Glätteisen sind schnelle Helfer, nicht nur wenn es um seidige Haare geht. Viele Frauen können sich ein Leben ohne Glätteisen nicht mehr vorstellen. Es gilt als Wunderwaffe, welche sich zweckentfremden lässt. Damit Ihre Haare jedoch keinen Schaden davon tragen, gibt es einiges zu beachten. Es gilt als Wunderwaffe, welche sich zweckentfremden lässt. Doch neben diesen ganzen Vorteilen, gibt es durchaus einige Gefahren, die vor allem bei falscher und übermäßiger Anwendung entstehen. Etwa ausgetrocknete Haare, Spliss oder gar Haarbruch.
Um dem vorzubeugen, haben wir hier für Sie die wichtigsten Informationen rund um die nützliche Frisierhilfe sowie Alternativen zusammengestellt. Die Hitze des Eisens verändert kurzzeitig die Haarstruktur, was zu einer glatten, seidigen Mähne führt - auf Dauer das Haar jedoch strapaziert. Widerspenstige, lockige, naturkrause Haare - sie alle lassen sich mithilfe eines Glätteisen bändigen. Doch nur wenn Sie verantwortungsbewusst und umsichtig damit umgehen, werden Sie langfristig Freude daran haben.
Bevor Sie loslegen, sollten Sie Ihren Haarzustand aufmerksam und ehrlich analysieren: Ist es geschmeidig oder trocken und splissig? Stark angegriffenes Haar sollte auf keinen Fall geglättet werden, ansonsten ist es je nach Beschaffenheit “erlaubt“ - immer unter der Verwendung von passenden Pflegemitteln.
Damit die hohen Temperaturen des Glätteisens die Haare nicht schädigen, gibt es bestimmte Pflegeprodukte, die vor dem Einsatz immer aufgetragen werden sollten. Diese Hitzeschutzmittel haben die Gemeinsamkeit, dass sie eine Art Puffer zwischen Glätteisen und Haar bilden und so Schäden aufgrund des starken Temperaturanstiegs verhindern. Sie können frei wählen zwischen Fluids, Mousse, Creme oder Spray. Häufig verdunstet ein Teil des Mittels während der Behandlung. Über austretenden Dampf sollten Sie sich dann keine Gedanken machen.
Es gilt die Faustregel: Je kräftiger und gepflegter das Haar, desto häufiger können Sie es glätten. Feines, sensibleres Haar sowie kaputte und strapazierte Längen sollte nicht mehr als zweimal die Woche beansprucht werden.
Die verwendete Temperatur eine große Rolle: Mehr als 200 Grad Celsius dürfen unabhängig vom Haartyp nicht sein. Dies schadet der Haarstruktur und führt auf Dauer zum gegenteiligen Ergebnis. Wenn die Temperatur zu niedrig ist, müssen Sie die einzelnen Haarsträhnen zu häufig durch das Glätteisen ziehen - was wiederum die Haare unnötig strapaziert und aufraut. Die ideale Temperatur liegt zwischen 120 und 180 Grad Celsius, je nach Beschaffenheit der Haare.
Glätteisen gibt es von 10 bis 300 Euro. Teuer ist nicht gleich besser, deshalb unbedingt auf die nachfolgenden Faktoren achten: Je glatter die Heizplatten des Eisens sind, desto schonender ist es für Ihr Haar, da Reibung seine Oberfläche beschädigt. Metallplatten sind zu vermeiden, da sie es spröde und splissig machen. Gute Ergebnisse sind mit Keramik- und Teflonbeschichtung zu erzielen. Keramik sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung. Tumalin stoppt die statische Aufladung der Haare, sodass sie nicht mehr wirr abstehen und an der Haut kleben.
Wenn das Gehäuse robust ist und die Platten dann noch federn, wird eine ausgewogene Anwendung möglich. Auch die Temperatur sollte nach einiger Zeit automatisch reguliert und ausgeschaltet werden, damit Gerät und Haare nicht überhitzen.
Um die Haare aufs Glätten einzustimmen, sollten sie (am besten schon am Vortag) mit einem Feuchtigkeitsshampoo gewaschen werden sowie mit einer Spülung, Kur oder Conditioner ausreichend gepflegt werden.
Sollten Sie direkt nach dem Waschen glätten wollen, unbedingt vorher auf einer kühlen Stufe halbtrocken föhnen, da die Haare im nassen Zustand sehr instabil sind und schnell brechen. Glätten Sie Ihre Haare deshalb niemals in nassem Zustand - dabei schaden Sie Ihrer Haarstruktur enorm und erhalten auf Dauer kaputtes, splissiges Haar.
Nach ca. einer Minute hat das normale Glätteisen seine Durchschnittstemperatur von 120° Celsius erreicht und ist verwendbar. Nun nehmen Sie eine mit Hitzeschutz präparierte Strähne und ziehen Sie diese geschlossen vom Haaransatz bis zu den Spitzen durch das Glätteisen. Nie direkt am Ansatz ansetzen - dabei riskieren Sie die Gefahr, sich an der Kopfhaut zu verbrennen.
Zuerst sollte das untere, dann abschließend das Deckhaar behandelt werden - Strähne für Strähne. Gleichmäßige Bewegungen sind wichtig, damit das Haar nicht stellenweise länger behandelt und überhitzt wird. Während des Glättens einen großen Bogen ziehen, um abstehende Spitzen zu verhindern. Anschließend mit Anti-Frizz-Pflege oder Haarspray fixieren, um die Frisur wetterfest zu machen.
