Glatze in der Mitte: Ursachen und Lösungen

Haarausfall am Hinterkopf ist ein häufiges Problem, das viele Männer betrifft und oft schrittweise verläuft. Er kann nicht nur das äußere Erscheinungsbild beeinträchtigen, sondern auch das Selbstbewusstsein und das persönliche Wohlbefinden stark beeinflussen. In diesem Artikel werden die Ursachen für Haarausfall am Hinterkopf detailliert erläutert und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt.

Ursachen für Haarausfall am Hinterkopf

Die Ursachen für Haarausfall am Hinterkopf sind vielfältig und sollten frühzeitig medizinisch abgeklärt werden. Eine frühzeitige ärztliche Abklärung ist sinnvoll, da sich die Ursachen unterscheiden und der Verlauf variieren kann. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

  • Androgenetische Alopezie: Haarausfall am Hinterkopf ist häufig ein typisches Anzeichen der androgenetischen Alopezie, also des erblich bedingten Haarausfalls. Diese Form betrifft einen Großteil der Männer im Laufe ihres Lebens.
  • Stress: Anhaltender körperlicher oder psychischer Stress kann die Durchblutung der Kopfhaut beeinträchtigen.

Von Haarausfall spricht man, wenn täglich über einen längeren Zeitraum deutlich mehr als 100 Haare ausfallen. Ein weiteres frühes Anzeichen sind viele kurze, feine Haare, die sich kaum frisieren lassen und ungleichmäßig abstehen. Um die genaue Ursache zu bestimmen, sind eine ärztliche Kopfhaut- und Haaranalyse sowie gegebenenfalls Blutuntersuchungen sinnvoll.

Psychische Belastung durch Haarausfall

Der sichtbare Haarverlust am Hinterkopf wirkt sich bei vielen Betroffenen nicht nur äußerlich, sondern auch emotional aus. Mit zunehmendem Haarausfall am Hinterkopf empfinden manche Männer eine Verunsicherung, die das Selbstbewusstsein und das persönliche Wohlbefinden beeinträchtigen kann. Gerade jüngere Männer erleben die Veränderung ihres Erscheinungsbildes oft als Einschnitt. Der Haarverlust kann dazu führen, dass sie sich älter fühlen, als sie sind, oder ihr äußeres Erscheinungsbild kritischer wahrnehmen.

Wie stark die psychische Belastung empfunden wird, ist individuell sehr unterschiedlich. Klar ist jedoch: Haarausfall ist für viele mehr als ein kosmetisches Thema.

Diagnose und Behandlung

Je früher Haarausfall am Hinterkopf fachärztlich abgeklärt wird, desto besser lassen sich geeignete Maßnahmen einleiten. Eine gezielte Behandlung ist nur dann möglich, wenn die zugrunde liegende Ursache bekannt ist. Ein Dermatologe ist der richtige Ansprechpartner für die Diagnostik. Durch die Untersuchung der Kopfhaut und Haarwurzeln sowie gegebenenfalls durch Blutanalysen können hormonelle, stoffwechselbedingte oder andere Ursachen identifiziert werden.

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Zur Behandlung von Haarausfall am Hinterkopf stehen verschiedene medikamentöse Ansätze zur Verfügung, die den Haarverlust verlangsamen oder das bestehende Haarbild stabilisieren können. Wichtig ist dabei eine realistische Einordnung: Diese Therapien wirken nur so lange, wie sie angewendet werden. Wird die Behandlung beendet, setzt der Haarverlust in der Regel erneut ein. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von der Ursache und dem Stadium des Haarverlusts ab. Eine frühzeitige ärztliche Abklärung ist daher entscheidend, um eine passende Therapie auszuwählen und Fehlbehandlungen zu vermeiden.

