Warum werden Haare grau? Ursachen und was wirklich hilft

Graue Haare sind ein natürlicher Bestandteil des Alterungsprozesses. Während die einen bereits in ihren Zwanzigern die ersten silbernen Strähnen entdecken, bleiben andere bis in ihre Fünfziger von diesem natürlichen Alterungsprozess verschont. Dieser Prozess wirft viele Fragen auf: Warum ergrauen manche Menschen früher als andere? Was sind die Ursachen für das Ergrauen unserer Haare?

Um das Phänomen grauer Haare ranken sich seit jeher zahlreiche Mythen und Aberglauben. In vielen Kulturen gelten graue Haare als Zeichen von Weisheit und Erfahrung, in anderen als Vorboten von Alter und körperlichem Verfall. Die moderne Forschung hat jedoch gezeigt, dass das Ergrauen der Haare ein komplexer biologischer Prozess ist, der von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird, darunter Genetik, Umweltfaktoren und sogar Stress.

Die Biologie der Haarfarbe

Unsere Haarfarbe ist nicht nur ein ästhetisches Merkmal, sondern auch ein faszinierendes Ergebnis biologischer Prozesse und genetischer Faktoren. Die Farbe unseres Haares wird durch Pigmente bestimmt, die Melanine genannt werden. Diese Melanine werden von spezialisierten Zellen, den Melanozyten, produziert, die sich in den Haarfollikeln befinden.

Es gibt zwei Haupttypen von Melanin: Eumelanin, das für schwarze und braune Haare verantwortlich ist, und Phäomelanin, das für rote und blonde Haare verantwortlich ist. Mehrere Gene sind daran beteiligt, wie viel und welche Art von Melanin in unserem Haar produziert wird. Zum Beispiel führt eine höhere Konzentration von Eumelanin zu dunkleren Haarfarben, während eine höhere Konzentration von Phäomelanin zu roten oder blonden Haarfarben führt.

Verantwortlich für die Farbe unserer Haare ist das Pigment Melanin. Der farbgebende Stoff sorgt dafür, dass die Mähne schwarz, braun, blond oder rot leuchtet. Er wird in den pigmentbildenden Zellen im Haarbalg, den sogenannten Melanozyten, produziert. Mit zunehmendem Alter lässt die Aktivität der Melanozyten nach. Schließlich lösen sie sich mit dem Haar zusammen von der Haarwurzel ab.

Mit der Zeit verlieren diese Zellen ihre Fähigkeit, effizient zu arbeiten, was zu einem Rückgang der Melaninproduktion führt. Die Folge: Es wachsen nur noch farblose Haare nach. Genau genommen wird unser Haar also nicht grau, sondern weiß. Weißes Haar ist das Resultat davon, dass die Melanozyten die Produktion des Farbpigments vollständig eingestellt haben. Übrigens: Weißes Haar gibt es so gesehen gar nicht. Es erscheint nur weiß, weil es durch den Mangel an Melanin das Licht reflektiert.

Melanin wird in speziellen Zellen der Haarwurzel gebildet. Mit zunehmendem Alter produziert die Haarwurzel immer weniger davon und irgendwann stellt sie die Melaninproduktion ganz ein.

Graue Haare sind tatsächlich nur eine optische Täuschung. Einzelne graue Haare gibt es an sich gar nicht, denn sobald die Haarwurzel keine Pigmente mehr produziert, sind Haare farblos und erscheinen weiß. Anstelle der Pigmente werden nämlich winzige Sauerstoffbläschen im Haar eingelagert. Diese Bläschen streuen das Licht; dadurch sehen Haare weiß aus.

