Volles, gesundes Haar gilt für viele Menschen als Symbol für Jugend, Vitalität und Attraktivität. Doch immer mehr Männer und Frauen leiden unter Haarausfall - sei es durch Stress, hormonelle Veränderungen, Nährstoffmangel oder genetische Veranlagung.
Bockshornklee - im Lateinischen Trigonella foenum-graecum - ist ein jahrtausendealtes Heilkraut, das vor allem in der ayurvedischen und orientalischen Medizin geschätzt wird. Ob als Tee, Öl, Paste oder Nahrungsergänzung: Immer mehr Anwender schwören auf Bockshornklee, um Haarverlust zu stoppen und das Haarwachstum zu stimulieren. Doch was sagt die Wissenschaft? Welche Formen des Haarausfalls könnten tatsächlich davon profitieren? Und worauf sollte man bei der Anwendung achten?
Hier erfahren Sie, gegen welche Arten von Haarausfall Bockshornklee hilft und ob er seine Versprechen als Wundermittel gegen Haarausfall halten kann.
Bockshornklee, auch bekannt als Trigonella foenum-graecum, ist eine einjährige Pflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt und heute in Indien, Nordafrika, China und Teilen Europas angebaut wird. Es handelt sich um eine relativ anspruchslose Pflanze, die auch auf trockenen oder salzigen Böden gut wächst. Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit wächst er auch auf trockenen oder salzhaltigen Böden problemlos. Der Bockshornklee wird in vielen Kulturen schon seit langem verwendet und insbesondere im Mittelmeerraum, Indien, China und dem Nahen Osten angebaut. Teilweise ist er im Süden Deutschlands auch wild zu finden.
Seine gelben Samen besitzen einen intensiven, heuähnlichen Geruch, der in der Küche ebenso geschätzt wird wie in der traditionellen Heilpflanzenkunde. Bockshornklee ist für seinen kräftigen Duft bekannt, der frischem Heu sehr ähnelt. Der Geruch der Samen erinnert etwas an Sellerie.
Die heilende Wirkung beruht auf einer Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe: Saponine, Flavonoide, Bitterstoffe, Trigonellin, Histidin, Diosgenin, Lecithin und ätherische Öle sorgen gemeinsam mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen - wie Eisen, Magnesium, Calcium, Zink und den Vitaminen A, B, C und D - für eine ganzheitliche Nährstoffversorgung.
Es ist nicht ein einzelner Inhaltsstoff, der Bockshornklee so wirksam macht. Die Inhaltsstoffe des Bockshornklees sind eine Mischung aus wichtigen Vitaminen und Mikronährstoffen.
Die Wirkung von Bockshornklee gegen Haarausfall lässt sich auf seine außergewöhnlich reichhaltige Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und sekundären Pflanzenstoffen zurückführen.
Zusätzlich enthält Bockshornklee Saponine, die stärkende und entzündungshemmende Eigenschaften haben. Auch der Inhaltsstoff Diosgenin kann die Bildung entzündlicher Botenstoffe hemmen.
Insgesamt bietet Bockshornklee gegen Haarausfall einen natürlichen, vielschichtigen Wirkansatz, der nicht nur die Haarwurzeln stärkt, sondern auch die Kopfhaut ins Gleichgewicht bringt.
Bockshornklee gegen Haarausfall ist in unterschiedlichen Formen anwendbar - sowohl äußerlich als auch innerlich.
Bockshornklee ist in verschiedenen Dareichungsformen verfügbar.
Außerdem ist es möglich, damit einen Sud zuzubereiten. Die einfachste Möglichkeit zur äußeren Anwendung ist ein Sud oder eine Spülung aus getrockneten Bockshornkleeblättern. Dafür werden die Blätter mit heißem Wasser übergossen, ähnlich wie bei einem Kräutertee. Nach dem Abkühlen lässt dieser sich als Haarspülung verwenden. Nach dem Abkühlen kann der Sud direkt auf die Kopfhaut und in das Haar einmassiert werden. Er muss nicht ausgespült werden und kann regelmäßig nach der Haarwäsche verwendet werden. Man verteilt die Spülung großzügig im Haar, sie muss nicht ausgespült werden.
