Friseure sind mehr als nur Haareschneider. Sie sind Trendsetter, Stilberater und Experten für das individuelle Erscheinungsbild ihrer Kunden. Ob als "Hair-Stylist", "Hair-Designer" oder "Coiffeur" - ihre Kunden erwarten fachlich korrekte und individuelle Beratung sowie Geschick beim Schneiden, Färben und Umformen.
Als Friseur schneidest, pflegst, wäschst und stylst du Haare und hältst deine Kunden über die neusten Frisuren-Trends auf dem Laufenden. Darüber hinaus gestalten Friseure wundervolles Make-up, führen Maniküren durch und verkaufen Kosmetika und Haarpflegeprodukte.
Friseure arbeiten die meiste Zeit im Stehen mit direktem Kontakt zu ihren Kunden. Die meisten Friseure arbeiten in Fachbetrieben des Friseurhandwerks, also in klassischen Friseur- oder Kosmetiksalons.
Du interessierst dich für diesen Beruf? Dann fragst du dich sicher: Wie werde ich Friseur bzw. Friseurin? Friseur bzw. Friseurin kannst du theoretisch mit jedem Schulabschluss oder sogar ohne Abschluss werden. Ungefähr drei Viertel der Azubis starten mit Hauptschulabschluss in die Friseur-Ausbildung, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ermittelt hat. Besonders gute Chancen auf eine freie Stelle hast du mit guten Noten in den Fächern Deutsch, Kunst und Chemie. Aber gute Noten in diesen Fächern sind kein Muss. Am wichtigsten ist, dass du die passenden Stärken mitbringst.
Angehende Friseure sollten kreativ sein und gestalterische Fähigkeiten haben. Genauso wichtig ist es, dass du deine Arbeit zielstrebig durchführst, auch wenn sie mal beschwerlich ist.
Weitere wichtige Eigenschaften:
Wenn es z. B. Styling, Trends und Mode sind Deine Leidenschaft? Kreativität ist Dein zweiter Vorname und reden kannst du auch? Na dann ist doch klar, dass dieser Beruf der Richtige für Dich ist! Außer dem Fachwissen muss auch Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Belange der Kunden mitgebracht werden. Wer gern mit Menschen umgeht, Kreativität und Fingerspitzengefühl besitzt, hat gute Chancen als erfolgreicher Friseur zu arbeiten oder den Meistertitel zu erwerben und einen eigenen Salon zu eröffnen.
Besonders gute Chancen auf eine freie Stelle hast du mit guten Noten in den Fächern Deutsch, Kunst und Chemie.
Die Ausbildung zum Friseur ist eine duale Ausbildung und dauert 3 Jahre. Du kannst die Ausbildung aber auch verkürzen, z. B. bei sehr guten Leistungen. Auch eine Teilzeit-Ausbildung ist möglich. Hast du schon eine andere Ausbildung gemacht, kannst du die Friseur-Ausbildung auch in einer Abendschule machen - quasi als schulische Ausbildung.
Die Ausbildung startet zumeist am 1. August oder 1. September eines Jahres. Es ist aber auch möglich, deine Ausbildung zu einem anderen Zeitpunkt zu beginnen.
Duale Ausbildung: Du bist also im Wechsel in Betrieb und Berufsschule. Im Ausbildungsbetrieb erlernst du die praktische Seite des Berufsbildes Friseur und übernimmst konkrete Aufgaben. Während deiner Ausbildung musst du als Ausbildungsnachweis ein Berichtsheft über deine Aufgaben und Tätigkeiten führen.
Berufsschule: Der Friseurberuf ist sehr vielseitig, deshalb lernen Auszubildende in der Berufsschule das grundlegende Know-how für die kreative Arbeit im Friseurhandwerk - von Haar- und Kopfhautpflege über Stilberatung bis hin zur betrieblichen Organisation.
Im Betrieb lernst du Haare mit unterschiedlichen Techniken zu schneiden, Dauerwellen zu legen, Frisuren zu gestalten oder Haarteile einzuarbeiten. Zusätzlich erhältst du Grundwissen, um kosmetische Hautbehandlungen und Nagelpflege durchzuführen. Der theoretische Teil der Ausbildung findet in der Berufsschule statt.
Lernfelder im Überblick:
| Lernfelder im 1. Ausbildungsjahr | Lernfelder im 2. Ausbildungsjahr | Lernfelder im 3. Ausbildungsjahr |
|---|---|---|
| Kundenmanagement und klassische Friseurdienstleistungen | Vertiefung der Kenntnisse und Abläufe aus dem ersten Ausbildungsjahr | Spezialisierung (z.B. Nagelmodellage oder Kosmetik) |
Im ersten Abschnitt der dualen Ausbildung - also dem ersten bis 18. Monat - lernen die Auszubildenden im praktischen Teil vor allem das Kundenmanagement und die klassischen Friseurdienstleistungen kennen. Dabei setzen sie das theoretische Wissen aus der Berufsschule direkt in die Praxis um. Außerdem erhalten sie bereits erste Einblicke in die Organisation des Betriebes.
Der zweite Ausbildungsabschnitt dient dazu, die Kenntnisse und Abläufe aus dem ersten Ausbildungsjahr zu vertiefen und zu festigen. Außerdem erfährst du etwas über das Marketing - wie du den Friseursalon am besten nach außen präsentierst und besonders viele Kunden anlockst. Hinzu kommen die Inhalte der gewählten Spezialisierung, wie zum Beispiel die Nagelmodellage oder die Kosmetik.
Im zweiten Ausbildungsjahr legst du den ersten Teil deiner Gesellenprüfung ab. Am Ende der Ausbildung wartet Teil 2 der Gesellenprüfung auf dich. Nach Bestehen bist du staatlich anerkannter Friseur bzw.
Die Prüfung erfolgt als gestreckte Gesellenprüfung, d. h. nach 1 ½ jähriger Ausbildung wird Teil 1 der Gesellenprüfung in Theorie und Praxis abgelegt. Das Ergebnis geht mit 25%iger Wertigkeit in das Endergebnis der Gesellenprüfung ein. Teil 2 der Gesellenprüfung erfolgt zum Ende der Ausbildung.
Mit dem erfolgreichen Abschluss Deiner Ausbildung zum Friseur hast Du viele Perspektiven. Nach dem Abschluss der Ausbildung kannst du als Gesellin oder Geselle in unterschiedlichen Betrieben arbeiten - und dich durch fachliche oder betriebswirtschaftliche Fortbildungen weiter spezialisieren.
Nach Abschluss deiner Ausbildung zur Friseurin hast du zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum Friseurmeister oder Fachwirt für Kosmetik und Wellness. Eine Aufstiegsfortbildung hilft dir dabei, Karriere zu machen und beruflich aufzusteigen. Möglich ist hier die Meisterweiterbildung zum Friseurmeister. Eine weitere Möglichkeit ist der Weg über ein Studium.
Wenn es für dich fachlich höher hinaus gehen soll, kannst du den Meisterbrief (Bachelor Professional) erwerben und als Meisterin oder Meister im Friseur-Handwerk die Leitung eines Betriebs übernehmen und Lehrlinge ausbilden.
Mit der Meisterprüfung in der Tasche bist Du einem Bachelor-Abschluss gleichgestellt. Du kannst Dich selbstständig machen oder „Studieren“.
Es gibt verschiedene Arten, dich während oder nach der Ausbildung zu spezialisieren: zum Beispiel als Stylist, Colorist, Hair Dresser oder Artist. Damit kannst du besonders gut bei Film, Fernsehen und Theater arbeiten, da das Styling in diesem Bereich oft spezieller oder ausgefallener ist als bei Alltagsfrisuren.
Du kannst dich also auf ein bestimmtes Gebiet spezialisieren und bereits während der Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben - so verbesserst du auch deine Berufschancen und dein Gehalt.
Hast du schon während deiner Ausbildung den Anspruch, deinen fachlichen Horizont zu erweitern, bietet sich die Zusatzqualifikation Hair & Beauty Artist an.
Nach Deiner Ausbildung sind Deiner Karriere keine Grenzen gesetzt.
Für deine Meisterprüfung besteht entweder die Möglichkeit sie in Teilzeit neben dem Beruf oder in Vollzeit an einem Bildungszentrum der Handwerkskammern zu absolvieren.
Bist du ausgelernt und stellst fest, dass du den Ehrgeiz hast einen eigenen Friseursalon zu eröffnen, musst du dir Gedanken über die Meisterprüfung machen.
Die meisten Friseure arbeiten in Fachbetrieben des Friseurhandwerks, also in klassischen Friseur- oder Kosmetiksalons.
Friseurinnen sind nicht nur in klassischen Friseursalons anzutreffen, sondern arbeiten auch oft in kosmetischen Abteilungen von Hotels oder bei Film- und Theaterproduktionen - es gibt also verschiedenste Einsatzorte und dementsprechend gute Aussichten, eine Stelle zu finden.
Du möchtest gerne mehr über das Gehalt als Friseur erfahren?
Dein Ausbildungsbetrieb sollte Innungsmitglied sein. Er setzt sich für die Interessen des Friseurberufs ein! Mehr Infos zur Ausbildung in der Friseurbranche erhältst Du bei den Profis der Friseurinnung vor Ort. Spreche Deinen Obermeister oder den Prüfungsvorsitzenden an. Sie können Dir ganz bestimmt weiterhelfen. Und wer weiß, vielleicht können Sie Dir einen trendigen Ausbildungsbetrieb empfehlen!
Na? Hast Du Dich für uns entschieden? Dann wende Dich gerne an den Fachverband Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg.
Falls Du Dir noch nicht ganz sicher bist, nutze die Möglichkeit, ein Praktikum oder einen Ferienjob zu absolvieren. So kannst Du herausfinden, ob der Beruf zu Dir passt!
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