Ariana Grande: Von ikonischer Blondine zur überraschenden Brünetten

Ariana Grande, die viele Jahre als ikonische Blondine bekannt war, überrascht mit ihrem Comeback als glossy Brunette. Die Entscheidung, das aufwendige Film-Blond hinter sich zu lassen, fällt genau zum richtigen Zeitpunkt.

Persönlich bevorzuge ich dunkle Haare, eben weil sie auch vom Hauttyp etwas dunkler ist. Da passen dunklere Haare natürlich besser, als wenn sie jetzt plötzlich mit blonden Haaren daherkommen würde. Was nicht heißt, dass ihr nicht auch das noch stehen würde. Nur Dunkel gefällt mir eben einen Tacken besser. Hat beides was finde ich!

Die Transformation von Ariana Grande im Laufe der Jahre

Kaum eine Sängerin hat sich über die Jahre rein optisch so sehr verändert wie Ariana Grande. Dabei experimentierte sie vor allem mit ihren Frisuren. Von bunt gefärbt, bis hin zu mega-Extensions war fast alles dabei.

Auf diesem Foto hätten wir die Amerikanerin mit italienischen Wurzeln um ein Haar nicht erkannt. Damals zeigte sie sich noch mit ihren schwarzen Naturlocken. Heute ist von dem natürlichen Look nichts mehr geblieben.

Denn von ihrer wilden Haarpracht verabschiedete Ariana sich kurze Zeit später. 2009 sah sie plötzlich so aus. Die meisten erinnern sich vermutlich noch an die roten Haare der Sängerin. Denn für ihre Rolle „Cat“ der Kindersendung „Victorious“ färbte sich Ari ihre Haare jahrelang knallrot. Auch die Locken wurden durch ein Glätteisen eliminiert. Mit 16 Jahren begann sie dann auch, sich stärker zu schminken. Hier sieht man die Sängerin zum ersten Mal mit Eyeliner. Und die folgenden Bilder zeigen: Den trägt sie bis heute gern.

Auch zwei Jahre später sah man die Verlobte von Pete Davidson immer noch mit rotem Haar. Doch ihre Haare sind deutlich gewachsen. Ob hier schon Extensions im Spiel waren?

2012 sah man die Schauspielerin mit braunem Haar. Um das feurige Rot für ihre TV-Rolle zu kreieren, musste sie ihre Haare regelmäßig bleachen. In ihrer neuen Serie „Sam & Cat“ trug sie fortan eine rote Perrücke.

Heute kennt man die sympathische Sängerin vor allem mit einem hoch gebundenen Pferdeschwanz. Diese Frisur ist mittlerweile zu ihrem Markenzeichen geworden. Doch hinter dem sexy Look steckt eine wahre Haar-Tragödie. „Meine echten Haare sind nun wieder Braun und ich trage Extensions, doch ich trage sie in einem Pferdeschwanz. Denn meine eigenen Haare sind so kaputt, das es absolut absurd aussieht, wenn ich sie offen trage.“

2013 begann Ari sich mit ihrem ikonischen Zopf zu präsentieren. Damals noch mit dunkelblonden Spitzen. Dieser Frisur ist Ariana bis heute treu geblieben. Mittlerweile ist es jedoch schwer geworden, zu beurteilen, welche Haarfarbe sie aktuell trägt. Denn sie scheint sich beinahe wöchentlich zu ändern. Für eine Weile zeigte sie sich platinblond, um kurz darauf wieder als Brünette durch die Welt zu gehen. Anfang Juni präsentierte sich Ari auf dem Cover der britischen Vogue wieder mit blond gefärbten Haaren, dieses Mal jedoch etwas dunkler. Momentan scheint sie platinblonde, endlos lange Extensions für sich entdeckt zu haben.

Die Bilder haben gezeigt: Vor allem mit ihren Frisuren experimentiert die Sängerin seit Jahren. Doch betrachtet man das erste Foto, so scheint sie auch ein Faible für Selbstbräuner entwickelt zu haben. Und auch ihr Mode-Stil hat sich verändert: vom unschuldigen Mädchen zum selbstbewussten Pop-Star.

