Gesundes Haar ist ein Ausdruck unseres Wohlbefindens. Wie unsere Haut reagiert auch unser Haar bisweilen sensibel auf Einflüsse von außen. Nicht nur spezielle Krankheiten, auch eine einseitige Ernährung, privater und beruflicher Stress, hormonelle Veränderungen oder Umweltbelastungen können unsere Haarstruktur sichtbar angreifen. Aminosäuren spielen eine entscheidende Rolle bei der Gesundheit unserer Haare - insbesondere in Kombination mit Nährstoffen wie Biotin.
Gesundes Haar beginnt im Inneren - genauer gesagt, auf molekularer Ebene. Dabei spielen Aminosäuren für die Haare eine zentrale Rolle. Als Grundbausteine von Proteinen sind sie essenziell für die Struktur und das Wachstum der Haarfasern. Doch welche Aminosäuren sind bei Haarausfall besonders wichtig? Wie wirken sie, und wie kann man sie über die Ernährung oder passende Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen?
Aminosäuren sind organische Verbindungen, aus denen Proteine aufgebaut sind - darunter auch Keratin, der Hauptbestandteil der Haare. Der menschliche Körper benötigt insgesamt 20 verschiedene Aminosäuren, davon sind 8 bis 9 essenziell, das heißt, sie müssen über eine ausgewogene Ernährung aufgenommen werden. Die Haarstruktur besteht zu etwa 90 % aus Keratin, einem fibrillären Protein, das in der Haarwurzel gebildet wird. Für dessen Aufbau benötigt der Körper eine kontinuierliche Zufuhr von wichtigen Aminosäuren.
Es gibt mehrere verschiedene Aminosäuren, die sich positiv auf das Haarwachstum auswirken.
Cystein ist eine semi-essentielle Aminosäure, die eine wichtige Rolle im menschlichen Körper spielt, insbesondere bei der Synthese von Proteinen, Enzymen und Antioxidantien. Als nichtessenzielle Aminosäure kann Cystein in der Leber selber hergestellt werden. Für die Synthese von Cystein werden allerdings die essenziellen Aminosäuren Methionin und Serin benötigt. Um den täglichen Bedarf abdecken zu können, muss zur körpereigenen Produktion zusätzlich Cystein über die Nahrung aufgenommen werden.
Cystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure und Hauptbestandteil von Keratin. Sie stärkt die Haarstruktur, unterstützt das Wachstum und kann antioxidativ wirken. Ein wichtiger Baustein für den Aufbau des Haarkeratins ist L-Cystin, welches aus zwei Molekülen L-Cystein besteht. 90 % des Trockengewichtes des Haarcortexes bilden Keratine (Proteine), die durch kovalente Disulfidbrücken zwischen den Cysteinresten und schwächeren Dipol-Dipol-Wechselwirkungen zusammengehalten werden. Die Keratine bilden Filamente, die sich wiederum zu Makrofibrillen zusammenlagern.
Vorkommen von Cystein: Die Aminosäure Cystein kommt besonders gehäuft in Haaren und Nägeln vor, hat aber eine ebenso große Bedeutung bei der Bildung von Knochen, Knorpelgewebe und Haut.
Welche Aufgaben hat Cystein? Cystein ist neben der Aminosäure Methionin ein wichtiger Bestandteil des Haarstrukturproteins Keratin. Keratin spielt eine maßgebliche Rolle für den Aufbau, die Regeneration und die Gesunderhaltung unserer Haare. Auch der Einfluss der Aminosäure auf unser Bindegewebe ist positiv, so dass Cystein nicht nur in Vitalstoffpräparaten und Arzneimitteln, sondern auch in Kosmetikprodukten Verwendung findet. Um Haarausfall vorzubeugen und gesundes und kräftiges Haar zu erhalten, empfehlen sich Produkte mit Cystein.
In welchen Lebenmitteln ist Cystein enthalten? Die Aminosäure findet sich hauptsächlich in Milchprodukten, Fleisch, Fisch, Eiern und Gemüsesorten wie Kohl, Erbsen und Broccoli. Auch über den Verzehr von Reis, Zwiebeln, Mais, Hafer und Knoblauch wird Cystein aufgenommen.
Ein Cystein-Mangel kann sich durch schwache Abwehrkräfte und Atemwegserkrankungen bemerkbar machen. Ein Cystein-Überschuss dagegen hat normalerweise keine schädlichen Auswirkungen auf unseren Körper.
Neben den Aminosäuren spielen auch andere Nährstoffe eine wichtige Rolle für die Haargesundheit.
Quelle: iStockphoto
Ein Mangel an Cystein kann zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen, da diese Aminosäure an zahlreichen lebenswichtigen Prozessen beteiligt ist.
Ein Mangel an Cystein kann zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen, da diese Aminosäure an vielen wichtigen Prozessen im Körper beteiligt ist. Von Haut- und Haarproblemen über Muskelschwäche und Gelenkbeschwerden bis hin zu psychischen und neurologischen Symptomen - die Auswirkungen eines Cysteinmangels sind vielfältig und betreffen verschiedene Körpersysteme.
Die beste Quelle für Aminosäuren für die Haare ist eine ausgewogene Ernährung mit proteinreichen Lebensmitteln. Sind zusätzlich unterstützende Vitamine notwendig, können Präparate mit Aminosäuren und Vitaminen sinnvoll sein.
Nahrungsergänzungsmittel mit antioxidativer und stärkender Wirkung für die Hautanhangsgebilde (Haare und Nägel):
Anwendungsempfehlungen:
Sicherheitshinweise:
Glutenfrei, ohne Laktose, ohne Süßstoffe, ohne Zuckerzusatz, ohne Konservierungsstoffe, in der Stillzeit geeignet.
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Viele Anwender berichten von positiven Aminosäuren-Haarausfall-Erfahrungen. Besonders bei ernährungsbedingtem oder diffusem Haarausfall konnten durch gezielte Aminosäure-Supplementierung sichtbare Verbesserungen erzielt werden. Auch erste wissenschaftliche Aminosäuren-Haarausfall-Tests deuten darauf hin, dass eine Kombination aus Cystein, Methionin und Vitaminen (z. B. Besonders wirksam ist die Kombination aus Aminosäuren und Vitaminen.
In einem Beitrag haben Privatdozentin Daniela Höller Obrigkeit von der Hautklinik der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen und ihre Mitarbeiter 2006 in einer in vitro Studie an Keratinozyten gezeigt: Die Kombination aus L-Cystin, Pantothensäure und dem aus der Hirse gewonnenen Phytoöstrogen Miliacin steigert das Zellwachstum synergistisch (Cutan Ocul Toxicol 2006; 25(1): 13-22).
Über den zugrunde liegenden Mechanismus, über die Wirksamkeit in vivo und mögliche Wirkungen in besonderen Patientengruppen ist allerdings keine Aussage möglich.
Dass die Inhaltsstoffe der Bierhefe, darunter die Vitamine aus der B-Reihe, für die Haut günstig sind, ist plausibel.
Neben der mangelhaften Versorgung mit Nährstoffen können auch Imbalancen im Säure-Basen-Haushalt, insbesondere eine chronische Übersäuerung (Bindegewebsazidose), langfristig zu einer Schwächung der Haarwurzel und zu Haarausfall führen.
Aminosäuren für die Haare sind ein entscheidender Faktor für gesundes Haarwachstum. Besonders die schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin tragen zur Bildung von Keratin bei und stärken die Haarstruktur. Wer unter Haarausfall leidet - sei es durch Mangelernährung, Stress oder genetische Faktoren - sollte seine Ernährung überdenken und gegebenenfalls gezielt mit Aminosäuren ergänzen.
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