Falsche Wimpern für Karneval: Eine detaillierte Anleitung für den perfekten Look

Jede Frau sollte einmal falsche Wimpern ausprobiert haben. Bereits seit den 30er Jahren existieren sie schon und zählen seitdem zu einem beliebten Styling-Accessoire. Die Rede ist von künstlichen Wimpern, gerne auch als falsche oder unechte Wimpern oder Fake Lashes bezeichnet. Insbesondere für Damen mit hellen oder dünnen Wimpern sind diese nützlichen Hilfsmittel besonders gut geeignet. So kann man falsche Wimpern mehrmals benutzen. In solchen Fällen sind falsche Wimpern genau die richtige Wahl. Mit ein wenig Übung sind sie einfach und schnell anzubringen. Sie formen optisch das Gesicht und setzen die Augen richtig in Szene.

Insbesondere für Karneval, Halloween oder sonstige Motto-Partys sind falsche Wimpern ein ideales Accessoire, um das Kostüm zu vervollständigen. Synthetische Wimpern intensivieren den Blick, was besonders zu Faschingskostümen erwünscht ist.

Die richtige Wahl der Wimpern

Falsche Wimpern sind sowohl in Drogeriemärkten wie über Onlineshops erhältlich. Ebenso sind ganz unterschiedliche Preiskategorien zu finden. Bereits für 99 Cent werden Wimpern angeboten. Diese sind zumeist extrem lang oder bunt eingefärbt und eignen sich prima für Karneval, Halloween oder sonstige Motto-Partys. Für den täglichen Gebrauch sind diese äußert auffälligen Wimpern sicherlich nichts, aber dafür sind sie ja auch nicht bestimmt.

Deutlich natürlichere Ergebnisse erzielen Echthaar-Wimpern in etwas höherem Preissegmenten. Bereits ab 5,00 Euro sind gute Wimpern zu bekommen. Diese sind meist handgeknüpft und hierdurch für mehrmaligen Einsatz geeignet, da die einzelnen Haare fester an einem hochwertigen Wimpernband befestigt sind. Zusätzlich stehen diverse Wimpernformen zur Auswahl. Unterschiedliche Gesichter erfordern auch individuelle Wimpern. Je nach Augenform passen sich die Wimpern mal mehr, mal weniger gut an das Lid an. Je nach gewählter Wimpernlänge, wirken die Augen sehr natürlich oder dramatisch-künstlich. Für den Alltags-Look ist eine mittlere Länge genau richtig. Die Wimpern können mehrmals verwendet werden.

Je billiger desto schlechter? Echthaarwimpern gibt es in unterschiedlichen Preis-Segmenten. Von sehr günstig bis teuer. Preiswerte Varianten werden in der Regel synthetisch oder aus Tierhaaren gefertigt. Sie wirken meist etwas gröber und bei Allergikern könnten Augenentzündungen oder Hautirritationen auftreten. Auf Nummer sicher geht die Trägerin mit Wimpern aus Menschenhaar. Günstige Ausführungen werden meist maschinell an den Gummibändern befestigt.

Das es keine blonden künstlichen Wimpern gibt verstehe ich ja, aber dass auch fast niemand braune Wimpernbänder im Sortiment hat verstehe ich nicht. Klar, wenn man sich die Wimpern tuscht benutzt man auch schwarze Wimperntusche, aber für manche Looks fände ich es schon ganz schön etwas Auswahl zu haben. Einige Anbieter von künstlichen Wimpern bieten auch Unterwimpern an. Ich habe mal 2-3 Modelle ausprobiert, danach sah ich aber ein bisschen aus wie ein Clown.

Vorbereitung und benötigte Materialien

Für das Kleben von Wimpern benötigen Sie folgende Profi Schminke: Die hier verwendete Profi Produkte die Make up Artisten bei Ihrer Arbeit tagtäglich verwenden und auch für den Endverbraucher perfekt sind.

