Haarausfall nach Blondierung: Ursachen und Behandlung

Viele Frauen und Männer blondieren regelmäßig ihre Haare. Leider kann es dadurch schnell zu Haarausfall kommen. Welche Ursachen das hat und wie Sie vermeiden, dass das Haar ausfällt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Eine volle Haarpracht gilt in unserer heutigen Gesellschaft als ein wahres Schönheitsideal. Mit zunehmendem Alter, aufgrund genetischer Prädispositionen oder unterschiedlicher Erkrankungen kann es jedoch leicht zu Haarausfall kommen. Wenn der Haarausfall stärker wird, sprechen wir von einem krankhaften Haarausfall, auch Alopezie genannt. Diese kann schnell am eigenen Selbstbild und Selbstbewusstsein kratzen.

Unter einem krankhaften Haarausfall, in der Medizin auch als Alopezie oder Effluvium bezeichnet, sprechen wir, wenn einem Erwachsenen über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare pro Tag und Kindern täglich zwischen 50 und 80 Haaren ausfallen. Außerdem können sich auch einzelne haarlose Stellen, die meist plötzlich erscheinen, bilden. Diese kreisrunden, kahlen Stellen entstehen manchmal auch an anderen behaarten Körperstellen, wie zum Beispiel im Bart sowie in der Achsel- oder Schambehaarung.

Im Gegensatz dazu ist es völlig normal, wenn wir ein einzelnes Haar auf dem Kopfkissen und vielleicht auch noch drei weitere in der Haarbürste vorfinden. Die Haare werden nämlich mit zunehmendem Lebensalter bei den meisten Menschen ein wenig lichter und fallen deshalb leichter aus.

Der Haaraufbau

Unser Haar besteht aus der Hornsubstanz Keratin (vom griechischen „kéras“ = Horn) die sich aus wasserunlöslichen Faserproteinen zusammensetzt. Jedes einzelne Haar weist drei Schichten auf:

  1. Die äußere, transparente Schuppenschicht „Cuticula“. Die Haarschuppen sind übereinander angeordnet - ähnlich wie bei einem Tannenzapfen. Bei gesundem Haar liegen die Schuppen glatt an, reflektieren das Licht und lassen das Haar glänzen. Alkalische Substanzen rauen die Schuppenschicht auf, saure Stoffe verschließen sie.
  2. Cortex (lateinisch: Rinde), die zweite Schicht, besteht aus feinsten Keratinfasern, die sich zu einem Faserstamm bündeln. Die Verkettung der Cortex-Zellen bestimmt über die Elastizität des Haares und hier befinden sich auch die Farbpigmente. Eine dauerhafte Haarfärbung oder Blondierung wirkt direkt hier.
  3. Der Faserstamm umschließt die innere Schichte des Haares, Medulla genannt, oder das Haar Mark. Sie setzt sich zusammen aus Abbauprodukten der Cortex- Zellen, Fetten und Zellwandungen. Die Medulla kann durchaus Hohlräume aufweisen und hat nicht zwingend eine gleichmäßige Struktur. Bei feinen Körperhaaren kann diese Schicht auch ganz fehlen.

Was passiert beim Haare färben?

Bei einer auswaschbaren Haartönung lagert sich die Farbe außen am Haar an. Eine Blondierung oder dauerhafte Haarfärbung funktioniert dagegen nur, wenn die Schuppenschicht mit Alkalisierungsmitteln aufgeraut wird, um direkt den pigmentierten Bereich des Haares zu beeinflussen.

Haarausfall nach Blondierung: Daran liegt's

Das Blondieren der Haare ist sehr aggressiv und schädlich. Dies schädigt die Haarstruktur, wodurch diese schneller abbrechen. Doch auch zu tatsächlichem Haarausfall kann es durch die Blondierung kommen. Oft ist dieser Haarausfall allerdings nur von kurzer Dauer, da die Haarfollikel sich wieder erholen.

Haarausfall bei Männern

Wenn einzelne Haare an geschwächten Stellen willkürlich abbrechen, wird Haar als brüchig bezeichnet. Strukturschäden im Haar sind häufig als kleine weiße Punkte erkennbar. Häufig tritt Haarbruch vor allem beim Deckhaar auf und wenn viele Haarschäfte betroffen sind, wirkt das Haar stumpf und glanzlos. Haare werden durch viele Faktoren gestresst und verlieren ihre solide Struktur. Hohe Temperaturen beim Föhnen, Locken, Glätten.

