Ratzfatz sitzt die Frisur wieder wie eine Eins: Haarschneider sind für den Hausgebrauch eine durchaus sinnvolle Anschaffung. Wenn ein Style durch zu lang gewachsene Haare aus dem Leim zu gehen droht, kann eine Maschine helfen.
Mit einer Haarschneidemaschine lassen sich Kurzhaarschnitte herstellen, zu lange Haarzonen cutten, herausgewachsene Haarspitzen angleichen und bestimmte Stellen am Kopf gezielt trimmen. Über eines muss man sich im Klaren sein: Eine neue Frisur ist dies aber noch nicht, dazu gehört viel mehr. Ein Friseur nutzt eine solche Maschine, um Grund in die zu lange Haarpracht zu bringen, dann greift er zu Kamm und Schere. Erst dann beginnt die eigentliche Facharbeit, die nicht umsonst einem Lehrberuf zugrunde liegt.
Styling mit einer Haarschneidemaschine? Nur bei Kurzhaarfrisuren zu empfehlen - und wenn die Kinder mit wildem Haarwuchs wie kleine Trolle aussehen.
Ein Haarschneider mit verschiedenen Aufsätzen für unterschiedliche Haarlängen.
Unser Testteam hat Friseure befragt, worauf es ihnen ankommt, wenn sie einen (Profi-)Haarschneider in die Hand nehmen. Da gibt es zunächst einmal die Kammaufsätze. Werden sie aufs Gerät geschoben, so ist dies besser, als wenn sie eingeklickt werden. Daran gemessen, machen alle Testgeräte von Wahl bis Remington ihre Sache gut.
Bei den Kammaufsätzen ist die Gerätewahl keine Qual, denn praktisch jedes Testmodell liefert eine große Anzahl von Kämmen in verschiedenen Längen mit. Die Kämme sind quasi Schutzvorrichtungen für den Kopf, damit die Maschine die Haare nicht kürzer schneidet als gewünscht. Bei den meisten Geräten werden die Kämme aufgesetzt und festgeklickt, was immer gut funktioniert.
Die bessere Variante - das Aufschieben eines Kammaufsatzes - liefert zum Beispiel der Remington Genius. Wir erinnern uns an den Profikommentar: Unser Testteam bestätigt, dass das Aufschieben von Kämmen die technisch reifere Lösung ist, sieht bei der Klick-Fixierung aber ebenfalls eine hohe Qualität.
Eingestellt wird die Schnittlänge der Klinge selbst am Gerät. Hier setzen die Hersteller auf unterschiedliche Konzepte. Der Haar- und Bartschneider von Prinz kombiniert einen Drehring mit aufleuchtenden Zahlen. Remingtons Genius setzt auf den klassischen Drehring mit gefixten Millimeter-Angaben. Wahls Rapid Clip und Remingtons Colourcut regeln die genaue Schnittlänge über die Aufsteckkämme und kombinieren dies mit einem nahezu stufenlosen Schnittlängen-Hebel. Remington Alpha löst die Längeneinstellung über die Kammaufsätze und eine Rasterleiste.
Wir können hier nur dann echte Unterschiede bei der Wertung ansetzen, wenn - wie bei Etas Roger - der Schieberegler etwas schwergängig ist. Ansonsten ist dies eine Geschmacksfrage. Wie verhalten sich die Kämme, gibt es Unterschiede beim langsamen Fahren durchs Haar? Nein, gibt es praktisch nicht. Keiner der Kammaufsätze fühlt sich unangenehm auf der Kopfhaut an.
Wenn es denn tatsächlich mal etwas ziept, kann der Kamm nichts dafür. Haare verzwirbeln nun einmal, daher sollte man sie vor dem Schneiden mit einer Maschine auch erstmal sehr sorgfältig bürsten oder kämmen.
Bei der Schnittleistung gibt es auch praktisch keine Unterschiede. Dem gesamten Testfeld können wir eine gute Schnittleistung bescheinigen, wenngleich für eine Topleistung auf Profiniveau insgesamt ein paar Prozent fehlen. Für den Zweck, den die Haarschneider im Heimgebraucht erfüllen sollen, sind die Edelstahl- oder Keramikklingen allesamt sehr gut.
