Shaggy Cut: Anleitung und Styling-Tipps für den Trend-Look

Eine Frisur ist zurück, die uns gedanklich direkt ein paar Jahrzehnte zurück katapultiert, wenn wir sie sehen. Shag Cut heißt der Frisuren-Trend, der eine neue Version der 80er-Jahre-Vokuhila ist. Die meisten sehen sofort Rockbands wie Jon Bon Jovi oder Sängerin Nena vor sich, wenn sie an die Vokuhila denken.

Ganz so wild und "80er" ist der moderne Shag Cut aber nicht. Auch wenn diese Frisur rockig daher kommt und Träger:innen einen Hauch von Wildheit verleiht, ist sie absolut alltagstauglich und salonfähig. Der Shag Cut zeichnet sich dadurch aus, dass das Haar komplett durchgestuft ist. Dabei sind die Stufen fransig und ungleichmäßig geschnitten.

Merkmale des Shag Cut

Der traditionelle Shag Cut kommt mit einem überlangen Pony daher, der mittig gescheitelt und durch Curtain Bangs eingerahmt wird. Neuen Versionen der Frisur können jedoch auch mit kürzerem Pony getragen werden. Die Haarlänge kann variieren. Es gibt die kürzere Variante, den sogenannten Shaggy Bob, aber auch lange Shag Cuts, die über Schulterlänge hinausgehen. Hier gibt es keine Grenzen, das einzige Muss ist das kräftige Durchstufen der Haare.

Wem steht der Shag Cut?

Der Shag Cut passt sich am besten an ovale und herzförmige Gesichtsformen an. Schmale Gesichter können durch die Frisur oft noch schmaler und runde Gesichtsformen üppiger wirken. Letztere sollten den Shag Cut am besten länger als schulterlang tragen. Das streckt optisch das Gesicht.

Am leichtesten lässt sich der Look mit welligen Haaren stylen. Dies ist auch bei glatten oder lockigen Haaren möglich, kann aber ein bisschen mehr Aufwand bedeuten. Wer besonders dickes Haar hat, sollte die Mähne für den Shag Cut ordentlich ausdünnen lassen. Dünnes, feines Haar kann von der extremen Durchstufung profitieren, weil es mehr Fülle erhält. Dafür sollte es aber nicht zu lang sein, sondern eher einen maximal schulterlangen Schnitt erhalten.

Styling-Tipps für verschiedene Haartypen

  • Glatte Haare: Bei glatten Haaren nicht zu viele Stufen schneiden. Das könnte schnell sehr unordentlich wirken. Lieber auf wenige Stufen beschränken und die Spitzen fransig schneiden. Das gibt Volumen.
  • Lockige Haare: Lockiges Haar sollte vor allem in den Spitzen gut ausgedünnt sein, damit das Volumen sich nicht dort sammelt, sondern weiter oben. Das restliche Haar in Stufen schneiden.
  • Langes Haar: Wer langes Haar hat und dieses nicht kürzer schneiden lassen möchte - kein Problem. Auch bei langem Haar funktioniert ein Shag Cut. Am besten klappt dies, wenn das Haar wellig ist, da es dann ein wenig voluminöser wirkt. Hier können es dann gern ein paar Stufen mehr sein, die die Schwere aus dem langen Haar nehmen. Hierzu wirkt übrigens ein Pony besonders gut, weil er den Fokus vom langen Haar wieder aufs Gesicht lenkt.
  • Kurze Haare: Kurze Haare sollten in viele verschiedene Schichten und die Spitzen möglichst fransig geschnitten werden. Vorne sollten die kurzen Strähnchen leicht ins Gesicht fallen, damit der Schnitt nicht zu streng wirkt.

Das Styling: Lässig und Undone

Der Shag Cut will vor allem eines sein: lässig. Daher sollte man ihn nicht mit einem aufwändigen Styling bearbeiten. Die Frisur sollte undone (engl. für ungemacht) wirken. Das bekommt man am besten hin, wenn die Haare nach dem Waschen einfach an der Luft trocknen. Falls es mal schnell gehen soll, können Sie die Haare auch über Kopf föhnen.

