Rasieren ist eine wiederkehrende Aufgabe und begleitet Männer ab dem ersten Bartwuchs bis zu ihrem Lebensende. Keine triviale Tätigkeit - es lohnt sich also, die richtige Methode für sich zu finden. Mit welcher Rasurvariante man sich am Ende am wohlsten fühlt, ist eine äußerst individuelle Sache. Viele Männer entscheiden sich für die Nassrasur mit Systemrasierern und nicht wenige nehmen einfach den nächstbesten, den sie günstig bei ihrem Discounter oder Drogeriemarkt entdecken.
Um herauszufinden, wie lange, haben wir viel Zeit investiert - insgesamt rund zwei Jahre. Mehrere Testpersonen haben die 12 Nassrasierer im Alltag benutzt, bis die Klingen streikten. Neben dem Kostenfaktor haben wir auch die Handhabung, die Gründlichkeit und eventuelle Hautreizungen in unsere Bewertung einbezogen. Am Ende hat sich ein klarer Sieger herauskristallisiert - aber wie immer gibt es auch Alternativen, die eigene Stärken aufweisen.
Die Stiftung Warentest hat Nassrasierer getestet. Das Fazit ist klar: Die Qualitätsunterschiede sind gering, die Preisunterschiede aber gross. Für eine Überraschung sorgen die Rasierhobel.
Für das letzte «Test»-Heft des Jahres 2024 hat die deutsche Stiftung Warentest einen grossen Aufwand betrieben. 160 Männer haben 20 Nassrasierer getestet und beurteilt. Neben Systemrasierern mit einer bis sechs Klingen kamen auch klassische Rasierhobel zum Einsatz.
Im Test gab es kaum Unterschiede zwischen den Modellen. Alle 20 Rasierer haben das Qualitätsurteil «gut» erhalten. Du kannst dir also kaufen, was dir am besten passt.
Es spielt auch keine Rolle, ob eine oder mehrere Klingen parallel zum Einsatz kommen. So hat im Test etwa der Vier-Klingen-Rasierer von Aldi besser abgeschnitten als die Version mit sechs Klingen.
Mehr Klingen bedeuten auch nicht unbedingt längere Haltbarkeit: Mit vier Klingen konnten die Tester im Schnitt zwölfmal das Gesicht gründlich rasieren, bei sechs Klingen waren es nur acht Durchgänge, bis die Klingen stumpf wurden. Maximal waren mit Systemrasierern fünfzehn Rasuren möglich, bei den Hobeln schwanken die Resultate von sieben bis elf Durchgängen.
Gillette blickt mittlerweile über 100 Jahre in der Entwicklung und Herstellung von Rasierern zurück. Zwischen dem ersten Rasierhobel aus dem Jahr 1903 und den batteriebetriebenen Fusion Nassrasierern hat sich eine Menge im Bereich der Sicherheitsrasierer und Systemrasierer getan.
Der Gillette Sensor wurde erstmals 1990 vorgestellt und war damals der erste Systemrasierer mit federnd gelagerten Klingen. Diese sollten bei Hautkontakt leicht zurückweichen und so eine gründlichere und zugleich schonendere Nassrasur ermöglichen. 3 Jahre später folgte der SensorExcel, der erstmals mit Gummilamellen vor den Klingen ausgestattet war. Diese Neuerung hat sich bis heute gehalten und auch nahezu alle modernen Systemrasierer verfügen über solche Lamellen. Kein Wunder also, dass der SensorExcel bis heute beliebt ist und auch nach wie vor verkauft wird.
Im Kopf des Gillette SensorExcel befinden sich oben bereits erwähnte Gummilamellen. Die sollen helfen die Barthaare vor den Klingen leicht anzuheben und diese so besser erfassbar machen. Von den federnden Klingen sind 2 Stück verbaut und dahinter ist der sogenannte Lubrastrip angebracht. Der gibt wasserlösliche Gleitstoffe während der Rasur ab und lässt den Klingenkopf so besser über die Haut gleiten. Ebenfalls eine Technologie, die auch in aktuellen Systemrasierern noch immer zu finden ist.
