Graues Haar wird oft als Zeichen von Alter und Weisheit angesehen. Doch was steckt wirklich hinter dem Ergrauen der Haare, und lässt sich dieser Prozess vielleicht aufhalten? Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für graue Haare und gibt Tipps zur Vorbeugung und Pflege.
Graue Haare werden oft mit dem Älterwerden in Verbindung gebracht. Medizinisch wird das Ergrauen als Canities bezeichnet. Graue Haare entstehen, wenn im Haar die Produktion des natürlichen Farbpigments Melanin abnimmt. Dies führt dazu, dass die Haare grau erscheinen.
Weißes Haar ist das Resultat davon, dass die Melanozyten die Produktion des Farbpigments vollständig eingestellt haben. Übrigens: Weißes Haar gibt es so gesehen gar nicht. Es erscheint nur weiß, weil es durch den Mangel an Melanin das Licht reflektiert.
Sicher ist Dir schon aufgefallen, dass manche Menschen graue Haare haben und andere wiederum weißes Haar. Hierzu gibt es eine Besonderheit: Graue Haare entstehen, wenn die in den Haarfollikeln enthaltenen Pigmentzellen (Melanozyten) weniger Melanin produzieren. Dieses Farbpigment ist für die Haarfarbe eines Menschen verantwortlich, ganz gleich, ob er blondes, rotes, braunes oder schwarzes Haar hat. Lässt die Produktion dieses Pigments nach, erscheinen die Haare grau oder weiß.
Mit dem Alter produziert der Körper weniger Melanin (also Farbe), da pigmentbildende Zellen (Melanozyten) absterben. Anstelle der Farbpigmente lagern sich kleine Luftbläschen im Haar ein, sodass es weiß erscheint und in Kombination mit farbigen Haaren grau wirkt.
Die Ursachen für graue Haare sind vielfältig und können genetischer, gesundheitlicher oder altersbedingter Natur sein. Aber auch Lebensgewohnheiten spielen bei der Entstehung eine wesentliche Rolle.
Ab wann graue Haare auftreten, ist genetisch bedingt. Manche Menschen bekommen graue Haare bereits mit Anfang 20, was gar nicht mal so selten ist.
Wann die ersten grauen Haare genau sprießen, hängt vor allem von der Genetik ab. Im Durchschnitt bekommen Frauen und Männer ab 30 Jahren die ersten grauen Haare.
Weitere Faktoren, die graue Haare begünstigen können:
Unsere Veranlagung bestimmt, wann und wie ausgeprägt wir graue Haare bekommen. Fast jeder bekommt graue Haare, die übrigens nicht nur am Kopf auftreten. Die Brustbehaarung und der Bart bei Männern sowie die Augenbrauen-, Achsel- und Schambehaarung bei Männern und Frauen werden im Laufe der Jahre grau bzw. weiß.
Plantur 39 Anti-Grau Haarpflege
Ein weit verbreiteter Glaube ist, dass Stress die Haare schneller grau werden lässt. Tatsächlich ist Stress zwar ein Faktor, der den Alterungsprozess des Körpers beschleunigen kann, aber die Hauptursache für graue Haare bleibt die Genetik.
Was genau im Haar und den Melanozyten bei Stress geschieht, ist noch nicht ganz geklärt. Was den Erhalt der Farbe im Haar betrifft, heißt das Schlüsselwort „Mitochondrien“. Diese „Kraftwerke der Zellen“ funktionieren wie eine Art Batterie, denn sie liefern die Energie, die Melanozyten brauchen, um Melanin zu produzieren. Ohne sie kann der Prozess, der für die Entwicklung der Farbe im Haar zuständig ist, nicht vonstattengehen.
Stress kann die Funktion der Mitochondrien stören, was wiederum zum Ergrauen der Haare führen kann. Martin Picard, leitender Autor der Studie, erklärt: „Mitochondrien sind eigentlich wie kleine Antennen in der Zelle, die auf eine Reihe verschiedener Signale reagieren, darunter auch auf psychischen Stress.“
Wie man Stress im Alltag vermeidet:
Stress zu vermeiden, kann zwar manchmal einzelne graue Haare wieder nachdunkeln lassen, vor allem aber hilft diese Maßnahme, grauen Haaren vorzubeugen.
In der Regel ist die Entstehung grauer Haare ein fortschreitender Prozess. Sind sie jedoch durch Lebensstilfaktoren, Medikamente oder eine behandelte Erkrankung entstanden, können graue Haare wieder verschwinden.
Entsprechend kann Stressreduktion oder besser gesagt Erholung dazu führen, dass die Mitochondrien nicht mehr beeinträchtigt werden. Sprich: Stressbedingtes Ergrauen kann tatsächlich rückgängig gemacht werden - und jüngere Menschen können so zumindest teilweise zu ihrer ursprünglichen Haarfarbe zurückkehren.
Allerdings trat das beschriebene Ergebnis nämlich nur bei Probanden und Probandinnen zwischen neun und 39 Jahren ein. Bei Menschen, die schon lange graue Haare haben, ist eine Rückfärbung eher unwahrscheinlich.
Zwar lassen sich die Zeichen der Zeit nicht gänzlich aufhalten, aber doch deutlich verlangsamen. Sicher fragst Du Dich: Kann man grauen Haaren vorbeugen? In der Tat!
