Epilieren erträglicher machen: Tipps für seidig glatte Haut

Härchenfreie Haut ist kein Hexenwerk, doch Epilieren kann schmerzhaft sein. Im Gegensatz zum klassischen Rasierer soll das Epiliergerät für wochenlange Glätte sorgen. Viele Frauen ziehen das Epilieren der Haare einer Rasur vor, da die erstgenannte Methode die Haut länger glatt hält. Kein Wunder, denn bei der Epilation werden die Haare nicht nur abgeschnitten, sondern samt Wurzel herausgezupft.

Auch wenn dieses unangenehme Ziepen in der Regel nachlässt, je öfter Sie ein Epiliergerät benutzen, sollten Sie folgende Tipps beachten, die das Epilieren erträglicher machen.

Die Wahl des richtigen Epiliergeräts

Epiliergeräte gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und Preiskategorien - da liegt es auf der Hand, dass sich die Qualität der Epilierer unterscheidet. Das Wirkprinzip bleibt aber bei allen Modellen gleich: Im Epilierkopf rotieren ein oder zwei Walzen, die kleine Pinzetten enthalten. Beim Epilieren öffnen und schließen sich diese und ziehen dabei die Haare heraus, was zu Schmerzen führen kann.

Hier sind einige Tipps, die Ihnen bei der Wahl des richtigen Epiliergeräts helfen:

  • Anzahl der Pinzetten: Generell gilt: je mehr Pinzetten, desto besser. Zwischen 30 und 40 sollten in einem Epilierkopf arbeiten. So erfassen Sie in einem Durchgang möglichst viele Haare. Epiliergeräte mit einer geringen Pinzetten-Anzahl versprechen weniger Ziepen. Allerdings müssen Sie damit aber auch mehr Bahnen ziehen.
  • Regelbare Geschwindigkeit: Insbesondere Epilier-Neulinge sollten auf ein Gerät mit zwei Geschwindigkeitsstufen setzen. So können sie sich besser an die Prozedur gewöhnen. Die langsamere Stufe rückt den Haaren sanfter zu Leibe und eignet sich auch gut zur Nachbehandlung.
  • Abwaschbarer Pinzettenkopf: Aus hygienischen Gründen sollte der Pinzettenkopf des Epilierers abwaschbar sein. So lassen sich Haare nicht nur gründlicher, sondern auch einfacher wieder aus dem Gerät entfernen.
  • Nass- oder Trockenepilierer: Es gibt sowohl reine Trockenepilierer als auch Geräte, die trocken und unter Wasser eingesetzt werden können. Nassepilierer haben einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich in Verbindung mit warmem Wasser und teilweise auch mit Duschgel verwenden.
  • Massagefunktionen: Viele Epilierer verfügen über eine Massagefunktion. Je nach Modell funktioniert diese auf eine andere Weise. Teilweise wird eine Hochfrequenz oder Vibration eingesetzt, manchmal sorgen aber auch Rollen für den Wellnessaspekt. Sämtliche Technologien sollen aber den gleichen Effekt erzielen: den Schmerz beim Epilieren zu vermindern.
  • Austauschbare Köpfe: Bei vielen Epilierern lassen sich die Köpfe austauschen. So verwandelt sich das Geräte beispielsweise in einen Elektrorasierer oder Trimmer. Überlegen Sie sich, wofür Sie das Gerät genau verwenden möchten und schauen Sie sich an, welche Aufsätze im Lieferumfang enthalten sind. Neben den erwähnten Rasieraufsätzen sind solche für empfindliche Stellen wie die Bikinizone oder das Gesicht praktisch.
  • Akkubetrieb: Aber auch wenn Sie sich für einen reinen Trockenepilierer entscheiden, ist ein akkubetriebenes Modell möglicherweise die komfortablere Wahl, da Sie sich damit freier bewegen können. Allerdings sollten Sie bei einem Akku-Epilierer besonders auf Lade- und Laufzeit achten. Als Faustregel gilt: Für eine halbe Stunde Einsatz sollte das Gerät nicht länger als eine Stunde laden. Besonders praktisch sind übrigens Akku-Epilierer, die Sie auch verwenden können, während sie am Stromkabel hängen.
  • Integrierte Beleuchtung: Eine integrierte Beleuchtung sorgt dafür, dass Sie beim Epilieren auch kein Haar übersehen.