Der Shag Cut ist relativ anspruchslos. Das Haar freut sich - wie bei jeder anderen Frisur - hin und wieder über eine Haarkur und/oder einen Conditioner. Wenn Ihr Haar leicht zu Spliss neigt, sollten Sie regelmäßig ein Spitzenfluid oder -öl verwenden, damit die Haarenden lange schön bleiben. Splissige Enden fallen beim Shag Cut schneller auf als bei anderen Frisuren, da sich die Haar-Enden durch die vielen Stufen durch das gesamte Haar ziehen.

Auf die Verwendung eines Glätteisens sollten sie besser verzichten. Die in Stufen geschnittenen Haare sollten regelmäßig beim Friseur nachgeschnitten werden, damit die Enden nicht zu sehr ausfransen. Denn der Shag Cut soll zwar wild, aber nicht ungepflegt wirken. Wir empfehlen Ihnen einen Friseurbesuch etwa alle acht bis zehn Wochen.

Shaggy Bob: Das macht die Bobfrisur aus!

Der Name der neuen Trend-Bobfrisur spricht für sich - hier wird ein kinnlanger Bob mit einem "Shag Cut" kombiniert. Somit ändert der "Shag Chin Bob" sehr dem angesagten "Shaggy Bob", der ebenfalls Bob und Retro-Shag miteinander verschmilzt. Die neue Version des Haarschnitts ist jedoch mit einer Kinnlänge wesentlich kürzer. Wäre er nicht komplett durchgestuft, würde er fast wie ein "French Bob" aussehen.

Die vielen Stufen sind im ganzen Haar verteilt und werden dabei sehr kurz gehalten. Gerade um das Gesicht herum werden die Haare stark ausgedünnt. Wodurch die Haare hinten stets etwas länger wirken - ähnlich wie beim Vokuhila. Dadurch entsteht ein cooler, moderner Bob, der besonders mit Struktur im Haar toll aussieht.

Ein fransiger Pony, der lässig in die Stirn fällt, darf gerade mit dem "Shag Chin Bob" kombiniert werden. Aber auch coole "Micro Bangs" sorgen für einen coole, moderne Frisur mit einem Touch Edginess.

Frisur Beschreibung Geeignet für
Shag Cut Komplett durchgestuftes Haar mit fransigen, ungleichmäßigen Stufen. Ovale und herzförmige Gesichtsformen.
Shaggy Bob Kinnlanger Bob kombiniert mit Shag Cut. Jede Frau, die sich mit kurzen Haaren wohlfühlt.

Für das Styling des stufigen Bobs braucht es nur wenig Aufwand. Er darf nämlich gerne etwas undone sein. Die vielen Layers sorgen zudem automatisch für viel Volumen. Perfekt wird der Look, wenn du ihn mit leichten Wellen stylst. Hast du von Natur aus keine Wellen im Haar, dann bekommst du sie ganz einfach mit einem Lockenstab für kurze Haare gezaubert. Auch ein Glätteisen kreiert schöne Wellen. Als krönenden Abschluss sprühst du dir etwas Salzspray ins Haar. Das verleiht der Frisur noch mehr Struktur.

Wie trägt man den Shag Cut?

Grundsätzlich ist der Shag Haarschnitt super vielseitig und kann von fast jeder Haarlänge und jedem Haartyp getragen werden. Ob deine Haare glatt oder lockig sind, spielt beim Shag Cut keine Rolle. Bei glattem Haar sollten nicht zu viele Stufen gesetzt werden. Hast du von Natur aus lockige Haare, könnte dir der durchgestufte Shag Cut nicht besser stehen - lässiger geht's nicht!

