Wer fettige Haare hat, wirkt schnell ungepflegt. Doch meist ist mangelnde Hygiene keineswegs der Grund dafür. Extrem fettiges Haar lässt sich auch von täglichem Waschen nicht beeindrucken. Oft werden die Haare sogar direkt nach dem Waschen wieder fettig und strähnig.
Betroffene leiden häufig stark unter fettigen Haaren und stellen sich mitunter die Frage: Was tun gegen fettige Haare? Wir haben einige Methoden zusammengestellt, die die Haare wieder frisch aussehen lassen - zum Teil auch ohne waschen:
Warum werden Haare fettig und was kann man dagegen machen? Fettiges Haar entsteht, wenn die Talgdrüsen in den Haarwurzeln zu viel Fett produzieren. Dieser lässt die Haare schnell strähnig aussehen. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Fettige Haare sind prinzipiell gesund sowohl für die Struktur des Haares als auch für die Kopfhaut. Produzieren die Talgdrüsen aber übermäßig viel Fett, so stecken möglicherweise unterschiedliche Ursachen dahinter.
Meiden Sie Lebensmittel, die die Talgproduktion anregen. Schlechte Ernährung mit beispielsweise zu viel Zucker, Fett und raffinierten Kohlenhydraten steht in direktem Zusammenhang, fettiges Haar auszulösen. Das zeigt mitunter eine japanische Studie an Mäusen. Weitere Forschung auf diesem Gebiet ist nötig. Essen Sie statt Fast-Food oder stark verarbeiteten Lebensmitteln lieber komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte, frisches Gemüse und Obst.
Auf diese Weise verhindern Sie auch einen Vitaminmangel, der in der Folge zwar weniger mit fettigem Haar als viel mehr mit Haarausfall in Verbindung steht. Achten Sie darauf, genügend Vitamin D zu bekommen. Dieses „Sonnenvitamin“, wie es oft bezeichnet wird, bildet der Körper maßgeblich mithilfe von Sonnenlicht. Zwar erzeugt ein Mangel an Vitamin D kein fettiges Haar. Der Körper benötigt es jedoch umso mehr für ein gesundes Haarwachstum.
Reinigen Sie Ihre Haarbürste von Zeit zu Zeit, da sich dort sonst Dreck und alter Talg absetzen. Wenn Sie frisch gewaschene Haare damit kämmen, erscheinen sie anschließend möglicherweise wieder fettig. Verwenden Sie Pflege- und Styling-Produkte nur sehr sparsam. Vergessen Sie außerdem nicht, Ihren Kissenbezug regelmäßig zu waschen - am besten wöchentlich. Rückstände von Make-up, Cremes oder Schweiß begünstigen fettiges Haar.
Studien zeigen, dass Stress einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Haut nimmt und mitunter auch für eine ölige Kopfhaut verantwortlich ist. Unter Stress schüttet der Körper vermehrt Cortisol aus. Dieses aktiviert die Sebozyten, das sind jene Zellen, die den Talg produzieren.
Sie fragen sich, warum werden meine Haare so schnell fettig? Weibliche wie auch männliche Hormone nehmen Einfluss auf die Talgproduktion. Androgene, das sind die männlichen Sexualhormone, regen die Produktion der Talg produzierenden Drüsen an, während weibliche Geschlechtshormone, etwa Östrogen, das Gegenteil bewirken. Hormonelle Schwankungen wie in der Schwangerschaft, Pubertät oder auch innerhalb des weiblichen Zyklus, erzeugen dann mitunter fettiges Haar.
Viele Frauen, die mit der Pille verhüten und diese absetzen, beklagen, dass ihre Haare plötzlich schneller fetten als zuvor. Auch das liegt an der hormonellen Veränderung und der daraus resultierenden erhöhten Talg-Produktion.
Wenn die Haare jeden Tag fettig werden, sind vielleicht die Gene schuld. Erblich bedingte Faktoren führen dazu, dass bei einigen Menschen von Natur aus mehr Öl produziert wird als bei anderen, da deren Talgdrüsen besonders aktiv arbeiten.