Medikamentöse Behandlungen

Es gibt verschiedene Medikamente und Wirkstoffe, die bei Haarausfall eingesetzt werden können:

  • Minoxidil: Lokal auf der Kopfhaut angewandt als Lösung oder Schaum verlangsamt sich der erblich bedingte Haarausfall. Manchmal kann sogar eine Stimulation des Haarwachstums beobachtet werden. Auch die Dichte und Dicke der Haare können sich verbessern.
  • Finasterid: Der Wirkstoff Finasterid wird als Tablette eingenommen und wirkt daher im ganzen Körper. Er hemmt die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT). Ärzte dürfen jedoch das Finasterid als „off-label“ verordnen, weil einige wissenschaftliche Studien Belege für den Nutzen des Medikamentes liefern.
  • Alfatradiol: Es hemmt ebenfalls die Umwandlung von Testosteron in DHT. Es kann von Männern und Frauen benutzt werden.

Haartransplantation

Bei Haarausfall am Hinterkopf infolge einer androgenetischen Alopezie stoßen nicht-operative Behandlungen häufig an ihre Grenzen. In diesen Fällen sind die Haarwurzeln im betroffenen Bereich meist dauerhaft inaktiv. Liegt dem Haarschwund eine genetische Veranlagung zugrunde, lassen sich fortschreitende kahle Stellen langfristig nur durch eine Haartransplantation vermeiden. Der Vorteil liegt darin, dass im seitlichen und hinteren Kopfbereich in der Regel noch genetisch stabile Haarfollikel vorhanden sind.

Die Entnahme erfolgt meist mittels FUE-Methode (Follicular Unit Extraction), bei der einzelne follikuläre Einheiten schonend und narbenarm entnommen werden. Für das gezielte Einsetzen der Haarfollikel kann zusätzlich die DHI-Technik (Direct Hair Implantation) genutzt werden. Nach einer anfänglichen Ruhephase beginnt das neue Haarwachstum, das sich über mehrere Monate entwickelt.

Weitere Behandlungsmethoden

Es gibt auch alternative und ergänzende Behandlungsmethoden:

  • PRP-Therapie (Platelet Rich Plasma): Das Blut des Patienten wird entnommen und speziell aufbereitet, sodass konzentriertes Blutplasma entsteht. Dieses enthält unter anderem eine hohe Konzentration an Blutplättchen, Zytokinen und Wachstumsfaktoren.
  • Low-Level-Laser-Therapie: Mithilfe eines medizinischen Lasers wird die Kopfhaut behandelt. Dadurch wird die Durchblutung der Kopfhaut angeregt und die Wachstumsphase der Haare verlängert.
  • Meso-Therapie: Aus dem Bereich der Alternativmedizin kommt die Meso-Therapie, bei der spezielle Medikamente, Nährstoffe, Vitamine oder Spurenelemente in die Kopfhaut injiziert werden.

Präventive Maßnahmen

Präventive Maßnahmen können vor allem bei frühem oder leichtem Haarausfall am Hinterkopf sinnvoll sein - vorausgesetzt, die Ursachen wurden zuvor medizinisch abgeklärt. Eine schonende Haar- und Kopfhautpflege spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Milde Shampoos, lauwarmes Wasser und ein zurückhaltender Umgang mit Hitze beim Föhnen oder Styling helfen, die Kopfhaut nicht zusätzlich zu belasten.

Für gesundes Haarwachstum benötigt der Körper verschiedene Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente wie Zink, Biotin oder Magnesium. Eine ausgewogene Ernährung trägt dazu bei, die Haarwurzeln ausreichend zu versorgen.

Erblich bedingter Haarausfall (Androgenetische Alopezie)

Erblich bedingter Haarausfall ist die mit Abstand häufigste Form von übermäßigem Haarverlust und liegt bei etwa 95 Prozent der von Haarausfall betroffenen Menschen vor. Er wird auch als androgenetische Alopezie oder Alopecia androgenetica bezeichnet. Man versteht darunter eine genetisch bedingte Veranlagung zum Haarausfall, die durch eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber männlichen Sexualhormonen verursacht wird.

