Fettiger Haaransatz: Ursachen und schnelle Hilfe

Wer fettige Haare hat, wirkt schnell ungepflegt. Doch meist ist mangelnde Hygiene keineswegs der Grund dafür. Extrem fettiges Haar lässt sich auch von täglichem Waschen nicht beeindrucken. Oft werden die Haare sogar direkt nach dem Waschen wieder fettig und strähnig.

Die ultimative Lösung gegen fettige Haare: So wirst du es los! ❌💦

Was tun gegen fettige Haare?

Betroffene leiden häufig stark unter fettigen Haaren und stellen sich mitunter die Frage: Was tun gegen fettige Haare? Wir haben einige Methoden zusammengestellt, die die Haare wieder frisch aussehen lassen - zum Teil auch ohne waschen:

  • Verwenden Sie für die Haarwäsche lauwarmes Wasser und ein mildes, entfettendes Shampoo.
  • Gegen fettige Haare stellen Kräuterextrakte wie Rosmarin, Kamille, Schachtelhalm oder Schafgarbe eine schnelle Hilfe dar. Diese reduzieren die Fettbildung und wirken beruhigend auf die Kopfhaut.
  • Wenn Sie Kuren und Spülungen benutzen, geben Sie diese nur in die Spitzen und nicht direkt auf den Haaransatz.
  • Rubbeln Sie Ihre Haare nicht zu stark trocken, sondern drücken Sie sie nur sanft aus. Denn auch das Rubbeln kann die Talgproduktion anregen.
  • Föhnen Sie nicht mit heißer Temperatur und nur mit Abstand. Im Optimalfall lassen Sie Ihre Haare lufttrocknen.
  • Bürsten und kämmen Sie Ihre Haare nicht zu häufig, da Sie dabei das Fett von der Kopfhaut in den Haaren verteilen.
  • Bei sehr fettigen Haaren und/oder einer juckenden Kopfhaut, die mitunter zu Haarausfall führt, ist eine Pilzinfektion (Tinea capitis) genannt, möglicher Auslöser. Es eignen sich spezielle Produkte mit antibakteriellen und antimykotischen Wirkstoffen. Lassen Sie von einer Dermatologin zuvor abklären, ob eine solche Infektion bei Ihnen vorliegt.
  • Manche Mittel gegen fettiges Haar enthalten Teere, Salicylate oder Schwefel. Nutzen Sie diese Produkte nur vorübergehend.
  • Greifen Sie nicht ständig in Ihr Haar. Die Haut an den Händen enthält alle möglichen Arten von Ölen, Schmutz und Keimen, die Sie an das Haar abgeben. Das lässt Ihr Haar insgesamt schneller fetten.
  • Ein weiterer Tipp gegen richtig fettige Haare ist Trockenshampoo. Wenn Sie das Produkt vor dem Schlafengehen anwenden, saugen die Puderpartikel das Öl über die Nacht auf und Ihr Haar ist morgens weniger strähnig.

Welche Ursachen führen zu fettigen Haaren?

Warum werden Haare fettig und was kann man dagegen machen? Fettiges Haar entsteht, wenn die Talgdrüsen in den Haarwurzeln zu viel Fett produzieren. Dieser lässt die Haare schnell strähnig aussehen. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Fettige Haare sind prinzipiell gesund sowohl für die Struktur des Haares als auch für die Kopfhaut. Produzieren die Talgdrüsen aber übermäßig viel Fett, so stecken möglicherweise unterschiedliche Ursachen dahinter.

Falsche Ernährung

Meiden Sie Lebensmittel, die die Talgproduktion anregen. Schlechte Ernährung mit beispielsweise zu viel Zucker, Fett und raffinierten Kohlenhydraten steht in direktem Zusammenhang, fettiges Haar auszulösen. Das zeigt mitunter eine japanische Studie an Mäusen. Weitere Forschung auf diesem Gebiet ist nötig. Essen Sie statt Fast-Food oder stark verarbeiteten Lebensmitteln lieber komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte, frisches Gemüse und Obst.

Auf diese Weise verhindern Sie auch einen Vitaminmangel, der in der Folge zwar weniger mit fettigem Haar als viel mehr mit Haarausfall in Verbindung steht. Achten Sie darauf, genügend Vitamin D zu bekommen. Dieses „Sonnenvitamin“, wie es oft bezeichnet wird, bildet der Körper maßgeblich mithilfe von Sonnenlicht. Zwar erzeugt ein Mangel an Vitamin D kein fettiges Haar. Der Körper benötigt es jedoch umso mehr für ein gesundes Haarwachstum.

