Starke, natürlich geschwungene Augenbrauen sind ein Schönheitsmerkmal. Dichte Augenbrauen mit klar definierten Enden bilden den idealen Rahmen fürs Gesicht und lassen es harmonisch und frischer aussehen. Viele Kosmetikstudios bieten auch Microblading an - eine Technik, die aus Asien stammt.
Microblading ist eine Technik, bei der ein Stift mit feinen Messern (sogenannte „Blades“) zum Einsatz kommt. Per Hand werden damit Farbpigmente in Form von Strichen in die Haut geritzt, die von echten Härchen kaum zu unterscheiden sind. So bekommt man volle und voluminöse Augenbrauen.
Im Unterschied zum Permanent Make-up wird hier keine Maschine verwendet. Die Härchen werden sehr fein mit dem sogenannten Blade (Stift mit kleinen, aneinander gesetzten Nadeln) in die Haut gezeichnet bzw. leicht geritzt.
Microblading unterscheidet sich vom herkömmlichen Permanent Make-up. Klassischerweise wird Permanent Make-up mit einer Tattoonadel gemacht. Die Blades, die beim Microblading verwendet werden, sind dünner und feiner als eine Tattoonadel, die für ein klassisches Augenbrauen-Tattoo verwendet wird. Außerdem ist die Technik schlichtweg anders.
Microblading kann den Vorteil haben, dass das Ergebnis natürlicher wirkt, die Härchen echter wirken und die Farbpigmente besser aufgenommen werden können. Beides sind semi-permanente Techniken, die sich jedoch deutlich voneinander unterscheiden.
Beim Microblading werden mit einem Handstift und winzigen Nadeln feine, haarähnliche Linien in die Haut gezeichnet, die dann mit Farbe aufgefüllt werden, um einen natürlichen, haarähnlichen Effekt zu erzielen. Powder Brows hingegen verwenden eine maschinelle Technik, um ein weicheres, pudriges Aussehen zu erzielen, das eher an einen Augenbrauenstift oder Puder erinnert.
Microblading ist ein semi-permanenter Eingriff, eine eingehende Vorbereitung daher sehr wichtig. Beim Beratungsgespräch sollte der Ablauf des Verfahrens geklärt werden, ebenso die Referenzen und Erfahrungen des Teams.
Viele Studios halten Vorher-Nachher-Bilder zur Ansicht parat, einige laden Kund*innen sogar ein, sich das Verfahren live anzuschauen. Hat man sich schließlich zum Brauen-Tuning entschieden, wird die perfekte Kontur anhand des Goldenen Schnitts berechnet und erst einmal mit einem Stift aufgemalt.
In der ersten Sitzung wird die Basis für die Form, Farbe und die Intensität gelegt. Da sich die Haut rund alle vier Wochen erneuert und in dieser Zeit etwa 40 Prozent der Pigmente abgestoßen werden, muss dann eine Nachbehandlung erfolgen.
Hierbei wird die Pigmentierung intensiviert und hält dann, je nach Hautfarbe und -typ, ein bis zwei Jahre. Deshalb ist es auch eine semi-permanente Behandlung sprich sie hält nicht für immer. Die meisten brauchen nach ca. 3 Jahren eine Auffrischung.
In Berlin gibt es viele Studios, die Microblading anbieten. Nach einem ersten kurzen Beratungsgespräch mit der Kosmetikerin, die seit Jahren auf Microblading spezialisiert war, wurde ein Termin für das erste Treatment ausgemacht.
Dann zeichnete die Kosmetikerin die Form vor, innerhalb der sie die neuen „Härchen“ einritzen wollte. Ich gab mein Okay zur Form und sie trug die Betäubungscreme auf. Dann ging es auch schon los: Mit dem Blade, einer Art Stift mit winzig kleinen Nadeln, begann die Kosmetikerin, kleine Linien in meine Haut zu ritzen.
Das dauerte pro Seite etwa 15 bis 20 Minuten. Zwischendurch konnte ich immer wieder im Spiegel prüfen, wie es mir gefiel und es wurde zur Nachkorrektur angesetzt. Als alles zu meiner Zufriedenheit schien, begann sie, die eigentliche Farbe dick auf meinen Brauen aufzutragen.
Nach 15 Minuten wurde diese wieder abgewaschen und ich konnte gehen. Insgesamt war ich für diese erste Sitzung etwa anderthalb Stunden da.
Nun begann der Heilungsprozess, der immer etwa zwei Wochen dauern soll. Die ersten 10 Tage darf kein Wasser, Schweiß oder Make-up an die neuen Augenbrauen kommen, das heißt: kein Duschen, kein Schwimmen, keine Sauna und kein Sport.