Alternativ lassen sich die frischen Keimlinge oder gemahlene Samen auch in die tägliche Ernährung integrieren - etwa in Salaten oder warmen Speisen.
Die zermahlenen Blätter oder Samen können als Gewürz verwendet werden und werden insbesondere in indischen Currys oder türkischen Gewürzpasten gerne eingesetzt.
Wer eine gezielte und gleichmäßige Zufuhr der wertvollen Inhaltsstoffe von Bockshornklee wünscht, kann auf Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform zurückgreifen. Diese enthalten die Vitamine, Mineralstoffe und sekundären Pflanzenstoffe des Bockshornklees in hochkonzentrierter Form. Die Einnahme ist unkompliziert, sollte aber immer entsprechend der Packungsbeilage erfolgen. Wer gezielt und hochdosiert die wertvollen Inhaltsstoffe des Bockshornklees zu sich nehmen möchte, kann zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, die als Kapseln freiverkäuflich auf dem Markt erhältlich sind. Insbesondere Nahrungsergänzungsmittel enthalten die Vitamine und Mineralien in sehr konzentrierter Form. Man sollte keine höhere Dosierung einnehmen, als in der Packungsbeilage empfohlen wird.
Man kann die äußerliche und innerliche Anwendung von Bockshornklee kombinieren, um eine besonders gute Wirksamkeit zu erreichen. Bockshornklee gegen Haarausfall lässt sich ideal kombinieren: Die äußerliche Anwendung stärkt direkt die Kopfhaut, während die innere Einnahme über die Blutbahn die Haarwurzeln versorgt.
Wer auf natürliche Haarpflege setzt, kann Bockshornklee gegen Haarausfall auch ganz einfach selbst anwenden. Neben fertigen Shampoos und Tinkturen, die im Handel erhältlich sind, gibt es mehrere Hausmittel-Rezepte, die sich bewährt haben.
Die Mischung lässt man für 4-6 Stunden quellen, bis eine dickliche Paste entsteht. Diese trägt man auf die Kopfhaut auf und lässt sie etwa 30 Minuten einwirken. Danach einfach mit warmem Wasser - ohne Shampoo - ausspülen.
Die Samen mit dem Wasser übergießen und 2 Stunden quellen lassen. Es entsteht eine gelartige Textur, die sich gut auf die Kopfhaut auftragen lässt.
Ein Teelöffel Samen pro Tasse mit heißem Wasser übergießen, 10-20 Minuten ziehen lassen, abseihen. Nach dem Abkühlen eignet sich der Sud hervorragend als Haarspülung. Einfach nach dem Waschen ins Haar geben - nicht ausspülen.
Um die Wirkung zu steigern, empfiehlt sich eine kurze Kopfhautmassage nach dem Auftragen. Dadurch wird die Durchblutung gefördert und die Wirkstoffe aus dem Bockshornklee gegen Haarausfall können besser in die Haarwurzeln eindringen.
Es gibt Studien, in denen die Wirksamkeit von Bockshornklee gegenüber Placebo überprüft wurde. Die Wirksamkeit von Bockshornklee gegen Haarausfall wurde in mehreren Studien untersucht. Besonders hervorzuheben ist eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie von Reimann et al. aus München. In der Studie von Reimann et al. Es handelte sich um eine randomisierte, doppelblinde Studie.
In dieser sechsmonatigen Untersuchung erhielten Probanden mit leichtem bis mäßigem Haarverlust entweder ein Placebo oder ein Nahrungsergänzungsmittel mit Bockshornklee-Extrakt. Nicht nur objektive Messungen zeigten positive Veränderungen - auch das subjektive Empfinden der Probanden war deutlich besser. Viele berichteten über volleres, kräftigeres Haar, weniger Haarbruch und einen allgemein gesünderen Eindruck ihrer Kopfhaut.