Haarausfall: Diagnose und Ursachen

Das Haarwachstum unterliegt einem dreiphasigen Zyklus: der anagenen Wachstumsphase, der katagenen Ruhephase und der telogenen Ausfallphase. Normal ist, dass wir stets Haare in verschiedenen Phasen und Längen auf dem Kopf tragen. Auch das Ausfallen von bis zu 100 Haaren pro Tag ist nicht ungewöhnlich - oft sieht gerade bei langen Haaren dramatisch aus, was nach dem Kämmen ausgeht. Wer sich die Mühe macht, die Haare zu zählen, staunt oft, wie wenige es wirklich sind.

Bei echtem Haarausfall (lat. Apolecia) sind lichtere Stellen auf der Kopfhaut erkennbar und der überdurchschnittliche Haarverlust hält über einen längeren Zeitraum an. Die Apolecia ohne entsprechendes Nachwachsen der Haare kann kosmetische Ursachen haben, aber auch auf innere Erkrankungen hindeuten.

Häufige Varianten des Haarausfalls

Diffuser Haarausfall (Alopecia diffusa)

Der Haarverlust findet verteilt über den ganzen Kopf statt und sorgt für lichte Stellen. Ein gewisser Haarausfall zeigt sich analog zum physiologischen Wachstumszyklus der Haare. Ist die Ausfallphase jedoch unnatürlich lang, bei gleichzeitig verkürzter Wachstums- und Ruhephase gehen mehr Haare aus, als nachwachsen. Meist ist diffuser Haarausfall vorübergehend. Mögliche Ursachen sind beispielsweise Medikamenteneinnahme, ein akutes bzw. in der Vergangenheit stattgefundenes Infektionsgeschehen oder Eisenmangel.

Erblich bedingter Haarausfall (Alopecia androgenetica)

Je nach genetischer Disposition zeigen sich die bekannten „Geheimratsecken“ oder eine Hinterkopf- oder Stirnglatze. Frauen leiden eher unter gleichmäßig lichterem Haar. Die abnehmende Aktivität der Haarwurzeln und ein verkürzter Wachstumszyklus führen zu Haarausfall und spärlicherem Nachwachsen. Der erblich bedingte Haarverlust tritt am häufigsten auf: Die Hälfte der Männer und ein Viertel aller Frauen sind davon betroffen.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Der sogenannte „kreisrunde Haarausfall“ zeigt sich in runden, oft münzgroßen kahlen Stellen auf der Kopfhaut. Manchmal werden Haare einfach nur lichter und in Extremfällen bildet sich eine vollständige Glatze oder die gesamte Kopf- und Körperbehaarung fällt aus (Alopecia areata totalis). Es gibt auch in diesen Fällen wirksame Therapien, die Betroffenen helfen können. Die Ursache für kreisrunden Haarausfall ist nicht eindeutig geklärt: Vermutlich richten sich aufgrund einer Störung des Immunsystems Abwehrzellen gegen Haarwurzelzellen. Manche Betroffene leiden unter weiteren Autoimmunerkrankungen, wie beispielsweise Neurodermitis. Möglicherweise spielt die genetische Veranlagung eine Rolle, da Alopecia areata in manchen Familien gehäuft auftritt. Ein Zusammenhang kann bisweilen auch mit psychisch belastenden Situationen hergestellt werden. Oft wachsen die Haare innerhalb eines Jahres wieder nach. In jedem Fall sollte aber dermatologisch abgeklärt werden, ob ein Pilzbefall der Kopfhaut den Haarausfall verursacht.

Haarausfall bei Vernarbung der Kopfhaut

Diese Form des Haarausfalls tritt eher selten auf und meist in Folge von Infektions- oder Autoimmunerkrankungen, wie z. B. Lupus Erythematodes, Schuppenflechte oder Pilzbefall. Auch Verletzungen, Verätzungen oder Verbrennungen können Haarwurzeln endgültig zerstören. Die vernarbende Alopecia zeigt sich in kahlen Stellen auf der Kopfhaut und einer Narbenbildung an den betroffenen Stellen. Aufschluss über die Ursache kann eine Kopfhautbiopsie geben, die in der Regel unter lokaler Betäubung durchgeführt wird. Ergänzende Erkenntnisse für eine genaue Diagnose bietet die Auflichtmikroskopie einer Trichoscale-Untersuchung.

