Schnarchen, Cholesterin und Schlaganfallrisiko: Was Sie wissen sollten

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Jedes Jahr sterben Millionen Menschen an Herzinfarkt oder Schlaganfall. Rund 80 % dieser Todesfälle könnten laut World Heart Federation durch eine gesündere Lebensweise vermindert werden. Daher ist es wichtig, die Risikofaktoren zu kennen und präventive Maßnahmen zu ergreifen. In diesem Artikel werden wir uns mit dem Zusammenhang zwischen Schnarchen, hohen Cholesterinwerten und dem Risiko von Schlaganfällen befassen.

Schnarchen und Schlaganfallrisiko

Werden Sie oft unsanft geweckt, weil Ihr Partner die Schnarchgeräusche nicht mehr erträgt? Sind Sie übermüdet, weil im Nachbarbett oder -zimmer Nacht für Nacht das Sägewerk erwacht? Dann sollten Sie oder Ihr Partner dringend zum Arzt. Schnarchen ist mehr als eine kleine Unannehmlichkeit.

Nach einer aktuellen Studie haben laute Schnarcher ein um 34 Prozent erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt, und eine sogar um 67 Prozent erhöhte Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden. Das betrifft weite Teile der Bevölkerung: Man geht davon aus, dass fast jeder zweite Mann und 24 Prozent der Frauen regelmäßige Schnarcher sind, wobei Übergewichtige besonders häufig für eine nächtliche Lautuntermalung sorgen. Laut Studie sind allerdings nur jene Schnarcher ernsthaft gesundheitsgefährdet, die lautstark Schnarchen. Leise Gelegenheitsschnarcher haben keinen Grund zur Sorge.

Schnarchen ist ein Zeichen dafür, dass die Atemwege teilweise blockiert sind. Das Geräusch selbst entsteht durch flatternde Bewegungen des Gaumens und des Zäpfchens, wofür verschiedene Ursachen infrage kommen. Bei ungefähr jedem zweiten lauten Schnarcher liegt ein obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS) vor. OSAS entsteht, wenn das Gewebe im hinteren Rachenraum kollabiert und dadurch die Zunge die Atemwege blockiert, was die Luft daran hindert, in die Lunge zu gelangen.

Schnarchen kann zudem mit einer verkrümmten Nasenscheidewand, Allergien, Alkoholkonsum oder der Einnahme bestimmter Medikamente einhergehen. Darüber hinaus tritt es während der Schwangerschaft, bei Rauchern und in bestimmten Familien gehäuft auf. Erwachsene sollten im Normalfall sieben bis acht Stunden pro Nacht schlafen, was Schnarchende oft nicht erreichen. Schnarchzyklen kommen verstärkt in Traum- und Tiefschlafphasen vor, was die Erholsamkeit des Schlafes verringert.

In einigen Fällen schafft schon die Änderung der Schlafposition Erleichterung. Bei einigen Menschen schwellen zum Beispiel die Nasenschleimhäute durch eine Kopftieflage leicht an, dagegen hilft ein hohes Kissen. Die Seitenlage ist übrigens der Rückenlage vorzuziehen. Abhängig von der Ursache des Schnarchens stehen darüber hinaus chirurgische Eingriffe als Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Bei der Uvula-Palato-Pharyngo-Plastik (UPPP) werden Gaumen und Rachenschleimhaut gestrafft und das Zäpfchen weitgehend entfernt. Die erzielten Besserungen schwanken aber stark in ihrer Qualität. Eine relativ neue Form der Behandlung ist die Radiofrequenztherapie, bei der das Rachengewebe zum Verkochen gebracht und durch narbiges Schrumpfen stabilisiert wird. Aber es geht auch ohne OP: Experten empfehlen Schnarchapparate wie etwa die Kiefer-Protrusionsschiene und die Vorhofschiene.

Im Schlaflabor: Schnarchen erhöht Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall | Abendschau | BR24

Cholesterin und Schlaganfallrisiko

Dauerhaft erhöhte Cholesterinwerte können die Entstehung verschiedener Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern. Erhöhte Cholesterinwerte gelten als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Oftmals treten bei Hypercholesterinämie über längere Zeit keine Symptome auf. Wenn dauerhaft zu viel LDL-Cholesterin im Blut vorhanden ist, bilden sich Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße.

