Fast alle Menschen entdecken mindestens einmal in ihrem Leben eine Warze an ihrem Körper oder sind gleich von mehreren Warzen befallen. Meist handelt es sich bei Warzen um kleine gutartige Hautveränderungen, die in verschiedenen Formen sowie an unterschiedlichen Stellen des Körpers auftreten (teilweise auch am ganzen Körper). Warzen können sich stark unterscheiden, sind aber in den meisten Fällen harmlos und verursachen keine Schmerzen. Warzen treten bei vielen Menschen mindestens einmal im Leben auf. Sie können an unterschiedlichen Stellen am Körper erscheinen, unter anderem im Gesicht, an den Händen und an der Fußsohle.
Verschiedene Arten von Warzen können im Gesicht auftreten.
In der Regel entstehen Warzen durch Viren (vor allem humane Papillomaviren, kurz: HPV) oder aufgrund von Infektionen, wobei die Erreger über Schmierinfektionen oder Kontaktinfektionen von Mensch zu Mensch (z.B. beim Händeschütteln oder beim Geschlechtsverkehr) oder über äußere Träger (z.B. feuchte Böden in der Sauna, im Schwimmbad oder über Gegenstände wie Handtücher) übertragen werden. Über kleine Verletzungen in der Haut oder den Schleimhäuten wird infolgedessen die obere Hautschicht infiziert, und die Haut kann zu wuchern beginnen. Somit lässt sich die Frage, ob Warzen ansteckend sind, mit einem klaren „Ja“ beantworten. Eine Ausnahme bilden die aus Altersflecken entstehenden Alterswarzen, auf deren Ausbildung Viren keinen Einfluss haben.
Jedes Jahr erkranken bis zu 750.000 Menschen in Deutschland an einer Virusinfektion, die Warzen hervorrufen kann. Häufig sind vor allem Kinder und Jugendliche von Warzen betroffen. Zudem ist das Risiko, an Warzen zu erkranken, bei Kindern und Jugendlichen deutlich erhöht, deren Immunsystem noch nicht mit Erregern von Warzen in Kontakt gekommen ist. Aber auch alle anderen Menschen, die ein schwaches Immunsystem haben oder deren Haut beispielsweise durch Krankheiten wie Neurodermitis gereizt ist, können häufiger von Warzen betroffen sein. Vielfach wird auch einer ungesunden Lebensweise (z.B.
Warzen treten in den verschiedensten Formen auf. Die Stachelwarze, die auch Vulgäre Warze genannt wird, tritt zumeist bei Kindern oder Jugendlichen auf. Aber auch Erwachsene, die Durchblutungsstörungen haben oder sehr oft und viel schwitzen, leiden häufig unter einer Warzenbildung. Die Stachelwarze tritt typischerweise an den Nägeln, an den Fingern oder im Gesicht auf. Die Warze ist zunächst sehr klein, mit der Zeit bilden sich erbsengroße sehr harte Knötchen. Diese Knötchen nehmen eine raue, mit Hornhaut überzogene Form an. Diese Warzenart kann sich durch das Aufkratzen der Haut am ganzen Körper in kleinen Gruppen verteilen. Die Stachelwarze tritt auch auf, wenn das Immunsystem geschwächt ist.
Diese Warzenart, die sich meist im Gesicht, am Hals, am Schienbein oder am Handrücken ausbildet, wird durch eine Schmierinfektion übertragen - eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht somit in Schwimmbädern oder in Saunen. Die Flachwarze besitzt eine bis zu 5 Millimeter runde, sehr flache Form, die auch mehreckig sein kann. Dornwarzen entstehen zumeist am Fuß, genauer gesagt an der Fußsohle. Daher werden sie auch Sohlenwarze genannt. Diese Warzenart wird ebenfalls durch eine Schmierinfektion übertragen. Dornwarzen zeichnen sich durch braunschwarze Punkte aus. Wie der Name vermuten lässt, wachsen sie dornenartig in der Fußsohle und können daher sehr schmerzhaft sein, da das Gewicht des Körpers beim Gehen auf der Warze am Fuß lastet. Vermehrt sich die Warze, entsteht auf der Haut bzw.