Sie waschen Ihre Haare und spätestens nach einem Tag fühlen diese sich schon wieder fettig an? Das könnte auch an Medikamenten liegen, die Sie einnehmen - darunter vor allem Hormonpräparate. Bei Unsicherheiten holen Sie sich dazu am besten ärztlichen Rat ein.
Bei der Verbreitung des Talgs spielen auch die Schweißdrüsen eine Rolle. Je höher die Schweißproduktion ist, desto flüssiger wird der Talg. Er verteilt sich dadurch leichter über die jeweilige Hautpartie und die Haare sind gefühlt immer fettig.
Ihre Haare fetten schnell? Sie möchten dies gern auf natürliche Weise ändern? Probieren Sie die folgenden Hausmittel aus - einige davon helfen sogar, ohne dass Sie Ihre Haare zuvor extra waschen müssen.
Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.
Das Wichtigste für Dich: Finde heraus, warum Dein Haar so schnell fettig wird. Wäschst Du Deine Haare zu oft? Sie gewöhnen sich schnell an einen Rhythmus und produzieren überschüssigen Talg, wenn Du sie öfter wäschst. Versuche, nach und nach die Abstände zwischen den Haarwäschen zu vergrößern und Deine Pflegeroutine anzupassen.
Weiterhin solltest Du folgende Tipps beachten:
Das wohl gängigste Mittel, um Deine fettige Mähne in den Griff zu bekommen, ist Trockenshampoo. Doch was machst Du, wenn mal kein Trockenshampoo griffbereit ist? Wir stellen Dir weitere wirkungsvolle Hausmittel vor, die ein klassisches Trockenshampoo ersetzen:
Nicht nur mit Hausmitteln, sondern auch mit Accessoires kannst Du Deine fettige Mähne kaschieren.
Um Deinen fettigen Ansatz zu verstecken, gibt es Kopfbedeckungen, die nicht nur stylish aussehen, sondern auch ihren Zweck erfüllen. Gerade im Sommer ist eine Kappe nicht nur als Sonnenschutz geeignet. Aber Achtung: Deine Kopfhaut braucht Luft, ansonsten fetten Deine Haare immer schnell nach! Trage Deine Kopfbedeckung also nicht den ganzen Tag über.
Eine weitere Möglichkeit für ein stylishes Accessoire sind Zopfhaarbänder. Diese eignen sich zu allen Jahreszeiten. Es kaschiert zudem hervorragend einen fettigen Ansatz. Kleiner Tipp: Damit das Haarband an Ort und Stelle bleibt, kannst Du es ganz einfach mit ein paar Klammern und Haarspray fixieren.
Für jeden Anlass gibt es die perfekte stylishe Frisur, deshalb haben wir für Dich unsere Top 5 Frisuren zusammengestellt, um Deiner fettigen Haarpracht den Kampf anzusagen:
Generell sind Stylings mit Mittel- und Seitenscheitel praktischer, um Deinen fettigen Ansatz schnell zu kaschieren. Frisuren mit Pony bieten sich bei schnell fettenden Haaren wiederum weniger an.
Mit Sicherheit ist auch für Dich die passende Frisur dabei. Für mehr Halt und um den fettigen Ansatz besser zu kaschieren, eignet sich Haarspray oder Gel!
Bei dem Versuch, die Haare ausfetten zu lassen, werden die Haare - obwohl sie fettig sind - erst zu einem späteren Zeitpunkt als gewöhnlich gewaschen, sprich mit größerem Zeitabstand. Dabei empfehlen manche Quellen einen genauen Zeitabstand von beispielsweise 5 Tagen, andere von gar mehreren Wochen und wieder andere verbieten auch gänzlich die Anwendung von Shampoo. Die gemeinsame Idee aller Methoden ist, die Haare an selteneres Waschen zu gewöhnen und dadurch zu erreichen, dass sich die Talgproduktion an den neuen Waschrhythmus anpasst.
Das Wichtigste vorweg: Aus dermatologischer Sicht ist eindringlich davon abzuraten, die Haare gar nicht mehr zu waschen. Es steht vielmehr zur Diskussion, ob zumindest selteneres Waschen bei fettigen Haaren helfen kann.