Wie entstehen graue Haare? | Die Maus | WDR

Faktoren, die das Ergrauen beeinflussen

Die Frage „Warum bekommt man graue Haare?“ gehen Wissenschaftler auf der ganzen Welt nach. Ihre Forschungen zeigen, dass der Alterungsprozess nicht die einzige Ursache für graue Haare ist. Auch krankheitsbedingte Störungen in der Pigmentproduktion verwandeln blond, schwarz oder braun in grau. Außerdem spielen die folgenden Faktoren eine Rolle:

  • Hormonelle Veränderungen
  • Genetische Veranlagung
  • Schilddrüsen-Erkrankungen
  • Stress
  • Mineralstoff- oder Vitaminmangel (zum Beispiel Eisenmangel)
  • übermäßiger Alkohol- oder Nikotinkonsum

Woher graue Haare kommen, lässt sich also nicht eindeutig beantworten. Insgesamt begünstigen alle genannten Faktoren das Ergrauen der Haare. Sie haben zudem Einfluss auf den Zeitpunkt, also ab wann man graue Haare bekommt.

Die meisten Menschen bekommen ihre ersten grauen Haare zwischen dem 30. und 40. Wichtig ist, dass das Ergrauen nicht von heute auf morgen geschieht.

Genetische Faktoren und Vererbung

Die Gene, die Sie von Ihren Eltern geerbt haben, spielen eine entscheidende Rolle dabei, wann und wie schnell Sie graue Haare bekommen. Wenn Ihre Eltern oder Großeltern bereits in jungen Jahren graue Haare hatten, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass auch Sie früher graue Haare bekommen.

Rauchen

Rauchen schädigt nicht nur Lunge und Herz, sondern auch die Haare. Aus einer Studie geht hervor, dass Rauchen tatsächlich das Risiko für graue Haare steigert.

Stress und seine Auswirkungen auf die Haare

Der Volksmund sagt, dass man unter Stress grau wird, und wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass daran etwas Wahres ist. Chronischer Stress kann den Körper beeinflussen, indem er die Produktion freier Radikale erhöht, die die Melanozyten schädigen können.

Das sagt auch die Forschung: Ein 70-Jähriger bekommt durch Entspannung nicht plötzlich wieder die alte Haarfarbe. Dazu gibt es Forschung aus den USA. Ein Forschungsteam hat z. B. die Vermutung, dass die Haare nicht deshalb ausbleichen, weil die Farbzellen keinen Farbstoff mehr produzieren, sondern weil gar keine Farbzellen an sich da sind. Die müssen nämlich erstmal aus sogenannten Stammzellen entstehen und in die Haarwurzel wandern. Wenn man diese Bewegung wieder anregen könnte, wäre es vielleicht möglich, das Ergrauen rückgängig zu machen.

Was genau im Haar und den Melanozyten bei Stress geschieht, ist noch nicht ganz geklärt. Unsere Veranlagung bestimmt, wann und wie ausgeprägt wir graue Haare bekommen.

Der Mythos "graue Haare über Nacht" durch ganz viel Stress stimmt nicht. Zum einen passiert das nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach, Zelle für Zelle. Es gibt aber tatsächlich Forschung dazu, inwiefern Stress und graue Haare zusammenhängen. In einer kleinen US-amerikanischen Studie wurde gezeigt, dass graue Haare, die während einer stressigen Phase entstanden sind, bei Entspannung wieder zu ihrer ursprünglichen Farbe zurückkehren können.

Ethnische Zugehörigkeit

Studien haben gezeigt, dass die ethnische Zugehörigkeit den Beginn des Ergrauens beeinflussen kann.

Gesundheit und Lebensstil

Bestimmte Gesundheitsprobleme wie Schilddrüsenerkrankungen oder Vitaminmangel können das Ergrauen beschleunigen.

Kreisrunder Haarausfall und Ergrauen "über Nacht"

Es gibt Geschichten von Menschen, die buchstäblich "über Nacht" graue Haare bekommen haben. Während das tatsächliche Ergrauen der Haare nicht so schnell vor sich geht, kann ein Phänomen, das als kreisrunder Haarausfall bezeichnet wird, diesen Eindruck erwecken. Beim kreisrunden Haarausfall fallen die pigmentierten Haare aus, während die grauen Haare bestehen bleiben. Die Ursache ist bis heute nicht geklärt.

