Die Gesichtsrasur für Frauen, auch bekannt als Dermaplaning, ist ein beliebter Trend, der in vielen Kosmetikstudios angeboten wird und mit etwas Übung auch zu Hause durchgeführt werden kann. Dabei werden mit einem speziellen scharfen Rasiermesser abgestorbene Hautschuppen und feine Gesichtshaare entfernt, um das Hautbild zu verbessern. Wir beschäftigen uns näher mit Dermaplaning und klären über die Risiken des Gesichtspflegetrends auf. Außerdem erfahren Sie, wie Sie auch ganz ohne Dermaplaning Ihr Hautbild verbessern können.
Vereinfacht ausgedrückt bezeichnet Dermaplaning eine Art Gesichtsrasur für Frauen. Mit einem speziellen Rasierer werden dabei die feinen Gesichtshärchen und abgestorbenen Hautzellen entfernt. Häufig werden dafür auch ein Skalpell, Rasiermesser oder Augenbrauenrasierer verwendet. Es handelt sich dabei um eine Trockenrasur, die etwa alle vier Wochen durchgeführt wird.
Durch die Entfernung der Härchen soll eine glattere und reinere Hautoberfläche geschaffen werden, wodurch es zu einem „Glow-Effekt“ kommt. Außerdem sollen dadurch die Pflegeprodukte schneller wirken. Das Make-up lässt sich ebenfalls besser auftragen und hält länger.
Viele versprechen sich auch einen Anti-Aging-Effekt, da die Zellerneuerung und Kollagenproduktion angeblich angeregt werden sollen. Hierbei handelt es sich aber nur um eine Behauptung, die nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte.
Bei der herkömmlichen Rasur handelt es sich meist um eine Nassrasur. Rasiergel oder -schaum helfen dabei, die Haut geschmeidig zu halten. Im Gegensatz zum Dermaplaning verwenden die meisten einen Rasierer mit mehreren Klingen. Der Anwendungsbereich beschränkt sich bei vielen Frauen eher auf die Beine, Achseln oder den Intimbereich, wo deutlich gröberes Haar als im Gesicht wächst. Obwohl auch hier die oberste Hautschicht mit abgetragen wird, kann eine Rasur in der Regel bei allen Hauttypen durchgeführt werden. Dermaplaning sollte bei empfindlicher Haut dagegen vermieden werden.
Alle Frauen haben Gesichtsbehaarung. Tatsächlich gibt es zwei Arten von Haaren, die auf Frauengesichtern wachsen: Vellushaar, auch Pfirsichflaum genannt, das normalerweise fein und durchscheinend ist, und Terminalhaar, etwas dickeres und dunkleres Haar, das manchmal auf der Oberlippe und im Kotelettenbereich zu finden ist.
Die Rasur von Gesichtshaaren ist ganz deine Entscheidung. Entscheidend ist, wie man sich rasiert. Zum Beispiel solltest du dich nicht rasieren wenn du eine aktive Akne, Verletzungen oder Ausschläge im Gesicht hast, die weitere Reizungen und Infektionen verursachen können. Denke daran, dass die Gesichtshaut empfindlich ist und die Chancen für Hautreizungen beim Rasieren größer sind.
Dermaplaning reizt die Haut und schädigt die natürliche Schutzbarriere. Wenden Sie die Gesichtsrasur daher bei empfindlicher Haut und Hauterkrankungen wie Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte oder Rosazea auf keinen Fall an. Hier besteht ein erhebliches Risiko für ernsthafte Verletzungen und Entzündungen der Haut.
Wenn Sie sich bei geeigneter Haut für eine Behandlung entscheiden, sollte diese professionell durchgeführt werden.
Hinweis: Dermatologen raten generell vom Dermaplaning ab.
Die Gesichtsrasur für Frauen ist eine gute Möglichkeit, unerwünschte Haare im Gesicht schnell, kostengünstig und einfach zu entfernen. Doch bevor du mit der Haarentfernung beginnst, sollten wir uns die Vor- und Nachteile der Gesichtsrasur für Frauen ansehen.
Beim Dermaplaning werden nicht nur die Gesichtshärchen und die abgestorbenen Hautzellen entfernt. Auch die oberste Hautschicht wird teilweise abgetragen und beschädigt. Dadurch ist die natürliche Hautbarriere geschwächt und bietet weniger Schutz vor Fremdkörpern, UV-Strahlung und Kälte.
Weitere Risiken von Dermaplaning sind:
Die Verwendung der richtigen Tools und Produkte ist der Schlüssel zur weiblichen Gesichtsrasur. Mit einem speziell für die Gesichtsbehaarung entwickelten Rasierer lassen sich die Ergebnisse optimieren, vor allem bei der Rasur kleinerer Bereiche wie der Augenbrauen und der Oberlippe.
Gesichtshaarentferner für Frauen sind für Präzision und Kontrolle an kleinen Stellen ausgelegt, wodurch die Gefahr von Ungenauigkeiten, Hautreizungen, Rasurbrand und Pickeln geringer ist.
Hier findest du eine praktische Liste mit allen Tools und Produkten, die du für die Rasur von Gesichtshaaren für Frauen brauchst:
Hier sind unsere Tipps für die Gesichtsrasur von Frauen, die dir helfen, dich bequem und sicher zu rasieren und das Risiko von Hautreizungen, Rasurbrand oder Rasierpickeln zu verringern.
Viele entscheiden sich für eine Anwendung zu Hause. Um die Haut bestmöglich vor Keimen zu schützen, sollten Sie zuvor unbedingt Ihr Gesicht und Ihre Hände gründlich reinigen und gegebenenfalls Handschuhe tragen. Rasieren Sie dann langsam und vorsichtig Ihr Gesicht, um Verletzungen zu vermeiden. Entfernen Sie anschließend die Haar- und Hautrückstände.
Nach der Rasur empfehlen wir einige Tipps zur Nachsorge zu beachten, um die Haut zu unterstützen:
Für mindestens 24 Stunden nach der Rasur sollten Sie auf Make-up verzichten, intensive sportliche Aktivitäten und starkes Schwitzen vermeiden sowie auf das Schwimmen, besonders in chloriertem Wasser, verzichten. Zudem sollten Sie etwa zwei Wochen lang keine Hautpeelings oder andere Gesichtsbehandlungen durchführen. Vermeiden Sie, insbesondere in den Stunden und Tagen nach der Rasur, sich ins Gesicht zu fassen.
Auch ohne Dermaplaning können Sie ganz einfach ein schönes Hautbild erreichen. Generell gilt immer: Weniger ist mehr. Zu viele Pflegeprodukte können die natürliche Schutzschicht der Haut schädigen. Insbesondere solche mit aggressiven Inhaltsstoffen können zudem Hautirritationen hervorrufen. Waschen Sie Ihr Gesicht stattdessen täglich mit Wasser. Ein- bis zweimal pro Woche können Sie ein mildes Peeling anwenden. Auch eine gesunde Ernährung mit wenig Zucker und Fertigprodukten sowie ausreichend Bewegung an der frischen Luft tragen zu einem gesunden Hautbild bei.
Suchen Sie bei ernsthaften Hautproblemen unbedingt einen Hautarzt auf.
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