Durch eine erblich bedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber männlichen Sexualhormonen wird die Wachstumsphase der Haare verkürzt. Im männlichen Körper und in geringerer Menge auch bei Frauen befindet sich das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Das Hormon sorgt dafür, dass die Wachstumsphase der Kopfhaare verkürzt wird. Die Veranlagung zur androgenetischen Alopezie kann von beiden Elternteilen vererbt werden und ist oft besonders ausgeprägt, wenn beide Elternteile betroffen sind.

Bei Männern beginnt die androgenetische Alopezie teilweise schon zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Wie schnell und wie ausgeprägt der Haarausfall verläuft, ist individuell sehr unterschiedlich. Um den Haarverlust standardisiert zu dokumentieren, wurde von James Hamilton ein Schema entwickelt, welches später nochmals von O'Tar Norwood modifiziert wurde. Ab Stadium 2 kann es zusätzlich zu einer Glatzenbildung im Bereich des oberen Hinterkopfes kommen. Dieser Bereich fließt im Verlauf mit den anderen kahlen Stellen zusammen.

Haarausfall bei Frauen

Das charakteristische Muster des erblich bedingten Haarausfalls bei Männern kommt bei Frauen nur sehr selten vor. Während das meist an Stirn, Seiten und Hinterkopf wenig auffällt, kommt es vor allem zu lichtem Haar in der Scheitelregion. Meistens fallen die ersten Symptome nach den Wechseljahren, etwa ab dem 50. Lebensjahr auf, wenn sich der Hormonhaushalt der Frau ändert.

Auch bei Frauen ist die Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegenüber männlichen Geschlechtshormonen ursächlich. Die überwiegende Zahl der betroffenen Frauen leidet aber nicht unter einem generellen Überschuss männlicher Hormone im Körper, sondern lediglich unter einer lokalen Überexpression. Selten liegt auch eine echte Hyperandrogenämie vor.

Diagnose und Therapie

Die androgenetische Alopezie ist eine klinische Diagnose, die man anhand des typischen Erscheinungsbildes stellen kann. Auch eine Familienanamnese oder ein Vergleich von früheren Fotos des Patienten mit dem aktuellen Erscheinungsbild können helfen. Eine Quantifizierung des Haarausfalls kann mit einem Trichogramm erreicht werden, bei der das aktuelle Wachstumsverhalten der Haare beurteilt werden kann.

Die medikamentösen Therapiemöglichkeiten der androgenetischen Alopezie haben eine Gemeinsamkeit: Sie wirken nur, solange sie angewendet werden. Die richtige Ernährung kann einen erblich bedingten Haarausfall nicht stoppen. Sie kann aber dafür sorgen, dass die vorhandenen Haare dicker und gesünder sind und dass zusätzliche Faktoren, die sich auf das Haarwachstum auswirken, minimiert werden. Insbesondere auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen, Zink, Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen sollte geachtet werden.

Hausmittel und Styling-Tipps

Die Wirksamkeit von Hausmitteln auf erblich bedingten Haarausfall ist nicht wissenschaftlich gesichert, sodass deren Wirkung unklar ist. Die bekannten Hausmittel dienen meist dazu, die Durchblutung der Kopfhaut anzuregen. Dazu gehören zum Beispiel Kopfhautmassagen mit einem milden Öl wie Kokosöl, Arganöl oder Olivenöl. Insbesondere Frauen leiden besonders stark unter einem auftretenden Haarausfall.

Ein geschicktes Frisieren oder kleine Accessoires können den Haarausfall zumindest bis zu einem gewissen Stadium kaschieren. Auch das richtige Styling macht viel aus. Auf Haarspray oder Haargel sollte verzichtet werden, weil es die Haarsträhnen verklebt und die gesamte Mähne dadurch noch dünner wirken lässt. Wer es gerne lässig mag und in legerem Rahmen unterwegs ist, kann auch mal zu Hut oder Kappe greifen.