Jede Therapie kann nur dann greifen, wenn sie an der richtigen Ursache ansetzt. Bevor blind und wahllos verschiedene Mittel und Medikamente ausprobiert werden, ist daher eine ausführliche Diagnostik wichtig. Ob eine Behandlung erfolgreich ist, hängt entscheidend davon ab, ob sie an der tatsächlichen Ursache des Haarausfalls ansetzt. Bevor man planlos unterschiedliche Produkte testet, sollte zunächst eine fachärztliche Diagnose erfolgen.
Bockshornklee kann angewendet werden, wenn der Haarausfall nicht erblich und nicht krankheitsbedingt ist. Bockshornklee gegen Haarausfall kann eine natürliche und gut verträgliche Option darstellen - insbesondere bei diffusem Haarausfall, der auf Mangelzustände, Stress oder hormonelle Veränderungen zurückzuführen ist.
Sicherlich ist Bockshornklee kein Wundermittel gegen Haarausfall. Zwar ist Bockshornklee gegen Haarausfall kein Ersatz für medizinische Behandlungen bei starkem oder krankhaftem Haarausfall (z. B. bei Alopecia areata oder androgenetischer Alopezie im fortgeschrittenen Stadium), doch bei ernährungs- oder stressbedingtem Haarausfall sowie hormonellen Schwankungen (z. B. Insbesondere erblich bedingter oder krankhafter Haarausfall lässt sich damit nicht adäquat behandeln. Auch Menschen mit sehr schweren Formen des Haarausfalls sollten eher zu anderen Möglichkeiten greifen.
Wirksam ist Bockshornklee jedoch nur, wenn die Haarfollikel intakt sind und noch neue und gesunde Haare daraus wachsen können. Wichtig ist jedoch auch zu verstehen, dass Bockshornklee nur dann wirken kann, wenn die Haarfollikel noch intakt sind. Sind die Follikel dauerhaft geschädigt oder abgestorben, kann kein Pflanzenstoff - auch kein noch so nährstoffreicher - neues Haarwachstum anregen. In solchen Fällen kann eine Haartransplantation sinnvoll sein.
Bei Menschen, die sich aufgrund eines schweren Haarverlusts einer Haartransplantation unterziehen, kann die anschließende Einnahme von Bockshornklee helfen, dass die Haare schneller und besser anwachsen.
Je nach Ausprägung des Haarausfalls kann es eine Weile dauern, bis die Wirkung des Bockshornklees sichtbar wird. Meist zeigen sich erste sichtbare Ergebnisse erst nach sechs bis acht Wochen. Studien empfehlen eine durchgehende Anwendung über mindestens zwei bis drei Monate, um die Wirkung auf Haarwurzeln und Kopfhaut zu stabilisieren. Die entscheidenden Faktoren für den Erfolg sind jedoch Geduld und Regelmäßigkeit.
In der Regel hat Bockshornklee keine wesentlichen Nebenwirkungen. Grundsätzlich gilt Bockshornklee als gut verträglich. Dennoch können - wie bei allen Naturprodukten - bei empfindlichen Personen Hautreizungen oder allergische Reaktionen auftreten, insbesondere bei der äußeren Anwendung.
Bei der lokalen Anwendung kann es vereinzelt zu Unverträglichkeitsreaktionen kommen. Bei der innerlichen Anwendung ist besondere Vorsicht geboten, wenn bereits Medikamente eingenommen werden. Bockshornklee kann die Wirkung bestimmter Arzneistoffe beeinflussen.
Während der Schwangerschaft und bei Planung einer Schwangerschaft sollte Bockshornklee nicht genommen werden, weil er zu vorzeitigen Wehen oder einer Fehlgeburt führen kann. Wichtig: Während der Schwangerschaft und bei Kinderwunsch wird von der Einnahme abgeraten.
Es gibt mehrere Shampoos, Lösungen und Spülungen zu kaufen, die Bockshornklee enthalten. Es ist generell empfehlenswert, die äußerliche Anwendung der Mittel mit einer Kopfhautmassage zu kombinieren. Dadurch wird die Durchblutung der Kopfhaut angeregt und die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln verbessert.
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