  • Künstliche Wimpern
  • Wimpernkleber
  • Eyeliner
  • Duo Wimpernkleber mit Pinsel
  • Ardell Spezialwimpernzange
  • Klassische Pinzette
  • Verschiedene Wimpernausführungen

Die Wimpern von Ardell bestechen durch ein einzigartiges Preis-Leistungsverhältnis. Aktuell arbeite ich am liebsten mit Wimpern dieser Marke. Viele Wimpern sind heutzutage auf schönen, biegbaren Silikonbändern aufgebracht. Und weich sollten sie am Ansatz auch sein. Denn ein zu starres Wimpernband birgt immer die Gefahr, dass es sich am inneren oder äußeren Augenwinkel löst, egal wieviel Kleber vorher drauf war. Denn ihr bewegt das Auge ja: ihr schaut hin und her, nach oben und unten und geblinzelt wird ja auch. Viele schwören auf Eichhörnchen- oder Echthaar. Das soll jeder machen, wie er denkt.

Der richtige Kleber

Ohne Kleber hält keine Wimper. Auch wenn die Hersteller oft schon eine leichte Haftung an die Fake Lashes geben: Kleber braucht ihr trotzdem. Meine Erfahrungen mit den mitgelieferten kleinen Tübchen in manchen Produkten sind eher mäßig. Deshalb setze ich seit vielen, vielen Jahren auf den DUO-Wimpernkleber.

Den gibt es in transparent oder dunkel, im Tübchen mit schmalem Auslass oder direkt im kleinen Fläschchen mit Applikatorpinselchen. Ich habe über die Jahre alle ausprobiert und finde den klassischen mit der blauen Banderole nach wie vor am besten. Die einfachste Handhabung bietet natürlich die grüne Variante mit Pinselapplikator. Die dunkle Variante mag ich nicht wirklich. Sie härtet so glänzend aus, dass ich den Klebstoff auch nach dem Trocknen immer noch wahrnehme und entsprechend nachschminken muss.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anbringen falscher Wimpern

Hier gibt es weder richtig noch falsch. Mein Tipp: wer zu schnell tränende Augen neigt, sollte eventuell erst das Augen-Make up fertigstellen, dann die Wimpern kleben, eventuelle Tränchen wegwischen und dann mit Foundation, Contouring, Puder, etc.

So ein paar klitzekleine Dinge hätte ich jetzt noch. Damit das Ergebnis auch wirklich zufriedenstellend ausfällt.

  1. Das Augen-Make up sollte fix und fertig sein, bevor ihr Wimpern klebt. Heißt: Lidschatten, Kajal oder Eyeliner, Wimpern gecurlt und getuscht (wobei das Wimpern curlen eher als Option zu sehen ist). Ich habe nicht ganz so empfindsame Augen, weshalb ich mein Make up schon komplett fertig habe. Alle verwendeten Produkte habe ich euch selbstverständlich nochmal fotografisch zusammengestellt.
  2. Kleber auftragen: am besten mit Hilfe des Applikators oder einer dünnen Haarnadel, denn direkt vom Fläschchen aus wird der Kleber meist zu dick.
  3. Kleber kurz antrocknen lassen: bevor die Wimpern angebracht werden sollte der Kleber leicht angetrocknet sein.
  4. Das Wimpernband sollte höchstens 1 - 2 Millimeter über den natürlichen Wimpern hinaus stehen.

Kleiner Trick: Wer Fake Lashes trägt und noch nicht ganz so geübt ist, dem wird es außerordentlich helfen, wenn es einen Kajalstrich oder Eyeliner gibt. In der dunklen Farbe am Lidrand mogeln sich kleine Unregelmäßigkeiten viel leichter weg, als wenn keine Betonung am Lidrand aufgetragen wurde. Fertiggestelltes Make up.

Einzelwimpern kleben

Zum Verdichten und Verlängern. Zum Anbringen von Fake Lashes bzw. Einzelwimpern benötigt ihr eine ruhige Hand, reichlich Geduld, eine Pinzette oder eine spezielle Wimpernzange. Ich habe euch alle Tools, die ich im Tutorial verwenden werde, hier schon mal fotografiert.

