Es gibt wohl keinen Friseur, der keine besitzt: Eine Farbkarte zu den Haarfarben. Sämtliche Haarfarben und Tönungen werden dank der Karte auf einen Blick verständlich dargestellt. Somit sind Farbkarten nicht nur eine Hilfe für den Friseur, sondern auch für den Kunden. Selbst feinste Unterschiede in den Farbnuancen werden sichtbar und erleichtern die oftmals knifflige „Qual der Wahl“.
Die Farbkarte ist ein wichtiges Werkzeug eines jeden guten Coloristen. Von Anfang an ist sie nützlich, um zu lernen, die Farben und Nuancierungen zu katalogisieren, zu differenzieren und zu verstehen, die für das gewünschte Ergebnis des Kunden erforderlich sind. Wenn Sie diese Haarfarbtabelle richtig verstehen und anwenden, können Sie nuancierte Farbtöne erzielen, wie z. B. schöne helle oder aschige Blondtöne. Der erste Blick auf die Farbkarte kann etwas einschüchternd sein. Zum Glück ist es mit dieser einfachen Anleitung nicht kompliziert, sie vollständig zu verstehen, und sie wird Ihnen helfen, Ihre Arbeit so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Grundsätzlich gilt die Einteilung Farbtiefe als Grundfarbe und Farbrichtung als Unterton. Diese Zuordnung ermöglicht das Festlegen einer jeden Haarfarbe in der Farbkarte und so entsteht das sogenannte „Farbkoordinatensystem“.
Die Farbtiefe unterscheidet nach Helligkeit. Die Abstufungen werden von bekannten Herstellern von Colorationen (L'Oréal, Wella, Schwarzkopf etc.) in 10 Hauptfarbtöne eingeteilt:
Die Farbrichtung gibt die Nuancierung an. Nuancenbezeichnungen sind etwa Asch, Matt, Gold oder Kupfer. So entstehen Farben wie Schokobraun oder Platinblond auf der Farbkarte.
Die Farbkarten umfassen meist Nuancen aller Farbtöne. Manche Karten zeigen aber auch nur ausgewählte Töne und fokussieren sich zum Beispiel nur auf Blondtöne.
Zur einfachen Bestimmung hat man jeder Haarfarbe in einer Farbkarte für die Haare eine zweistellige Zahl zugeordnet. Die Erste gibt die Farbtiefe an. Je höher, desto heller der Ton. Die Zweite meint die Farbrichtungen bzw. die Farbreflexe, die dem Grundton beigemischt werden.
Im Farbkoordinatensystem werden den Farbtiefen und Farbrichtungen Zahlen zugeordnet, deren Kombination die Anordnung in der Farbkarte ergibt.
Die erste Zahl gibt immer die Farbtiefe an. Je höher die Zahl, desto heller der Ton. Das heißt, die Zahl 1 ist in der Regel Schwarz und 10 ist Hellblond.
Die weiteren Zahlen nach Schrägstrich, Punkt oder Komma stehen für Farbton und Farbreflex, die dazu gemischt werden (= Farbrichtung). Die Bezeichnungen können je nach Hersteller der Farbkarte etwas abweichen.
Wer im Salonstuhl zu sitzen, anstatt die Haare dahinter zu frisieren, denkt vielleicht, dass ein Colorist nur einen Blick auf eine Farbkarte wirft, bevor er den nächsten schmeichelhaften Farbton auswählt. Hinter jeder Formel die Coloristen mischen, steckt jedoch eine Menge Wissen - auch wenn sie jede Entscheidung, jeden Vorschlag und jede Technik völlig mühelos aussehen lassen.
Die Farbtiefe steht in der Farbkarte seitlich links. Diese verläuft von Schwarz bis Spezial Blond. Die Nuancen werden in der Farbkarte oben von rechts nach links aufgespalten. Nuancen sind die Farbgeber bzw. Die Nuancen stehen immer hinter dem / alles vor dem / gehört zur Farbtiefe.