Falsche Hygiene

Reinigen Sie Ihre Haarbürste von Zeit zu Zeit, da sich dort sonst Dreck und alter Talg absetzen. Wenn Sie frisch gewaschene Haare damit kämmen, erscheinen sie anschließend möglicherweise wieder fettig. Verwenden Sie Pflege- und Styling-Produkte nur sehr sparsam. Vergessen Sie außerdem nicht, Ihren Kissenbezug regelmäßig zu waschen - am besten wöchentlich. Rückstände von Make-up, Cremes oder Schweiß begünstigen fettiges Haar.

Stress

Studien zeigen, dass Stress einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Haut nimmt und mitunter auch für eine ölige Kopfhaut verantwortlich ist. Unter Stress schüttet der Körper vermehrt Cortisol aus. Dieses aktiviert die Sebozyten, das sind jene Zellen, die den Talg produzieren.

Hormone

Sie fragen sich, warum werden meine Haare so schnell fettig? Weibliche wie auch männliche Hormone nehmen Einfluss auf die Talgproduktion. Androgene, das sind die männlichen Sexualhormone, regen die Produktion der Talg produzierenden Drüsen an, während weibliche Geschlechtshormone, etwa Östrogen, das Gegenteil bewirken. Hormonelle Schwankungen wie in der Schwangerschaft, Pubertät oder auch innerhalb des weiblichen Zyklus, erzeugen dann mitunter fettiges Haar.

Viele Frauen, die mit der Pille verhüten und diese absetzen, beklagen, dass ihre Haare plötzlich schneller fetten als zuvor. Auch das liegt an der hormonellen Veränderung und der daraus resultierenden erhöhten Talg-Produktion.

Genetische Ursachen

Wenn die Haare jeden Tag fettig werden, sind vielleicht die Gene schuld. Erblich bedingte Faktoren führen dazu, dass bei einigen Menschen von Natur aus mehr Öl produziert wird als bei anderen, da deren Talgdrüsen besonders aktiv arbeiten.

Einnahme von Medikamenten

Sie waschen Ihre Haare und spätestens nach einem Tag fühlen diese sich schon wieder fettig an? Das könnte auch an Medikamenten liegen, die Sie einnehmen - darunter vor allem Hormonpräparate. Bei Unsicherheiten holen Sie sich dazu am besten ärztlichen Rat ein.

Erhöhte Schweißproduktion

Bei der Verbreitung des Talgs spielen auch die Schweißdrüsen eine Rolle. Je höher die Schweißproduktion ist, desto flüssiger wird der Talg. Er verteilt sich dadurch leichter über die jeweilige Hautpartie und die Haare sind gefühlt immer fettig.

Welche Hausmittel helfen gegen fettige Haare?

Ihre Haare fetten schnell? Sie möchten dies gern auf natürliche Weise ändern? Probieren Sie die folgenden Hausmittel aus - einige davon helfen sogar, ohne dass Sie Ihre Haare zuvor extra waschen müssen.

  • Babypuder: Soforthilfe leistet Babypuder, denn er saugt den überschüssigen Talg auf. Geben Sie hierzu etwas von dem Produkt auf Ihre Kopfhaut sowie den Haaransatz und klopfen Sie es sanft ein. Bürsten Sie anschließend das überschüssige Puder wieder aus dem Haar. Auf diese Weise lässt sich ein fettiger Haaransatz vorübergehend wirksam loswerden.
  • Olivenöl: Auch wenn es widersprüchlich klingt: Bei fettigen Haaren hilft eine Kur mit Olivenöl, da dieses die Talgdrüsen beruhigt und diese weniger Öl produzieren. Dieses Hausmittel ist auch dann von Vorteil, wenn Sie unter juckender oder trockener Kopfhaut leiden. Massieren Sie das Olivenöl in die Kopfhaut ein, kämmen Sie nach zehn Minuten die Haare durch und waschen Sie das Öl anschließend gründlich aus.
  • Apfelessig: Wird Ihr Haar nach dem Waschen schnell wieder fettig - mitunter auch am Hinterkopf? Probieren Sie es mit Apfelessig, denn auch dieser hilft gegen fettige Haare. Die selbst zubereitete Kräuteressigspülung reinigt die Kopfhaut gründlich. Sie benötigen dazu jeweils einen Esslöffel Pfefferminze, Lavendel, Wacholderbeeren und 250 Milliliter Apfelessig. Legen Sie die Beeren und die Kräuter zwei Wochen im Essig ein. Seihen Sie die Flüssigkeit danach ab und füllen Sie alles in eine Flasche. Geben Sie einen Esslöffel von der Spülung zu 250 Millilitern Wasser und spülen Sie Ihr Haar nach dem Waschen damit.
  • Backpulver: Manche Menschen schwören auf Backpulver im Kampf gegen fettige Strähnen. Aus einem Esslöffel Backpulver und drei Esslöffeln Wasser entsteht eine alkalische Mischung, die gut überschüssigen Talg aufsaugt. Nach dem Auftragen der Paste auswaschen nicht vergessen.

