammoniakfreie Haarfarben zurückzugreifen.

Sonnencreme und Mückensprays in der Schwangerschaft

Auch bei der Wahl von Sonnencreme und Mückensprays sollten Schwangere auf bestimmte Inhaltsstoffe achten. Es ist ratsam, Produkte mit mineralischen Filtern wie Zinkoxid oder Titandioxid zu verwenden. Vermeiden Sie Sonnencremes mit Octocrylene, da diese im Verdacht stehen, schädlich zu sein.

Empfehlungen für Sonnencreme und Mückensprays:

  • Achten Sie auf Produkte ohne Octocrylene.
  • Verwenden Sie mineralische Sonnencremes mit Zinkoxid oder Titandioxid.
  • Bevorzugen Sie Mückensprays mit natürlichen Inhaltsstoffen.

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