Die Rolle der Mitochondrien

Mitochondrien, die oft als "Kraftwerke der Zelle" bezeichnet werden, spielen eine Schlüsselrolle bei der Energiegewinnung in unseren Zellen. Neuere Forschungen haben gezeigt, dass Mitochondrien auch beim Ergrauen der Haare eine Rolle spielen können.

Reversibilität des Ergrauens

Ein besonders faszinierender Aspekt des Ergrauens ist die Vorstellung, dass es in einigen Fällen reversibel sein könnte. Einige Studien zeigen, dass stressbedingte Vergrauung tatsächlich reversibel sein kann, wenn der Stress beseitigt wird.

Mit der Frage, ob graue Haare wieder farbig nachwachsen können, beschäftigte sich eine amerikanische Studie mit insgesamt 14 Probanden zwischen 9 und 39 Jahren. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass bei einer Reduzierung von Stress, graue Haare teilweise wieder farbig nachwachsen. Ältere Menschen befanden sich nicht unter den Studien-Teilnehmern. Daher kann nicht davon ausgegangen werden, dass Menschen, die seit mehreren Jahren graue Haare tragen, die Naturhaarfarbe durch Stress-Reduktion wieder zurückerlangen.

Was tun gegen graue Haare?

Nicht jeder möchte sich mit grauen Haaren abfinden. Umfragen zeigen: Graue Haare sind für die meisten Männer kein Problem. Mann steht dazu. Frauen dagegen möchten ihre grauen Haare am liebsten verstecken oder so schnell wie möglich loswerden. Sie fragen sich viel öfter: Was kann man gegen graue Haare tun?

Zu Beginn ist es noch möglich, einzelne graue Haare einfach herauszuziehen beziehungsweise zu zupfen oder abzuschneiden. Doch meist sind schon nach kurzer Zeit andere Mittel nötig, um die betroffenen Stellen zu kaschieren. Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen:

  • Renaturieren
  • Färben
  • Tönen
  • Hausmittel
  • Tabletten
  • Vitamine, um Mängel auszugleichen

Wir stellen Ihnen die verschiedenen Methoden vor und verraten, was wirklich gegen graue Haare hilft.

Graue Haare renaturieren - zurück zur alten Farbe

Durch das sogenannte Renaturieren können graue Haare wieder verschwinden. Mehr noch: Sie bekommen ihre alte Farbe zurück. Anders als beim Färben werden dabei keine körperfremden Farbstoffe genutzt, um die Haarfarbe zu überdecken. Stattdessen werden die Substanzen dort ins Haar eingelagert, wo die natürlichen Pigmente fehlen. Das geschieht auf zwei unterschiedlichen Wegen:

  • Eumelanin: Einige Mittel enthalten Eumelanin. Dabei handelt es sich um den dunklen Anteil des Melanins. Dementsprechend ist es nur für die Behandlung dunkler Haartypen geeignet. Das Mittel muss mehrmals angewendet werden, bis es sich in ausreichender Konzentration und Farbkraft an den pigmentfreien Stellen der Haare anreichert. So werden graue Haare tatsächlich wieder dunkel. Es repigmentiert aber nicht alle ursprünglichen Haarfarben, da es nur Eumelanin enthält. Blonde und rötliche Haartöne lassen sich nicht wiederherstellen, da es bislang noch kein künstliches Rotpigment gibt. Wer also einen rotbraunen Haarton hatte, bekommt nur das Braun zurück. Das gilt auch für blonde Haare.
  • Mittel mit Bleiacetat: Andere Produkte enthalten Bleiacetat, das mit den Schwefelteilchen der Haarsubstanz und dem Luftsauerstoff reagiert. Dabei bilden sich schwarze Bleisulfid-Pigmente. Im Lauf der mehrwöchigen Anwendung lagern sich diese immer dichter an jenen Stellen im ergrauten Haar ab, an denen sich die Lufteinschlüsse befinden. Sie fungieren als Ersatzpigment. Auf diese Weise ist es möglich, die ursprüngliche Haarfarbe zurückzubekommen. Experten warnen vor den gesundheitlichen Risiken des Bleiacetats. Toxikologen der Universität Kiel fanden heraus, dass das giftige Schwermetall Blei des Bleiacetats über die Kopfhaut in den Körper gelangt. Es kann sich in den Knochen ablagern und schwere Schäden an Nervensystem und dem blutbildenden Knochenmark verursachen.