Was bei der ersten Rasur mit dem Gillette SensorExcel direkt auffällt, ist die Direktheit und hohe Präzision. Gerade wenn man modernere Systemklingen gewohnt ist, wie etwa die Mach3, erscheint die Federung der Klingen hier wesentlich härter. Das hat aber nicht nur Nachteile.
Die Gefahr von Schnittwunden ist logischerweise etwas größer, denn der SensorExcel verzeiht einfach weniger als weicher gelagerte Klingen. Andererseits kommt das auch der Präzision zugute, gerade an schwierigen Stellen. So gelingt beispielweise die Rasur unter der Nase leichter als mit modernen Klingen. Nicht zuletzt auch aufgrund der kompakten Abmessungen des Sensor Klingenkopfes. In Sachen Haltbarkeit kann der SensorExcel mit aktuellen Modellen allerdings nicht mithalten und schon nach wenigen Einsätzen leidet der Komfort.
Er ist scharf, verzichtet auf jedweden Schnickschnack und erlaubt eine Rasur mit hoher Präzision.
Die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe 08/2020 insgesamt 17 Systemrasierer für Männer getestet. Dabei standen die Kategorien Rasieren, Hautschonung, Haltbarkeit der Klingen und Handhabung auf dem Prüfstand.
Testsieger ist der Gillette Fusion5 ProGlide mit der Bestnote GUT (1,7), dicht gefolgt von drei weiteren Nassrasierern von Gillette: Die Stiftung Warentest vergab die Bestnote GUT auch an den SkinGuard Sensitive (1,8), MACH3 (1,9) und Gillette Fusion5 (2,0). Damit prämiert die Stiftung Warentest erneut die überlegene Produktqualität von Gillette.
"Die gründlichste und zugleich sanfteste Rasur gelingt mit dem Gillette SkinGuard. Am längsten scharf bleibt der Gillette Fusion5 ProGlide." Damit bestätigt die Stiftung Warentest zehn Jahre nach dem letzten Nassrasierer-Test (letzter Test: Stiftung Warentest, Heft 12/2010) Gillette erneut die Spitzenposition.
Der Gillette Fusion5 ProGlide erhielt in der Kategorie"Haltbarkeit der Klingen" mit Abstand die Bestnote SEHR GUT (1,3). "Mit durchschnittlich 18 Rasuren am längsten lebte die Wechselklinge Gillette Fusion5 ProGlide. (...) Ein Jüngling mit weichem Flaum kann sie deutlich öfter nutzen", so Stiftung Warentest. Seine optimal angeordneten fünf Klingen sorgen zudem für eine besonders gründliche Rasur, dafür gibt es das Qualitätsurteil GUT (1,8).
Starker Zweiter im Test ist der Gillette SkinGuard mit Bestnoten in den Kategorien "Hautschonung" mit dem einzigen SEHR GUT (1,5), "Rasieren" GUT (1,7), "Handhabung" GUT (1,9) sowie "Reinigen" SEHR GUT. "Damit lässt der Rasierer sogar Nassrasierer mit mehr Klingen eindeutig hinter sich", so Stiftung Warentest. Die innovative, patentierte SkinGuard Technologie liegt zwischen den zwei Klingen und dient als Schutzelement, das den Druck zwischen Klinge und Haut reduziert.
Bestgetesteter 3-Klingen-Rasierer ist der Klassiker Gillette MACH3 mit der Gesamtbewertung GUT (1,9). Er punktet insbesondere in den Kategorien "Haltbarkeit der Klingen" (2,0) und "Rasieren" (1,9).
Den klaren Vierfach-Sieg komplettiert der Gillette Fusion5 mit dem Qualitätsurteil GUT (2,0).
Die Klingen des Fusion5 ProGlide, des Gillette SkinGuard Sensitive und des Gillette Fusion5 kommen alle aus Berlin. Dort ist Gillette seit über 80 Jahren fest verwurzelt und produziert südlich vom Tempelhofer Feld die Klingen der Gillette Premium Rasierer im eigenen Werk. Gillette Klingen "Made in Berlin" liefern somit seit Generationen herausragende Produktqualität. Diese Qualität wurde nun erneut durch die Stiftung Warentest mit den Bestnoten ausgezeichnet.