Eine seltenere Haarwäsche kann durchaus positive Effekte haben. Eine optimale Häufigkeit oder Rhythmus lässt sich nicht vorhersagen oder verallgemeinern. Tatsache ist jedoch, dass zumindest eine tägliche Haarwäsche nur in absoluten Ausnahmefällen notwendig ist. Zu häufiges Haarewaschen kann nämlich die Kopfhaut reizen und austrocknen. Wer zusätzlich zu einem aggressiven Shampoo greift, kann der Kopfhaut durch längere Waschpausen daher etwas Gutes tun. Angegriffene Kopfhaut hat dann die Möglichkeit, sich zu beruhigen und regenerieren. Wie bereits erklärt, hat Talg immerhin auch eine schützende Funktion und kann dabei helfen, die Hautbarriere zu reparieren. Eine gestärkte, ausgeglichene Kopfhaut kann dann wiederum (bis zu einem gewissen Grad) zu einer Verminderung der Talgproduktion beitragen. Einen Einfluss auf den Hormonstatus hat der Waschrhythmus allerdings nicht. Ist die Ursache für fettige Haare also ein hormonelles Ungleichgewicht, kann sich zwar eventuell trotzdem eine leichte Verbesserung zeigen, ist aber letztlich keine große Wirkung zu erwarten.
Nicht jede*r profitiert von dem Versuch, die Haare ausfetten zu lassen. Ganz im Gegenteil können dabei auch Probleme auftreten. Wenn sich durch die seltenere Haarwäsche nämlich Dreck, Schmutz, Schweiß oder Stylingprodukte (z.B. Haarspray) auf der Kopfhaut ansammeln, kann es zu Hautirritationen kommen. Klingt logisch - Du würdest ja auch nicht auf die Idee kommen, dauerhaft mit Make-Up ins Bett zu gehen, oder? Bei dem Selbstexperiment, die Haare ausfetten zu lassen, solltest Du dementsprechend darauf achten, dass Deine Haare so sauber wie möglich bleiben, u. a. indem Du auf den täglichen Gebrauch von Haarspray & Co. verzichtest. Das ist allerdings gar nicht so leicht, denn wer regelmäßig Sport treibt, hat es hier schon schwer. Neben Hautreizungen und -irritationen können außerdem auch Infektionen oder Ekzeme auftreten. Auf fettiger Kopfhaut fühlen sich bestimmte Pilze und Bakterien nämlich besonders wohl. Das seborrhoische Ekzem wird beispielsweise durch eine Überbesiedlung mit Hefepilzen verursacht, die sich von Talg auf der Kopfhaut ernähren. Bei typischen Anzeichen für ein Ekzem oder eine Entzündung, wie plötzlicher Juckreiz und Schuppungen der Kopfhaut, solltest Du das Experiment „Haare ausfetten“ abbrechen.
Die Methode, die Haare ausfetten zu lassen, wird gleichermaßen angepriesen und verteufelt. Nicht umsonst finden sich völlig unterschiedliche Erfahrungsberichte in den Medien. Da die Methode wenig Aufwand erfordert und leicht auszuprobieren ist, ist sie für viele - aber längst nicht jede*n - einen Versuch wert. Wenn Du feststellst, dass eine seltenere Haarwäsche Deinen Haaren nicht schadet oder bestenfalls sogar guttut, sparst Du immerhin auch an Zeit, Nerven und Wasser. Es gibt jedoch einige gute Gründe, die gegen die Methode sprechen. Vor allem, wenn Du in Vergangenheit schon einmal ein Ekzem, Ausschlag, Schuppen oder eine Infektion der Kopfhaut hattest, ist das Risiko von unerwünschten Hautreaktionen hoch. Ist die Kopfhaut einmal angegriffen, kann es bis zu Wochen dauern, bis sie sich wieder erholt hat. In diesem Fall empfehlen wir Dir stattdessen, zunächst die Ursache Deiner fettigen Haare abzuklären, sodass eine für Dich geeignete Behandlung und entsprechende Pflegeprodukte bestimmt werden können.
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