Der natürliche Trend: Dunkle Haarfarben im Winter

Die Rückkehr zu dunklen Haarfarben gilt bei Experten als natürlicher Trend im Beauty-Zyklus, besonders im Winter entfalten solche Töne ihre besten Vorteile. Die intensiven Braun-Nuancen bringen das Haar zum Glänzen und lassen es gesünder und hochwertiger wirken. Gleichzeitig sorgt die satte Farbe für einen schönen Kontrast zum Winterteint und betont das Gesicht auf schmeichelhafte Weise.

Der neue Farbton ist ein sattes Schokoladenbraun mit warmen, glänzenden Reflexen, die das Haar lebendig wirken lassen. Dunkle Nuancen wie Rich Espresso oder tiefes Karamell verleihen dem Look Mehrdimensionalität und sorgen für einen natürlichen, intensiven Glanz. Im Gegensatz zu Blondtönen benötigt diese Haarfarbe weniger Pflege und sorgt für mehr Haarstärke, da dunkle Pigmente die Haare schützen und sie widerstandsfähiger machen.

Wer in den nächsten Monaten einen neuen Haar-Look plant, findet in Ariana Grande das perfekte Vorbild.

Ariana Grande und der "Blackfishing"-Vorwurf

ARIANA GRANDE: Von Wicked in die Kontroverse – hat Glinda ihr Leben verändert? | Pop Secret Stories

Im August denken drei Autor*innen über aktuelle Phänomene der Jugendkultur nach - und was sie für die Gegenwart bedeuten. Zum Auftakt der Reihe hat sich ARIANA ZUSTRA mit einem Trend beschäftigt, den viele für eine Zumutung halten: „Blackfishing“. Weißen Künstler*innen wie Ariana Grande wird vorgeworfen, sich wie Schwarze zu stylen und zu geben. Was daran ist Stil, was Hommage - und wo beginnt Rassismus?

Ariana Grande hat ein Problem. Die 26-Jährige ist ein Teenie-Idol, die meistabonnierte Frau auf Instagram und eine der erfolgreichsten Popstars der Gegenwart. Deutsche Boulevard-Blätter wie etwa die Gala stufen Grandes Look flapsig als „Selbstbräuner-Unfall“ ein. Bei US-Medien war das Problembewusstsein höher: Sie beschuldigten die Sängerin des „Blackfishing“.

Der Begriff bezeichnet eine relativ neue Strategie in der Popkultur: Weiße schminken, stylen und geben sich wie Schwarze, um Aufmerksamkeit und Reichweite zu bekommen. Mithilfe von Selbstbräuner, Make-up, Kleidung und nicht zuletzt Schönheitsoperationen wollen weiße Künstler*innen und Internetstars den Eindruck erwecken, sie hätten afrikanische, arabische oder hispanische Wurzeln.

In den Sozialen Medien sind sich viele einig: Ariana Grande gibt sich als Teil einer Kultur aus, zu der sie nicht gehört. Die Tochter italienischer Einwanderer ist eine weiße Frau aus Florida, die wegen ihres Looks fälschlicherweise für eine Latina gehalten wird - und das offenbar auch möchte. Als Grande bei den MTV Video Music Awards 2016 mit der Rapperin Nicki Minaj, die afro-trinidadische und indo-trinidadische Wurzeln hat, ihren Song „Side to Side“ performte, ist Grande die Dunklere von beiden.

Bei Grandes Verwandlung geht es nicht etwa nur um eine bedenkliche Vorliebe für Sonnenbankbräune, oder überhaupt um Geschmacksfragen in Sachen Beauty. Sondern darum, dass manche People of color in Ariana Grandes Auftreten einen rassistischen Akt sehen, den sie als eine Form von kultureller Aneignung werten.