Weitere Ursachen für Haarausfall

Neben der androgenetischen Alopezie gibt es auch andere Ursachen für Haarausfall:

  • Diffuser Haarausfall: Der diffuse Haarausfall macht sich durch ein Ausdünnen der Haare am gesamten Kopf bemerkbar. Auch hier kommt es sehr selten zu einer Glatzenbildung. Zudem ist der Haarverlust meist reversibel (umkehrbar), denn für diffusen Haarausfall können verschiedene Auslöser verantwortlich gemacht werden.
  • Kreisrunder Haarausfall: Bei dieser Form entstehen kreisrunde kahle Stellen auf dem Kopf.
  • Vernarbender Haarausfall: Diese Form führt zu irreversibler Zerstörung der Haarfollikel und Narbenbildung.

Haarausfall bei Frauen: Besondere Aspekte

Ausgefallene Haare: Für so gut wie jede Frau ist der Schreck groß, wenn sie feststellt, dass ihr vermehrt Haare ausgehen. Jetzt sollte man einen Termin beim Haus- oder Hautarzt zur Abklärung der Ursache vereinbaren, um gezielt etwas gegen das dünner werdende Haupthaar zu unternehmen. Denn obwohl auch bei Frauen der androgene Haarausfall mit ca. Die Antibabypille verhindert eine ungewollte Schwangerschaft, indem sie dem weiblichen Körper die Hormone Östrogen und Gestagen zur Schwangerschaftsverhütung zuführt.

Aber auch beim Absetzen der Pille kann es vorübergehend zu einem verstärkten Haarverlust kommen. Ursache für den Haarausfall kann der erhöhte Nährstoffbedarf sein, der durch den Embryo im Wachstum entsteht.Da es die Natur so eingerichtet hat, dass der Fötus zuerst versorgt wird, kann ein Nährstoffmangel bei der Mutter entstehen, der den Haarverlust zur Folge hat. Während der Schwangerschaft stellt sich der weibliche Körper zur Versorgung und zum Schutz des Fötus um. Dazu wird auch vermehrt das Hormon Östrogen produziert.Entsprechend reagieren viele Frauen nach der Schwangerschaft mit Haarausfall auf die verminderte Produktion von Östrogen. Ähnlich wie erstmals in der Pubertät wird auch in den Wechseljahren der Frau ihr gesamter Hormonhaushalt auf den Kopf gestellt. Diese starke hormonelle Veränderung ist nicht nur der Grund für ungewöhnliche Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, sondern kann auch der Auslöser für Haarausfall sein.

Die Rolle der Ernährung und Entschlackung

Ein normaler, gesunder Haarwuchs setzt voraus, dass die Haarwurzeln mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden. Ist diese Zufuhr gestört, können sie ausfallen. Deshalb kann auch eine ganze Reihe anderer Erkrankungen oder Störungen im Körper der Auslöser für den Verlust von Haaren sein. Auch bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung Haare ausfallen lassen.

Wenn aber im Haarboden Schlacken eingelagert sind, dann verstopfen sie die feinen Blutgefässe, die den Haarboden und die Haarwurzeln eigentlich mit Nährstoffen versorgen sollten. Ganz egal für welche Haarausfallkur oder Haarwuchskur Sie sich jedoch entscheiden, an einer gewissen Ernährungsumstellung führt kein Weg vorbei. Werden sie plötzlich gemieden, atmet der Organismus buchstäblich auf. Je weniger Säuren und Schlacken in den Körper gelangen, umso schneller können die alten Ablagerungen - die sich unter anderem im Haarboden befinden und dort jeden Haarneuwuchs verhindern - gelöst und ausgeleitet werden.