Während wir schlafen, regeneriert sich der gesamte Körper. Geschädigte Zellen im Gewebe werden repariert, und das Immunsystem wird gestärkt, indem es Zytokine und Proteine produziert, die Entzündungen bekämpfen. Dein gesamter Organismus nutzt die Schlafphase, um sich zu erholen und zu stärken. Das betrifft natürlich auch Dein Haar.
Vitamine und Mineralstoffe sind nicht nur lebenswichtig, sondern fördern auch gesunde Haut und schönes Haar. Achte darauf, viele Antioxidantien zu Dir zu nehmen, die freie Radikale bekämpfen und vor oxidativem Stress schützen. Dunkle Beeren und Nüsse sind reich an antioxidativen Wirkstoffen, die dabei helfen können, dass Deine Haare länger ihre natürliche Farbe behalten.
Der erste Schritt, um graue Haare hinauszuzögern, ist eine gute natürliche Haarpflege. Stelle sicher, dass du durch eine ausgewogene Ernährung genügend essentielle Vitamine wie B12, Eisen, Biotin und D zu dir nimmst. Lebensmittel wie Linsen, Lachs und Walnüsse sind reich an diesen Vitaminen und fördern ein gesundes Haarwachstum.
Neben natürlichen Methoden, um grauen Haaren entgegenzuwirken, führt kaum ein Weg daran vorbei, Produkte zu verwenden, die speziell gegen graue Haare entwickelt wurden. Nur so hat man die besten Chancen, graue Haare ohne Färben loszuwerden. Ein wirksames Produkt ist das Neofollics Anti-Grau-Serum, das für seine Wirksamkeit mit mehreren Nominierungen für internationale Preise gekrönt worden ist. Dieses Serum bekämpft die Ursachen für graues Haar, indem es die Melaninproduktion anregt und oxidativen Stress reduziert. Es hilft nicht nur, die natürliche Haarfarbe zu bewahren und wiederherzustellen, sondern stärkt auch die Kopfhaut und das Haar dank der nährenden Inhaltsstoffe.
Welche Vitamine können gegen graue Haare helfen?
Probiere zur Vorbeugung von grauem Haar die Einnahme folgender Nährstoffe einfach mal aus.
| Vitamin/Nährstoff | Wirkung | Lebensmittelquellen |
|---|---|---|
| Vitamin B12 | Wichtig für die Melaninproduktion | Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte |
| Eisen | Sorgt für gute Durchblutung der Kopfhaut | Linsen, Spinat, rotes Fleisch |
| Biotin | Fördert gesundes Haarwachstum | Eier, Nüsse, Samen |
| Vitamin D | Unterstützt die Haarfollikelgesundheit | Lachs, Eigelb, angereicherte Lebensmittel |
| Antioxidantien | Bekämpfen freie Radikale und schützen vor oxidativem Stress | Beeren, Nüsse, grüner Tee |
Du liebst DIY-Haarpflege? Mit Hausmitteln lassen sich graue Haare zwar nicht rückgängig machen, aber vielleicht ein wenig kaschieren.
Schwarzer Tee: Koche etwa 2 Beutel schwarzen Tee auf, gib etwas Salz hinein und lass ihn abkühlen. Danach trägst Du den Tee auf das gewaschene, noch feuchte Haar auf und lässt ihn eine Stunde einwirken. Anschließend einfach gründlich ausspülen und wie gewohnt trocknen.
Zwiebelsaft: Der Saft der Zwiebel fördert die Verbindung von Wasserstoffperoxid und dem natürlichen Antioxidant Katalase. Beide Komponenten sind häufig dafür verantwortlich, dass Haare frühzeitig ergrauen. Eine Zwiebel kleinhacken und den Saft durch ein Mulltuch pressen. 3 TL Zwiebelsaft + 2 TL Zitronensaft vermengen und auf die Kopfhaut einmassieren. Ungefähr 30-60 Minuten einwirken lassen. Danach die Haare mit einem milden Shampoo auswaschen. Dieser Vorgang sollte 4-5 Mal pro Woche für ca. 2 Wochen wiederholt werden, um perfekte Ergebnisse zu erzielen.
Curryblätter: Der hohe Vitamin-B-Gehalt von Curryblättern, macht sie zu einer Wunderwaffe gegen graue Haare. Bei regelmäßiger Anwendung soll das Haar glänzend schwarz werden und ein weiteres ergrauen der Haarpracht soll verhindert werden. In Kombination mit Kokosöl, erlangt dein Haar nicht nur seine Farbe zurück, sondern wird auch noch optimal gepflegt. Eine Tasse Kokosöl + eine Handvoll Curryblätter für ca. 6-8 Minuten kochen lassen. Das Öl, sobald es abgekühlt ist, abseihen und auf die Kopfhaut einmasieren.
Zugegeben: Nicht jeder folgt dem Trend mit grauen Haaren. Du kannst Dein graues Haar einfach mit einer dauerhaften Coloration färben. Mit Haarstiften lassen sich vor allem graue Ansätze und kahle Stellen gut kaschieren. Wenn es schnell gehen soll oder Du keine Lust auf Haare färben hast, ist das Ansatzpuder die perfekte Wahl.
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