Dadurch werden diese weniger elastisch und neigen zu Verengungen. Es wächst die Gefahr der Arteriosklerose. Die Verengung der Blutgefäße wiederum schränkt dort den Blutfluss ein. Blutgefäße können sich in allen Schlagadern verengen und dort zu Durchblutungsstörungen führen. Der Ort der Durchblutungsstörung ist also entscheidend für eine mögliche Folgeerkrankung. Häufig sind Blutgefäße am Herzen, in den Beinen, am Hals oder im Darm betroffen.

Ablagerungen am Herzen können mitunter zur sogenannten koronaren Herzkrankheit (KHK) führen. Dabei wird aufgrund der Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt, was sich häufig als Engegefühl in der Brust äußert. Im schlimmsten Fall verschließen sich Teile der Herzkranzgefäße vollständig und es kommt zum Herzinfarkt.

Auch die Blutgefäße in den Armen oder Beinen können von Ablagerungen und Durchblutungsstörungen betroffen sein. Es besteht die Gefahr, dass sich eine sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) entwickelt. Sie ist oft von starken belastungsabhängigen Schmerzen in den Extremitäten, z. B. beim Laufen, begleitet. Wenn die Halsschlagadern oder Blutgefäße im Gehirn von Arteriosklerose betroffen sind, drohen Schwindel und Gedächtnisstörungen, aber auch ein Schlaganfall.

Bei aufgebrochenen Ablagerungen in den Blutgefäßen können Blutgerinnsel entstehen. Verstopft ein Blutgerinnsel eine Arterie im Herzen, kommt es zum Herzinfarkt.

Lipoprotein(a) als Risikofaktor

Im Zuge der routinemäßigen Blutuntersuchung stellt sich bei jüngeren Infarktpatient*innen oftmals heraus, dass der Wert eines bestimmten Blutfetts: Lipoprotein(a), kurz Lp(a), stark erhöht ist. Lp(a) ist ein Cholesterin-Partikel, das dem LDL-Cholesterin (LDL-C/LDL=Low Density Lipoprotein), einem wichtigen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ähnelt. Auch stellt sich meist heraus, dass auch bei Familienangehörigen der Betroffenen bereits im jüngeren Lebensalter Herzinfarkte aufgetreten sind.

„Das macht Lp(a) neben LDL-C zu einem weiteren lipidbasierten Marker für kardiovaskuläre Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Das gilt besonders bei jüngeren Frauen und Männern und wenn keine klassischen Risikofaktoren vorliegen“, betont Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. An Lp(a) ist zusätzlich ein weiteres Eiweiß, das Apolipoprotein A, kurz Apo(a), gebunden. Dieses Apo(a), kann im Gefäßsystem chronische Entzündungen verursachen und in der Gefäßwand abgelagert werden und so die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) beschleunigen.

Die Lp(a)-Konzentration im Blut ist ganz überwiegend (> 90 %) genetisch bestimmt und bleibt somit im Leben weitgehend gleich. Eine Senkung des Lp(a)-Spiegels durch einen gesunden Lebensstil (Sport, Ernährung) und mit Medikamenten ist daher (noch) nicht möglich. Klinische Studien für eine medikamentöse Therapie des Lp(a) laufen derzeit.

Nach den Empfehlungen einer Expert*innengruppe der European Atherosclerosis Society (EAS) liegt ein erhöhtes Risiko bei Werten zwischen 30-50 mg/dl oder 75-125 nmol/l vor. Jede/r Erwachsene sollte einmalig seinen/ihren Lp(a)-Wert mit einem Bluttest bestimmen lassen. Dadurch sollen vor allem Personen mit sehr hohen Lp(a)-Spiegeln (>180 mg/dl bzw. >430 nmol/l) identifiziert werden mit einem vergleichbar hohen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Kosten für den Bluttest tragen in der Regel die Krankenkassen, wenn ein begründeter Verdacht oder ein erbliches Risiko vorliegt. Den einmaligen Bluttest propagieren übereinstimmend die Herzstiftung und ihre Partner im Aktionsbündnis und folgen damit einer Empfehlung der EAS.