  1. Beim Anbringen von Einzelwimpern arbeite ich mich von außen nach innen und höre auf, wenn ich mit dem Ergebnis zufrieden bin.
  2. Zunächst gebe ich etwas Kleber auf den Ansatz des Wimpernbüschels und lasse ihn etwa 10-20 Sekunden antrocknen. Danach setze ich die Wimper (nicht ganz außen) an den Augenaußenwinkel, mitten zwischen meine eigenen Wimpern. Also nicht zu weit ins Auge, aber auf gar keinen Fall zu weit oben. Mittendrin garantiert das unauffälligste Ergebnis.
  3. Im Abstand von ca. Zur Augenmitte bzw. zum Augeninnenwinkel sollten die Wimpern kürzer werden, damit ihr am Ende nicht wie eine Schaufensterpuppe ausseht. Die meisten Sets mit Einzelwimpern haben 3 verschiedene Wimpernlängen, so dass ihr gut kombinieren könnt. Keine Sorge: guter Wimpernkleber (wie der von DUO) härtet transparent aus. Nur in seltenen Fällen bleiben sichtbare Klebepünktchen.… Wimpernbüschel fast direkt zwischen die eigenen Wimpern setzen, auf alle Fälle sehr dicht dran.

Wimpernband kleben

  1. Vergewissert euch, dass das Wimpernband nicht zu lang und nicht zu kurz ist. Es sollte im Augeninnenwinkel knapp hinter euren ersten eigenen Wimpern ansetzen und nicht sehr viel länger sein, als euer Auge groß ist. Zu lange Wimpernbänder wirken oft künstlich und werden gern mal so geklebt, dass der erwartete WOW-Effekt am Ende einfach ausbleibt. Sollte das Wimpernband zu lang sein (was völlig in Ordnung ist und öfter man vorkommt), könnt ihr innen oder außen einen Milimeter wegnehmen. Wenn ich bei Kundinnen Wimpern klebe, probiere ich die Wimpern immer erstmal ohne Kleber an und entscheide dann, ob und wo geschnitten werden muss.
  2. Sobald ihr die passende Länge bestimmt habt, gebt ihr reichlich Kleber auf das Silikonband und lasst diesen einen Moment (ca. 20-30 Sekunden) antrocknen. Achtet darauf, dass besonders innen und außen ausreichend Kleber aufgetragen ist und dass der Kleber nur auf dem Silikonband sitzt. Sonst verklebt er nämlich die eigenen und die künstlichen Wimpernhärchen und das braucht keiner!
  3. Ihr könnt die Wimpernbänder zwischen Daumen und Zeigefinger festhalten oder benutzt eine Pinzette (Haltepunkt mittig) bzw. Schaut leicht nach unten. Weil ihr wahrscheinlich mit Hilfe eines Spiegel arbeitet, legt den Kopf ein kleines bisschen in den Nacken, dann klappt das mit dem Blick nach unten besser.
  4. Setzt die Wimpern mit dem Silikonband so nah wie möglich an den Lidrand. Beim fertigen Ergebnis sollte zwischen eigenen und künstlichen Wimpern kein Zwischenraum erkennbar sein. Möglichst direkt über die Stelle, an der eure natürlichen Wimpern aus der Haut austreten. Dafür könnt ihr mit den Fake Lashes eure eigenen Wimpern ruhig ein bisschen nach unten drücken, so kommt ihr richtig nah an den Lidrand heran.
  5. Fake Lashes in der Mitte kurz andrücken, Pinzette oder Finger oder Spezialwimpernzange lösen. Wimpernband innen und außen andrücken und einen Moment halten. Lasst den Blick eine Weile gesenkt, damit der Kleber anziehen kann und sich die Fake Lashes nicht sofort wieder lösen. Den Blick langsam heben bzw. Augen wieder richtig öffnen und kontrollieren, dass keine Wimpern von oben bzw. Drückt mit dem Finger vorsichtig von unten an euren Wimpernrand und drückt ihn sanft nach oben. Das sorgt dafür, dass sich echte mit unechten Wimpern noch ein bisschen besser verbinden.
  6. Wer mag, kann nochmal tuschen - das liegt in eurem Empfinden, ob es mehr Mascara braucht oder nicht.
  7. Sobald der Kleber richtig trocken ist, kontrolliert ihr, ob man Klebereste sieht oder nicht.