So vermeiden Sie den Haarverlust

Damit Ihre Haare nach der Blondierung nicht vermehrt ausfallen, sollten Sie folgende Tipps und Tricks beachten:

  • Sie sollten Ihre Haare nicht zu oft blondieren. Bei mehrmaligem Blondieren innerhalb eines kurzen Zeitraums werden die Haare besonders stark beschädigt, wodurch diese dünn werden und abbrechen.
  • Strapazieren Sie Ihre Haare nach dem Blondieren so wenig wie möglich. Hier ist es besonders wichtig, dass Sie auf Hitze verzichten.
  • Damit Ihr Haar sich erholen kann, sollten Sie es nach der Blondierung gut pflegen. Verwenden Sie bei jeder Haarwäsche eine feuchtigkeitsspendende Spülung und tragen Sie einmal wöchentlich eine Haarmaske auf.
  • Verzichten Sie darauf, die Haare vor der Blondierung zu waschen.
  • Verwenden Sie direkt nach dem Blondieren keinen heißen Föhn, denn die hohen Temperaturen können die Haarfollikel dauerhaft beschädigen.

Ursachen von Haarausfall bei Frauen

Haarbruch stoppen mit der richtigen Pflege

Rückgängig machen lässt sich Haarbruch nicht - aber wir können versuchen, ihn aufzuhalten. Hier hilft gute Pflege und vorsichtige Behandlung - vor allem, wenn die Haare nass sind. Verwenden Sie nach dem Haare waschen eine Spülung oder Kur und drücken Sie sie nur vorsichtig aus, statt zu frottieren. Lieber an der Luft trocknen lassen, als mit viel heißer Luft föhnen: Das sind ideale Erholungspausen für ihr Haar. Sind jedoch zu viele Haare abgebrochen, hilft nur Abschneiden und künftig sanfterer Umgang mit dem Haar: Dann wächst es füllig nach und bricht nicht so leicht.

Unsere Diagnose Ihrer Haarerkrankung

Haarerkrankungen haben zahlreiche Erscheinungsformen und ebenso viele Ursachen. Stress, z. B. Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen. Die Anamnese bezieht daher verschiedene fachärztliche Bereiche ein, neben der Dermatologie auch die Gynäkologie, die Endokrinologie, Histopathologie zur Beurteilung von Gewebeproben und die Psychosomatik für den Zusammenhang von seelischen mit physischen Beschwerden.

Trichogramm (Haarwurzeluntersuchung), bzw. Trichogramm

Aufschluss über die Ursache von Haarausfall liefert ein klassisches Trichogramm. Bei dieser Untersuchung der Haarwurzel werden Haarbüschelchen aus verschiedenen Bereichen der Kopfhaut entnommen und mikroskopisch untersucht. Diese Methode ist mit Einschränkungen verbunden: Mehrere Tage vor dem Termin dürfen die Haare weder gewaschen, noch gebürstet werden. Leider ist die Entnahme auch nicht gerade schmerzfrei.

Digitales Trichogramm

Positiv: Die Untersuchung erfolgt ohne schmerzhaftes Haarausreißen, die Haare werden nur an einer unauffälligen Stelle gekürzt. Anhand der ermittelten Werte erstellt die Software ein digitales Trichogramm und erleichtert die Diagnosestellung durch die direkte Gegenüberstellung der Werte erkrankter und gesunder Kopfhaut.

Hirsutismus

Hirsutismus: Typisch männliches Behaarungsmuster bei Frauen an den von männlichen Hormonen beeinflussten (androgenabhängigen) Regionen wie Oberlippe, Kinn oder innerer Oberschenkel. Mögliche Ursachen sind angeborene oder erworbene hormonelle Störungen, z. B. durch Eierstocktumoren oder Anabolikaeinnahme. Betroffen von dem vermehrten, männlichen Haarwuchs sind die sogenannten androgenabhängigen Haarbälge in den Regionen wie Kinn, Oberlippe, Brust, Innenseite der Oberschenkel und Rücken. Diese Stellen sind bei Frauen mit Hirsutismus statt mit feinen Vellushaaren mit dunklen, dicken Terminalhaaren bedeckt (so wie bei Männern). Dabei sind die Übergänge von noch normaler über vermehrter bis hin zur krankhaft ausgeprägten Körperbehaarung fließend. Kommen zum Hirsutismus weitere, typisch männliche Veränderungen dazu, etwa Absinken der Stimmlage, Umbau der Muskulatur oder Glatzenbildung, handelt es sich um eine Vermännlichung.