„Alle Erwachsenen und Familienangehörige von Personen mit Gefäßverkalkungen im mittleren und jüngeren Lebensalter, die beispielsweise an einer koronaren Herzkrankheit leiden oder einen Herzinfarkt erlitten, sollten ihren Lp(a)-Wert im Blut bestimmen lassen“, raten DGPR-Präsident Prof. Schwaab und der Herzstiftungs-Vorsitzende Prof. Voigtländer. „Aufgrund der erblichen Komponente sollten auch die Kinder von Personen mit erhöhtem Lp(a)-Wert einem Blut-Check unterzogen werden“, fügt Dr. Christoph Altmann, Mitinitiator des Aktionsbündnisses und Ehrenvorsitzender des Landesverbands Sachsen der DGPR (LVS/PR) hinzu.

Für betroffene Patient*innen, die wegen stark erhöhter Lp(a)-Werte einen oder mehrere Infarkte erlitten haben, ist die Apherese derzeit eine Option, den Lp(a)-Wert im Blut immer wieder zu senken und so einen weiteren Infarkt zu vermeiden.

Risikofaktoren und Prävention

Außer den erhöhten Cholesterinwerten beeinflussen weitere Faktoren das persönliche Risiko von Folgeerkrankungen. Bei der Abschätzung des Risikos einer Herz-Kreislauf-Erkrankung wie Herzinfarkt oder Schlaganfall werden unter anderem Alter, Geschlecht und Raucherstatus berücksichtigt. Auch das Vorliegen von weiteren Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Bluthochdruck spielt dabei eine Rolle. Der Arzt oder die Ärztin kann dafür sogenannte Risikorechner benutzen.

Die meisten Herzinfarkte und Schlaganfälle gehen auf Risikofaktoren zurück, die sich vermeiden lassen: Bluthochdruck, Bewegungsmangel, erhöhte Blutfettwerte, ungesunde Ernährung, Übergewicht, Rauchen, Herzkrankheiten, Alkohol, Stress, Diabetes, starke Luftverschmutzung und ungünstige soziale Lebensverhältnisse.

Vorbeugend ist vor allem viel Bewegung empfehlenswert sowie gesundes Essen mit viel Obst und Gemüse. Achten Sie auch auf Ihr Gewicht und rechnen Sie Ihren Body Mass Index (BMI) aus. Der BMI zeigt in Verbindung mit Alter und Geschlecht, in welchem Verhältnis Ihr Körpergewicht zu Ihrer Körpergröße steht. Ab einem BMI von 30 sind ernsthafte gesundheitliche Probleme möglich.

Mögliche Vorboten eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls sind plötzliche Atemnot oder Schmerzen in der Brust. Die häufigsten Symptome sind plötzlich einsetzende Lähmungen auf einer Körperseite sowie Gefühlsstörungen. Typisch ist der hängende Mundwinkel. Weitere Anzeichen sind Seh- und Sprachstörungen. Mitunter tritt Schwindel mit Gangunsicherheit auf. Plötzlich einsetzende sehr starke Kopfschmerzen können auf einen Schlaganfall hindeuten.

Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall ist schnelles Handeln angesagt. Das heißt konkret: Die 112 wählen und einen Rettungswagen mit Notarzt anfordern. Je zügiger die Behandlung im Krankenhaus erfolgt, desto besser sind die Chancen, dass die Schäden an Herz oder Hirn möglichst gering bleiben.

Behandlung nach einem Schlaganfall

Schlaganfall-Patienten haben oft eine eingeschränkte Handfunktion. Die richtige Lagerung kann Folgeschäden vermeiden. Wer durch einen Schlaganfall eine Lähmung oder eine Spastik der Hand hat, sollte so früh wie möglich zum Arzt gehen. Beim ersten Treffen gibt es viel zu klären: Wie lange ist der Schlaganfall her? Ist die Faust geschlossen oder kann sie geöffnet werden? Wie viel Funktion ist noch vorhanden? Sind noch Fortschritte zu erwarten? Liegt eine Spastik vor?