  • Die klassische Variante: Der Shag Cut wird in der Mitte gescheitelt und bis zur Schulterlänge stufig geschnitten. Durch die ungleichmäßigen und fransigen Stufen wirkt der Cut nicht langweilig - im Gegenteil! Der lässige Schnitt verleiht einen modernen Undone-Look. Der Pony wird ebenfalls in der Mitte gescheitelt und umrahmt so links und rechts dein Gesicht. Du kannst ihn natürlich auch locker nach hinten fallen lassen.
  • Long-Bob: Auch als Long-Bob lässt sich der Shag Haarschnitt super vielseitig stylen. Der Schnitt unterscheidet sich nicht großartig von der klassischen Variante. Achte aber darauf, dass bei kürzeren Haaren viele Stufen auch viel Volumen geben, was schnell überladen aussehen kann. Deswegen solltest du hier auf weniger Stufen setzten, dafür aber auf fransige Enden! Den Pony kannst du dir locker ins Gesicht fallen lassen.
  • Lange Mähne: Hast du längere Haare als bis zur Schulter, steht dir ein stufiger Haarschnitt besonders gut! Das Durchstufen der langen Haare nimmt dem Haar etwas Schwere und verleiht dir den gewollten Messy-Look. Die tiefen Stirnfransen des Ponys geben deinem Gesicht einen schönen Rahmen.

Styling-Tipp: Allzu viel Styling benötigt der lässige Undone-Look gar nicht. Mit einem Salzwasser-Spray oder Schaumfestiger verleihst du deinem Haar aber noch etwas mehr Struktur!

Wem steht der Shag Cut?

Gute Nachricht: Der Shag Cut steht eigentlich jeder Gesichtsform! Der Haarschnitt kann jedoch noch individueller angepasst werden, um deine Vorzüge zu betonen:

  • Längliche und ovale Gesichter setzen auf Curtain Bangs, um ihr Gesicht einzurahmen.
  • Runde Gesichter sollten unbedingt einen Mittelscheitel ziehen. Das streckt das Gesicht optisch!
  • Kantigen Gesichtsformen schmeichelt der Shag ganz besonders!

Wie wird der Shag Cut gepflegt?

Durch den fransigen Schnitt des Shags und die vielen Stufen besteht bei dieser Frisur ein hohes Spliss-Risiko! Deswegen ist es wichtig, dass du regelmäßig einen Friseur besuchst und deine Spitzen schneiden lässt. Haar-Öl lässt deine Spitzen gesund aussehen und verleiht ihnen noch etwas zusätzliche Feuchtigkeit.

Shaggy Bob: Tipps und Tricks für das Styling und die Pflege der modernen Trendfrisur

Der Shaggy Bob ist längst mehr als nur ein vorübergehender Trend - er steht für den aktuellen Wandel bei Haarschnitten hin zu vielfältigen, individuellen Varianten, der Persönlichkeit und dem natürlichen Charme betont. Styling und Pflege sind heute bewusst schonend und nachhaltig gestaltet; Moderne Produkte sind multifunktional und pflegen das Haar während des Stylings.

Styling des Shaggy Bobs: So gelingt der lässige Look

Die Kunst beim Styling eines Shaggy Bobs besteht darin, dass die Frisur am Ende so wirkt, als kämen Sie gerade aus dem Bett - also lässig und natürlich. Dabei sollte das Styling möglichst ungestellt erscheinen.