Graue Haare färben und tönen

Alternativ zu den Methoden der sogenannten „Renaturierung“ können Sie graues Haar auch färben. Vor allem Frauen versuchen auf diese Weise, graue Haare zu überdecken.

Eine Tönung eignet sich nicht immer für graue Haare. Ob das Ergebnis zufriedenstellend ausfällt, hängt stark von dem Weißanteil der Haare ab: Bis zu einem Weißanteil von 30 Prozent deckt eine Tönung das pigmentlose Haar noch vollständig ab. Liegt der Anteil jedoch darüber, greifen Sie besser zur Haarfarbe.

Mit Hausmitteln gegen graue Haare

Manche Menschen schwören darauf, dass bestimmte Lebensmittel gegen graue Haare helfen - ganz ohne färben zu müssen. Ein Beispiel ist die Annahme, Apfelessig wirke gegen graue Haare. Wissenschaftliche Beweise gibt es dafür nicht. Fest steht nur: Apfelessig enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Davon profitiert möglicherweise auch die Kopfhaut. Anwender verdünnen vier Esslöffel Apfelessig mit kaltem Wasser und nutzen die Mischung als Spülung nach dem Haarewaschen.

Auch Reiswasser ist manchmal im Gespräch, wenn es darum geht, grauen Haaren Farbe zurück zu bringen. Wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Reiswasser auf die Haare gibt es kaum. Bewiesen ist lediglich, dass Reiswasser viele Proteine enthält. Diese sind grundsätzlich gut für die Gesundheit der Haare.

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Melanin-Tabletten gegen graue Haare

Die Pharmaindustrie wirbt mit Melanin-Tabletten als Alternative. Dabei handelt es sich um eine Art Nahrungsergänzungsmittel, das die Pigmentproduktion in den Haaren wieder ankurbeln soll. Anders als die Bezeichnung vermuten lässt, ist nicht Melanin, sondern Tyrosin in den Tabletten enthalten. Diese Aminosäure benötigt der Körper in ausreichender Menge, um Melanin zu produzieren.

Wie gut Melanin-Tabletten jedoch gegen graue Haare wirken, ist nicht eindeutig geklärt. Bislang gibt es nur wenig Forschung auf diesem Gebiet.

Vitamine gegen graue Haare

Manche Menschen versuchen mit Vitaminen, grauen Haaren entgegenzusteuern. Der Hintergrund: Wissenschaftlerinnen fanden in Studien heraus, dass in vielen Fällen ein Vitamin B12-Mangel Ursache für graues Haar ist. Wichtig sind auch Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen und Kupfer. Während Eisen für eine gute Durchblutung sorgt, ist Kupfer an der Bildung von Melanin beteiligt.

Diese sind nur dann sinnvoll, wenn ein nachgewiesener Mangel besteht. Klären Sie dies vor einer Einnahme mit Ihrem Arzt ab.

Graue Haare richtig pflegen

Im Handel sind mittlerweile zahlreiche Haarpflegeprodukte speziell für graue Haare erhältlich. Sie enthalten Pflegesubstanzen, die dem Haar Feuchtigkeit und Elastizität zurückgeben sollen. Graue Haare an sich benötigen keine besondere Pflege. Jedoch wirkt sich das fortschreitende Alter auf die Struktur der Haare aus: Es wird mit den Jahren trockener und brüchiger.

Stellen Sie eine Veränderung fest, greifen Sie zu Produkten für strapaziertes Haar. Glanzsprays oder -cremes verleihen mattem Haar wieder einen schönen Schimmer. Dann gibt es vielleicht sogar gar keinen Grund mehr, die grau melierten Haare zu kaschieren. Wer aber trotz Alter weiterhin robuste Haare hat, muss die Pflege für graue Haare nicht verändern.

