Farbverlauf Haare selber färben: Anleitungen und Tipps für Ombré, Balayage und mehr

Ein sanfter Farbverlauf im Haar, der modern aussieht und gleichzeitig pflegeleicht ist - das ist der Wunsch vieler. Ob Ombré, Balayage oder Babylights, die Techniken sind vielfältig und bieten zahlreiche Möglichkeiten, den individuellen Stil zu unterstreichen. Dieser Artikel zeigt, wie Sie diese angesagten Looks zu Hause selbst färben können.

Ombré Hair: Der fließende Farbverlauf

Die Ombré-Technik ist eine beliebte Haarfärbemethode, bei der ein fließender Übergang von einer dunkleren Farbe am Ansatz zu einer helleren Nuance in den Längen und Spitzen entsteht.

Was ist Ombré?

Ombré Hair hat einen ganz besonderen Farbverlauf: Die Haarspitzen sind bei diesem Trend deutlich heller als das restliche Haar. Dadurch wirkt das Haar insgesamt strahlender und die Frisur wie von der Sonne geküsst. Der Begriff „Ombré“ stammt aus dem Französischen und bedeutet „schattiert“ - genau das beschreibt den Look perfekt, ein sanfter Farbverlauf.

Wie funktioniert Ombré?

Bei der Ombré-Färbung wird die Farbe gezielt auf die mittleren Längen und Spitzen des Haares aufgetragen, während der Ansatz in der natürlichen Haarfarbe bleibt. Der Übergang zwischen den dunkleren und helleren Partien wird dabei weich verblendet, sodass ein natürlicher Farbverlauf entsteht, ganz ohne harte Linien. Die Farbgebung kann dabei ganz individuell abgestimmt werden - von dezentem Karamell bei braunem Haar hin zu kühlem Blond oder sogar Pastelltönen. Die Ombré-Technik wird oft mit einem Glossing veredelt. Dadurch lassen sich die gewünschte Farbnuance gezielt steuern. Außerdem wirken die Übergänge weicher und harmonischer.

Ombré selber färben: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ombre selbst färben ! Klappt das ? | Carinaly

Den angesagten Ombré Look zuhause selbst nachfärben? Ist gar nicht so kompliziert. Mit dem richtigen Anwendungstipp wird das sogar zum Kinderspiel und geht ganz schnell.

  1. Vorbereitung: Um Ihre Spitzen aufzuhellen, sollten man eine Coloration oder Blondierung wählen, die gut mit der eigenen Naturhaarfarbe harmoniert. Ob die jeweilige Haarfarbe, für die Sie sich entschieden haben, wirklich für ihren Ausgangston geeignet ist, erkennen Sie auf der Rückseite der Verpackung der Coloration.
  2. Farbe auftragen: Geben Sie die Haarfarbe im ersten Schritt direkt auf die Paddle Brush. Fahren Sie dann mit der Bürste über die Haarspitzen. Tipp: Bei schulterlangen Haar die Farbe ab der Höhe der Ohren ins Haar einarbeiten, bei langem Haar starten Sie mit dem Auftragen der Farbe am besten auf Kinnhöhe.
  3. Für einen natürlichen Übergang: Bürsten Sie mit der Paddle Brush nur ganz sanft über die jeweiligen Partien. Auf diese Weise gelangt nicht zu viel Farbe in die Spitzen und die Farbabstufung wirkt besonders schön.
  4. Pflege: Damit dieser Style strahlend und gepflegt aussieht, ist es wichtig, die mitgelieferte Pflege zu verwenden. Ein bis zweimal in der Woche eine Haarmaske einarbeiten. Für noch mehr Extra-Pflege regelmäßig ein paar Tropfen Haaröl in die Haarspitzen kneten (entweder in nasses oder trockenes Haar).