Der aktuelle Test der Stiftung Warentest zeigt: Gillette Rasierer stehen für ein überragendes Rasurergebnis, überlegene Qualität sowie maximalen Komfort bei der Nassrasur.
Die von den Herstellern so gerne als Kaufargument angeführte Anzahl der Klingen sagt aber wenig über die Qualität der Rasur aus: Am saubersten schneidet ausgerechnet der Gillette Skinguard - der einzige Rasierer im Testfeld mit nur zwei Klingen. Er macht auch seinem Namen alle Ehre und schont als einziges Modell "sehr gut" die Haut.
Weil die Klingen aber etwas schneller abstumpfen als beim Testsieger, reicht es mit einer Gesamtnote "gut" (1,8) nur für den zweiten Platz. Zudem ist der Skinguard auf Dauer recht teuer: Weil man die Klingen öfter wechseln muss und eine im Schnitt 3,70 Euro kostet, rechnet Warentest mit einem Preis von 25 Cent pro Rasur.
Der ebenfalls von Gillette stammende Fusion5 Proglide rasiert mit seinen fünf Klingen nur minimal schlechter, ist auch etwas weniger hautschonend als der Skinguard. Dafür hält die Klinge aber deutlich länger durch. Weil der Nachschub mit 4,13 Euro pro Klinge aber recht teuer ist, hält sich die Ersparnis in Grenzen.
Obwohl der Mach3 ebenfalls aus dem Hause Gillette stammt, zahlt man hier nur 14 Cent pro Rasur. Der Dreiklingenrasierer schneidet dabei fast so gut wie die beiden teuren Geschwister, ohne sich echte Schwächen zu leisten.
Wer Gillette aus irgendeinem Grund nicht mag, dem silbern glänzenden Metall-Look nichts abgewinnen kann oder sich an der kompakten Bauweise des Mach3 stört, bekommt mit dem Wilkinson Sword Hydro 5 die beste Alternative in unserem Test.
Der Griff ist ein gutes Stück länger und breiter, außerdem ist er ergonomischer geformt. Es ist somit schlicht mehr zum Anfassen da - mit großen Pranken lässt er sich besser greifen. Er ist auch stärker gummiert - das spürt man und man sieht es auch.
Die Klinge ist flexibel, sie kann auf einer Achse geneigt werden. Ihr Widerstand ist gering - etwas zu gering für unseren Geschmack. Es bleibt aber im Rahmen. Beim Rasieren ist alles in Ordnung, schüttelt man den Rasierer, hört man sie aber ganz leise klappern.
Die Klinge ist sehr viel breiter als die des Mach3, was für präzises Rasieren kleiner Stellen ein Nachteil ist und daran liegt, dass der Hydro 5 zum einen fünf statt nur drei Klingen hat und zum anderen der Kunststoffrahmen über- und unterhalb der Klinge recht großzügig dimensioniert ist. Der obere Teil lässt sich immerhin zurückklappen, was die Übersicht etwas erleichtert. Auf eine separate Trimmerklinge muss man hingegen verzichten - zwar spricht der Hersteller bei dem Feature von einer Konturenklinge, gemeint ist aber der Klappmechanismus.
Schlechter ist es um den Gleitstreifen bestellt: Er trägt viel zu stark auf und »schleimt« regelrecht - nach der Rasur muss man den Schlick richtig von der Haut waschen.
Ähnlich wie beim Mach3 halten die Klingen sehr lange. Sie sind allerdings etwas teurer.
Mit dem Rasierer von Lidl kommt man langfristig mit am günstigsten weg.
Insgesamt haben die günstigen Discounter- und Drogeriemarkt-Modelle in unserem Test eher enttäuscht. Eine Ausnahme gibt es aber: Mit dem Cien Men Dynamic 5 Pro vertreibt Lidl einen Nassrasierer, der nicht nur auf den ersten Blick Sparpotenzial bietet.
