Der Zusammenhang zwischen Darmbakterien und Haarausfall: Ein umfassender Überblick

Beim Stichwort Haarpflege denken die meisten Menschen an Shampoos, Spülungen und diverse Haarbehandlungen. Doch was viele nicht wissen: Die Gesundheit unserer Haare hängt eng mit der Gesundheit unseres Darms zusammen. Die Gesundheit unserer Haare ist ein Spiegelbild des allgemeinen Gesundheitszustands. Ein Aspekt, der oft übersehen wird, ist die Rolle des Darms.

Grundlagen der Darmgesundheit

Der menschliche Darm ist mehr als nur ein Verdauungsorgan. Er beherbergt Milliarden von Mikroorganismen, bekannt als die Darmflora oder das Mikrobiom, die eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit spielen. Der Darm ist ein zentraler Akteur im komplexen Zusammenspiel unseres Körpers. Er beherbergt Milliarden von Mikroorganismen, die zusammen das sogenannte Mikrobiom bilden.

Ein gesundes Mikrobiom unterstützt:

  • Die Nährstoffaufnahme: Der Darm sorgt dafür, dass wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Biotin, Zink, Eisen und Vitamin D aufgenommen werden, die entscheidend für gesundes Haarwachstum sind. Eine gestörte Darmflora kann diese Aufnahme beeinträchtigen.
  • Das Immunsystem: Etwa 70 % des Immunsystems befinden sich im Darm. Eine gestörte Darmgesundheit kann zu chronischen Entzündungen führen, die sich negativ auf den Haarfollikel auswirken können.
  • Die Hormonregulation: Der Darm beeinflusst die Produktion und Regulierung von Hormonen wie Cortisol. Ein unausgeglichenes Hormonsystem kann Haarausfall begünstigen.

Verbindung zwischen Darm und Haar

Forschungen haben gezeigt, dass eine gesunde Darmflora die Nährstoffaufnahme optimiert[1], und diese ist wiederum essenziell für starkes und gesundes Haarwachstum. Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Proteine müssen effektiv absorbiert werden, um die Haarfollikel zu nähren. Die Verbindung zwischen Darm und Haar ist somit ein weiteres faszinierendes Beispiel dafür, wie eng verknüpft die verschiedenen Systeme unseres Körpers sind. Ein gesunder Darm kann der Schlüssel zu starkem, glänzendem Haar sein, und umgekehrt kann die Haargesundheit unsere allgemeine Gesundheit, einschließlich der Gesundheit unseres Darms, spiegeln.

Ein Ungleichgewicht im Darm, auch Dysbiose genannt, kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:

  • Ungesunde Ernährung: Zucker- und fettreiche Lebensmittel fördern schädliche Darmbakterien.
  • Stress: Chronischer Stress beeinträchtigt die Darmbarriere.
  • Medikamente: Antibiotika und andere Medikamente können die Darmflora schädigen.
  • Chronische Erkrankungen: Erkrankungen wie das Reizdarmsyndrom oder Morbus Crohn haben oft einen direkten Einfluss auf das Mikrobiom.

5 TIPPS bei HAARAUSFALL Schilddrüse Darm

Darmprobleme und Haargesundheit

Darmprobleme wie Dysbiose (ein Ungleichgewicht der Darmbakterien), Leaky-Gut-Syndrom (durchlässiger Darm) und chronische Entzündungen können sich negativ auf das Haar auswirken. Ergänzend zu probiotischen und präbiotischen Lebensmitteln spielt das plantoCAPS HAAR & DARM Balancepaket, das sowohl PRO | BIOTIC als auch COSAWELL enthält, eine unterstützende Rolle.

Betroffene, die vermuten, dass ihr Haarausfall durch eine gestörte Darmgesundheit verursacht wird, sollten zunächst die Ursache klären. Folgende Maßnahmen können helfen:

  • Darmgesundheit überprüfen: Eine professionelle Analyse der Darmflora kann klären, ob ein Ungleichgewicht vorliegt.
  • Ernährung anpassen: Eine ballaststoffreiche Ernährung mit Probiotika und Präbiotika fördert ein gesundes Mikrobiom. Lebensmittel wie Joghurt, Sauerkraut und fermentiertes Gemüse sind besonders hilfreich.
  • Stress reduzieren: Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können den Darm entlasten.
  • Medizinische Unterstützung suchen: In manchen Fällen sind therapeutische Maßnahmen oder Nahrungsergänzungsmittel notwendig.

Ausgewogene Ernährung

Eine Ernährung, die reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien ist, unterstützt sowohl die Darm- als auch die Haargesundheit. Die Erkenntnis, dass die Gesundheit unserer Haare eng mit der Gesundheit unseres Darms verbunden ist, eröffnet neue Perspektiven in der Haarpflege.

Welche Rolle der Darm dabei spielt und wie die richtige Ernährung das Haarwachstum wieder aktiviert. Es kann auch sein, dass den Haarwurzeln wichtige Nährstoffe fehlen. Werden diese dem Körper nicht in ausreichender Menge zugeführt, fallen die Haare aus. "Haare brauchen ausreichend Kohlenhydrate als Energielieferant sowie essenzielle Fettsäuren, Eiweiße und Aminosäuren als Bausteine des Keratins. Hinzu kommen Mineralien wie Eisen und Zink sowie Vitamine wie Biotin und Niacin", erklärt Dr. Andreas M. Finner, Haarmediziner und Dermatologe aus Berlin. "Ein Mangel dieser Stoffe kann nicht nur zu Haarstrukturschäden und Haarbruch führen, sondern auch zu Haarausfall."

Fehlen dem Körper und den Haaren essenzielle Nährstoffe, unterbrechen die Haarwurzeln ihr Wachstum und gehen in eine dreimonatige Ruhephase über, bevor sie anschließend ausfallen. Dabei fallen die Haare nicht nur an bestimmten Stellen, sondern gleichmäßig auf der gesamten Kopfhaut aus. Diese Art von Haarverlust nennen Mediziner den diffusen Haarausfall.

Wird die Nährstoffversorgung der Haarfollikel wieder gewährleistet, nehmen die Haarwurzeln ihre Arbeit erneut auf und die Haare begeben sich wieder in die Wachstumsphase. "Allerdings kann viel Haarvolumen verloren gehen, da es dauert, bis die Haare ihre ursprüngliche Länge wieder erreicht haben", sagt Dr. Finner. Häufige Ursache für einen diffusen Haarausfall ist ein kurz- oder langzeitiger Nährstoffmangel. Dieser wird zum Beispiel durch eine strenge Diät oder ungesunde Ernährung hervorgerufen. Bleiben die Symptome über längeren Zeitraum bestehen, sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen und sich an einen Arzt wenden.

Eine ausgewogene Ernährung oder spezielle Nahrungsergänzungsmittel sind bei Haarausfall empfehlenswert und können das Haarwachstum unterstützen. Vollkornprodukte sind reich an Zink, Eisen und B-Vitaminen, welche gut fürs Haar sind. Fleisch liefert neben Eisen und Zink hochwertige Aminosäuren und Eiweißbausteine. Auch Milchprodukte können zur Nährstoffversorgung beitragen.

In vielen Fällen kann auch der Darm Schuld sein, wenn die Haare ausgehen. Denn das Verdauungsorgan ist dafür zuständig, dass Vitamine, Mineralien und Spurenelemente aus der Nahrung gefiltert und dem Körper zugeführt werden. "Darmerkrankungen mit Durchfall sowie Darmentzündungen und Lebensmittelunverträglichkeiten greifen in diese Darmfunktion ein und können so zu Haarverlust führen", meint der Haarexperte.

Auch die Balance von gesunden zu ungesunden Darmbakterien ist wichtig für die Darmflora. Gerät diese durch etwa eine schlechte Ernährung aus dem Gleichgewicht, kann eine Darmsanierung bei der Behandlung der Symptome helfen. Eine gesunde Darmflora wirkt sich nicht nur positiv auf die Haare, sondern auch auf die Haut, Verdauung und auf das allgemeine Wohlbefinden aus. Auch Stress oder dauerhafte körperliche oder psychische Belastung können dem Darm schaden.

KÖ-HAIR Klinik: Ihr Partner bei Haarausfall

In der KÖ-HAIR Klinik verstehen wir, dass Haarausfall eine vielschichtige Ursache haben kann. Wir bieten umfassende Beratungen und Diagnostik an, um die genauen Gründe für Ihren Haarausfall zu identifizieren. Unsere Expertinnen und Experten arbeiten eng mit Ihnen zusammen, um individuelle Lösungsansätze zu entwickeln, darunter:

  • Mikronährstoffanalysen: Wir prüfen, ob ein Mangel an wichtigen Haarbausteinen vorliegt.
  • Personalisierte Behandlungspläne: Basierend auf Ihren individuellen Bedürfnissen empfehlen wir Therapien, die Ihre Haarwurzeln stärken.
  • Kooperation mit Fachärzten: Sollte der Haarausfall mit einer gestörten Darmgesundheit in Verbindung stehen, arbeiten wir mit spezialisierten Ärztinnen und Ärzten zusammen, um ganzheitliche Lösungen anzubieten.

Eine Mesotherapie ist eine effektive Methode, um Haarausfall gezielt entgegenzuwirken - auch wenn er durch eine gestörte Darmgesundheit begünstigt wird. Dabei werden individuell abgestimmte Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente direkt in die Kopfhaut injiziert. Gerade bei Nährstoffmängeln, die durch eine beeinträchtigte Darmflora entstehen, kann die Mesotherapie helfen, diese Defizite auszugleichen und das Haar gezielt mit wichtigen Bausteinen zu versorgen.

Die Gesundheit des Darms hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Haargesundheit. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Haarausfall durch eine gestörte Darmflora verursacht wird, sind wir in der KÖ-HAIR Klinik für Sie da. Gemeinsam finden wir die Ursachen und entwickeln eine auf Sie abgestimmte Behandlung.

Gerne empfängt Sie das KÖ-HAIR Team zu einem kostenlosen, unverbindlichen Beratungstermin. Rufen Sie uns an, nutzen Sie unsere Online-Beratung oder das Kontaktformular. Erfahren Sie alles über KÖ-HAIR, bleiben Sie auf dem neusten Stand der Entwicklung!

Bei KÖ-Hair / KÖsmetik verstehen wir, dass Haarprobleme vielschichtig sein können, und erforschen stets innovative Ansätze zur Haarpflege. Redensyl, erhältlich bei KÖsmetik, könnte eine effektive Ergänzung sein, wenn es darum geht, die Auswirkungen von Darmproblemen auf Ihr Haar zu bekämpfen.

Weitere Ursachen für Haarausfall

Neben dem Darm können auch andere Erkrankungen des Körpers einen Haarverlust bedingen. So führt eine Erkrankung der Schilddrüse oft zu Haarausfall. Weitere Auslöser sind Hormonschwankungen, welche bei Frauen oft Schwangerschafts- oder Wechseljahres bedingt auftreten, Fiebererkrankungen, Operationen sowie die Einnahme von Medikamenten wie Blutverdünnern oder Betablockern. In einigen Fällen kann es jedoch auch vorkommen, dass keine genaue Ursache für den Haarausfall gefunden wird.

Ignorieren sollten Sie Haarausfall auf keinen Fall, denn er ist immer ein Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt. "Wenn die Ursache nicht klar ersichtlich und vorübergehend ist, wie zum Beispiel eine Grippe vor einigen Monaten, sollte eine Haarsprechstunde zur genauen Ursachenfindung aufgesucht werden", rät Finner.

Die Rolle des Mikrobioms

Natürlich spielt das Mikrobiom auch hier eine Rolle, und zwar auf zwei unterschiedliche Weisen: Erstens ist das Mikrobiom elementar für eine optimale Resorption jener Nährstoffe im Darm, die wir auch für die Haarsynthese benötigen. Zweitens ist natürlich auch unsere Kopfhaut von sehr vielen Bakterien besiedelt, deren Zusammensetzung sich z. T. So können die Bakterien der Kopfhaut Entzündungen der Haarfollikel entweder fördern oder hemmen. Stimmt das Verhältnis dieser Bakterien, können sie Entzündungen der Haarfollikel bekämpfen. Ist aber einer dieser Stämme minimiert, zum Beispiel durch Antibiotika, werden Entzündungen eher gefördert.

Bei Antibiotika-Gaben empfehle ich deshalb immer dringend, parallel OMNi-BiOTiC® 10 einzunehmen, um den Kollateralschaden im Darm einzudämmen. Auch beim Wiederaufbau der Darmschleimhaut leistet es gute Dienste, indem es diese Barriere wieder funktionieren lässt. So können keine Toxine mehr vom Darm ins Blut gelangen, wo sie immer gut für eine Entzündung wären. Mindestens sechs Monate soll Clara dieses Probiotikum einnehmen. Ich gehe davon aus, dass nach zwei bis vier Wochen bereits eine deutliche Besserung spürbar sein würde.

Natürliche Mittel gegen Haarausfall

Zusätzlich können aber natürlich auch gezielt Mittel eingesetzt werden, die sich konkret auf die Harmonisierung und Stärkung der Kopfhautgesundheit auswirken und so auch direkt an Ort und Stelle dem Haarverlust entgegenwirken und für Haarneuwuchs sorgen, z. B.

Die drei folgenden Naturstoffe können laut erster Untersuchungen den DHT-Spiegel senken, also die Umwandlung von Testosteron in DHT verhindern:

  1. Sulforaphan - ein sekundärer Pflanzenstoff, der insbesondere im Brokkoli und in Brokkolisprossen zu finden ist und für seine stark antioxidative, krebsbekämpfende und entzündungshemmende Wirkung bekannt ist.
  2. Kürbiskernöl - Das Öl hemmte in einer randomisierten plazebokontrollierten Studie aus dem Jahr 2014 das Enzym 5-alpha-Reduktase. Dieses Enzym ermöglicht die Umwandlung des Testosterons in DHT.
  3. Sägepalmextrakt - Präparate aus den Früchten der Sägepalme (Sägepalmextrakt) sind bekannt für ihre positive Wirkung bei der gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie/BPH).

Probiotika und Haargesundheit

Eine schlechte Darmgesundheit und eine kranke Darmflora (Dysbiose) gelten inzwischen als Mitverursacher vieler chronischer Erkrankungen. Zur Regulierung der Darmflora werden daher häufig Probiotika empfohlen. Genau diese Eigenschaften braucht es bei Haarausfall. Denn die Problematik geht häufig mit entzündlichen Prozessen an den Haarfollikeln einher, kann überdies stressbedingt sein (25) und könnte im Falle eines kreisrunden Haarausfalls sogar konkret die Folge einer Dysbiose sein. Daher liegt der Verdacht nahe, dass die Einnahme von Probiotika bei Haarverlust helfen kann (22), worauf bereits mehrere Studien mit Mäusen hinweisen.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin sind Haarausfall und ungesund aussehende Haare auch ein Zeichen einer schlechten Verdauung.

Vitalstoffe für gesundes Haar

Vitalstoffmängel können die Haarstruktur beeinträchtigen und zu diffusem Haarausfall führen, aber auch den Körper schwächen, so dass genauso andere Formen des Haarverlusts begünstigt werden (13). Gerade die Haarfollikel gehören zu den stoffwechselaktivsten Bereichen im Körper und sind daher besonders stark auf ausreichend Nährstoffe angewiesen. Ideal wäre, dass zunächst abgeklärt wird, welche Vitamine und/oder Mineralstoffe tatsächlich fehlen, damit diese gezielt zugeführt werden können.

Zinkmangel kann häufig bei Haarausfall beobachtet werden, weshalb man in diesem Fall den Status der Zinkversorgung in jedem Fall überprüfen sollte. Ob sich ein Haarverlust durch Zinkgabe auch dann bessert, wenn zuvor kein Zinkmangel bestand, ist nicht geklärt. Wenn Sie ein Biotin-Präparat kaufen möchten, achten Sie auf die Dosierung. Biotin ist in hoher Dosierung (5 mg) in den bereits oben empfohlenen Haar-Vitamin-Kapseln von Cosphera enthalten.

Eine weitere bei Haarverlust wichtige Aminosäure ist L-Cystein. Die schwefelhaltige Aminosäure wird für den Bau von Keratin benötigt wird, dem Hauptbestandteil unserer Haare. L-Cystein sorgt für die Widerstandskraft und Stärke des Keratins und kann daher eine geschädigte Haarstruktur reparieren und auch bei diffusem Haarausfall hilfreich sein.

Im Jahr 2013 zeigten Forscher der University of Cairo, dass Frauen mit diffusem Haarausfall sehr viel niedrigere Vitamin-D-Werte hatten (um 11 bis 12 ng/ml) als Frauen mit gesundem Haar. Auch konnte beobachtet werden, dass der Vitamin-D-Spiegel umso niedriger war, je stärker ausgeprägt ein Haarverlust war und je länger er bestand.

Genauso wichtig ist die passende Versorgung mit essentiellen Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6), da z. B. Die Gamma-Linolensäure ist insbesondere im Borretschsamenöl oder auch im schwarzen Johannisbeersamenöl enthalten, die als Nahrungsergänzung eingenommen werden können.

Silizium ist ein leider viel zu wenig beachtetes Spurenelement. Im Körper befindet es sich hauptsächlich in den Knochen, aber auch im Haar, den Nägeln, den Sehnen und Bändern. Gerade bei einer Neigung zu Haarausfall könnte eine mangelhafte Siliziumversorgung das Haar verstärkt ausfallen lassen.

Arten von Haarausfall

Gegen Haarausfall sind viele Mittel im Umlauf. Die wenigsten kann man als „natürlich“ bezeichnen. Auch gehen die wenigsten dieser Mittel auf die tatsächlichen Ursachen der Problematik ein. Natürliche Mittel sind da anders. Doch beginnen wir zunächst mit den verschiedenen Arten des Haarausfalls.

  1. Der erblich bedingte bzw. androgenetische Haarausfall kann Frauen und Männer gleichermaßen betreffen, wobei die Männer in der überwiegenden Mehrzahl sind. DHT ist die Abkürzung für 5-Alpha-Dihydrotestosteron. Es gehört zu den Androgenen, die wiederum zu den Sexualhormonen gehören.
  2. Der kreisrunde Haarausfall (Alopecia ariata) zeigt sich in rundlichen vollkommen kahlen Stellen. Diese Form des Haarverlustes gilt derzeit als Autoimmunerkrankung (29), was bedeutet, dass körpereigene Abwehrzellen (die sog. zytotoxischen T-Zellen) stellenweise die Zellen der Haarfollikel angreifen, im Glauben, es handle sich um körperfremde Strukturen, die bekämpft werden müssten.
  3. Beim diffusen Haarausfall wird das Haar insgesamt lichter. Es zeigen sich also keine einzelnen kahlen Stellen. Es handelt sich meist um einen Haarausfall vom Spät-Typ, was bedeutet, dass der schädigende Einfluss die Wachstumsphase der Haare unterbricht (siehe nächster Abschnitt „Die drei Phasen des Lebenszyklus der Haare“) und die Haare in die Ruhephase übergehen.
  4. Der vernarbende Haarausfall zeigt sich in kahlen Stellen, die schließlich vernarben. Die Haare wachsen also an den entsprechenden Stellen nicht mehr nach.
  5. Chemotherapiebedingter Haarausfall: Bei einer Chemotherapie werden alle Haare beschädigt, die sich in der Wachstumsphase befinden (zu den drei Phasen des Lebenszyklus der Haare siehe nächster Abschnitt).

Das Haar unterliegt einem bestimmten Entwicklungszyklus. Hierbei lassen sich drei Phasen unterscheiden:

  • Anagenphase: 2 bis 10 (meist eher 3 bis 6) Jahre, das Haar wächst. Je länger das Anagen, desto länger wird das Haar. Wer Haare hat, die nicht besonders lang wachsen, hat eine kürzere Anagenphase. Beim gesunden Menschen sind 80 Prozent der Haare im Anagen.
  • Katagenphase: Übergangsphase, wenige Wochen.
  • Telogenphase: 2 bis 4 Monate, am Ende der Telogenphase fällt das Haar aus.

Alle diese Faktoren sorgen für Störungen im System (28) (im Immunsystem, im Hormonsystem etc.) und können - je nach persönlicher Schwachstelle - letztendlich auch zu einem Ausfallen der Haare führen.

Quelle:

[1] Valdes, A. M., Walter, J., Segal, E., & Spector, T. D. (2018). Role of the gut microbiota in nutrition and health. BMJ, 361, k2179. DOI: 10.1136/bmj.k2179.

tags: #darmbakterien #und #haarausfall #zusammenhang

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