Repair-Shampoos versprechen, kaputtes Haar zu pflegen und wiederherzustellen. Doch wie der neueste Test von Öko-Test zeigt, sind nicht alle Marken unbedenklich. Gerade bekannte Markenprodukte enthielten allerlei Problemstoffe wie Allergene und bedenkliche Konservierungsstoffe und fallen deshalb mit „ungenügend“ durch. Doch was können Repair-Shampoos wirklich leisten?
Ist ein Haar kaputt, kann es auch ein Shampoo nicht wieder heil machen. Deshalb ist der Name Repair-Shampoo, der sich am Markt eingebürgert hat, eigentlich schon eine Schummelei. Was Haarpflege dagegen kann: Schäden kaschieren und das Haar zumindest optisch gesünder erscheinen lassen. Damit sind Shampoos gemeint, die Schäden kaschieren, indem sie z.B. einen dünnen Pflegefilm auf Haaren verteilen, der ihnen Glanz verleiht.
Öko-Test hat bereits mehrfach Shampoos getestet, darunter Haarseifen, feste Shampoos und Shampoos gegen trockenes Haar. Im aktuellen Test wurden 40 Repair-Shampoos mit Auslobungen wie "repair" oder "Reparatur" in Drogerien, Discountern und (Bio-)Supermärkten eingekauft und auf ihre Inhaltsstoffe getestet. Bei 18 von ihnen handelt es sich um zertifizierte Naturkosmetik.
Im Fokus der Untersuchung standen Inhaltsstoffe wie PEG/PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können, umweltschädliche Silikone oder andere synthetische Polymere, Formaldehyd/-abspalter, problematische Duftstoffe und allergisierende Konservierungsstoffe sowie umstrittene halogenorganische Verbindungen.
Problematische Substanzen, die aus überwiegend gesundheitlichen Gründen kritisiert werden, führen zur Abwertung unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Umweltschädliche Stoffe beeinflussen das Testergebnis Weitere Mängel.
Insgesamt 18 von 50 Repair-Shampoos im Test erzielten die Note „sehr gut“ - bei 17 von ihnen handelt es sich um zertifizierte Naturkosmetik. Nur ein zertifiziertes Produkt hat nicht überzeugt und schneidet mit „ausreichend“ ab. Dies begründen die Tester:innen mit Mängeln an der Verpackung und damit, dass das Shampoo den Duftstoff Isoeugenol enthält. Die übrigen Ergebnisse sind eher durchwachsen: Sieben Produkte sind „gut“, neun immerhin „befriedigend“.
Einige Repair-Shampoos versprechen, mit einem dünnen Pflegefilm dafür zu sorgen, dass die Schuppenschicht des strapazierten Haares wieder glatt anliegt und es dadurch schön glänzt. Bei fünf Shampoos kommen so viele Problemstoffe zusammen, dass unter dem Strich die Note "mangelhaft" oder "ungenügend" steht.
Vier Produkte sind sogar mit „ungenügend“ durchgefallen, darunter große Namen wie Pantene Pro-V/ Procter & Gamble („Vita Glow Repair & Care Shampoo“ für 2,46 Euro), Guhl („Nature Repair Shampoo“ für 3,95 Euro) und John Frieda („Frizz Ease Wunder-Reparatur Shampoo“ für 6,95 Euro).
Das John-Frieda-Repair-Shampoo enthält laut Test zum Beispiel Formaldehyde bzw. Formaldehydabspalter, welche als stark allergen gelten und laut Öko-Test schon in kleinen Mengen die Haut und Augenschleimhäute reizen. Auch halogenorganische Verbindungen hat das Labor in dem Produkt gefunden, in Form des potenziell allergieauslösenden Konservierungsstoffs Methylchloroisothiazolinon (CIT). Solche Verbindungen wurden auch in weiteren Shampoos nachgewiesen, allerdings meist in geringen Mengen.
Neben den Testsiegern und den Verlieren schneiden viele Repair-Shampoos im Test wegen einigen wenigen Kritikpunkten mit durchschnittlichen Noten ab. Öko-Test bemängelt zum Beispiel, dass noch immer 17 Shampoos synthetische Polymere wie Silikone verwenden, um das Haar glänzend und leicht kämmbar zu machen. Diese Produkte bauen sich nur sehr langsam in der Umwelt ab, in die sie über das Abwasser in großen Mengen gelangen, warnen die Tester:innen.
Abgesehen von Naturkosmetik ging in der Haarpflege lange Zeit nichts ohne Silikonöle - jenen flüssigen Kunststoffen, die dafür bekannt sind, das Haar mit einem besonders glänzenden Film zu ummanteln. Repair-Shampoo soll unter anderem die Haare leichter kämmbar machen. Eine schöne Entwicklung. Aber: 15 von 24 konventionellen Shampoos verwenden noch immer Silikone oder andere synthetische Polymere. Das Problem?