Die Oberseite ist mit Metall bedeckt, was dem Cien einen etwas edleren Anstrich verleiht als die Discounter-Konkurrenten bieten, aber nicht ganz die Klasse eines Gillette Mach3 erreicht. Unten ist der Dynamic 5 Pro dezent gummiert und mit Rillen versehen, um Rutschen zu verhindern.
Die Klinge selbst ist relativ breit - nur minimal weniger als die des Wilkinson Hydro 5 - und somit nicht allzu gut für Feinheiten geeignet.
Auch Hautreizungen traten im Test nicht auf. Das ändert sich jedoch mit zunehmendem Abstumpfen der Klinge, was leider relativ schnell passiert und unser größter Kritikpunkt am Cien-Rasierer ist.
Allerdings sind die Ersatzklingen günstig, wodurch der Preis pro Rasur dennoch niedrig ist und im Testfeld lediglich vom Aveo Men 3-Klingen-Rasiere...
Wenn der Bart im Jugendalter zu sprießen beginnt, wählen die meisten männlichen Zeitgenossen die Nassrasur. Das hat vor allem finanzielle Gründe, denn ein guter Elektrorasierer ist eine kostspielige Anschaffung, während man Systemrasierer schon für ein paar Euro bekommen kann - die Ausgaben wachsen erst im Lauf der Zeit aufgrund der Ersatzklingen.
Für die Nassrasur spricht ihre Gründlichkeit. Weil die Klinge sehr nah über die Haut gleitet, werden Barthaare ebenda abgeschnitten. Elektrorasierer haben zum Schutz fein gelochte Metallplatten, die zwar die Haut vor Verletzungen schützen, aber aufgrund des größeren Abstands zur Haut minimale Stoppeln hinterlassen. Dadurch wird die Haut nicht ganz so glatt und der Bartschatten wird früher wieder sichtbar.
Auch für Männer mit unebener Gesichtshaut geht nichts über die Elektrorasur. Sich mit einem Rasierapparat zu schneiden, ist nahezu unmöglich.
Viele Nassrasur-Afficionados schwören auf Rasierhobel. Diese sind teurer in der Anschaffung, aber meist auch hochwertiger und oft auch schöner gestaltet. Im Gegenzug sind die Klingen deutlich günstiger und man ist flexibel bei der Wahl des Herstellers, denn Rasierhobel nutzen standardisierte Klingen.
Der Umgang mit Rasierhobeln erfordert aber Übung und Konzentration, denn hier zieht man die Klinge direkt über die Haut - eine Schutzzone gibt es nicht. Aus diesem Grund kann man sich mit Rasierhobeln leichter verletzen, gleichzeitig ist ihre Gründlichkeit unschlagbar.
Die meisten handelsüblichen Systemrasierer nutzen entweder drei oder fünf Einzelklingen. Es gibt auch Ausnahmen, die mit zwei, vier oder gar sechs Klingen aufwarten, diese sind aber eher selten - in unserem Test ist der Wilkinson Quattro das einzige Modell mit einer geraden Anzahl Schneiden.
Neben der grundsätzlichen Qualität der kleinen Säbel ist auch deren Abstand zueinander von Bedeutung, denn in die Lücken bergen das Risiko, mit Bartstoppeln und Rasierschaum zu verstopfen.
Der Gillette Mach3 Rasierer bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu teureren Modellen. Er liefert eine gute Rasurqualität für den täglichen Gebrauch und sorgt für ein angenehmes Gefühl während und nach der Rasur.
Dieses Produkt eignet sich ideal für Männer, die auf der Suche nach einem zuverlässigen und effektiven Rasierer sind, ohne dabei viel Geld ausgeben zu müssen. Der Gillette Mach3 ist perfekt geeignet für den täglichen Gebrauch und bietet eine gründliche Rasur ohne Hautirritationen. Für Männer mit empfindlicher Haut könnte dies die ideale Lösung sein.
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