  • Föhnen: Am besten lässt man den Shaggy Bob an der Luft trocknen, denn so wird die natürliche Textur betont und die Haare werden nicht unnötig belastet. Wenn es schnell gehen muss oder es draußen kühl ist, empfehlen wir Ihnen einen Haartrockner mit Diffusor-Aufsatz, mit dem Sie Ihr Haar über den Kopf trocknen können, um Volumen und Fluff zu schaffen.
  • Scheitel setzen: Neben dem klassischen Mittel- oder Seitenscheitel wirkt ein gezackter oder unregelmäßiger Scheitel besonders modern und gibt dem Shaggy Bob zusätzliche Dynamik.
  • Locken oder Wellen: Sind Ihre Haare nicht von Natur aus wellig oder lockig, können Sie mit Lockenstab oder Glätteisen gezielt unregelmäßige Beach Waves oder flache Wellen kreieren. Diese passen perfekt zum Shaggy Bob, da sie die charakteristische Textur unterstreichen.
  • Stylingprodukte: Um den Shaggy Bob zerzaust aussehen zu lassen, eignen sich vor allem Sea-Salt-Sprays mit pflegenden Inhaltsstoffen, die Textur verleihen, ohne auszutrocknen. Multifunktionale Produkte, z. B. Leaves-In-Conditioner mit Stylingeffekt, unterstützen die Haarstruktur und schützen gleichzeitig. Für zusätzlichen Halt sind Haarspray oder leichter Haarlack gute Begleiter, ohne die Beweglichkeit der Haare zu beeinträchtigen.
  • Frisieren: Offen getragen, wirkt der Shaggy Bob besonders charmant. Eine Strähne hinter dem Ohr oder mit einer stylischen Statement-Haarspange zurückgesteckt, verbindet er Lässigkeit mit Eleganz. Auch Half-Up-Half-Down-Frisuren funktionieren wunderbar und eignen sich für den Alltag ebenso wie für besondere Anlässe.

Den Shaggy Bob lässt sich an verschiedene Gesichtsformen anpassen

Damit der Shaggy Bob Ihre individuellen Vorzüge optimal unterstreicht, sollten Sie ihn an Ihre Gesichtsform anpassen:

  • Ovales Gesicht: Nahezu jede Variante des Shaggy Bobs passt gut.
  • Rundes Gesicht: Ein Shaggy Bob mit längerem Fransen im Gesicht und leichtem Volumen am Oberkopf sorgt für eine verlängernde Wirkung.
  • Eckiges Gesicht: Weiche, unregelmäßige Schnittkanten und leichte Wellen mildern die Gesichtszüge.
  • Längliches Gesicht: Volumen an den Seiten und ein leicht schräger oder seitlicher Scheitel helfen dabei, das Gesicht optisch breiter zu machen.

Pflege des Shaggy Bobs: Für gesunde und geschmeidige Haare

Gesunde Haare machen jede Frisur noch schöner. Deshalb ist die richtige Pflege besonders wichtig:

  • Sanfte Reinigung: Verwenden Sie milde, sulfatfreie Shampoos, die das Haar nicht austrocknen.
  • Langlebig: Leave-in-Conditioner, leichtes Haaröl oder Haarseren nähren das Haar und helfen, die oft durch Styling beanspruchte Struktur zu erhalten.
  • Regelmäßiges Schneiden: Um die typische Shaggy-Struktur frisch und lebendig zu halten, empfehlen wir regelmäßige Haarschnitte alle 6-8 Wochen.

Der Schlüssel zum Swag-Erfolg: der Schnitt!

Für die fransige Struktur werden die Stufen mit einem Messer oder einer Effilierschere (Coiffeur-Schere die beidseitig gezahnt ist) kreiert. Für das beste Ergebnis wird das Haar im trockenen Zustand geschnitten. Eine genaue Abgrenzung der vielen Abstufungen ist nicht erwünscht, sie gehen stattdessen soft ineinander über.

Shaggy Bob glatt:

Frauen mit eher feinen oder glatten Haaren haben es etwas schwerer beim Stylen.

Shaggy Bob mittellang:

Nicht zu kurz und nicht zu lang. Die ideale Länge für den Shaggy Bob heißt mittellang. Das bedeutet, das Haar endet definitiv oberhalb der Schultern und hat dank des Stufenschnittes wunderbar viel Bewegung. Ist das Haar nicht zu kurz, lässt es sich an heißen Tagen auch frech zusammenbinden.

Shaggy Bob kurz:

Will man bei kurzen Haaren die angesagte Shaggy Bob Frisur tragen, dann darf das Haar natürlich nicht „Pixie kurz“ sein. Es sollte schon die klassische Bob-Länge besitzen - dann spricht man von einem Shaggy Bob. Je nach Haarstruktur wird das Haar per Diffusoraufsatz wild geföhnt oder an der Luft getrocknet. Schaumfestiger im feuchten Haar verhilft zu mehr Volumen und Griffigkeit.

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