Make-up-Inspirationen für Karneval

Neben dem Anbringen falscher Wimpern gibt es zahlreiche Make-up-Ideen, die sich perfekt für Karneval eignen. Ein Beispiel ist das von Pop Art Künstler Roy Lichtenstein inspirierte Make-Up.

Pop-Art-Make-up im Stil von Roy Lichtenstein

Genau solch ein Kostüm ist auch das von Pop Art Künstler Roy Lichtenstein inspirierte Make-Up, welches ich euch heute zeigen möchte. Mein „Crying Girl“ ist super easy mit Produkten nachschminkbar, die man sowieso zu Hause hat - außerdem hält es so super und ist schön verträglich. Dazu ein plakativer Look und das Kostüm steht - sowohl an Karneval als auch an Halloween.

  1. Nach der Grundierung wird dann die Foundation in der hellsten Nuance auf das Gesicht aufgetragen. Dies kann ebenfalls mit einem Beauty-Blender geschehen. Dabei sollte man darauf achten, dass man die Foundation ebenfalls „einklopft“, ein wischen würde nur ein schlieriges Ergebnis hervorrufen.
  2. Damit die schwarzen Linien besser halten, pudert man nun das gesamte Gesicht ab.
  3. Die folgenden drei Schritte sind variabel: Ich habe damit begonnen, mir meine Lippen mit einem knalligen Pink-Rot-Ton anzumalen. Hierfür sollte man auf jeden Fall ein sehr gutes und haltbares Produkt benutzen, weil man die Lippen nach der schwarzen Umrandung nicht mehr so einfach anmalen kann.
  4. Und jetzt kann man sich kreativ ausleben, denn nun werden die Comic-haften Züge im Gesicht gezeichnet. Hierfür könnte man Karnevalsschminke in schwarz verwenden, jedoch finde ich, dass man mit einem Eyeliner viel präziser zeichnen kann. Zur Orientierung kann man sich bei den Gesichtszügen einfach an den eigenen markanten Gesichtszügen richten. Da ich mich im Rahmen meines Make-Ups an dem Klassiker „Crying Girl“ von Roy Lichtenstein habe inspirieren lassen, machte ich ein trauriges Gesicht und malte anschließend die markantesten Falten mit einem schwarzen Eyeliner nach. Auch meinen Hals habe ich dabei Comic-haft verschönert.
  5. Bei den Augen kann man sich nun so richtig austoben. Hier kann man sowohl auf Karnevals-Farbstifte oder auf normale Lidschatten-Farben zurückgreifen. Wichtig ist dabei, dass die Augen sehr dramatisch aussehen sollten. Als „Crying Girl“ habe ich da natürlich Blau gewählt und mir einige Tränen unter die Augen gemalt. Mit Weiß (entweder als Stift oder in Form von Lidschatten) kann man dabei wunderbar Licht-Spots einmalen.
  6. Ehe es gleich an die typischen Comic-Schraffierungen geht (in meinem Fall Punkte), habe ich mir falsche Wimpern aufgeklebt. So wirken die Augen gleich noch größer und dramatischer. Hierbei empfehle ich ganz normale Fake-Lashes zu wählen (es muss hier auch nicht super teuer sein, ich habe mich für mein Lieblingsmodell von essence entschieden), von speziellen Karnevals-Fake-Lashes würde ich jedoch abraten, da diese sich recht unangenehm anfühlen.
  7. Zum krönenden Abschluss kommen nun doch die beiden anderen Foundations zum Einsatz. Mit der dunklen Nuance habe ich mit Hilfe des Lidschatten-Applikators „konturiert“, in dem ich mir Punkte ins Gesicht und auf meinen Hals gemalt habe.

Für den perfekten Pop Art Look an Karneval fehlt nun noch die passende Frisur! Ich würde empfehlen hierbei auf eine Perücke zurückzugreifen, die gibt es schon für wenig Geld im Karnevalsbedarf.

Falsche Wimpern kleben für Anfänger - Step by Step erklärt! | Judy R.

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