Vor- und Nachteile von Ombré

  • Vorteile:
    • Weniger Folgetermine, da der Ansatz meist nicht gefärbt wird.
    • Natürlichkeit durch einen sanften Farbverlauf.
    • Vielseitigkeit, da die Haarfarbe individuell angepasst werden kann.
    • Schonend für das Haar, da nur die Längen und Spitzen gefärbt werden.
  • Nachteile:
    • Schwierige Farbverläufe, besonders bei dunklerem Naturton.
    • Pflegeaufwand, da die Spitzen meist blondiert werden und intensive Pflege benötigen.
    • Kosten, da die Technik viel Erfahrung und Zeit benötigt.

Aktuelle Ombré-Trends

Auch 2025 bleibt der Ombré-Look ein echter Dauerbrenner - nur noch vielseitiger und individueller. Besonders im Trend liegen weiche Farbverläufe in natürlichen Tönen, wie Vanilla-Blonde, Toffee-Brown oder Champagner-Beige, die dem Haar sanften Glanz und Tiefe verleihen. Für alle, die es mutiger mögen, setzen sich kreative Ombré-Varianten durch, unter anderem Rosé, Kupfer oder sogar kühle Lavendeltöne in den Spitzen.

Balayage: Der sonnengeküsste Look

Vergessen Sie langweilige Haarfarben - Balayage hat längst die Welt der Haartrends erobert. Die sanften, natürlichen Farbverläufe verleihen Ihrem Look Tiefe und Dimension, die einfach zu jedem Haartyp passen.

Was ist Balayage?

Die angesagte Färbetechnik wurde bereits in den 70er-Jahren in Pariser High-End-Salons entwickelt - daher auch der französische Name, der auf Deutsch so viel wie „fegen“ oder „streichen“ bedeutet. Im Gegensatz zu akkurat abgetrennten Kammsträhnchen setzt Balayage auf eine kreative Freihand-Technik, die für natürlich weiche Übergänge sorgt. Mit einem breiten Pinsel wird die Farbe sanft auf einzelne Haarpartien gestrichen, sodass ein sonnengeküsster Look entsteht.

Balayage selber machen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ombre selbst färben ! Klappt das ? | Carinaly

Die Balayage-Technik ist natürlich eine kleine Herausforderung, da sie ein wenig Kreativität und Geschicklichkeit erfordert. Mit den richtigen Schritten und Tools ist sie jedoch absolut machbar - und macht sogar Spaß!

  1. Vorbereitung: Mischen Sie den Aufheller mit dem Entwickler gemäß den Anweisungen - jedes unserer L’Oréal Paris Färbekits enthält eine leicht verständliche Anleitung.
  2. Haare abteilen: Teilen Sie Ihr Haar in Partien ein. Führen Sie unbedingt einen Patch-Test durch, indem Sie das Produkt 24 Stunden vorher an einer kleinen, unauffälligen Hautstelle testen.
  3. Farbe auftragen: Mit der speziellen Bürste tragen Sie die Farbe sanft auf einzelne Strähnen auf. Achten Sie darauf, dass Sie die Farbe nicht direkt am Ansatz, sondern mittig in die Längen einarbeiten, um die charakteristischen, weichen Übergänge zu erzielen.
  4. Strategisch arbeiten: Beginnen Sie mit der hinteren Partie, um eine gleichmäßige Verteilung der Farbe zu gewährleisten.
  5. Einwirkzeit beachten: Lassen Sie die Farbe je nach gewünschtem Ergebnis 25 bis 45 Minuten einwirken.

Balayage-Varianten

  • Soft Balayage: Tragen Sie die Farbe nicht großflächig, sondern sanfter und subtiler auf. Die ultra-natürlichen Highlights, die dadurch entstehen, verleihen Ihren Haaren einen wunderschönen Sun-Kissed-Glow.
  • Ombré-Balayage: Sorgt für einen weichen, natürlichen Verlauf - ideal, wenn Sie sich eine auffällige, aber dennoch harmonische Farbveränderung wünschen. Starten Sie dafür mit den Spitzen und arbeiten Sie sich nach oben vor.
  • Melted Balayage: Setzt nicht nur auf Blondtöne, sondern dezente Highlights in hellen und dunklen Nuancen, die sanft miteinander verschmelzen. Das Ergebnis: ein ultra-weicher, natürlicher Farbverlauf.
  • Reverse-Balayage: Dunklere Nuancen werden in die Längen und Spitzen eingearbeitet, um mehr Tiefe und Kontrast zu schaffen.