Jedes Haar besteht aus einer Farbrichtung (z.B. Gold) und einer Farbtiefe (z.B. Blond). Die Farbtiefe auf einer Farbkarte gibt den Unterschied der Helligkeit von Haarfarben an. Haarfarben sind in feinsten Abstufungen ineinander übergehend. So fließen die Farben vom hellsten Blondton bis hin zum Schwarz Stufenlos ineinander. Natürlich gibt es auch Farbstufen zwischen den oben aufgezählten. So ist z.B. ein Ton denkbar, welcher exakt zwischen Dunkelblond und Mittelblond liegt.
Der zweite Teil aus dem eine Haarfarbe besteht, ist die Farbrichtung. Sie gibt die Nuancierung der Haarfarbe an - sagt also ob die Haare einen Rotsich haben, einen Gelbstich oder einen Blaustich. Dabei ist jeder Grundfarbe und jeder Mischfarbe 1. Ordnung eine Nuance bzw.
Durch die Einteilung der Haarfarben in Farbtiefe und Farbrichtung, ist man in der Lage, die Farben systematisch anzuordnen. Diese Anordnung nennt man Farbkoordinationssystem. Mit Hilfe dieses Systems ist man in der Lage eine Vielzahl von unterschiedlichen Haarfarben mit einem Name zu versehen. Weil sich kaum jemand die vielen Namen merken kann, hat man die Haarfarben mit verschiedenen Zahlen versehen. Dabei ist die Zahl, welche den Farbton angibt, meist zweigeteilt. Loréal nutzt hier ein Komma zur Trennung der Zahlen. Jeder Naturton - also die Farbtiefe - ist mit einer Zahl vor dem Komma bzw.
Wie man sieht, gibt es hier leichte Abweichungen - zum einen ist die Farbe Schwarz mit einem anderen Nummer versehen, zum anderen ist die hellste Farbstufe bei Loréal ein 10 1/2 und bei Wella eine 11. Diese Unterschiede haben jedoch nichts zu sagen und liegen in der jeweilgen Farbphilosophie begründet.
Damit Sie die Koleston Farbkarte verstehen schlüsseln wir unten das Zahlenwirrwar auf. Die Pure Naturals also die Naturtöne sind zum einen die Richtungsweiser und zum anderen auch die Töne welche den Grauhaaranteil abdecken.
Haarfarbekarten helfen sowohl Kunden als auch Friseuren den perfekten Farbton zu finden. Ein Tool, welches in keinem Salon fehlen sollte!
In der Regel bringen die Hersteller passend zu ihren Haarfarben eigene Farbkarten heraus. Das sind die drei beliebtesten Varianten:
Bei uns entdeckst Du Farbkarten für die Haare von bekannten Marken wie Wella Professionals, Schwarzkopf, L’Oréal oder La Riche Directions.
Natürlich kommt die Farbe erst auf dem Haar so richtig zur Geltung. Je hochwertiger die Haarfarbe jedoch ist, desto schöner, glänzender und intensiver wirkt die Farbe des Haares. Dank der Farbkarte können Haarfarben auch bei verschiedensten Lichtverhältnissen (Sonnenlicht bzw. künstlicher Beleuchtung) genauestens angesehen und studiert werden. Somit ist die Farbkarte wesentlich bei einer professionellen Farbberatung. Bei der Wahl ist es empfehlenswert, sich an Augenfarbe und Teint zu orientieren. Die Farbkarte ist ein wesentliches Hilfsmittel, mit der man die in Frage kommenden neuen Farben vergleichen kann. Manchmal kann man die Haarteile auch aus den Farbkarten nehmen und direkt an die Haare halten, um sich das Ergebnis bestmöglich vorzustellen. Einige Farbkarten zeigen außerdem optimale Mischverhältnisse, Gebrauchsanweisungen und Tipps für die Farben, damit nichts schief laufen kann.