Idiopathischer Hirsutismus

In über 90 % der Fälle lässt sich kein Auslöser für den Hirsutismus erkennen, die Hormonspiegel sind unauffällig, vermehrtes Testosteron ist nicht nachweisbar. Deshalb führen die Ärzte das unerwünschte männliche Behaarungsmuster auf eine besondere Empfindlichkeit der Haarbälge auf Testosteron zurück. Häufig tritt diese Konstellation im Zuge hormoneller Umstellungen auf, z. B. in der Pubertät, der Schwangerschaft oder den Wechseljahren.

Hormonell bedingter Hirsutismus

Hier liegt der gestörte Haarwuchs an den Hormonen, und zwar entweder an einer vermehrten Bildung oder an einem relativen Übergewicht männlicher Sexualhormone im weiblichen Körper.

  • polyzystische Ovarien
  • adrenogenitales Syndrom
  • Tumoren der Eierstöcke, der Nebenniere, z. B.

Medikamentenbedingter Hirsutismus

Die langdauernde Einnahme von Androgenen, Anabolika (zum Beispiel im Sport), Kortison, Spironolacton und anderen Medikamenten kann ebenfalls einen Hirsutismus auslösen.

Weitere Erkrankungen mit Hirsutismus

Zunächst prüft der Arzt das Behaarungsmuster und stellt die Schwere des Hirsutismus mithilfe eines extra dafür erstellten Punktescores fest (Ferriman-Gallwey-Score). Dieser Wert ist wichtig für die Dokumentation und die objektive Prüfung, ob eine Therapie anschlägt. Zur Suche nach hormonellen Unregelmäßigkeiten setzt der Arzt eine Reihe von Labortests ein. Geschlechtshormonen, z. B.

Trotz aller Untersuchungsmethoden wird bei über 90 % der Betroffenen keine behandelbare Grunderkrankung gefunden, hier gehen die Ärzte meist von einer erhöhten Testosteronempfindlichkeit der Haarbälge aus. In diesen Fällen empfiehlt der Arzt die Einnahme von Antiandrogenen wie Cyproteronacetat, entweder als entsprechend antiandrogenhaltige Pille (z. B. zusammen mit Ethinylestradiol in Diane®) oder bei Frauen nach der Menopause reines Cyproteronacetat (z. B. Androcur®). Eine weitere medikamentöse Behandlungsmöglichkeit sind Cremes mit dem Wirkstoff Eflornithin (Vaniqua®), die die Anzahl und Dicke der Haare an Oberlippe und Kinn verringern.

Darüber hinaus helfen nur kosmetische Maßnahmen wie regelmäßige Haarentfernung oder dauerhafte Laserenthaarung bzw. Verödung der Haarwurzeln. Eine Laserepilation eignet sich eher bei dickeren und dunkleren Körperhaaren, nicht bei den feinen Vellushaaren.

Der Verlauf des Hirsutismus ist abhängig von seiner Ursache. Haben Medikamente oder Anabolika dazu geführt, verschwindet die unerwünschte Behaarung nach Absetzen der Präparate meist wieder. Wo sich eine behandelbare Ursache nicht finden lässt, hilft nur die regelmäßige Haarentfernung oder der Einsatz von Laser oder Blitzlampen.

Ungewünschte Haare können Sie auszupfen, abrasieren, mit Wachs oder Zuckerpaste ausreißen oder epilieren. Die einfachsten Methoden sind Zupfen und Rasieren. Für Damenbärte gibt es spezielle Rasierer mit besonders kleinem und rundem Kopf, um jedes Härchen zu erwischen. Wenn Sie die Haare nicht regelmäßig rasieren wollen, können Sie zwischen Enthaarungscremes, Wachs- und Zuckerpasten oder Epiliergeräten wählen. Für das Gesicht gibt es spezielle Präparate und Geräte, wobei zu bedenken ist, dass bei empfindlichem Hauttyp die Gefahr besteht, dass kleine Narben und Hyperpigmentierungen zurückbleiben. Sind nur kleine Bereiche überbehaart, reicht es oft aus, die Haare zu bleichen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist nach wissenschaftlichen Standards verfasst und von Mediziner*innen geprüft worden. Die in diesem Artikel kommunizierten Informationen können auf keinen Fall die professionelle Beratung in Ihrer Apotheke ersetzen.