Do’s and Dont’s beim Balayage selber färben

Do’s Dont’s
Packungsbeilage genau lesen und befolgen Niemals den Ansatz färben (nur Spitzen und Längen)
Farbe sollte ein bis zwei Nuancen heller sein Das Deckhaar nicht blondieren
Farbe freihand auftragen Immer von oben nach unten das Haar bepinseln
Farbe auf unterschiedlichen Höhen ansetzen Nicht zu dicke Strähnen auf einmal nehmen
Zügig blondieren

Babylights: Feine Highlights für mehr Lebendigkeit

Inspiriert von feinen Kinderhaaren, die um das Gesicht etwas heller erscheinen, sind Babylights geradezu ideal, um die Haarfarbe mit dezenten oder prägnanten Lichteffekten ein wenig aufzupeppen und dabei trotzdem einen natürlichen Look beizubehalten.

Was sind Babylights?

Das Markenzeichen der Babylights sind sehr feine Strähnen, die sanft nach unten verlaufen. Es gibt allerdings kein Muster, nach dem sie gesetzt werden. Es liegt in der Hand des Friseurs oder besser gesagt im Auge des Profis, wo und wie viele Strähnen gesetzt werden. Denn der Colorist beobachtet ganz genau, wie das Haar fällt und wie die Sonne sich auf ihm spiegeln würde.

Techniken für Babylights

  • Painting-Technik: Ähnlich wie bei den Färbetechniken Balayage oder Ombré wird hier die Farbe freihändig mit einem Pinsel vom Friseur auf die Haare aufgebracht.
  • Folientechnik: Die Folientechnik eignet sich besonders, wenn ein etwas präziseres Ergebnis gewünscht ist. Mit einem Stielkamm werden winzige Haarsträhnen separiert und dann die Haarfarbe aufgetragen. Anschließend werden sie mit Alufolie umschlossen, solange die Coloration einwirkt.
  • Biolight Hair Color Strips: Statt der klassischen Aluminiumfolie lassen sich auch Baumwollstreifen, sogenannte Biolights verwenden. Das Ergebnis liegt dann zwischen den besonders natürlichen Babylights der Freihand-Technik und den exakten Strähnchen der Folientechnik.

Pflege für Babylights

Sobald Haarfarbe ins Spiel kommt, braucht die Mähne das Plus an Pflege, um ihre Leuchtkraft und Lebendigkeit zu erhalten. Da bilden Babylights keine Ausnahme. Bei blonden Strähnen ist es sinnvoll, ab und zu ein Silbershampoo zu verwenden. Dies sorgt für ein frisches Blond ohne ungewollte Untertöne. Ein Glossing kann die feinen Highlights schnell wieder auffrischen und den Farbglanz neu beleben.

Allgemeine Tipps für gefärbtes Haar

Unabhängig von der gewählten Technik ist die richtige Pflege entscheidend, um die Farbbrillanz und Gesundheit der Haare zu erhalten. Hier sind einige allgemeine Tipps:

  • Shampoo und Spülung für coloriertes Haar: Verwenden Sie Produkte, die speziell für coloriertes Haar entwickelt wurden.
  • Sulfatfreie Shampoos: Reinigen besonders schonend und schützen die Farbpigmente.
  • Silbershampoo für kühle Blondtöne: Bevorzugen Sie strahlend kühle Blondtöne, sollten Sie einmal wöchentlich auf ein Silbershampoo setzen.
  • Hitzeschutz verwenden: Blondiertes Haar ist besonders empfindlich. Verwenden Sie Hitzeschutz, wenn Sie Styling-Tools wie Glätteisen oder Lockenstab verwenden.
  • Haarmasken und Öle: Gönnen Sie Ihrem Haar regelmäßig eine intensive Pflegekur mit Haarmasken und Ölen, um es mit Feuchtigkeit zu versorgen und vor Schäden zu schützen.

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