Gut zu wissen: Das Haarfarbpigment Melanin wirkt wie ein UV-Filter. Es schützt vor Schäden der Sonneneinstrahlung. Experten raten bei ergrautem Haar deshalb zu Pflegeprodukten mit UV-Filtern. Wenn Sie sich längere Zeit in der Sonne aufhalten, tragen Sie ein Tuch oder einen Hut.

Ab wann sprießen graue Haare?

Bei manchen Menschen zeigen sich die ersten grauen Haare schon mit 20, bei anderen erst ab 40 Jahren. Die meisten entdecken das erste graue Haar mit Mitte 30. Zunächst werden nur einzelne Haare grau, mit der Zeit sind aber immer mehr Haare betroffen. Der Prozess beginnt an den Schläfen, da die Haare dort einen kürzeren Lebenszyklus haben und schneller ausfallen. Aus diesem Grund sind bei Männern die Barthaare früh betroffen.

Egal ob Mann oder Frau - irgendwann werden alle Haare grau. Geschichten, nach denen Menschen plötzlich über Nacht graue Haare bekommen, gehören eher in den Bereich der Mythologie. Scheinbar kurzfristig ergrauen Menschen mit der Krankheit Alopecia areata. Diese bewirkt, dass innerhalb kurzer Zeit sämtliche pigmentierten Haare ausfallen und nur die jüngeren, grauen übrigbleiben.

Junge Männer, die bereits mit Anfang 20 oder sogar noch früher graue Haare bekommen, fragen sich oft: Sind frühe graue Haare ein Zeichen für eine geringe Lebenserwartung? Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es dafür keine Beweise. Fest steht laut einer Studie mit 545 Männern nur, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt. Lassen Sie medizinisch abklären, welche Ursachen für Ihre grauen Haare verantwortlich sind.

Graue Haare verhindern: Welche Möglichkeiten gibt es?

Grauen Haaren vorzubeugen, gelingt nur begrenzt - zum Beispiel mit einer ausgewogenen, mineralstoffreichen Ernährung und dem Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Auch bei Menschen, die Stress gut bewältigen, wird im Durchschnitt das Haar später grau. Dass graue Haare durch Stress entstehen, ist wissenschaftlich bewiesen.

Übrigens: Das sogenannte Granny Hair liegt im Trend. Die englische Bezeichnung steht dafür, dass man die Haare grau trägt, wie es oftmals Grannys tun - also Omas. Immer mehr Menschen lassen inzwischen bewusst ihre grauen Haare nicht mehr färben oder sogar ihre Naturfarbe in grau-silberne Haare umfärben.

Eine gesunde Lebensweise kann dazu beitragen, das Ergrauen der Haare hinauszuzögern. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist, insbesondere an B-Vitaminen, Zink und Kupfer, kann die Gesundheit der Haare fördern. Antioxidantien, die in Lebensmitteln wie Beeren, Nüssen und grünem Tee enthalten sind, können helfen, oxidativem Stress entgegenzuwirken, der das Ergrauen beschleunigen kann.

Früher oder später müssen wir uns jedoch alle mit grauen Haaren abfinden oder regelmäßig Maßnahmen ergreifen (z.B. Die Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter, und das Ergrauen der Haare ist keine Ausnahme. Wie bereits erwähnt, gibt es aktuelle Studien, die sich mit den Mechanismen des Ergrauens befassen, insbesondere mit der Rolle von Stress, Mitochondrien und Melanozyten. Die laufende Forschung lässt auf neue Entdeckungen hoffen, die zu wirksameren Behandlungen gegen das Ergrauen führen könnten. Auch wenn es noch in weiter Ferne liegt, den Prozess des Ergrauens vollständig aufzuhalten, so besteht doch die Hoffnung, dass zukünftige Behandlungen den Prozess verlangsamen oder sogar umkehren können.

Weitere Erkenntnisse und Behandlungsmöglichkeiten

Hier finden Sie eine Auswahl von Studien, die sich mit den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von grauen Haaren beschäftigen sowie einige Stichpunkte zum Untersuchungsgegenstand.