„Zudem ist der Austausch mit den behandelnden Ärzten und Ergotherapeuten wichtig. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, können wir die bestmögliche Lösung für den Patienten finden", ist seine Erfahrung. Denn die passende Hand-Orthese zu wählen ist nicht einfach. Es gibt keine festgelegten Richtlinien für die Behandlung, die Meinungen der Fachleute gehen oft auseinander.

Es gibt keine festgelegten Richtlinien für die Behandlung, die Meinungen der Fachleute gehen oft auseinander. Wenn beispielsweise bei Patienten mit einer Spastik eine Entscheidung zwischen einer starren Schiene oder einer dynamischen Schiene ansteht. „Ich empfehle in diesem Fall meistens eine dynamische Schiene, die die Bewegungen bei einer Spastik mitmacht. So entstehen weniger Druckstellen", sagt Marcus Fleischer.

Außerdem sei es in vielen Fällen sinnvoll, eine Schiene anfertigen zu lassen und nicht auf ein fertiges Produkt zurückzugreifen. „Zum einen ist jede Hand anders, sodass eine individuell angefertigte Schiene immer perfekt passt. Zum anderen können diese Lagerungsschienen so gebaut werden, dass der Patient sie ohne fremde Hilfe mit der gesunden Hand anziehen kann", erklärt der Experte.

Noch relativ neu sind Orthesen mit einer sogenannten funktionellen Elektrostimulation. Sie kommen für Schlaganfall-Betroffene infrage, bei denen eine neutrale Stellung des Handgelenks möglich ist. Außerdem sollten sie so technikaffin sein, dass sie das Gerät alleine bedienen können. Mit dem Kopf kann die Funktion gesteuert werden, etwa das Öffnen und Schließen der Hand. Damit werden unter anderem die Bänder aktiviert, der Blutfluss verbessert und ein Teil der früheren Handfunktion wiederhergestellt. Die Hauptsache bei allen Optionen ist: Der Patient muss das Hilfsmittel verstehen und anwenden, damit es wirklich hilft.

Vorbeugende Operation an der Halsschlagader

Ja. Beseitigt man die krankhafte Verengung mit Hilfe einer gefäßchirurgischen Operation, können Lähmungen, Seh- und Sprachstörungen vorgebeugt werden, weitere TIAs ausbleiben und das Risiko eines erneuten Hirninfarktes nach einem bereits stattgefundenen Schlaganfall sinken. Voraussetzung für die Operation ist eine diagnostizierte hochgradige Stenose, also eine Verengungsstelle einer oder beider Halsschlagadern. Andere mögliche Ursachen der Minderdurchblutung des Gehirns müssen ausgeschlossen oder zusätzlich bestmöglich behandelt werden.

Zum überwiegenden Teil leiden vorwiegend Patienten mit fortgeschritten verkalkten Gefäßen (Arteriosklerose) an der Systemerkrankung der Carotisgabel. Hierzu zählen Raucher, Diabetiker, Bluthochdruckkranke, Niereninsuffiziente, Patienten mit Fettstoffwechselstörung und Patienten, bei denen bekanntermaßen die Herzkranzgefäße, die Bauchschlagader oder die Beinarterien arteriosklerotisch verändert sind.

Das Behandlungsspektrum bei verengten Halsschlagadern reicht von der konservativen medikamentösen Therapie über die minimalinvasive Aufdehnung der verengten Stelle mit Ballonkathetern bis zur Operation mit Ausschälung des Kalkplaques. Welche Behandlungsmethode im Einzelfall indiziert und zu empfehlen ist, hängt von mehreren Faktoren ab - etwa, wie ausgeprägt die Verengung ist (Stenosegrad), wie der Plaques beschaffen ist, oder unter welchen weiteren Krankheiten der Patient leidet. Wir bieten alle Möglichkeiten an und stimmen die Behandlung individuell auf jeden einzelnen Patienten ab.