Farben, die sich auf dem Farbkreis gegenüberliegen, neutralisieren sich gegenseitig. Nebeneinander liegende Farben erzeugen hingegen einen ganz neuen Farbton. Wenn blondes Haar z. B. gelb und warm ist, ihr es aber eisig und kühl haben möchtet, schaut nach, welche Farbe auf dem Farbkreis dem Gelb gegenüberliegt. In diesem Fall ist es Violett. Dann würde man der Haarformel ein wenig Violett hinzufügen, um den Gelbtönen entgegenzuwirken. Für eine subtile Farbkorrektur ist nur ein Hauch nötig.
Um den finalen Look jeder Farbtransformation vorherzusagen, verwenden Coloristen eine einfache Gleichung:
Ausgangspunkt des Haares + gewählte Farbe = Endergebnis
Wenn eine Kundin beispielsweise hellbraunes Haar haben möchte, das nicht zu Orangetönen tendiert, ist es am besten, die Farbe 5.1 (Hellbraun Asch) zu verwenden, um diese Nuancen zu neutralisieren. Und denken Sie daran: Das endgültige Farbergebnis ist immer eine Kombination aus den Farbpigmenten des von Ihnen gewählten Farbtons und den natürlichen oder spezifischen Pigmenten, die im Haar vorhanden sind.
Dabei ist jeder Grundfarbe und jeder Mischfarbe 1. Jeder Helligkeitstufe ist zusätzlich ein bestimmter Wert zugeordnet - also den Farbtönen von Schwarz bis hin zu Blond. Diese Einordnung in Farbrichtung (oder auch Nuancierung) und Farbtiefe ermöglicht ein genaues Festlegen einer jeden Haarfarbe.
Da Endkunden meist ihre natürliche Haarfarbe ein bis zwei Töne dunkler schätzen als sie in der Tat ist, sind Haarfarben, wie es sie z.B. bei Schlecker oder im Drogeriemarkt zu kaufen gibt, immer etwas anders in ihrer Farbwirkung als Profi-Farben. Unsere Ausführungen beschränken und gelten also nur für Profi Haarfarben wie z.B.
Auch hier sieht man kleine Unterschiede in der Nuancierung.
Es gibt verschiedene Hilfsmittel, die Coloristen verwenden können, um die perfekte Mischung für jeden Kunden zu finden. Die gängigsten sind eine Farbkarte oder ein Buch mit Haarmustern. Diese sind in der Beratungsphase hilfreich (in Kombination mit dem Wissen über die Ausgangssituation des Haares).
Nun gibt es auch ein digitales Tool, das dem Coloristen hilft, den idealen Farbton für euch zu finden. Es heißt Koleston Perfect Digital Shade Chart und ist eine App, die für Android-Geräte, iPhones und iPads verfügbar ist. Sie zeigt jeden verfügbaren Farbton an. Außerdem ermöglicht sie, zu zeigen, wie jede Farbe bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen aussehen würde. Dadurch kann eine realistische Haarsimulation erzeugt werden.
Was sind Haarfarbkarten? Farbkarten für die Haare bieten auf einen Blick eine übersichtliche Darstellung über die unterschiedlichen Farbmöglichkeiten von Haarfarben und Haartönungen. In einem großen Farbbuch finden Haarsträhnen Platz, die in der entsprechenden Farbe coloriert wurden. Selbst feinste Nuancen werden optisch sichtbar, was neben der Auswahl auch die Erklärung für das Salonteam erleichtert.
Je Farbkarte bekommst Du alle Nuancen geboten - von Natur bis hin zu sehr extravaganten Looks.
Wir freuen uns von Dir zu hören.
| Hersteller | Farbkarte | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Wella | Koleston Perfect Me+ | Zeigt Farbnuancen, Gebrauchsanweisungen und Mischverhältnisse |
| Schwarzkopf | BlondMe | Umfasst eine große Auswahl an Blondtönen |
| Goldwell | Topchic / Colorance | Kombiniert permanente Haarfarben und Tönungen |
tags: #farbkarte #friseur #erklärung
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