Informationen rund um den Friseurberuf

Friseurinnen und Friseure sind wahre Multitalente, wenn es um Haare und Styling geht. Sie beherrschen Farbe, Schnitt, Locken und aufwendige Frisuren. Dabei wissen sie genau, was gerade angesagt ist, und beraten ihre Kundschaft einfühlsam.

Neben Kreativität und handwerklichem Geschick benötigen Friseure ein breites Fachwissen über Haut und Haar sowie deren Gestaltungs- und Pflegemöglichkeiten. Dazu zählen auch die Anwendung und Wirkungsweise der entsprechenden Produkte. Sie reinigen und pflegen Haar und Kopfhaut, schneiden Haare mit klassischen und modernen Techniken und führen modische Struktur- und Farbveränderungen des Haares durch.

Friseure beraten ihre Kundinnen und Kunden individuell und achten dabei genau auf den Typ, das Alter und die Gesichtsform. Bevor sie zur Schere greifen, waschen und pflegen sie die Haare mit Produkten, die gut für die Haare und die Umwelt sind.

Auch beim Schminken achten sie darauf, dass alles stilgerecht ist und zu deiner Frisur passt.

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Friseure sind nicht nur Handwerker, sondern auch Typ- und Trendberater, Künstler und Verkäufer in einer Person.

Die Ausbildung zum Friseur

Die Ausbildung zum Friseur dauert drei Jahre und findet dual statt. Das bedeutet, dass Auszubildende an festen Tagen in der Woche oder im Block die Berufsschule besuchen. Dort lernen sie etwa verschiedene Schnitttechniken oder auch kaufmännische Aspekte der Buchhaltung, um zu erfahren, wie man einen eigenen Laden führt. Im praktischen Teil der Ausbildung lernen die Auszubildenden im ersten Abschnitt vor allem das Kundenmanagement und die klassischen Friseurdienstleistungen kennen.

Nach erfolgreicher Gesellenprüfung können die Berufseinsteiger zusätzlich eine Meisterprüfung ablegen. Diese dauert dann nochmal zwischen drei Monaten und zwei Jahren - je nachdem, ob die Weiterbildung in Teilzeit neben der Arbeit oder in Vollzeit erfolgt.

Inhalte der Ausbildung:

  • Haar- und Kopfhautpflege
  • Stilberatung
  • Betriebliche Organisation
  • Schnitttechniken
  • Kaufmännische Aspekte

Voraussetzungen für die Ausbildung

Für eine Ausbildung zum Friseur oder zur Friseurin solltest du vor allem kreativ und handwerklich geschickt sein. Da du täglich mit Kunden arbeitest, sind Freundlichkeit, Kommunikationsfähigkeiten und Geduld besonders wichtig. Du solltest außerdem ein gutes Gespür für aktuelle Trends und modische Entwicklungen haben, um deine Kunden typgerecht beraten zu können. Auch körperliche Ausdauer ist von Vorteil, da du oft lange im Stehen arbeitest.

Grundsätzlich kannst du die Ausbildung zum Friseur mit jedem Schulabschluss machen. Die meisten Bewerberinnen und Bewerber haben aber einen Hauptschulabschluss - es gibt sogar Azubis, die keinen Schulabschluss haben und trotzdem eine Friseur-Ausbildung beginnen.

Wichtige Schulfächer

  • Chemie: Friseure sollten chemische Prozesse verstehen können, denn sie müssen Färbe- und Tönungsmittel anmischen und anwenden.
  • Deutsch: Beim Umgang mit dem Kunden sind ein guter Ausdruck und Sicherheit in der deutschen Sprache sehr wichtig.

Spezialisierungsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Arten, sich während oder nach der Ausbildung zu spezialisieren:

  • Stylist
  • Colorist
  • Hair Dresser
  • Artist

Damit kannst du besonders gut bei Film, Fernsehen und Theater arbeiten, da das Styling in diesem Bereich oft spezieller oder ausgefallener ist als bei Alltagsfrisuren.

Arbeitszeiten und Gehalt

Es erwartet dich ein Beruf mit festen Arbeitszeiten, die du mit verschiedenen, abwechslungsreichen Aufgaben verbringst. Dein Gehalt kannst du im Laufe deiner Ausbildung und deines beruflichen Werdegangs auf verschiedene Arten steigern - denn es gibt gute Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten.

Arbeitszeiten: in der Regel werktags. Viele Friseursalons haben montags geschlossen, öffnen dafür aber meist auch am Samstag. Bei besonderen Terminen wie zum Beispiel Hochzeiten kann auch mal ein Sonntag zum Arbeitstag werden.

Rechte und Pflichten beim Friseur

In jedem Friseurgeschäft muss eine Preisliste für die wesentlichen Leistungen aushängen. An diese Preise müssen sich Friseur:innen bei der Abrechnung halten. Die Preise müssen konkret angegeben werden; es ist nicht zulässig die Leistungen mit Preisspannen oder verschiedenen Preisen anzugeben, die man der Leistung nicht zuordnen kann.

Wird an der Kasse ein höherer Preis für eine Leistung verlangt als auf der Preisliste steht, müssen Sie den höheren Betrag nicht bezahlen, sondern nur den ausgewiesenen Preis.

Mangelhafte Leistung? Aber ein Mangel ist dann gegeben, wenn sich Friseur:innen nicht an getroffene Absprachen halten, zum Beispiel die Haare viel kürzer schneiden als besprochen oder eine falsche Farbe verwenden.

Vorgehen bei der Reklamation: Sprechen Sie am besten noch vor dem Bezahlen an, dass das Ergebnis nicht wie besprochen ist. Wenn die Arbeit mangelhaft ist, muss das Friseurgeschäft eine Nachbesserung anbieten, zum Beispiel die Haare nochmal färben.

Gender Pricing

Häufig gibt es im Friseurgeschäft Preise für Männer und Frauen. Frauen zahlen dadurch für einen Kurzhaarschnitt laut einer Untersuchung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Durchschnitt 12,50 Euro mehr als Männer. Diese Preisdifferenzierung nach Geschlecht wird auch „Gender Pricing“ genannt.

Aus Sicht der Verbraucherzentrale ist „Gender Pricing“ eine Benachteiligung einzelner Verbraucher:innen, wenn der höhere Preis nicht durch einen höheren Arbeitsaufwand begründet werden kann.

Interessante Fakten über Friseure

  • Frauen gehen durchschnittlich 7 mal pro Jahr zum/zur Friseur/-in, Männer im Schnitt einmal weniger.
  • 1906 erfand der Friseur Karl Ludwig Nessler die Dauerwelle.
  • Klaas Heufer Umlauf machte eine Ausbildung als Friseur und arbeitete dann als Stylist und Maskenbildner ehe er vor die Kamera wechselte.

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