Die Feigwarze bildet sich oft im Genitalbereich, an Schleimhäuten oder in feuchten warmen Hautfalten. Eine Übertragung dieser Warzenart beim Geschlechtsverkehr auf den Partner ist möglich. Die Feigwarze entsteht unter anderem bei einer Scheidenentzündung, bei einer Darmentzündung, einer Harnröhrenentzündung, bei Wurmbefall oder bei einer Vorhautverengung. Aber auch bei Gebärmutterhalskrebs kann diese Warzenart beteiligt sein und die Entstehung dieser Krebsart fördern. Die Feigwarze wird auch Genitalwarze genannt und tritt lokal auf. Es bildet sich ein fleischfarbenes Knötchen im Analbereich oder an den Geschlechtsorganen. Durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille kann die Feigwarzenbildung im Genitalbereich gefördert werden. Dellwarzen treten am ganzen Körper auf, oftmals allerdings an den Fingern, Händen, Armen oder am Oberkörper. Diese Warzenart ist erbsengroß und hat in der Mitte eine Eindellung. Eine Ansteckung kann über eine Schmierinfektion oder eine Kontaktinfektion erfolgen.
Ganz gleich, um welche Warzenart es sich handelt und wie Sie diese behandeln, gilt der Grundsatz: Warzen dürfen nicht aufgekratzt werden, da sich die Viren und die infizierten Zellen ansonsten durch die Blutung auf andere Hautstellen verteilen und die Bildung weiterer Warzen begünstigen können.
„Pinselwarze” - hinter dem seltsam anmutenden Namen steckt eine Warzenart, die zwar harmlos ist, für Betroffene aber trotzdem unangenehm sein kann. Mit ihrer charakteristischen, stielartigen Form tritt sie besonders häufig an empfindlichen Hautpartien wie am Augenlid, an der Unter- oder Oberlippe sowie am Hals auf. Pinselwarzen - auch Verrucae filiformes genannt - bilden eine Unterart der gewöhnlichen Hand- und Fußwarzen. Dabei entstehen gutartige, pinselähnliche Wucherungen der Haut.
Pinselwarzen bevorzugen zarte, weiche Hautpartien. Sie treten vorwiegend an den Augenlidern, Lippen, an und in der Nase sowie am Hals auf. Pinselwarzen sehen meist klein und faden- oder zapfenförmig aus. Ihr Farbton kann von weiß bis dunkelrosa variieren, oft besitzen sie eine bräunliche Spitze. Pinselwarzen treten häufig in kleinen Gruppen auf. Die Spitze der Warzen verzweigt sich in kleine Ausstülpungen, die mitunter an einen Pinsel erinnern.
Pinselwarzen treten häufig im Gesicht auf, besonders an den Augenlidern und Lippen.
Alterswarzen, auch als “senile Warzen” oder “Lentigines” bekannt, sind gutartige Hautveränderungen, die im Alter auftreten. Alterswarzen entstehen etwa ab dem 40. Lebensjahr und treten mit steigendem Lebensalter häufiger auf. Die meisten Menschen entwickeln im Laufe ihres Lebens solche gutartigen Verhornungsstörungen. Alterswarzen wachsen über das Hautniveau hinaus, sind scharf zur umgebenden normalen Haut abgegrenzt und meist in unterschiedlich hellen oder dunklen Brauntönen gefärbt.
Zwar verschwinden die meisten Warzen von alleine wieder, doch es kann auch empfehlenswert sein, Warzen selbst zu bekämpfen oder vom Arzt entfernen zu lassen. Vielfach wird empfohlen, Warzen mit Apfelessig zu behandeln. Dazu wird Apfelessig bis zu zweimal täglich auf ein Wattepad aufgetragen, die Warze damit eingerieben und die Stelle anschließend mit einem Pflaster abgeklebt. Auch Knoblauch wird nachgesagt, dass es gut gegen Warzen hilft. Dazu soll die Warze über mehrere Wochen hinweg mit frisch geschnittenem Knoblauch eingerieben werden. Ein bekanntes Hausmittel gegen Warzen ist Klebeband. Was ungewöhnlich klingt, ist es auch: Die Warze wird für knapp eine Woche mit einem kleinen Stück Klebeband abgeklebt. Dadurch, dass das Klebeband auf der Haut verbleibt, wird die Warze eingeweicht. Anschließend kann die oberste Schicht mit einem Bimsstein oder einer Feile relativ leicht entfernt werden.
Ob die Hausmittel tatsächlich gegen Warzen helfen, ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Um Warzen ohne Behandlung beim Arzt zu entfernen, können Sie beispielsweise Lösungen mit Salicylsäure oder Milchsäure verwenden. Die Anwendung erfolgt mehrere Wochen lang täglich auf den betroffenen Hautstellen. Dadurch bildet sich eine dünne Schicht auf der Warze und die Haut wird aufgeweicht. Am nächsten Tag kann dieser Film möglichst einschließlich der obersten Warzenschicht entfernt werden - zum Abtragen können Sie zum Beispiel eine Feile oder einen Bimsstein verwenden. In der Regel ist diese Methode schmerzfrei, leichte Schmerzen können allenfalls durch das Abfeilen und Entfernen der oberen Hautschicht auftreten. Alternativ gibt es inzwischen auch Pflaster mit Salicyl- bzw.