Glossar

Allantoin

Dieser Stoff wurde früher aus bestimmten Pflanzen gewonnen wie zum Beispiel aus Weizenkeimen. In der Zwischenzeit wird dieser Stoff auch synthetisch hergestellt. Allantoin hat die Eigenschaft dass er die Wundheilung fördert, Reiz lindernd wirkt und die Haut glättet. Allantoin stärkt das Wachstum der Haare und sorgt so für volleres Haar, es ist in vielen Shampoos enthalten.

AHA

Steht für Alpha-Hydroxy-Acids. Synthetisch hergestellte Säuren, welche die Zellerneuerung anregen und abgestorbene Hautschüppchen von der Haut lösen.

Aloe Vera Pflanze

Die Aloe Vera Pflanze ist für ihre antibakterielle, beruhigende und für ihre heilsame Eigenschaft bekannt. Sie kann bei unterschiedlichen Hautproblemen angewendet werden und ist zum Beispiel besonders gut geeignet für trockene Haut. Sie lindert die Beschwerden und schafft sogar Abhilfe. Der Saft der Aloe Vera Pflanze ist zudem sehr gesund und soll Haare und Nägel schneller wachsen lassen!

Alpha-Reduktase

Personen die unter Haarausfall leiden haben diese Veranlagung in vielen Fällen von den Eltern vererbt bekommen. Bei einem anlagebedingten Haarausfall greift das Hormon Dihydrotestosteron - DHT - die Haarwurzel an. Zuerst fallen die Haare nur aus, im Laufe der Zeit sterben dann die Haarwurzeln ab, und es werden keine Haare mehr produziert. Mit den so genannten 5-Alpha-Reduktase-Hemmern kann bei einem genetisch bedingten Haarausfall welcher durch das Hormon DHT verursacht wird die Produktion ausgeschaltet werden. Dieser Vorgang schadet dem Körper nicht weil auf das Hormon zum Teil verzichtet werden kann. Die 5-Alpha-Reduktase-Hemmer sind in dem Medikament Finasterid und Dustasterid enthalten. Das Medikament Finasterid senkt bei der Einnahme den DHT-Spiegel um ca. 70% auf 30% im Blut. Im Bereich der Kopfhaut kann die regelmäßige Einnahme den Spiegel um ca. 35% senken. Das Medikament Dustasterid senkt den DHT-Spiegel im Blut bei einer regelmäßigen Einnahme um ca. 90% auf 10%. Im Bereich der Kopfhaut sinkt der Spiegel um ca. 55%. In Deutschland hat derzeit kein Mittel eine Zulassung welches die Produktion von DHT direkt in der Haarfollikel hemmt. In Apotheken können jedoch nach einer ärztlichen Verschreibung bestimmte Lotionen hergestellt werden.

Aminosäuren

Diese Säuren sind notwendig für den Aufbau und die Funktion des menschlichen Körpers. Aminosäuren sind Bausteine der Peptide und Proteine. Vor allem das Cystin ist in großer Menge im Keratin vorhanden, einem wichtigen Aufbaustoff für das Haar. Die schwefelhaltige Aminosäure soll in Kombination mit B Vitaminen in der Lage sein den Haarausfall bei Frauen zu stoppen, so eine Studie des Universitäts-Spitals in Zürich.

Anagen (es) Effluvium

Wenn das Haar auf dem Kopf wächst bezeichnet man die Wachstumsphase als Anagenphase. Ungefähr zwischen 85-90% der menschlichen Haare befinden sich ständig im Wachstum. Die Wachstumsphase dauert in der Regel zwischen 3-6 Jahren.

Anagenes Effluvium

Dieser Haarausfall setzt auch in der Anagenphase - Der Wachstumsphase - der Haare ein. In diesem Fall ist es kein genetischer Haarausfall, sondern wird durch eine Strahlen- oder Chemotherapie ausgelöst.

Androgene

Androgene sind ein Sammelbegriff für alle männlichen Sexualhormone. Vor allem bei der androgenetischen Alopezie wird der Haarausfall vom Alter bedingt ausgelöst, aber auch durch genetische Bedingungen. Deshalb kann auch eine Veränderung des Hormonspiegels schuld am Haarausfall sein. Die Haarfollikel weisen dabei eine besondere Empfindlichkeit gegenüber dem Hormon auf und fallen dann aus. Die Androgene findet man nicht nur bei Männern, auch Frauen tragen das Hormon in ihrem Körper. Bei Frauen tragen sie den Namen Testosteron und Dihydrotestosteron.