Etwas anders sieht es aus, wenn man die Maschine ohne Aufsatz benutzt, die Klinge also als Trimmer einsetzt. Babyliss’ Haarschneider aus der Super-X Metal Series ist hier ebenso wie Etas Roger zum Beispiel immer sanft zur Haut, rötet sie nur leicht. Remingtons Colourcut schneidet sehr genau und gründlich, und das praktisch so, dass man die Klinge auf der Haut gar nicht spürt.
Der James von Eta tut der Haut hingegen gar nicht gut, verletzt sie sogar ein bisschen, wenn man die Klinge nicht plan ansetzt.
Zwei Remington-Geräte sind Besonderheiten im Testfeld: der Quickcut Pro und der Colourcut. Der Quickcut ist geformt wie eine Designer-Computermaus, schmiegt sich mit seiner runden Form in die Handfläche und führt so zu einem deutlich direkteren Haarschneiden als mit einem klassischen Gerät, das einen langen Hebel repräsentiert.
Der Quickcut macht genau das, was sein Name sagt: Er schneidet sehr schnell Haare in ihrer Flächigkeit. Zum Trimmen oder Feinarbeiten ist die Power-Kugel weniger geeignet. Der Colourcut ist der einzige rein netzbetriebene Haarschneider im Testfeld. Er liefert - bei sehr guter Schnittleistung - neun Kammaufsätze und zwei Spezialkämme für den Seitenschnitt, die in grellen unterschiedlichen Farben gegossen sind. So findet man den passenden Kamm sofort wieder.
Womit wir bei der Ausstattung und dem Geräteservice sind. Babyliss gestaltet seinen Haarschneider im edlen Metall-Design und entscheidet sich für blaues LED-Licht für die Ladestandsanzeige. Wahl spendiert seinem Rapid Clip eine stabile Kulturtasche für Gerät und Zubehör. Remingtons Genius ordnet das umfangreiche Zubehör und den Schneider in einem Metallkoffer.
Power haben sie alle, im Schnitt laufen die Haarschneidemaschinen eine Stunde im Leerbetrieb. Lediglich Remingtons Alpha ist mit herstellerseitig angegebenen 30 Minuten (min) Akkulaufzeit weit hinten eine Ausnahme, die aber im Test um 12 min übertroffen wird. Babyliss ist mit nominell 180 min weit vorn, gemessen geht es noch 47 min weiter. Prinz hingegen muss sich fragen, warum die angegebene Stunde Laufzeit schon nach 38 min beendet ist.
Die meisten Haarschneider liefern eine Reinigungsbürste mit und sind insgesamt pflegeleicht. Der Schnittkopf muss nicht entfernt werden. Das Ausbürsten reicht vollkommen aus. Geräte, die zusätzlich unter fließendem Wasser gereinigt werden können, haben damit einen Bonus im Rennen, der zwar gut, aber nicht notwendig ist.
Viel eher kommt es da schon auf die Klingenpflege an. Für diese packen die meisten Hersteller - zum Beispiel Remington und Wahl - ein kleines Fläschchen Spezialöl in den Karton.
Hier werden drei beliebte Haarschneidemaschinen in einer Übersicht vorgestellt und anschließend genauer auf ihre Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Geräte eingegangen.
Die meisten Haarschneider können Ihre Haare auf verschiedene Längen stutzen. Die jeweilige Wunschlänge kann entweder mittels verschiedener Aufsätze erreicht werden oder aber mittels eines Hebels oder Drehrads eingestellt werden. Der Nachteil an Aufsätzen ist, dass sie weniger flexibel sind und mehr Stauraum benötigen. Eine verstellbarere Haarschneidemaschine ist dagegen ist sehr bequem in der Anwendung, allerdings ist er anfälliger für Verschleiß und Schäden an der Mechanik.