Wenn Warzen nicht nach einiger Zeit von alleine weggehen, sollten Sie einen Experten um Rat fragen und sich vertrauensvoll an Ihren Hautarzt wenden. Gerade bei Warzen im Genitalbereich sollte ein Arzt aufgesucht werden. Eine Mittel, das Ihr Hautarzt zur Behandlung von Warzen nutzen kann, ist das Vereisen (Kryotherapie). Dabei wird die Warze mit flüssigem Stickstoff behandelt, was helfen soll, die betroffenen Zellen der oberen Hautschicht zu zerstören und die Warzen nach und nach verschwinden zu lassen. Die Anwendung erfolgt für gewöhnlich über mehrere Wochen. Normalerweise ist das Vereisen wenig schmerzhaft, kann jedoch leichte Hautreizungen verursachen. In einigen Fällen kann es nötig sein, Warzen chirurgisch zu entfernen, mit einem scharfen Löffel (Kürettage, etwa bei Feigwarzen) oder mit dem Laser abzutragen. Dies kann beispielsweise dann notwendig werden, wenn Warzen gehäuft auftreten oder stark wuchern. Das Vereisen und die Anwendung von Salicylsäure haben sich in Studien als die wirksamsten Mittel im Kampf gegen Warzen erwiesen.
Der Hautarzt hat verschiedene Mittel zur Entfernung der Warzen im Gesicht zur Verfügung. Bei der Auswahl kommt es auch auf die Art der Warze an - je nachdem, ob es sich um eine gewöhnliche Warze, eine Pinselwarze oder eine Stielwarze handelt, können unterschiedliche Methoden zum Einsatz kommen. Auch die Lage der Warze im Gesicht ist entscheidend. Der Hautarzt prüft individuell, was die beste Art der Therapie für den Patienten ist. Dann kommt beispielsweise die Kryotherapie oder eine Laserbehandlung zum Einsatz. Die Kryotherapie ist eine nahezu schmerzfreie Prozedur, in deren Folge das vereiste Gewebe abstirbt und nach etwa zwei Wochen abfällt. Zurück bleibt gesunde, unverletzte Haut. Eine einzige Anwendung reicht meist völlig aus. Bei hartnäckigen Warzen lässt sich die Anwendung aber auch weitere Male wiederholen. Dabei dauert die gesamte Behandlung weniger als eine Minute.
Laser oder in seltenen Fällten chirurgische Entfernung sind diesen Methoden deutlich vorzuziehen. Im Internet stösst man immer wieder auf Ratschläge, Hausmittel zur Behandlung von dermatologischen Problemen zu benutzen. Davon wird Ihnen dringend abgeraten. Hausmittel, die zur Behandlung von Alterswarzen im Gesicht vorgeschlagen werden, sind zum Beispiel die Anwendung von Apfelessig, Zitronensaft oder Aloe Vera.
Es gibt diverse Möglichkeiten, eine Warze zu entfernen. Ob eine chirurgische Entfernung notwendig ist, hängt von der Art der Warze ab. Versagen andere Methoden, wie beispielsweise das Vereisen der Warze (Kryotherapie), folgt meist die chirurgische Entfernung. Ärzte behandeln herkömmliche Warzen, wie beispielsweise die Dornwarzen, häufig mittels chirurgischer Entfernung. Eine chirurgische Entfernung gibt es häufig bei der Warze Condylomata acuminata. Die Warze entsteht durch sexuelle Übertragung. Eine chirurgische Entfernung einer Warze erfolgt auch häufig bei Pinselwarzen. Besonders bei Warzen im Genital- oder Analbereich kann die chirurgische Entfernung zum Einsatz kommen.
Vor der Entfernung der Warze betäubt der Arzt die betroffene Hautregion lokal. Manchmal ist auch eine Vollnarkose sinnvoll. Der Eingriff dauert zehn bis zwanzig Minuten. Meist reicht es, wenn der Chirurg die Warze mit dem scharfen Löffel (Kürette) ausschabt. Als medizinisches Instrument nutzt der Chirurg das Laserskalpell. Damit schneidet er die Warze heraus. Eine weitere Methode bei der chirurgischen Warzenentfernung ist der Farbstofflaser. Dies ist allerdings eine sehr langwierige Methode. Leider ist diese Lasermethode schmerzhaft, da der Patient eine Verbrennung wahrnimmt. Bei dieser Methode ist allerdings die Rückfallquote gering. Mittels gezielter Stromeinwirkung lassen sich so auch kleinere blutende Gefäße sofort schließen. Die Warze verschmort sozusagen.