Mehr als die Hälfte der Produkte im Test verwendet jedoch für ihre Waschleistung PEG-Verbindungen. Überraschend für uns: Einige Repair-Shampoos enthalten umstrittene halogenorganische Verbindungen.
Manche problematischen Inhaltsstoffe bemängeln wir häufiger im Test, andere kommen vereinzelt vor.
Positiv dagegen: Die Recyclingquote steigt. Kosmetik-Hersteller machen derzeit rasante Fortschritte, was recyceltes Plastik in der Shampooflasche betrifft. Unser Test zeigt: 23 von 40 Repair-Shampoos überspringen die von uns gesetzte Marke von mindestens 30 Prozent Post-Consumer-Rezyklat (PCR). Zwar konnten oder wollten uns nicht alle Anbieter einen Nachweis liefern, anhand dessen wir einen eindeutigen Bezug zum getesteten Produkt herstellen konnten, und müssen darum mit einem Punktabzug leben. Doch die Tendenz weist steil nach oben.
Das Frizz Ease Wunder-Reparatur Shampoo von John Frieda fasst 250 ml. Es soll geschädigtes Haar intensiv pflegen und reparieren sowie ihm Feuchtigkeit schenken. Diese Ergebnisse sollen zudem bereits nach der ersten Anwendung spür- und sichtbar sein. Nach der Anwendung ist mir zunächst aufgefallen, dass meine Haare sich in der Tat weicher und geschmeidiger anfühlten. Insgesamt wurden sie gut gepflegt und ließen sich besser kämmen.
Beim genaueren Hinsehen war jedoch schnell klar, dass das versprochene „Wunder“, geschädigtes Haar würde repariert werden, nicht wirklich geschehen war. Spliss kann das Shampoo verständlicherweise nicht rückgängig machen und auch „angeknackste“ Haare werden - auch trotz des beworbenen Amino-Repair-Komplexes - nicht wieder gesund gezaubert.
Auch wenn diesbezüglich das Herstellerversprechen nicht eingehalten wurde, bin ich mit dem insgesamten Haargefühl zufrieden, da das Haar geschmeidig fällt und sich weich anfühlt. Beschwert wirkte mein Haar zudem nicht und fettete auch nicht schneller nach. Allerdings ist mir nach längerer Anwendung aufgefallen, dass der Effekt immer geringer wurde.
Insgesamt handelt es sich um ein angenehmes Shampoo, das die Haare gut kämmbar und geschmeidig macht ohne zu beschweren. Wirklich reparieren kann es die Haare zwar nicht, sie sehen aber besser aus. Der Effekt lässt nach längerer Verwendung jedoch nach.
Das Shampoo hat die Fähigkeit, Spliss zu reduzieren und das Aussehen des Haares zu verbessern. Es macht das Haar gepflegter, glänzender und geschmeidiger.
Der neuste Test von Öko-Test zeigt: Greife am besten zu Repair-Shampoo in Naturkosmetik-Qualität.
Zertifizierte Produkte müssen nicht einmal teuer sein: Das günstigste Naturkosmetik-Shampoo im Test kostet gerade mal 2,11 Euro je 250 Milliliter. Lass dich beim Einkaufen aber nicht von Begriffen wie „Öko-Shampoo“ täuschen, denn diese sind nicht geschützt. Echte Naturkosmetik erkennst du an Siegeln wie dem BDIH-Siegel, Natrue Siegel und dem Cosmos-Standard.
Sprödes und angegriffenes Haar kann auch durch ein Haaröl nach der Wäsche etwas Glanz und Schutz erhalten.
Testsieger sind u.a.:
Hier ist ein kurzer Überblick über einige John Frieda Shampoos, basierend auf einem Vergleich:
| Modell | Haartyp | Wirkung |
|---|---|---|
| John Frieda 26240 | braunes Haar | stellt den natürlichen Braunton bei ersten grauen Haaren wieder her |
| John Frieda Hydro Boost | trockenes, sprödes Haar | feuchtigkeitsspendend |
| John Frieda Blue-Crush-Shampoo | brünettes Haar | Ausgleich von Orangetönen, für ein kühleres und helleres Brünett |
| John Frieda Violet Crush Intensiv-Silber-Shampoo | blondes Haar | Anti-Gelbstich, gegen Orangetöne |
| John Frieda Volume Lift | feines, volumenloses Haar | Volumen und Schwung |
| John Frieda Sheer Blonde Go Blonder Shampoo | blondes Haar | stufenweise Aufhellung |
| John Frieda Profiller+ Shampoo | feines, geschwächtes Haar | Verdichtung der Haare |
| John Frieda Frizz Ease Wunder-Reparatur | trockenes, hitzegeschädigtes, widerspenstiges Haar | Sofort-Reparatur, Geschmeidigkeit und langanhaltender Schutz |
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