Auch Sonnen ist tabu, also kein Solarium oder Brutzeln auf dem Balkon. Haare waschen war definitiv eine Herausforderung, die ich nur mit ständigem Abtupfen meiner Stirn meistern konnte.
Fünf Wochen nach der ersten Behandlung ging ich wieder ins Studio. Übrigens gehen neun von zehn Frauen zu einer zweiten Microblading-Sitzung, weil es fast immer etwas zu korrigieren gibt. Korrigieren reichte bei mir nicht: Innerhalb von etwa 30 Minuten zog die Kosmetikerin nochmal das volle Programm an beiden Brauen durch, diesmal mit einem dunkleren Ton.
Ich besorgte mir bei Amazon eine Creme, die eigentlich für die Behandlung von frischen Tattoos gedacht war und die Vitamin E enthielt - wichtig zur Heilung mit möglichst wenig Schorf. Vaseline oder Cremes mit Panthenol oder Dexpanthenol sind hingegen aufgrund ihres hohen Fettgehalts nicht geeignet.
So pflegte ich die Brauen in der ersten Woche, nach Tipps aus dem Internet:
Nachdem das Treatment endlich Erfolg gezeigt hatte, entschied ich mich noch für eine zusätzliche Sitzung zum Preis von 50 Euro, um kleine Lücken auszubessern. Diesmal ging alles recht fix, auch mit der Form passte alles. Die folgenden sieben Tage unterstützte ich die Heilung wieder durch die Tattoo-Salbe und war ein paar Wochen später zufrieden mit dem Ergebnis.
Mein Microblading liegt jetzt bereits fast ein Jahr zurück und ich kann sagen, dass ich es auf keinen Fall bereue, auch wenn ich nicht mit den erhofften Traum-Augenbrauen aus der Sache rausgegangen bin.
Meine Brauen sind mittlerweile ein wenig blasser und es haben sich winzige Lücken gebildet, aber da ich sie ohnehin jeden Tag schminke, ist das okay für mich. Anderthalb bis zwei Jahre soll das Blading halten, also werde ich es wahrscheinlich nächstes Jahr erneuern lassen.
Um Microblading anzubieten, braucht man keine qualifizierte Ausbildung. Es gibt viele Anbieterinnen, die zu wenig Erfahrung oder einfach zu wenig Talent für das Microblading haben. Das Ergebnis von Microblading hängt ganz entscheidend davon ab, wie die Kosmetikerin die Nadeln führt, welches Gespür für Ästhetik und Farbe sie hat und wie ruhig ihre Hand ist.
Hier sind einige Nachteile von Microblading:
| Merkmal | Microblading | MAJ Perfect Brows |
|---|---|---|
| Schmerzen | Schmerzhaft | Sehr wenig bis keine Schmerzen |
| Technik | Manuelle Technik (Schnitttiefe variiert) | PMU Maschine (konstante Ergebnisse) |
| Narbenbildung | Mikro-Narbenbildung möglich (dauerhaft) | Keine Narbenbildung (voreingestellte Tiefe) |
| Hauttyp | Problematisch bei fettiger Haut | Perfekte Ergebnisse bei allen Hauttypen |
| Verfärbung | Blau/graue Verfärbung möglich | Schnelle Abheilung (sehr hautschonend) |
| Hautbeeinträchtigung | Haut wird massiv beeinträchtigt (eingeschnitten) | Pigmente verbleiben in der obersten Hautschicht |
| Pigmentverlust | Kruste abkratzbar = Pigmentverlust | Zeichnen wie mit feinstem Bleistift auf Papier |
Ein schlechtes Microblading kann sein:
MAJ Permanent hat sich auf die Remover-Technik spezialisiert, um bei schlechtem Microblading helfen zu können. Bei diesem Verfahren wird eine ungefährliche rechtsdrehende Milchsäure in die Hautschicht unterhalb der zu entfernenden Pigmente eingetragen. Dazu benutzen wir eine spezielle Remover-Maschine. Diese Behandlung ist gesundheitlich unbedenklich, da linksdrehende Milchsäure im Körper ganz normal verstoffwechselt wird.
Der Aufwand für schön geformte Augenbrauen ist nicht unerheblich. Deshalb sollten Sie sich vor jeder Behandlung informieren:
Wenn alle Fragen, vor allem zu den Kosten, der Nachbehandlung, der Farbe und der passenden Form, gestellt und beantwortet sind, können Sie sich auf einen wunderbaren Ausdruck Ihres Gesichts freuen.
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