Nach der chirurgischen Warzenentfernung vernäht der Arzt die Wunde mit einigen Stichen. Die Drainage zieht entstehende Körperflüssigkeiten aus der Wunde ab. Möglich ist auch, dass sich bei der Entfernung die Viren verbreiten. Der Operateur bemüht sich immer um gute kosmetische Resultate. Besonders im Gesicht sieht dies unschön aus. Im besten Fall verblasst die Narbe aber nach einigen Wochen. Treten starke Schmerzen oder Nachblutungen auf, sollten Sie direkt den Arzt aufsuchen. Die chirurgische Entfernung einer Warze birgt die Gefahr, dass eine Entzündung auftritt, die Fieber verursacht. Gehen Sie immer zum Arzt, wenn Sie sich unsicher sind. Die chirurgische Entfernung einer Warze benötigt immer eine Nachbehandlung. Der Arzt muss nach ein paar Tagen (10 bis 12 Tage) die Fäden ziehen. In der Regel dauert die Heilung etwa eine Woche. Die chirurgische Entfernung einer Warze am Fuß kann Sie zu einer Bewegungspause zwingen. Sie müssen mit etwa zwei Wochen Pause rechnen. Vermeiden Sie Verunreinigungen, damit keine Bakterien in die Wunde gelangen.
Wichtig ist jedoch, dass rund um das Operationsgebiet keine Entzündungen oder infektiösen Hautveränderungen bestehen. Ihr erster Ansprechpartner ist je nach betroffener Körperregion ein Hautarzt oder Gynäkologe / Urologe. Wenn Sie sich nicht sicher sind, können Sie auch Ihren Hausarzt aufsuchen.
Durch verschiedene Vorsichtsmaßnahmen können Sie jedoch die Ansteckungsgefahr verringern und einer Ausbreitung von Warzen vorbeugen: Da HP-Viren bei feuchtwarmem Hautklima leichteres Spiel haben, die Füße nach dem Duschen stets gut abtrocknen. Fettcremes helfen gegen rissige Hände und Füße und reduzieren so mögliche Eintrittspforten für die Viren. Das Tragen von Schutzsocken oder das Abkleben der Warzen mit wasserfestem Pflaster verhindert den Kontakt mit den betroffenen Hautarealen. Socken, Handtücher und andere Textilien mit Kontakt zu den betroffenen Hautarealen sollten möglichst täglich gewechselt werden. Handtücher und Waschlappen sollten nicht mit anderen gemeinsam benutzt werden. In Schwimmbädern, Saunen oder Umkleidekabinen nicht barfuß laufen.
Da Warzen durch Viren ausgelöst werden, sind sie ansteckend. Die Viren werden durch Hautschuppen, verunreinigte Gegenstände und direkten Körperkontakt übertragen. Durchnässte, aufgequollene Haut ist besonders anfällig. Warzen werden darum oft im Schwimmbad oder in der Sauna übertragen. Auch Umkleidekabinen in Sportstätten oder Hotels sind Ansteckungsherde. Schützen kann man sich durch Badeschlappen und gute Hygiene. Was auch hilft, sind gut durchblutete, warme Hände und Füße.
Einige Tipps für Ihren Alltag, mit denen Sie die Bildung von Pinselwarzen vermeiden und ihre Ausbreitung verhindern können:
Neben dem Aufbau des Immunsystems gibt es mittlerweile einen HPV-Impfstoff gegen die Viren der Feigwarzen. Dazu gehört das mehrmalige Händewaschen am Tag mit Seife.