Bei kultureller Aneignung werden traditionelle Gegenstände, Codes oder Eigenschaften einer Ethnie instrumentalisiert. In Grandes Fall: zum Geldverdienen, wie ihr viele unterstellen. Grandes verändertes Aussehen ist nur ein Aspekt einer Transformation, die sie in den vergangenen Jahren durchlaufen hat: vom Pop zum Hip-Hop. In ihrem Hit „7 Rings“ rappt sie über money, bitches und ihren ass. Das Musikvideo dazu zeigt Momma Grande mit ihren girls in einer pinkfarbenen Villa und mit dicken Karren, und überhaupt blubbert die Gangsta-Ästhetik so überdeutlich aus jedem Champagnerglas, dass manche „Plagiat!“ schimpfen.

Doch nicht nur die Art, wie sie neuerdings singt, wird ihr angekreidet - sondern auch, wie sie spricht. In einem YouTube-Video des Magazins Billboard vom 5. Dezember 2018 kommentiert die Sängerin Fotos aus ihrer Kindheit. Mit Blick auf ein Bild, auf dem sie mit Fläschchen und Keks in der Hand auf dem Schoß ihrer Oma sitzt, sagt sie: „Bitch, that’s my cookie. That’s my juice.

Ariana Grande ist bei Weitem nicht die Einzige, der Blackfishing vorgeworfen wird. Böse Zungen behaupten, die australische Rapperin Iggy Azalea habe ihre gesamte Karriere aus Versatzstücken schwarzer Kultur zusammengeklaubt, von der Musik bis zu ihrem Auftreten. Aber nicht nur Frauen im Popbusiness, sondern auch zahlreichen Models und Netzpersönlichkeiten wird Rassismus angelastet.

Die kanadische Popjournalistin Wanna Thompson etwa ist der Ansicht: Ja, es gibt definitiv ein Problem. Sie brachte den Stein ins Rollen, als sie am 7. November 2018 einen Tweet verfasste, der viral ging: „Können wir einen Thread starten, in dem wir die Accounts von weißen Frauen posten, die sich auf Instagram als Schwarze verkleiden? Lasst uns auf sie hinweisen, denn das ist alarmierend.“

Ariana Grande zeigte sich auf dem Cover der britischen Vogue vom Juli 2018 wieder blass, blond und mit Sommersprossen - weil sie im Gegensatz zu People of color eben die Wahl hat. Im Akt des Blackfishing verkommt „Schwarzsein“ zu einem Accessoire, das Weiße an- und ablegen, wie es ihnen beliebt, ohne die Benachteiligungen nachfühlen zu können oder zu müssen, denen People of color ausgesetzt sind.

Die deutsche YouTuberin Liza Cole fasst die Problematik in einem Video in etwa so zusammen: „Das erste, das einem in den Sinn kommt, wenn man an eine schwarze Frau denkt: dicke Lippen, dicker Po, Kurven. […] Wenn eine weiße Frau diese Features übernimmt, wird das an ihr zelebriert, vor allem heutzutage, wo es Trend ist. Früher, Ende der Nullerjahre noch, wurde mir oft gesagt, meine Lippen oder mein Hintern seien zu fett. Es hieß, ich sei hässlich.

Die Aktivistin Rebekah Hutson fand auf ihrem Blog „OnlyBlackGirl“ noch drastischere Worte: „Es geht nicht darum, dass wir unsere Kultur für uns selbst horten wollen, sondern es geht darum, dass Weiße sich jene Teile des Schwarzseins aneignen, die sie mögen, während sie Schwarze gleichzeitig ausgrenzen. Das Gleiche gilt für jede andere ethnische Gruppe, die ihr euch so gern zu eigen macht.

Doch die Realität sieht anders aus: Kultur ist nichts Abgeschlossenes. Es gibt daher auch keine „Kulturkreise”, weil die Kreis-Metapher impliziert, dass jede „Kultur” eine runde Sache ist, in ein Innen und Außen teilbar, klar trennbar von einer anderen. „Kultur” ist jedoch immer in Bewegung, verändert sich, durchdringt Lebensweisen, überall. Alles wiederholt sich, alles ähnelt sich.