Welche Haarfarbe graue Haare am besten kaschiert, hängt oft von Ihrem natürlichen Haarton und Ihrem persönlichen Stil ab. Im Allgemeinen kaschieren permanente Haarfarben graue Haare besser als semipermanente oder temporäre Haarfarben. Für ein natürliches Aussehen wählen viele Menschen eine Farbe, die ihrer ursprünglichen Haarfarbe nahe kommt. Dunklere Farbtöne können graue Haare gut kaschieren, sie können aber auch stärker auffallen, wenn die Haare wieder nachwachsen.

In den meisten Fällen ist das Ergrauen der Haare ein irreversibler Prozess.

Ja, bestimmte Krankheiten und Zustände können das Ergrauen der Haare beeinflussen. Dazu gehören Schilddrüsenerkrankungen, Vitamin-B12-Mangel und bestimmte Autoimmunerkrankungen.

Graue Haare können sich anders anfühlen und anders aussehen als pigmentierte Haare. Das liegt daran, dass graues Haar oft eine dickere Schuppenschicht (äußere Haarschicht) und weniger natürliche Fette hat.

Vorzeitiges Ergrauen kann durch eine Kombination genetischer, umweltbedingter und gesundheitlicher Faktoren verursacht werden. Wenn Ihre Eltern oder Großeltern bereits in jungen Jahren graue Haare hatten, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass auch Sie früh graue Haare bekommen können.

Obwohl das Ergrauen der Haare ein natürlicher Teil des Alterungsprozesses ist und nicht vollständig verhindert werden kann, gibt es Maßnahmen, die helfen können, den Prozess zu verlangsamen.

Es gibt kosmetische Behandlungen, um graue Haare zu überdecken, von Haarfärbemitteln bis hin zu Henna. Für diejenigen, die dauerhaftere Lösungen suchen, gibt es medizinische Behandlungen, die das Ergrauen verlangsamen oder möglicherweise teilweise rückgängig machen können.

Eine PRP-Behandlung kann die Haarwurzeln stärken, wichtige Nährstoffe zuführen und so die Haargesundheit verbessern und möglicherweise das Ergrauen verlangsamen.

Weitere Tipps und Informationen

Hier einige zusätzliche Tipps und Informationen rund um das Thema graue Haare:

  • PRP-Behandlung: Wie bereits erwähnt, kann eine PRP-Behandlung die Haarwurzeln stärken und die Haargesundheit verbessern.
  • Antioxidative Behandlungen: Oxidativer Stress gilt als einer der Hauptfaktoren für das Ergrauen der Haare.
  • Aminosäuren und Vitamine: Bestimmte Nährstoffe, insbesondere Aminosäuren wie Tyrosin (wichtig für die Melaninproduktion) und Vitamine wie B12, können helfen, das Ergrauen zu verlangsamen.
  • Kupfer: Kupfer ist an der Melaninproduktion beteiligt.
  • Hormontherapie: Hormonelle Veränderungen können das Ergrauen beeinflussen.

Bitte beachten Sie, dass die Wirksamkeit dieser Behandlungen variiert und von individuellen Faktoren abhängt. Nicht alle Menschen erzielen die gleichen Ergebnisse und einige Behandlungen können Nebenwirkungen haben. Vor Beginn einer Behandlung sollten Sie einen Dermatologen oder Haarspezialisten konsultieren.

In folgender Tabelle sind die wichtigsten Ursachen und Gegenmaßnahmen gegen graue Haare zusammengefasst:

Ursache Gegenmaßnahmen
Genetische Veranlagung Nicht beeinflussbar, aber gesunde Lebensweise kann den Prozess verlangsamen
Alterungsprozess Akzeptanz oder kosmetische Behandlungen (Färben, Tönen)
Stress Stressmanagement, Entspannungstechniken
Mangelernährung Ausgewogene Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel (nach ärztlicher Rücksprache)
Krankheiten (z.B. Schilddrüse) Behandlung der Grunderkrankung
Rauchen Verzicht auf Nikotin

tags: #graue #haare #ursachen

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen