In Kaufungen, Kreis Kassel, befindet sich der Friseursalon Freestyle, der von Serdal Aslar, vielen bekannt als Freddy, geführt wird. Seit über 21 Jahren betreibt er den Salon mit Leidenschaft und hat sich einen Namen gemacht, der weit über die Stadtgrenzen hinausreicht.
Freddy Aslar kennt viele seiner Kunden seit Jahrzehnten. Wie Vera Rösner, die jeden Freitag kommt, um sich die Haare waschen, legen und trocknen zu lassen. Freddy betont, wie wichtig es ist, auf Menschen einzugehen, zuzuhören und eine Verbindung aufzubauen. "Es ist ein absolut sozialer Beruf", erklärt der 48-Jährige. Wer keine Menschen mag oder den persönlichen Kontakt scheut, für den sei dieser Job nicht der richtige. Im Salon entsteht oft eine gewisse Intimität. Neben dem Dienst am Haar gehören eine angenehme Atmosphäre und ein gutes Gespräch dazu. Dafür braucht man auch als Friseur ein gewisses Allgemeinwissen.
Freddy sieht seinen Beruf als "Architektur am Kopf". Wissen über Chemie, Biologie und Mathe sei ebenfalls wichtig für den Beruf. "Ja, denn wir arbeiten hier mit den verschiedensten Formen, mit Winkeln und Geometrie. Auch räumliches Denken ist ganz wichtig." Ein gewisses Auge für Ästhetik und Mode sei zudem hilfreich.
Viele von Freddys Klienten sind Stammkunden, man kennt sich seit Jahren. Er erzählt von einer Kundin, die kurz vor ihrer Chemotherapie stand. Er schnitt ihr die Haare kürzer, damit die Veränderung nicht zu groß war. "Das sind solche Momente für die ich den Job mache", sagt Freddy.
Was ein Haarschnitt für das Selbstwertgefühl bewirken kann, das zeigt auch Freddys Engagement für die Barber Angels Brotherhood. Die Vereinsmitglieder bieten obdachlosen und bedürftigen Menschen bei verschiedenen Aktionen ihre Dienste kostenlos an. Am Anfang seien diese Menschen oft niedergeschlagen, säßen zusammengesunken im Stuhl. Dann kommt der Blick in den Spiegel. "Da geht der Kopf dann hoch, die Augen funkeln". Sie fühlten sich gesehen und würden sich selbst endlich im Spiegel wiedererkennen.
Sogar mit Roland Kaiser stand er schon auf der Bühne, bei einer Weihnachtsshow mit anderen Barber Angels. "Du hast mit diesem Job alle Möglichkeiten. Das ist nicht nur in Serie Spitzen schneiden. Solche Grenzen, die setzt du dir selbst."
Auch in Sachen Arbeitszeit geht Freddy in seinem Salon andere Wege. Seit Anfang 2023 gibt es bei Freestyle die Vier-Tage-Woche. "Das läuft gut", sagt er. Kunden würden schätzen, dass abends bis 20 Uhr geöffnet ist. Seine Mitarbeiter dagegen würden die Möglichkeit mögen, regelmäßig ein freies verlängertes Wochenende zu haben.
Jeder Tag beginnt mit dem Werkzeugcheck. Aber: "Es fängt immer morgens damit an, dass du den Salon vorbereitest, checkst, dass dein Werkzeug in Ordnung ist, die Bürsten sauber, deine Maschinen aufgeladen sind."
Dass Freddy Friseur werden wollte, war eigentlich schon recht früh klar. In den Sommerferien war er als Kind oft in der Türkei - wo der Beruf und der Besuch bei Friseur oder Barbier einen höheren Stellenwert habe. Er war fasziniert: "Da war ich öfter als auf dem Fußballplatz", lacht er. Ein Schlüsselmoment sei gewesen, als er fast mit der Schule fertig war und sein Bruder scherzhaft fragte, ob er nicht einfach Friseur werden wollte. "Da habe ich gedacht, warum eigentlich nicht?".
Nach langer Diskussion und einem absichtlich schlecht absolvierten Einstellungstest, durfte er aber doch die Friseurausbildung machen. In fünf Betrieben, denn der junge Freddy hatte Ansprüche, er wollte Alles und Neues lernen. Im Geschäft von Gülbeden Defterli nahe des Bahnhofs Wilhelmshöhe sei er dann angekommen. "Da fing meine Karriere und das Lernen richtig an". Vielleicht hat er auch deshalb heute noch ein Herz für Auszubildende, die nicht die allergeradlinigste Bildungsbiografie haben. Er betont, wie wichtig es sei, diesen Menschen eine Chance zu geben, ihnen im Anschluss aber auch beizustehen, sie zu beraten, ordentlich anzuleiten und die Möglichkeit zum Ausprobieren zu geben.
Auch Freddys Kollegen Mehran Poursharifi (Haarstudio Figaro Mehran in Fuldatal) und Ulf Gattert (Hairhunter in Kassel) können ein Lied singen von den Problemen, die zurzeit das Friseurhandwerk belasten. "Schließungen unserer Läden, das Umsetzen der Hygienemaßnahmen, Kurzarbeit, der Ärger mit den Kunden, die von alldem genervt sind, und die ständigen Änderungen der Vorschriften in Bezug auf Corona haben uns das Leben sehr schwer gemacht", sind sich die drei Friseurmeister einig.
Ein großes Problem, das sich in den vergangenen Monaten extrem verschärft habe, werde bleiben: die Schwarzarbeit. "Die hat es natürlich schon immer gegeben", sagt Serdal Arslan. "Aber in so einem großen Stil wie jetzt wird Schwarzarbeit erst seit der Coronapandemie betrieben."
Durch die gestiegenen Kosten der Friseure für zum Beispiel das Umsetzen von Hygienemaßnahmen seien viele gezwungen gewesen, ihre Preise zu erhöhen. Preise, die einige Kunden nicht zahlen wollen. "Und an dieser Stelle wächst Schwarzarbeit", sagt Mehran Poursharifi. "Sowohl Friseure als auch Kunden sind auf den Geschmack gekommen: Wenn ich zu Hause keine Personal- und Betriebskosten habe und für einen Haarschnitt 25 Euro nehme, hab ich davon unter Umständen mehr übrig, als wenn ich einen Laden am Laufen halten muss. Und die Kunden freuen sich, dass sie nicht 80 Euro, sondern nur ein Drittel des normalen Preises zahlen müssen."
Ein weiterer Grund, wieso einige Friseure ihre Kunden lieber zu Hause bedienen, sei das hohe Arbeitspensum in einem Salon. Ähnlich geht es Ulf Gattert. Er arbeitet mittlerweile allein mit seiner Frau in seinem Geschäft an der Kölnischen Straße. "Es gibt zurzeit kein geeignetes Personal, mit dem ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen könnte", sagt Gattert. "Deshalb suche ich auch niemanden mehr."
Auch Serdal Arslan sucht Personal. "Aber es gibt einfach niemanden." Von den Vorschlägen des Arbeitsamtes sei auch keiner ernstzunehmen. "Entweder, die Betroffenen melden sich gar nicht erst, oder sie sind absolut ungeeignet", sagt Poursharifi.
Die Friseure sind sich sicher, dass es bald wieder einen Aufschwung in der Branche geben wird. "Und dafür brauchen wir dann auch das Personal. Es fehlt jetzt schon an allen Ecken und Enden."
"Friseure haben seit der Pandemie enorme Kosten zu bewältigen", sagt Alexandra Kaske-Diekmann, Obermeisterin der Friseur-Innung Kassel und Kreishandwerksmeisterin. Dass viele deshalb in die Schwarzarbeit abwandern, glaubt sie nicht. "Der Großteil ist sich seiner Verantwortung dem Kunden gegenüber bewusst, macht den Job gern und will auch normal weiterarbeiten." Schwarze Schafe gebe es natürlich überall. "Manche setzen auch die Regeln, die jetzt gelten, nicht immer um, was zu Verwirrung bei den Kunden führt. Das ist ein großes Problem."
"Die gestiegenen Kosten bekommen auch die Kunden zu spüren", sagt Kaske-Diekmann. "Doch trotzdem bleibt nach Abzug der Personal-, Betriebskosten und der Steuern nur ein geringer Prozentsatz von dem übrig, was der Kunde zahlt.
Freddy Aslar setzt auf hochwertige Produkte, um seinen Kunden die bestmögliche Pflege zu bieten. Ein Beispiel dafür ist Belma Kosmetik, die mit der Kraft der Natur und innovativen Formeln aus natürlichen Wirkstoffen für spürbare Ergebnisse sorgt.
Belma Kosmetik ist exklusiv im Online-Shop oder in ausgewählten Friseursalons erhältlich.
| Dienstleistung | Preis (EUR) |
|---|---|
| Haarschnitt Damen | ab 40 |
| Haarschnitt Herren | ab 25 |
| Waschen, Schneiden, Föhnen | ab 55 |
| Farbbehandlung | ab 60 |
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