Um festzustellen, wie verengt die Halsschlagader ist, arbeiten wir mit der sogenannten Farbduplexsonographie: ein bildgebendes Ultraschallverfahren, das neben den Organstrukturen auch den Blutfluss farbig darstellt. So können unsere erfahrenen Fachärzte für Gefäßchirurgie ambulant exakt feststellen, wie verengt die Halsschlagader ist, wie schnell das Blut sie durchfließt und welcher Art der verschließende Plaques ist.

Großangelegte, internationale Multicenterstudien zeigen, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind: Für Patienten mit mindestens 60- bis 70-prozentiger Einengung der Halsschlagader konnte ein eindeutiger Prognosevorteil für die Gruppe der Operierten gegenüber der Gruppe der rein medikamentös Behandelten nachgewiesen werden.

Klagt der Patient nicht über TIAs, oder liegen die zuletzt aufgetretenen länger als sechs Monate zurück, bezeichnet man die Carotis-Verengung als asymptomatisch. Die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls ist vergleichsweise niedrig. Die dennoch empfohlene prophylaktische Operation kann als nicht dringlicher Wahleingriff geplant werden.

Für Patienten mit momentaner neurologischer Symptomatik, also nur wenige Tage oder Wochen zurückliegenden TIAs oder Hirninfarkt, besteht ein deutlich erhöhtes Risiko, in naher Zukunft den ersten oder einen weiteren Schlaganfall zu erleiden. Die Operation dieser symptomatischen Carotis-Stenose sollte innerhalb der nächsten Tage nach Symptombeginn erfolgen.

Erweiterte CT-Angiographie zur besseren Diagnostik

Bei etwa 25 % der Schlaganfälle bleibt die Ursache unklar. Diese kryptogenen Infarkte haben zu 80-90 % ein embolisches Muster und werden als „Embolic Stroke of Undetermined Source“ (ESUS) bezeichnet. Die zerebrale und vaskuläre Bildgebung ist gemäß internationaler Leitlinien zum akuten Schlaganfall ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik. Die MRT-Bildgebung ist dagegen als primäre Bildgebung die Ausnahme.

Nachdem einige Studien gute Detektionsergebnisse kardialer Thromben mit einer um einige Zentimeter nach kaudal erweiterten CT-Angiografie berichtet hatten, startete ein britisch-kanadisches Team eine prospektive, randomisierte Studie an Schlaganfallpatienten einer Klinik in Ontario. Es wurde die Standard-CT-Angiografie mit einer um mindestens 6 cm unterhalb der Carina erweiterten Bildgebung einschließlich der kranialen Hälfte des Herzens verglichen.

Ein kardioaortaler Thrombus wurde bei 20 Patienten (8,8 %) mit erweiterter CT-Angiografie entdeckt und bei 4 Patienten (1,7 %) unter Standard-CT-Angiografie (Odds Ratio: 5,70 [95-%-Konfidenzintervall] [1,92; 16,96]). Es gab keine statistisch signifikanten Unterschiede in der medianen Zeit von der Aktivierung des Schlaganfallcodes bis zum Abschluss der CT-Angiografie (21 min bei erweiterter CT-Angiografie versus 20 min bei Standard-CT-Angiografie). So verzögerten sich auch die rekanalisierenden Therapiemaßnahmen nicht.

„Die Erweiterung der CTA ist eine sehr einfache Maßnahme, die zu einer deutlich besseren Diagnostik führt“, erklärt Prof. Dr. med. Jan Stefan Kirschke, Direktor des Instituts für Neuroradiologie am TUM Klinikum Rechts der Isar in München.

Die Leiterin der Stroke Unit am TUM Klinikum, Dr. med. Silke Wunderlich, erklärt: „Die Schlaganfallätiologie beeinflusst die weitere sekundärprophylaktische Therapie. Eine Erweiterung der CT-Angiografie mit früher Detektion kardioaortaler Thromben ist insofern relevant, da sich diese nach systemischer Thrombolyse oder auch spontan auflösen können und dann in der kardialen Diagnostik im Verlauf nicht mehr nachweisbar sind.

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