Für lange Haare sollten die Platten breiter sein. Für einen glatten Pony sollte das Eisen nicht gerade nach unten, sondern ähnlich einer Rundbürste eingedreht nach unten gezogen werden. Das Gleiche gilt für kurze Haare. Anschließend etwas Gel zwischen den Handflächen verreiben und damit leicht fixieren.
Glättungsprodukte greifen nicht nur in die Haarstruktur ein, sondern auch an. Tägliches Gerätenutzen ist allerdings genauso schädlich. Neben dem Glätteisen ist auch ein Glätten mit dem Föhn möglich: Dafür die leicht feuchten Haare mit einem Hitzeschutz vorbereiten, über eine Rundbürste föhnen und abschließend für eine gute Lage mit etwas Gel oder Anti-Frizz-Serum an den Kopf andrücken. Eine chemische Behandlung ist einmalig belastend, dafür jedoch zeitsparend und praktisch. Ihr Friseur oder Haarexperte kann Ihnen individuell sagen, welche Behandlung für Sie die geeignetste ist.
Das chemische Glätten funktioniert prinzipiell wie eine umgekehrte Dauerwelle: Da gelocktes oder krauses Haar in einem Zustand der permanenten Spannung ist, entspricht der chemische Glättungsvorgang einer “Entspannung“. Deshalb werden die verwendeten Produkte von Friseuren oft als “Relaxer“ bezeichnet, was den aggressiven Vorgang verharmlost: Die Haarstruktur wird zunächst mithilfe chemischer Stoffe präpariert, sodass sich die Proteine in ihr lockern. Nun werden die Haare gekämmt, bis sie in einer neuen, glatten Form bestehen. Anschließend werden sie mit einem speziellen chemischen Mittel fixiert, damit die neue Haarstruktur erstmal beibehalten wird.
Die Einwirkzeit ist relativ lang, da eine tiefgehende Veränderung stattfindet. Dies sollte aufgrund der hohen Wirksamkeit der Stoffe immer nur vom Fachmann gemacht werden! Das Ganze kostet je nach Haarlänge etwa zwischen 70 und 200 Euro und hält im Schnitt (je nach Haartyp und Behandlung) zwei bis sechs Monate.
Eine Methode ist die sogenannte “Chi-Methode“: Dabei wird pulverisierte oder verflüssigte Seide ins Haar eingearbeitet. Die Prozedur dauert um die vier Stunden und kostet ca. 300 Euro. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und hält je nach Achtsamkeit bis zu einem halben Jahr. Benutzt man zwischenzeitlich allerdings ein Glätteisen oder einen Lockenstab, zerstört man die veränderte Haarstruktur und vernichtet die dauerhafte Glättung.
Wer grundsätzlich lieber Locken mag oder etwas Abwechslung haben möchte, der kann das Glätteisen auch anstelle eines Lockenstabs benutzen. Zunächst einen pflegenden Lockenschutz ins trockene Haar geben und dann das Haar in zwei Partien teilen. Die oberen Haare zu einem Zopf binden und mit einer Strähne der unteren Haare beginnen. Je dünner die Strähne, desto korkenzieherartiger die Locke.
Das Glätteisen am Ansatz ansetzen, zwei Zentimeter herunterziehen, dann um 180° drehen und in Richtung Spitze hinunterziehen. Diesen Schritt bei den anderen Strähnen auch anwenden. Soll die Locke definierter sein, kann man sie anschließend kurz um den Finger wickeln. Mit Haarspray oder -lack fixieren. Abschließend beim Deckhaar genauso vorgehen. Zum Schluss das gesamte Haar nach Wunsch mit den Fingern durchkämmen oder “aufwuscheln“- fertig! Auch hier gilt: Übung macht den Meister.
Wenn man den Dreh raus hat, steht das Locken mit dem Glätteisen einem Lockenstab um nichts nach. Mit dem Glätteisen lassen sich schöne gleichförmige Locken machen. Der Lockenstab mit konischer Form, wie der Golden Curl The Black, bietet allerdings den Vorteil, unterschiedlich große Locken zu formen.
Letztlich hängt die Häufigkeit, mit der Du Deine Haare glätten solltest, von Deinem individuellen Haartyp und seiner Beschaffenheit ab. Durch die optimale Stylingtemperatur von 185°C unserer Stylingtools werden die Haare langanhaltend gestylt, ohne schädigende Temperaturen von über 200°C zu überschreiten. Das bedeutet ein ingesamt haarschonenderes Styling und weniger Fresh-Ups zwischendurch, die Dein Haar zusätzlich strapazieren können. Mal eben kurz ohne Hitzeschutz stylen? Ein absolutes No-Go für Dein Haar!
Eigentlich willst Du weg von hohen Temperaturen und am liebsten ganz darauf verzichten? Du wünschst Dir trotzdem glatte Haare? Diese Alternativen funktionieren auch ohne Hitze:
Bei Haarverlängerungen aus Echthaar brauchst Du nicht aufs Glätten zu verzichten. Trotzdem solltest Du darauf achten, das Glätteisen schonend einzusetzen. Besonders an den Verbindungsstellen musst Du mit Hitze vorsichtig sein, ansonsten werden sie beschädigt und halten nicht mehr richtig.
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