Anti-Frizz

Vor allem bei schwer zu bändigendem Haar werden diese Produkte angewendet. Bei fliegenden oder krausen Haaren werden sie verwendet um das Haar zu glätten. Im Grunde arbeiten Anti-Frizz Produkte damit, dass die Schuppenschicht des Haares durch essentielle Öle geglättet wird. Anti-Frizz Produkte ummanteln die Schuppen also und verhindern so, dass Näss eindringen kann.

Anti-Itch Conditioner

Conditioner, die bei juckender Kopfhaut eingesetzt werden.

Anti-Itch Shampoos

Shampoos die bei juckender Kopfhaut eingesetzt werden.

Braid Shampoos

Braid Shampoos sind für Flechtfrisuren entwickelt worden und sind in ihrer Zusammensetzung speziell darauf abgestimmt. Diese Shampoos enthalten oft Inhaltsstoffe wie Teebaumöl die gleichzeitig Kopfhautjucken und Reizungen beseitigen, was bei Flechtfrisuren leicht auftreten kann. Zur zusätzlichen Pflege empfehlen sich zusätzliche Produkte wie Lotionen, Cremes oder Sprays.

Braid Sprays

Sprays, die je nach Produkt Kopfhautjucken beseitigen, Glanz und Frische verleihen.

Ceramide

Lipide, die den Feuchtigkeitsgehalt der Haut regulieren.

Clarifying and cleansing Shampoo

Entfernen Schmutz und Ablagerungen aus dem Haar.

Color-Conditioner

Color-Conditioner sind speziell für gefärbte Haare entwickelt worden. Diese Conditioner schützen die Haare vor dem Ausbleichen und erhalten damit länger die Farbbrillanz. Erhältlich sind sie mittlerweile als Spülungen, Cremes oder auch Sprays die nach dem Waschen im Haar verteilt werden können, und dort verbleiben. Meist sind diese mit einem UV-Filter versehen um die Haare vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

Conditioner

Haarpflegemittel, die Aspekte wie Kämmbarkeit, Glanz und Struktur verbessern. Sie pflegen das Haar und erzielen besondere Pflegeeffekte, je nach ihrer individuellen Pflegeformel.

Conditioning Shampoos

Finden Anwendung bei brüchigem, geschädigtem und trockenem Haar genauso wie bei chemisch behandeltem und colouriertem Haar.

Coloration

Die Coloration oder Färbung wird dazu verwendet um den Haarton dauerhaft zu verändern. Die Coloration wäscht sich nicht wie eine normale Tönung aus, sondern sie wächst mit der Zeit heraus. Die Coloration gehört damit zu den eindringenden Farben. Eine Coloration kann man nur wieder rückgängig machen indem man das Haar erneut bleicht um die Farbe zu entfernen, oder mittels Strähnchen versucht eine zu dunkel geratene Haarfarbe aufzuhellen. Der Unterschied zur Coloration ist die Tönung. Tönungen umhüllen das Haar für eine gewisse Zeit und waschen sich nach und nach aus.

Cuticula

Die Cuticula ist die äußerste Schicht des Haarschaftes. Sie ist aus ineinander überlappenden, harten, abgeflachten und verhornten Schuppen aufgebaut. Man kann sich die Cuticula vorstellen wie ein Dach. Die Schuppen sind ineinander gereihte Dachziegel. Die Cuticula schützt das Haar und verleiht ihm ein starkes und flexibles Gerüst. Wird sie jedoch zum Beispiel durch Färbungen oder Blondierungen geschädigt dann kann an den Haarenden Spliss auftreten, oder die Haare werden glanzlos und strohig. Das ist ein eindeutiges Zeichen dass die Cuticula kaputt ist und hier hilft nur viel Pflege und ein anständiger Schnitt.

Dandruff and medicated Shampoos

Diese Shampoos sind speziell für Schuppen und die Pflege der komplizierten Kopfhaut bei Schuppen entwickelt worden. Nach dem Waschen mit diesen Shampoos empfiehlt sich noch eine Nachbehandlung mit einem speziellen Conditioner der viel Feuchtigkeit enthält, oder das nochmalige Waschen mit einem Feuchtigkeitsshampoo.

Deep penetrating oder restructuring Conditoner

Diese Produkte haben besonders große Pflegeeigenschaften und empfehlen sich für stark geschädigte Haare. Die Behandlung mit diesen Pflegemitteln sollte je nach der Haarschädigung entweder alle zwei Wochen oder einmal im Monat erfolgen.

Haarausfall bei Frauen | Was tun | Ursachen | Vorbeugung | Erklärungen | Therapie

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