Problematisch wird es aber dort, wo eine Aneignung kein Austausch ist, sondern eine Einbahnstraße. Aber wer hat die Deutungshoheit, wann etwas verletzend ist, und mit welchen Konsequenzen? Soll man Ariana Grande und anderen Frauen untersagen, sich so zu geben, wie es ihnen gefällt? Was in Ariana Grandes Kunst ist ein Einfluss, was eine Hommage, was eine Übernahme?

Die Debatte um Blackfishing hat dasselbe Problem wie das Konzept der kulturellen Aneignung: Sie impliziert, „schwarze Kultur“ sei etwas Einheitliches, Festgesetztes, von „weißer Kultur“ diametral Verschiedenes, das alle Schwarzen innehaben. Es gibt keine trennscharfe „schwarze“ oder „weiße“ Kultur, keine „türkische“ oder „syrische“, die „schon immer da war“, die per se „authentisch“ ist und von Einflüssen und Übernahmen von außen geschützt werden könnte.

Wir wissen nicht, was Grandes wahre Absichten hinter ihrem Imagewandel sind, wie sehr sie „schwarze Kultur“ wertschätzt und deren Anhänger unterstützt. Zumindest ein Indiz gibt es: Laut ihrer schwarzen Co-Songwriterin Tayla Parx achte Grande darauf, ihren Kolleginnen of colour stets die Lorbeeren zukommen zu lassen, die ihnen gebühren. Zudem lässt sich zu Grandes Verteidigung sagen, dass sie niemals explizit für sich beansprucht oder behauptet hat, schwarz oder hispanisch zu sein.

Ist es trotzdem möglich, Blackfishing wertschätzend zu deuten? Jugendliche haben schließlich immer schon aus Bewunderung ihren Idolen nachgeeifert, auch optisch. Vielleicht ist weniger entscheidend, ob jemand etwas kulturell übernimmt, sondern lediglich, wie dies geschieht: ausbeuterisch oder wertschöpfend? Respektvoll oder verletzend? Oberflächlich oder reflektiert? Um das zu erörtern, bedarf es Offenheit und Kommunikation.

Anstatt Weißen die Annäherung an eine „schwarze Kultur“ einzuschränken, sollte das Ziel sein, dafür zu sorgen, dass Schwarze wegen ihrer Kultur und Hautfarbe nicht diskriminiert werden. Anstatt die Privilegien der Privilegierten zu beschneiden, sollten jede*r dazu beitragen, dass alle Menschen die gleichen Rechte und Chancen bekommen. Und solange das noch nicht der Fall ist, haben die Privilegierten den weniger Privilegierten zuzuhören - unter anderem in Debatten um Aneignungsprozesse.

Verwandlung nach "Wicked"

Drei Jahre lang hat "Wicked"-Star Ariana Grande den Wahrheitsgehalt dieser Redensart überprüft. Um nun mit einer neuen - alten - Haarfarbe eine komplette Typveränderung zu wagen.

Zurück zur Natur heißt es ab jetzt wieder für Ariana Grande. Die Schauspielerin und Sängerin postete bei Instagram ein Spiegel-Selfie, auf dem sie sich wieder mit ihrer brünetten Naturhaarfarbe präsentiert. Zu ihrem neuen - beziehungsweise alten - Look schreibt Grande in Anspielung auf einen Satz ihrer "Wicked"-Rolle Glinda: "Es ist gut mich zu sehen, oder?"

Rund drei Jahre lang war Grande blond. Im Oktober 2022 hatte sie ihre Haare für die zweiteilige "Wicked"-Verfilmung färben lassen. Der erste Teil des Musicals kam im November 2024 in die Kinos, die Fortsetzung startet am 21. November 2025.

So schlecht schien Grande ihr Dasein als Blondine nicht gefallen zu haben, denn im Oktober 2023 hatte sie ihr "Blondieversary", den Jahrestag ihrer ersten Blondierung, mit einem Throwback-Foto auf Instagram zelebriert.