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Weitere Tipps und Tricks gegen fettiges Haar

Das Wichtigste für Dich: Finde heraus, warum Dein Haar so schnell fettig wird. Wäschst Du Deine Haare zu oft? Sie gewöhnen sich schnell an einen Rhythmus und produzieren überschüssigen Talg, wenn Du sie öfter wäschst. Versuche, nach und nach die Abstände zwischen den Haarwäschen zu vergrößern und Deine Pflegeroutine anzupassen.

Weiterhin solltest Du folgende Tipps beachten:

  • Vermeide häufiges Waschen: Wasche Deine Haare ein- bis zweimal pro Woche und nur mit lauwarmem Wasser, denn zu heißes Wasser regt die Talgdrüsen an. Wasche Deine Haare am besten auch morgens, statt abends vor dem Schlafengehen, da die Talgdrüsen besonders nachts arbeiten.
  • Setze auf die richtige Haarpflege: Verwende Pflegeprodukte und milde Shampoos, die zu Deinem Haartypen passen und nicht extra ölig sind.
  • Lass Dir beim Waschen Zeit: Verwende für Deine Haarwäsche ein mildes Shampoo und massiere dies gründlich und sanft ein, um Deine Kopfhaut vollständig zu säubern - Deine Kopfhaut wird es Dir danken. Als Faustregel gilt: Shampooniere Deine Haare für eine Minute. Für eine intensive Reinigung lasse das Shampoo kurz einwirken und spüle es dann gut aus. Achte darauf, Deine Kopfhaut beim Shampoonieren nicht zu kräftig zu massieren, da dies die Talgproduktion zusätzlich anregen kann.
  • Stelle den Föhn auf eine niedrige Stufe: Achte darauf, nur bei niedrigster Temperatur zu föhnen, um Haarschäden zu vermeiden. Achte zudem auf 30 cm Abstand zu Deinem Haar.
  • Bürsten reinigen: Dieser Schritt wird oftmals vernachlässigt. Achte darauf, Deine Bürsten und Kämme regelmäßig, im Idealfall einmal die Woche, mit einem milden Shampoo zu reinigen, um Talgablagerungen und Rückstände von Styling-Produkten zu entfernen.
  • Styling-Tools reinigen: Auch Deine Styling-Tools solltest Du vor jeder Verwendung von Rückständen befreien.
  • Haare nicht zu häufig bürsten: Zu häufiges Bürsten und Kämmen verteilt das Fett von der Kopfhaut in die Haarlängen. Greife Dir zudem im Alltag nicht häufig ins Haar, da dies die Haare schneller fetten lässt.
  • Verwende Trockenshampoo: Dieses Produkt ist Dein Freund und Helfer für zwischendurch, um den Haarwaschtag etwas hinauszuzögern und neue Frische am Ansatz zu schaffen. Als kleiner Extratipp: Verwende das Trockenshampoo abends vor dem Schlafengehen. Am nächsten Morgen kämmst Du Deine Haare gut durch und hast direkt eine frische Mähne.

5 effektive Hausmittel gegen fettige Haare

Das wohl gängigste Mittel, um Deine fettige Mähne in den Griff zu bekommen, ist Trockenshampoo. Doch was machst Du, wenn mal kein Trockenshampoo griffbereit ist? Wir stellen Dir weitere wirkungsvolle Hausmittel vor, die ein klassisches Trockenshampoo ersetzen:

  • Babypuder: Entfernt überschüssiges Fett von der Kopfhaut und sorgt dafür, dass Dein Haar nicht mehr so strähnig aussieht. Gib etwas davon auf Deinen Haaransatz und massiere es sanft mit einem Handtuch ein. Kämme Dein Haar anschließend gut durch.
  • Mehl: Mehl haben wahrscheinlich noch mehr Menschen zu Hause und funktioniert genauso wie Babypuder.
  • Kakaopulver: Falls Du eine dunkle Mähne hast, sind die oben genannten Optionen eher nichts für Dich, da sie weiße Rückstände hinterlassen. Verwende stattdessen zuckerfreies Kakaopulver, da es farblich besser zu Deinem Haar passt.
  • Kamillentee: Kamille hat eine beruhigende Wirkung und ist daher perfekt für eine gestresste Kopfhaut geeignet. Gieße dafür eine Kanne Kamillentee auf und lass ihn ziehen, bis er nur noch lauwarm ist. Spüle damit Deine Haare aus, lass das ganze 10 bis 15 Minuten einwirken und wasche am Ende alles mit Wasser aus.
  • Heilerde: Eine Heilerde-Kur bewirkt bei regelmäßiger Anwendung wahre Wunder. Heilerde besteht aus fein gemahlenem Ton und wird mit etwas Wasser zu einem Brei angerührt. Diesen verteilst Du dann einfach auf Deiner Kopfhaut und lässt ihn ca. 20 Minuten einwirken. Die Heilerde wirkt ähnlich wie Löschpapier und saugt das Fett auf, sodass die Haare nicht mehr so schnell nachfetten.

Fettige Haare verstecken: Accessoires als Hingucker

Nicht nur mit Hausmitteln, sondern auch mit Accessoires kannst Du Deine fettige Mähne kaschieren.

Um Deinen fettigen Ansatz zu verstecken, gibt es Kopfbedeckungen, die nicht nur stylish aussehen, sondern auch ihren Zweck erfüllen. Gerade im Sommer ist eine Kappe nicht nur als Sonnenschutz geeignet. Aber Achtung: Deine Kopfhaut braucht Luft, ansonsten fetten Deine Haare immer schnell nach! Trage Deine Kopfbedeckung also nicht den ganzen Tag über.

Eine weitere Möglichkeit für ein stylishes Accessoire sind Zopfhaarbänder. Diese eignen sich zu allen Jahreszeiten. Es kaschiert zudem hervorragend einen fettigen Ansatz. Kleiner Tipp: Damit das Haarband an Ort und Stelle bleibt, kannst Du es ganz einfach mit ein paar Klammern und Haarspray fixieren.

5 einfache Frisuren bei fettigen Haaren

Für jeden Anlass gibt es die perfekte stylishe Frisur, deshalb haben wir für Dich unsere Top 5 Frisuren zusammengestellt, um Deiner fettigen Haarpracht den Kampf anzusagen:

  • Sleek Bun: Bei dieser aktuellen Trendfrisur greifst Du zu Haargel und stylst Deine Haare damit zu einem strengen Dutt zusammen.
  • Ponytail/Pferdeschwanz: Ein ganz einfacher Zopf kann auch schon Abhilfe verschaffen. Hierbei ist wichtig, dass die Haare nach hinten gekämmt werden, sodass der Scheitel nicht mehr erkennbar ist.
  • Wet Look: Der Wet Look ist vielleicht nicht komplett alltagstauglich, eignet sich trotzdem gut, um fettige Strähnen zu überdecken. Dabei trägst Du Deine Haare offen und stylst sie einfach mit etwas Gel nach hinten.
  • Half Bun/Halbzopf: Der Halbzopf ist einer der beliebtesten Styles, um fettige Haare zu verbergen, da Du Deine Mähne trotzdem noch offen tragen kannst. Für einen Half-Updo teilst Du Deine obere Haarpartie einfach ab und bindest sie zu einem kleinen Zopf oder Dutt zusammen.
  • Braids: Hierbei sind Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Am besten eignet sich der Bauernzopf, um Deinen Haaransatz zu kaschieren. Alle anderen Flechtfrisuren sind natürlich auch erlaubt.

Generell sind Stylings mit Mittel- und Seitenscheitel praktischer, um Deinen fettigen Ansatz schnell zu kaschieren. Frisuren mit Pony bieten sich bei schnell fettenden Haaren wiederum weniger an.

Mit Sicherheit ist auch für Dich die passende Frisur dabei. Für mehr Halt und um den fettigen Ansatz besser zu kaschieren, eignet sich Haarspray oder Gel!

Haare ausfetten lassen: So funktioniert der Trend

Bei dem Versuch, die Haare ausfetten zu lassen, werden die Haare - obwohl sie fettig sind - erst zu einem späteren Zeitpunkt als gewöhnlich gewaschen, sprich mit größerem Zeitabstand. Dabei empfehlen manche Quellen einen genauen Zeitabstand von beispielsweise 5 Tagen, andere von gar mehreren Wochen und wieder andere verbieten auch gänzlich die Anwendung von Shampoo. Die gemeinsame Idee aller Methoden ist, die Haare an selteneres Waschen zu gewöhnen und dadurch zu erreichen, dass sich die Talgproduktion an den neuen Waschrhythmus anpasst.