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die verschiedenen Behandlungsmethoden von Warzen:
| Behandlungsmethode | Beschreibung | Anwendung |
|---|---|---|
| Salicylsäure | Löst die Hautschicht auf und weicht die Warze auf. | Mehrmals täglich über mehrere Wochen |
| Kryotherapie (Vereisung) | Zerstört die Zellen der oberen Hautschicht durch Kälte. | Durch den Hautarzt, wiederholte Anwendungen |
| Chirurgische Entfernung | Ausschaben oder Herausschneiden der Warze. | Durch den Arzt, lokale Betäubung oder Vollnarkose |
| Laserbehandlung | Zerstörung des Warzengewebes durch Laser. | Durch den Arzt, evtl. wiederholte Anwendungen |
| Hausmittel (Apfelessig, Knoblauch) | Alternative Methoden, deren Wirksamkeit nicht wissenschaftlich bewiesen ist. | Regelmäßige Anwendung über mehrere Wochen |
Es gibt viele Dinge, die ich mag! Eines davon ist das herrliche Gefühl, wenn der Wind meine Zehen kitzelt. Und den meisten meiner Patienten geht es ebenso: Endlich dürfen unsere Füße raus aus den Socken und an die frische Luft. Leider bringt die neue Freiheit oft auch Unschönes ans Licht - etwa Warzen. Im Internet kursieren viele Tipps zur Warzenbehandlung. Und in der Apotheke erhalten Sie ebenfalls genügend Mittel, mit denen man Warzen selbst entfernen kann. Doch was hilft wirklich? Und wann sollten Sie bei Warzen doch lieber zum Arzt?
Die einfachste Möglichkeit: Abwarten! Denn irgendwann erkennt unser Immunsystem die Viren von selbst und fängt an, sie zu bekämpfen. Allerdings dauert das lange - durchschnittlich mehrere Monate bis hin zu fünf Jahren. Darum wünschen sich die meisten Patienten eine schnellere Methode.
Eine Möglichkeit, Warzen ohne viel Eigeninitiative loszuwerden, ist eine kleine ambulante Operation. Eine OP, ob mit Laser oder Skalpell, wird aber nur empfohlen, wenn die Warze an einer günstigen Stelle sitzt (z.B. nicht zu nah am Nagelbett) und die Narben oder die OP-Wunde keine Probleme machen würde.
Da die Warzen an anderen Körperteilen als am Fuß nicht nach innen wachsen, sind die Erfolgsaussichten bei einer OP besser. Eine weitere Möglichkeit, eine Warze schnell loszuwerden, ist das Vereisen. Dabei wird die Warze mit flüssigem Stickstoff tiefgekühlt. Dadurch bildet sich unter der Warze eine Erfrierung, ähnlich einer Brandblase. Die Warze wird von der Haut abgehoben, und löst sich im besten Fall mit dem Heilungsprozess ab. Meist muss das Vereisen zwei- bis dreimal durchgeführt werden.
Neben Eis ist auch das Gegenteil - Wärme - eine Behandlungsoption. Dazu wird die Warze einmal pro Woche mit wIRA bestrahlt. Das ist Infrarotlicht mit einem speziellen Spektrum.
Eine relativ neue Möglichkeit, die Warzen loszuwerden, ist die sogenannte HPV-Impfung. Die Impfung für Kinder und Jugendliche zielt auf Humanen Papillomviren (HPV), die unter anderem Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Die Warzen-Viren sind eigentlich ein anderer HPV-Typ (bzw.
Das Wichtigste beim Thema Warzen ist die Prävention, denn Warzen sind hochansteckend. Wie sich die lästigen Hautwucherungen behandeln lassen, hängt von der Art der Warze und der betroffenen Körperstelle ab.
In den USA wird zur Behandlung von hartnäckigen Warzen eine Spritze mit Antigenen direkt in eine Warze empfohlen. In Studien wurde in Deutschland dazu der gängige Kombinationsimpfstoff gegen Masern-Mumps-Röteln erprobt, der bei den meisten Patientinnen und Patienten eine starke Immunantwort auslöst. Bei dieser Therapie reicht es, eine einzige Warze zu behandeln.
Eigentlich gar keine Warze: eine sogenannte Alterswarze ist nicht ansteckend und muss nicht behandelt werden.
Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse kommt nur in seltenen Fällen vor - zum Beispiel, wenn der Lidschlag durch die Warze am Augenrand beeinträchtigt ist oder andere Einschränkungen vorliegen, die eine Entfernung der Warze aus gesundheitlichen Gründen rechtfertigen.
Letzte Änderung: 26 Jan.
Marianne Brandt ist Apothekerin und Medikationsmanagerin. Sie erstellt und überprüft medizinische Texte für ZAVA. Nach dem Studium der Pharmazie an der Universität Greifswald erhielt sie 2017 ihre Approbation zur Apothekerin. Sie sammelte Erfahrungen in der Klinischen Forschung sowie in der öffentlichen Apotheke. 2020 absolvierte sie die Weiterbildung zur ATHINA-zertifizierten Apothekerin und ist seither in einer nebenberuflichen Selbstständigkeit als Medikationsmanagerin tätig.
Letzte Änderung: 26 Jan.
tags: #Warze #Augenbraue #entfernen #Methoden
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