Auf dem aktuellen Foto präsentiert sich die Grammy-Gewinnerin nun mit lockigen braunen Haaren, die ihr über die Schultern fallen. In ihrem Post markiert Grande den Hairstylisten Francesco De Chiara, der online unter dem Namen "frankhaircolour" bekannt ist. Der Londoner Friseur teilte das Foto in seiner Instagram-Story und kommentierte: "Da ist sie". Auch ein Fan-Posting mit einem Vorher-Nachher-Vergleich teilte De Chiara mit den Worten: "Von hier nach da ... eine neue Ära hat begonnen."

Tatsächlich war Grandes Rückkehr zu ihrer Naturhaarfarbe bereits absehbar. Im April hatte sie Behind-the-Scenes-Fotos von ihrem Kurzfilm "Brighter Days Ahead" veröffentlicht, auf denen sie bereits Auburn-Nuancen im Haar hatte - einige Schattierungen dunkler als das Glinda-Blond. Damals war ihr Haar zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden.

Auch bei den Golden Globes im Januar 2025 deutete sich die Veränderung an. Für den Auftritt hatte Coloristin Rachel Bodt Grandes Audrey-Hepburn-inspirierte Frisur mit kräftigen Highlights aufgepeppt.

Der "Rich Coffee Mocha"-Ton

Ob es nun das fehlende Sonnenlicht ist oder die Tatsache, dass sich die natürliche Farbpalette der Welt in den vergangenen Wochen zu einer herbstlichen Mischung aus Rotbraun, Kupfer, Braun, Kastanienbraun und Ockertönen verändert hat - der Herbst ist immer der perfekte Zeitpunkt, um sich auf die dunkle Seite zu begeben. Zumindest, in Sachen Haarfarben.

Mit ihrer neuen - oder besser gesagt: alten - Haarfarbe setzt die Sängerin und Schauspielerin auf den ultimativen Trend der Saison, bei dem es darum geht, einen individuellen Look "zu kreieren, der natürlich und dennoch edel wirkt", wie eine Expertin unlängst gegenüber VOGUE verriet: "Der übergreifende Trend ist die Personalisierung."

Die Verwandlung wurde von Francesco De Chiara, Ariana Grandes bevorzugtem Coloristen, im Nicola Clarke Salon, durchgeführt - und damit von demselben Profi, der den Star ursprünglich blondiert hatte. "Wir wollten eine Veränderung und eine neue Ausstrahlung, einen neuen Look für die bevorstehende Pressetour von 'Wicked: For Good'", verrät De Chiara exklusiv gegenüber VOGUE über den "Rich Coffee Mocha"-Ton, wie er ihn selbst bezeichnet.

Die Veränderung, so erklärt er, sei schrittweise erfolgt: Über mehrere Monate hinweg begann er, Lowlights - dunklere Farbbänder - in das Haar der Schauspielerin einzuarbeiten, um den Übergang zu erleichtern.

"Der Wechsel von Blond zu Brünett kann eine echte Herausforderung sein", bemerkt er. "Das Haar muss zunächst mit wärmeren Farbtönen neu pigmentiert werden, bevor man zu einer dunkleren Farbe übergehen kann. Und da darunter noch die blonde Farbe sitzt, ist es wichtig, den Farbton regelmäßig aufzufrischen - nicht nur, um ein Ausbleichen zu verhindern, sondern auch, um zu verhindern, dass die hellere Farbe langsam wieder zum Vorschein kommt."

Um Grandes glänzendes, multidimensionales Braun zu erzielen, mischte De Chiara verschiedene Nuancen von warmen Brauntönen und versah das Ergebnis mit einem leuchtenden Glanz.

Für alle, die es ihm - und Ariana Grande - gleichtun möchten, hat De Chiara eine wichtige Regel parat: "Bitten Sie Ihre:n Friseur:in immer darum, das für Sie und Ihren Hautton optimale Braun - oder Dunkelblond - zu finden", rät er. "Das ist wichtig, um einen Farbton zu wählen, der wirklich zu Ihnen passt." Wer bereits brünett sei, könne auch mit warmen Lowlights experimentieren, um dem Haar mehr Tiefe und Glanz für die kommende Saison zu verleihen.