Das Wichtigste vorweg: Aus dermatologischer Sicht ist eindringlich davon abzuraten, die Haare gar nicht mehr zu waschen. Es steht vielmehr zur Diskussion, ob zumindest selteneres Waschen bei fettigen Haaren helfen kann.

Welche positiven Wirkungen hat es, die Haare ausfetten zu lassen?

Eine seltenere Haarwäsche kann durchaus positive Effekte haben. Eine optimale Häufigkeit oder Rhythmus lässt sich nicht vorhersagen oder verallgemeinern. Tatsache ist jedoch, dass zumindest eine tägliche Haarwäsche nur in absoluten Ausnahmefällen notwendig ist. Zu häufiges Haarewaschen kann nämlich die Kopfhaut reizen und austrocknen. Wer zusätzlich zu einem aggressiven Shampoo greift, kann der Kopfhaut durch längere Waschpausen daher etwas Gutes tun. Angegriffene Kopfhaut hat dann die Möglichkeit, sich zu beruhigen und regenerieren. Wie bereits erklärt, hat Talg immerhin auch eine schützende Funktion und kann dabei helfen, die Hautbarriere zu reparieren. Eine gestärkte, ausgeglichene Kopfhaut kann dann wiederum (bis zu einem gewissen Grad) zu einer Verminderung der Talgproduktion beitragen. Einen Einfluss auf den Hormonstatus hat der Waschrhythmus allerdings nicht. Ist die Ursache für fettige Haare also ein hormonelles Ungleichgewicht, kann sich zwar eventuell trotzdem eine leichte Verbesserung zeigen, ist aber letztlich keine große Wirkung zu erwarten.

Welche negativen Wirkungen hat es, die Haare ausfetten zu lassen?

Nicht jede*r profitiert von dem Versuch, die Haare ausfetten zu lassen. Ganz im Gegenteil können dabei auch Probleme auftreten. Wenn sich durch die seltenere Haarwäsche nämlich Dreck, Schmutz, Schweiß oder Stylingprodukte (z.B. Haarspray) auf der Kopfhaut ansammeln, kann es zu Hautirritationen kommen. Klingt logisch - Du würdest ja auch nicht auf die Idee kommen, dauerhaft mit Make-Up ins Bett zu gehen, oder? Bei dem Selbstexperiment, die Haare ausfetten zu lassen, solltest Du dementsprechend darauf achten, dass Deine Haare so sauber wie möglich bleiben, u. a. indem Du auf den täglichen Gebrauch von Haarspray & Co. verzichtest. Das ist allerdings gar nicht so leicht, denn wer regelmäßig Sport treibt, hat es hier schon schwer. Neben Hautreizungen und -irritationen können außerdem auch Infektionen oder Ekzeme auftreten. Auf fettiger Kopfhaut fühlen sich bestimmte Pilze und Bakterien nämlich besonders wohl. Das seborrhoische Ekzem wird beispielsweise durch eine Überbesiedlung mit Hefepilzen verursacht, die sich von Talg auf der Kopfhaut ernähren. Bei typischen Anzeichen für ein Ekzem oder eine Entzündung, wie plötzlicher Juckreiz und Schuppungen der Kopfhaut, solltest Du das Experiment „Haare ausfetten“ abbrechen.

Für wen der Selbstversuch (nicht) geeignet ist …

Die Methode, die Haare ausfetten zu lassen, wird gleichermaßen angepriesen und verteufelt. Nicht umsonst finden sich völlig unterschiedliche Erfahrungsberichte in den Medien. Da die Methode wenig Aufwand erfordert und leicht auszuprobieren ist, ist sie für viele - aber längst nicht jede*n - einen Versuch wert. Wenn Du feststellst, dass eine seltenere Haarwäsche Deinen Haaren nicht schadet oder bestenfalls sogar guttut, sparst Du immerhin auch an Zeit, Nerven und Wasser. Es gibt jedoch einige gute Gründe, die gegen die Methode sprechen. Vor allem, wenn Du in Vergangenheit schon einmal ein Ekzem, Ausschlag, Schuppen oder eine Infektion der Kopfhaut hattest, ist das Risiko von unerwünschten Hautreaktionen hoch. Ist die Kopfhaut einmal angegriffen, kann es bis zu Wochen dauern, bis sie sich wieder erholt hat. In diesem Fall empfehlen wir Dir stattdessen, zunächst die Ursache Deiner fettigen Haare abzuklären, sodass eine für Dich geeignete Behandlung und entsprechende Pflegeprodukte bestimmt werden können.

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