Es gibt sowohl Haarschneider, die über einen internen Akku verfügen, als auch solche, die mit einem Kabel ans Stromnetz angeschlossen werden. Ein akkubetriebenes Gerät ist flexibler einsetzbar, da man es auch ohne Steckdose in der Nähe benutzen kann. Allerdings muss es regelmäßig aufgeladen werden.
Denn falls der Akku während des Haareschneidens ausgeht, ist das sehr ärgerlich. Deshalb sollten Sie dabei auf eine lange Akkulaufzeit achten und die Maschine regelmäßig laden. Netzbetriebene Geräte können beliebig lange eingesetzt werden, ohne dass der Strom ausgeht. Praktisch ist es, wenn ein Gerät beide Möglichkeiten bietet. Dann ist ein Akkugerät jedoch meist nicht mehr wasserdicht.
Es gibt grundsätzlich nicht nur Haarschneidemaschinen für kurze Haare, sondern auch sogenannte Langhaarschneider. Kurzhaarschneider haben meistens eine längste Schnittlänge von etwa 30 Millimetern.
Damit Ihr Haarschneider möglichst lange gut hält, sollten Sie ein paar wichtige Punkte zur Reinigung und Pflege beachten.
Verschiedene Haarschneider im Vergleich.
Gute Haarschneidemaschinen, die selbst für Profis geeignet wären, zeichnen sich unter anderem durch scharfe und hochwertige Klingen, leistungsfähige Motoren und eine unkomplizierte Bedienung aus. Zudem unterscheiden sich viele der besten Haarschneidemaschinen auch in Umfang und Zusammensetzung der beigelegten Ausstattung von Kammaufsätzen, Wechselklingen, Reinigungszubehör oder Aufbewahrungsboxen und -taschen.
Die Preisspanne bei Haarschneidemaschinen kann stark variieren. Für ein Modell können Sie zwischen 30 und 200 Euro ausgeben. Profi-Geräte können etwas mehr kosten. Günstigere Haarschneidegeräte verfügen zwar meistens über weniger Features im Vergleich zu hochpreisigen, für 30 Euro erhält man aber meistens auch schon einen soliden Haarschneider.
Haarschneidemaschine und Haarschneider werden als Synonyme verwendet. Es wird jedoch zwischen Bartschneider und Haarschneider unterschieden. Kombigeräte und verschiedene Aufsätze machen die Klassifizierung selbst für Experten nicht leicht.
Ein Trimmer dient dazu, Haare auf eine Länge zu bringen und saubere Konturen zu schneiden. Er kommt bei der Anwendung nicht zwangsläufig mit der Haut in Kontakt. Dadurch unterscheidet er sich von einem Rasierer und ist gerade für empfindliche Hautstellen wie im Gesicht, unter den Achseln oder im Intimbereich die beliebtere Variante.
Sich zum ersten Mal selbst die Haare zu schneiden, ist für viele eine beängstigende und einschüchternde Erfahrung. Aber das muss nicht sein. Zum einen hat Haar die praktische Eigenschaft, nachzuwachsen - kleine Fehler lassen sich also problemlos wieder ausbügeln. Verwenden Sie den Haarschneider bei trockenen oder handtuchtrockenen Haaren und achten Sie auf eine gute Beleuchtung.
Wer seine Haarschneidemaschine lange nutzen möchte, sollte ein paar grundlegende Pflegeregeln beachten. Reinigen Sie Ihren Haarschneider oder Trimmer nach jeder Anwendung. So verhindern Sie Rost, Überhitzung und sorgen dafür, dass das Gerät reibungslos läuft. Außerdem bleibt das Equipment, das direkt mit Ihrer Haut in Kontakt kommt, sauber - und Sie minimieren das Risiko von Hautunreinheiten oder Infektionen durch Bakterien.
Wie bei jedem Pflegegerät sollten Sie auch Ihren Haarschneider regelmäßig warten, um ihn scharf, sauber und einsatzbereit zu halten - und um Hautirritationen oder kleine Schnittverletzungen zu vermeiden. Zum Glück ist die richtige Pflege eines Haarschneiders unkompliziert und erfordert weder viel Zeit noch großen Aufwand.
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