Günter Netzer Frisur: Ein zeitloser Stil im Fußball

Die extravaganten Frisuren der Fußballstars stechen immer wieder ins Auge und bleiben (teilweise negativ) in Erinnerung. Die Haarfrisuren der Topathleten sorgen regelmäßig für Furore, setzen Statements und lösen regelrechte Hypes aus. Für die einen Fans dienen sie als Inspirationsquelle, für die anderen sind sie schlichtweg die beste Unterhaltungsshow auf dem Rasen - neben dem Spiel natürlich.

Ein Rückblick auf die schönsten, kuriosesten und lustigsten Fußballer-Frisuren aus knapp 50 Jahren Fußballgeschichte zeigt, dass es immer wiederkehrende Trends und unvergessliche Stile gibt.


Günter Netzer mit seiner ikonischen Frisur

Der Vater aller Fußballer-Frisuren: Günter Netzer

Der Vater aller Fußballer-Frisuren ist zweifellos Günter Netzer. Mit seinem tiefen Seitenscheitel und blonden Strähnchen präsentierte er in den 1970er Jahren die perfekte Surfer-Frisur mit der idealen Mischung aus Coolness und Lässigkeit.

Neben seiner Schuhgröße, die Günter Netzer mit 46 2/3 angibt, ist das hemdkragenlange, wallende Haupthaar sein Markenzeichen. Ganz nebenbei gilt er bis heute als einer der besten Mittelfeldspieler in der Geschichte der Bundesliga und ist 1974 im eigenen Land Weltmeister geworden.

Spielmacher und Sunnyboy, Diskobesitzer und Geschäftsmann: Ein Typ, den es heutzutage im Fußball nicht mehr gibt, ist 65 Jahre alt. Eine Gratulation an Günter Netzer in Bildern.


Günter Netzer im Laufe der Jahre

Netzers Einfluss auf den Fußballstil

Bis in die Kreisligen hinunter hat man in den 70er Jahren Bauern- und Buchhalter-Söhne vor dem einzigen Spiegel der Umkleidekabine sich netzermäßig das Haar föhnen sehen.

Netzer hatte das Glück, dass sein Gladbacher Trainer Hennes Weissweiler ihn mit den Freiheiten ausstattete, die er brauchte - und die es heutzutage nicht mehr gibt. Man stelle sich nur einmal vor, Franck Ribéry würde seinen Trainer Louis van Gaal um zwei freie Tage zu bitten, um in New York mit Brad Pitt und Angelina Jolie in eine Disko zu gehen.

Günter Netzer wusste auch seine Person stets gut zu vermarkten. Er gab gerne den lockeren Sunnyboy, dem die Erfolge nur so zufliegen. "Ich war damals das, was David Beckham heute ist", sagte er einmal - wobei die Frisur des englischen Ballkünstlers eindeutig besser ist.

Günter Netzer und sein Ferrari Dino 246 GT. Irgendwann wurden Netzer die ständigen Reisen zu Glamourpartys zu viel, er wird sich gedacht haben: Wenn es dem Propheten zu stressig wird, zum Berg zu gehen, dann muss der Prophet eben den Berg zu sich holen.

1974 wurde Netzer Weltmeister mit der deutschen Nationalelf. Netzer bestritt nur ein Spiel, das auch seine einzige Partie bei einer Weltmeisterschaft bleiben sollte: Bei der 0:1-Niederlage gegen die DDR wurde er nach 70 Minuten für seinen Kölner Konkurrenten eingewechselt. "Ich fühle mich nicht als Weltmeister", sagt er heute noch über das Turnier.

Weitere bemerkenswerte Fußballer-Frisuren

Neben Günter Netzer gab es im Laufe der Jahre viele weitere Fußballer mit bemerkenswerten Frisuren:

  • Paul Breitner: Kultivierte seinen Afro genauso, wie seinen aufmüpfigen Charakter.
  • Pierre Littbarski: Sein Vokuhila war die Signature-Frise der 1980er.
  • Carlos Valderrama: An die goldenen Engelslöckchen kam und kommt kein anderer Fußballspieler jemals heran.
  • Rudi Völler: War quasi Vorreiter des Vokuhila-Trends.
  • Marouane Fellaini: Den belgischen Nationalspieler kannte man jahrelang nur mit einem stattlichen Afro.
  • David Beckham: Hat mit seinen zahlreichen Haar-Styles immer wieder Trends gesetzt.
  • Neymar: Wagte den "Kampfhahn" als einer der Ersten.

Eine Auswahl verschiedener Fußballer-Frisuren im Laufe der Jahre

Modetrends und Stilwandel im Fußball

Was die Kicker auf dem Kopf tragen, löst nicht selten einen Modetrend aus. Die Tattooisierung der Gesellschaft machte dem ein Ende. Die Zeit, die die Spieler vorher heim Friseur verbrachten, investierten sie nun in Tattoo-Läden.

Früher sahen Fußballer aus, wie unsereins aussieht. O-Beine, X-Beine, bunt gemischt. Ungezupfte Augenbrauen unter Fasson-, Topf- oder Sechs-Euro-fuffzig-Frisuren.

Heute gehen sie häufiger zum Friseur, tragen keine Trikots mehr, die von Schneidern genäht wurden, die im Hauptberuf Metzger waren. Nach dem Spiel tauschen sie ihre Sportklamotten gegen Ausgehanzüge der Haute Couture.

Trainer und ihr Stil

Auf den Trainerbänken haben inzwischen elegant gekleidete Männer wie Pep Guardiola, Roberto Mancini und Joachim Löw Standards gesetzt. Eng geschnittene Anzüge und taillierte Hemden zeugen von einem neuen Stilempfinden jenseits der Sportklamotten. Schickes Aussehen war aber nicht immer oberstes Gebot an der Außenlinie.

Die Entwicklung geht weiter

In Wahrheit zeichnen sich auch heute viele Fußballer durch einen ganz besonderen Style aus, der schon in wenigen Jahren für hämische Lacher unserer Kinder und Enkel sorgen wird.

Die Frisuren der Fußballer sind ein Spiegelbild der jeweiligen Zeit und ein Ausdruck von Individualität und Stil. Von Günter Netzer bis zu den heutigen Stars - die Fußballwelt bleibt modisch vielfältig und überraschend.

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