Rassistische Beauty-Trends

Dabei merke ich besonders in den letzten Jahren oft, dass sich besagte Personen gerne nicht nur von vorherrschenden Schönheitsidealen inspirieren lassen - sondern auch vom Aussehen anderer Ethnien. Ich hab es kürzlich bei Ariana Grande gesehen, aber natürlich gibt es dieses *Phänomen* auch bei anderen Künstler*innen oder Influencer*innen.

Bestes Beispiel dafür ist Ariana Grande, die ich ja eben schon nannte. Die Sängerin wird nächstes Jahr 30 und tritt seit einer Weile in einem *erwachseneren* Look auf. Was Fans dort direkt zu Beginn der Staffel aufgefallen ist, ist nicht nur ihr Rebranding als „Erwachsene“, sondern auch ihr neues Gesicht. Man könnte meinen, es läge vielleicht daran, dass sie halt älter wird. Und einige dieser Veränderungen, wie ihr schmaleres Gesicht, kann man bestimmt irgendwie auch damit erklären.

Auf Social Media haben Creator und Journalisten die Wandlung der Kardashians als „weißer“ werden bezeichnet. Also einfach, dass sie ihren alten Look ablegen, um eher auszusehen wie eine weiße Person.

Also zurück zum eigentlichen Thema: rassistische Beauty-Trends. Trends gibt es immer und überall. Wie wir uns kleiden, schminken oder welche Deko wir auf unserem Schreibtisch stehen haben - das alles wird angeführt von Trends, egal ob bewusst oder unbewusst. Die durchschnittliche Person in Deutschland verbringt knapp 1,5 Stunden auf Social Media. Dabei sehen wir unzählige Dinge, die unser Verständnis von Ästhetik unbewusst beeinflussen. Man kann Trends also quasi kaum entkommen.

Woher kommen aber rassistische Schönheitstrends? Also Trends, bei denen (vermeintliche) Merkmale nicht-weißer Ethnien eine Zeit lang zum Ideal werden. Wenn ich mir so die Beispiele der letzten Jahre anschaue, merke ich immer wieder, dass diese Trends nicht nur groß geworden sind, weil eine andere Kultur voll im Hype war.

Aber Ethnien oder die Merkmale, über die wie sprechen, egal welche, verschwinden ja nicht, nur weil sie nicht mehr im Trend sind. Es klingt irgendwie unheimlich aber weiße Menschen haben die Freiheit, sich eine neue Ethnie als Maske aufzusetzen, indem sie sich bräunen, operieren oder anders schminken und können sie letztendendes auch wieder ablegen. Sie eignen sich das Aussehen von BIPoCs an, um beim Trend mitzumachen. Und die Dinge, die im Trend sind, sind gerade die Merkmale, die aus der westlichen Linse als besonders fremdartig und gleichzeitig erotisch wahrgenommen werden. Exotismus wird in der Soziologie als bestimmte Form des eurozentrischen Blicks auf Fremde, die alleine deren „exotische“ Aspekte betrachtet, verstanden. Sie werden zu „edlen Wilden“ stilisiert. Das Aussehen von nicht-weißen Menschen wird weniger als „menschlich“ wahrgenommen und eher als Accessoire. Es wird übernommen und abgelegt, wann man will.

Was ich zum Abschluss noch klarstellen möchte: Egal wie berühmt eine Person ist, sie ist auch nur ein Mensch. Und Menschen sehen nicht immer gleich aus, verändern sich mit dem Alter oder der Lebensphase. Eigentlich finde ich, über die Körper anderer Menschen zu spreche, egal wie krass sie im Fokus stehen, ist immer auch ein wenig unangenehm. Talking about unhealthy obsessions und so. Aber! Wenn berühmte Personen sich an dem Aussehen anderer Ethnien bedienen und sich teilweise operieren lassen, um so auszusehen - nur um ihren Look dann abzulegen, wenn der nächste Hype um die Ecke kommt - läuft gewaltig was schief.

tags: #ariana #grande #schwarze #haare

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