Frank Schäfer, ein Berliner Original und Kultfriseur, gilt als Stilikone des Ostens. Mit auffälligem Make-up, gefärbten Haaren und schriller Kleidung wurde er in den 80ern zum gefragten Friseur und Stylisten, bekam als Paradiesvogel aber auch schnell ein Problem mit der DDR-Staatsmacht.
Als Sohn des bekannten DDR-Schauspielers Gerd E. Schäfer war ihm eigentlich eine überprivilegierte Laufbahn vorbestimmt, jedoch ging der Paradiesvogel, angetrieben durch den Wunsch nach Selbstverwirklichung, seinen eigenen Weg. In seiner Biografie erzählt Frank Schäfer, wie er zum Entsetzen seiner Eltern Friseur-Facharbeiter wurde, wie er mit 13 seinen ersten Sex mit einem Mann erlebte und wie er durch seine außergewöhnlichen Ideen zum Enfant terrible der DDR-Friseurinnung wurde.
Seine Autobiografie "Ich bin nicht auf der Welt, um glücklich zu sein", aufgeschrieben von Patricia Holland Moritz, zeichnet ein lebhaftes Bild von der Ostberliner Untergrundszene in den Achtzigern sowie dem Umgang mit Homosexualität im Osten.
Frank Schäfer ist Berliner Szene-Friseur und hat schon Stars wie Nina Hagen, Prince und den Musikern von Rammstein die Haare frisiert.
Frank Schäfer, Sohn des bekannten DDR-Schauspielers Gerd E. Schäfer, hatte schon immer etwas gegen Geradlinigkeit. Statt eines bürgerlichen Lebens in der DDR zog er den Exzess in der Ostberliner Partyszene vor, entdeckte seine Liebe zu Männern und wurde aufgrund seiner flippigen Ideen zum gefragten Friseur und Stylisten.
Er wird Mitglied der Modegruppe »Allerleirauh«, nebenbei ist er Gogo-Boy für Bands wie Die Firma und Feeling B, und schon bald ist er aus der Partyszene Ostberlins nicht mehr wegzudenken. Das Ganze passierte 1985 in Ostberlin. Sven und ich waren Gogo-Tänzer für Punk-Bands. Wir wollten schon immer auf die Bühne. Wir waren hungrig und hatten beschlossen, Punk-Band-Background-Sänger zu werden.
Als er vom Staat zunehmend schikaniert wird, setzt er sich 1988 nach Westberlin ab. Offen und ehrlich schildert Schäfer, wie er allein durch Authentizität, ohne sich von gesellschaftlichem oder politischem Druck leiten zu lassen, zur Stilikone wurde und wie er in seinem Leben das Glück nie gesucht, letztendlich aber immer eine Menge Glück erfahren hat.
Zunächst von Starfriseur Udo Walz abgelehnt, fasst er in der dortigen Szene schnell Fuß und sorgt als »Deutschlands erster Schamhaarfriseur« landesweit für Aufsehen. Nach der Wende und einem Ausflug in die Welt der Reality-TV-Shows zieht es ihn in den Berliner Osten zurück, wo er erfolgreich einen eigenen Friseursalon betreibt.
Er berichtet von den täglichen Schikanen der DDR-Obrigkeit, der daraus resultierenden Flucht nach Westberlin und wie er zur Zeit der Wende mit seinen gewagten Ideen auch dort Fuß fasste.
In seiner Biografie erzählt Frank Schäfer, wie er zum Entsetzen seiner Eltern Friseur-Facharbeiter wurde, wie er mit 13 seinen ersten Sex mit einem Mann erlebte und wie er durch seine außergewöhnlichen Ideen zum Enfant terrible der DDR-Friseurinnung wurde.
Darüber hinaus berichtet er, wie er trotz permanenter Verhaftungen und Verhöre durch die Stasi sowie die Vergewaltigung durch einen Polizisten eher unbeschadet durch die Mechanismen der DDR kam und es schaffte, im Grau des Ostens ein paar Farbkleckse zu hinterlassen.
"Ich habe mich nie um das Glück bemüht. Ich bin einfach glücklich." - Frank Schäfer
Die Autobiografie "Ich bin nicht auf der Welt, um glücklich zu sein" bietet einen tiefen Einblick in das Leben von Frank Schäfer.
Details zum Buch:
In seiner Autobiografie berichtet der Berliner Szene-Friseur Frank Schäfer, wie er in seinem Leben das Glück nie suchte, letztendlich aber doch eine Menge Glück erfahren habe. Das Spannendeste am Leben sei einfach das Leben selbst, sagt der 59-Jährige.
Schäfer ist jemand, der mit einer sehr klaren Idee von sich durchs Leben ging und geht. Vor allem will er eines nicht sein: fremdbestimmt. In seiner Biografie beschreibt Schäfer seinen Drang - fast ist es ein Zwang - , sich ständig zu verändern. Seine Haare zu färben, Popper zu werden, dann Punk, Modemacher und Gogo-Tänzer.
Er verklärt genauso wenig wie er richtet und ist dennoch glasklar, wenn es um Verlogenheit, Banalität, Meckerei, Vereinnahmung, Missgunst und das Trügerische an in Stein gemeißelten Deutungen von Vergangenheit geht.
Über die Autorin:
PATRICIA HOLLAND MORITZ, geboren in Karl-Marx-Stadt, war vor dem Schreiben Buchhändlerin in Leipzig, Speditionskauffrau in Paris und Bandbookerin in Berlin. Für ihren Roman 'Zweisiedler' bekam sie das Stipendium des Berliner Senats, sie ist Co-Autorin von Christian Führers 'Und wir sind dabei gewesen' (Ullstein) und mit Kurzkrimis in Anthologien der 'edition krimi' (Leipzig) vertreten.
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