Vernarbende Alopezie: Eine besondere Form des Haarausfalls

Egal, welche Ursache - ein Haarverlust ist für Betroffene immer eine extreme Belastung. Die vernarbende Alopezie betrifft Frauen und Männer gleichermaßen. Aber um was genau handelt es sich dabei? Bei vernarbender Alopezie werden die Haarfollikel zerstört; Haare können nicht mehr nachwachsen, der Haarverlust ist nicht umkehrbar. Bei einer vernarbenden Alopezie richtet sich das Immunsystem aus verschiedenen Gründen gegen die körpereigenen Haarfollikel. Es entsteht eine Entzündung, welche in letzter Konsequenz zur Zerstörung des Follikels führt. Die Haarfollikel vernarben durch die Entzündung so, dass kein Haar mehr aus ihnen wachsen kann.

Je nach Auslöser können unterschiedliche Symptome auftreten. Der Krankheitsverlauf unterscheidet sich oft sehr, was die Diagnose zusätzlich erschwert. Häufige Symptome vernarbender Alopezie können sein: juckende Stellen der Kopfhaut, Rötungen und Schuppen, Schmerzen und helle, haarlose Haut.

Besonders auffällig ist, dass an den kahlen Stellen die Haut ungewöhnlich glatt wird - es sind keine Haarausgänge mehr zu sehen, die Haut glänzt. In jedem Fall sollte bei entzündlichen Veränderungen und Verdacht auf vernarbenden Haarausfall ein Facharzt aufgesucht werden, um durch eine umfassende Diagnostik die zugrundeliegende Krankheit identifizieren zu können. Je nach Ursache läuft die Behandlung unterschiedlich ab. Sind die Haare jedoch einmal ausgefallen, wachsen sie bei vernarbender Alopezie nicht mehr nach.

Je nach Ursache werden Hautproben entnommen oder das Blut auf Autoimmunmarker untersucht. Da die Krankheit auch sehr langsam voranschreiten kann, wird sie oft nicht gleich erkannt. Eine Behandlung kann je nach Ursache unterschiedlich erfolgen. So sind in einigen Fällen äußerliche Behandlungen mit kortisonhaltigen Salben, Shampoos und Lotionen, aber auch innerliche Anwendungen mit Antibiotika oder bestimmten Pilzmitteln möglich. In einigen Fällen kann es nötig sein, die erkrankten Haarwurzeln operativ zu entfernen, um ein Voranschreiten der Krankheit zu stoppen.

Kreisrunder Haarausfall: Ursachen und Behandlung

Kreisrunder Haarausfall tritt stellenweise am Kopf oder am ganzen Körper auf. Bei über der Hälfte der Betroffenen wachsen die Haare innerhalb von zwölf Monaten nach. Die häufigste Form des Haarverlusts, die androgenetische Alopezie (Alopecia androgenetica), wird durch männliche Sexualhormone, die Androgene, ausgelöst, und ist erblich bedingt. Im Gegensatz zum kreisrunden Haarausfall sind Frauen hiervon weniger stark betroffen.

Bei der Autoimmunreaktion, die zum Haarverlust führt, bildet der Körper Antikörper, die sich gegen körpereigenes Gewebe richten. Das führt zu einer chronischen Entzündung in den tiefen Schichten der Haut, also an den Haarwurzeln, sodass die Haare ihren Halt verlieren. Zusätzliche zu genetischen Ursachen werden äußere Einflüsse wie Umweltfaktoren (unter anderem Infektionen) und psychischer Stress als Auslöser in Betracht gezogen.

Der Haarausfall beginnt plötzlich und oftmals mit einer Stelle oder wenigen etwa münzgroßen kahlen Stellen. Innerhalb weniger Wochen werden diese Areale größer. Betroffen sind zumeist die Kopfhaut oder die Körperbehaarung, aber auch Augenbrauen oder Bart können diese Form des Haarausfalls aufweisen. Häufig befinden sich noch sehr kurze Haare in diesen Bereichen. Die Haut sieht nicht verändert oder entzündet aus.

Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen bildet sich der Haarausfall nach sechs bis zwölf Monaten von selbst wieder zurück. Daher ist es sinnvoll, mit einer aktiven Behandlung abzuwarten. Es gibt einige Therapieansätze, die Menschen mit Alopecia areata individuell ausprobieren können. Allerdings ist die Datenlage noch nicht ausreichend, um abschließend die Wirksamkeit zu beurteilen.

Eine häufig angewandte Methode ist das Einreiben der haarlosen Stelle mit kortisonhaltigen Mitteln. Alternativ ist auch eine lokale Injektion von Kortison in die Haut möglich. Das Kortison kann auch oral durch Kortisonsteroide aufgenommen werden. Die Substanz Minoxidil kommt sowohl bei gewöhnlicher Kahlheit als auch beim kreisrunden Haarausfall als Medikament zum Einsatz. Der Wirkstoff verstärkt die Durchblutung um die Haarfollikel und fördert so das Haarwachstum. Auch speziellen Lichttherapien wird eine Wirksamkeit nachgesagt.

Der zeitliche Verlauf ist unterschiedlich. Bei manchen Betroffenen fallen über einen kurzen oder einen längeren Zeitraum nur wenige Haare aus. Bei anderen Menschen werden schon nach wenigen Wochen deutliche Lücken sichtbar. Sind die Haare wieder nachgewachsen, hinterlässt die Erkrankung keine Narben auf der Haut.

Was hilft bei Haarausfall?

Wie du nun weißt, gibt es nicht nur verschiedene Formen des Haarausfalls bei Männern, sondern auch zahlreiche Ursachen. Bevor du nun also in die Drogerie oder in die Apotheke stürmst und viel Geld in vielversprechende Haarwuchsmittel investierst, solltest du die genaue Ursache für deinen Haarausfall abklären. Nicht jedes Mittel gegen Haarausfall hält, was es verspricht. Die folgenden Wirkstoffe und Methoden gegen Haarverlust sind jedoch wissenschaftlich nachgewiesen.

Medikamente und Wirkstoffe

  • Redensyl: Basierend auf den Erkenntnissen der Stammzellenforschung reaktiviert dieser inaktive Zellen und regt die Blutzirkulation an, wodurch die Haarfollikel mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen beliefert werden.
  • 2-Desoxy-D-Ribose: Studien zeigen, dass 2DDR die Zellregeneration sowie die Durchblutung in der Kopfhaut fördert - beides wichtige Faktoren für ein gesundes Haarwachstum.
  • Koffein: Hoch dosierte koffeinhaltige Haarwasser vermögen es, tiefere Schichten der Kopfhaut zu durchbluten, sodass noch aktive Follikel kräftiger Haare produzieren können, wodurch ein fülligeres Haarbild entsteht.

Weitere Therapieansätze

  • Topische Immuntherapie: Beim kreisrunden Haarausfall richtet sich das körpereigene Abwehrsystem gegen die eigenen Haarfollikel.

Zusammenfassung

Haarausfall am Hinterkopf kann verschiedene Ursachen haben, von denen die androgenetische Alopezie die häufigste ist. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um den Haarverlust zu verlangsamen oder zu stoppen. Neben medikamentösen Therapien und Haartransplantationen können auch präventive Maßnahmen und eine ausgewogene Ernährung helfen, das Haarwachstum zu fördern. Bei Verdacht auf Haarausfall sollte ein Facharzt konsultiert werden, um die genaue Ursache zu ermitteln und eine geeignete Behandlung einzuleiten.

Ursache Häufigkeit Behandlungsmöglichkeiten
Androgenetische Alopezie Sehr häufig Minoxidil, Finasterid, Haartransplantation
Diffuser Haarausfall Häufig Behandlung der Grunderkrankung, Nährstoffergänzung
Kreisrunder Haarausfall Gelegentlich Kortison, Minoxidil, Lichttherapie
Vernarbende Alopezie Selten Entzündungshemmende Mittel, operative Entfernung

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