Wie groß der Schmerz ist, unterscheidet sich von Gerät zu Gerät kaum, wie Stiftung Warentest herausfand. In einer aktuellen Untersuchung aus dem Jahr 2019 schnitten alle zehn getesteten Epilierer in der Kategorie „Hautschonung“ mit der Note „Gut“ ab. In diese Kategorie flossen die Schmerzen während und nach der Prozedur mit ein.

Die Epilation ist allerdings desto schneller vorbei - und damit auch die Schmerzen - je mehr Pinzetten in der Walze integriert sind. Und achten Sie beim Kauf auf die Möglichkeit der Nass-Epilation.

Vorbereitung ist der Schlüssel

Ein Peeling zur Vorbereitung. Es bietet sich an am Tag vorher ein sanftes Peeling durchzuführen. Wenn Sie richtig epilieren wollen, sollten Sie die Haut vorher duschen oder ein Bad nehmen. Verwenden Sie ein Peeling oder einen Massagehandschuh, damit die Härchen möglichst nicht von abgestorbenen Hautzellen bedeckt werden. Zudem wird dadurch die Durchblutung gefördert, wodurch die Schmerzen beim Zupfen reduziert werden.

Trockene Haut ist oft der Grund, wenn es beim Epilieren ziept. Daher am besten schon ein paar Tage vor der Epilation ein Körperpeeling anwenden und die Haut mit einer reichhaltigen Creme (zum Beispiel mit Urea) versorgen.

Die richtige Technik

Hier sind einige Tipps für die richtige Technik beim Epilieren:

  • Nehmen Sie sich genug Zeit: Wenn ein Date ansteht oder es gleich an den Strand geht, ist eine Rasur die bessere Wahl. Die Epilation der Beine kann gerade zu Beginn leicht 30 Minuten dauern und je ruhiger, entspannter man dabei vorgeht, desto besser fällt normalerweise auch das Ergebnis aus.
  • Warmes Wasser hilft: Auch bei trockener Epilation sollte man vorher unbedingt warm duschen oder ein Bad nehmen, damit die Haare und oberen Hautschichten aufgeweicht werden.
  • Epilierer immer senkrecht zur Haut halten: So langsam wie möglich. Wenn der Epilierer zu schnell über die Haut gezogen wird, werden die meisten Haare abgerissen und nicht komplett gezupft. Somit muss die gleiche Stelle immer wieder bearbeitet werden.
  • Wechseln ist erlaubt: Wenn die Schmerzen unangenehm werden, wechseln Sie einfach zum anderen Bein und machen da weiter.
  • Immer gegen die Wuchsrichtung: Haut straffen. Mit der freien Hand sollte man die Haut möglichst straff ziehen und dann mit der anderen Hand den Epilierer langsam nachziehen.

Nass- vs. Trocken-Epilation

Viele Anwender empfinden das Epilieren unter der Dusche als weniger schmerzhaft. Das hat einen Grund: Warmes Wasser öffnet die Poren, die Haut ist entspannter und die Haare lassen sich leichter auszupfen. Geben Sie vor der Behandlung etwas Duschgel oder Schaum auf die betreffenden Stellen, ist die Prozedur noch angenehmer. Haben Sie keinen Nass-Epilierer zur Hand, nutzen Sie Ihren Trocken-Epilierer direkt nach der Dusche, dann sind die Poren noch geöffnet.

Problemzonen

Nicht überall ist die Haut so schön eben wie an den Armen oder Beinen, die sich für eine Haarentfernung mit einem Epilierer bestens eignen. Unter den Achseln und im Intimbereich ist eine Epilation ein wenig kniffliger, da diese Areale empfindlicher und schwieriger zu erreichen sind. Doch auch hier ist diese Methode nicht gänzlich untauglich. Achten Sie in diesen Zonen noch stärker darauf, die Haare vor der Behandlung auf die passende Länge zu stutzen und die Haut beim Epilieren leicht zu spannen. Wenn Sie mit dem Epilierer zudem immer wieder die Richtung wechseln, wird die Haarentfernung gründlicher.

Prinzipiell ist auch eine Epilation im Gesicht möglich, doch die Schmerzen sind in dieser Region für viele zu unangenehm.

Nach der Epilation

Es ist normal dass die Haut nach der Epilation etwas gereizt und von kleinen roten Punkten bedeckt ist. Diese verschwinden zum Glück in der Regel schon innerhalb eines Tages und eine Feuchtigkeitscreme kann dabei helfen. Nach der Epilation sollte man die Haut kühlen und mit Feuchtigkeit versorgen - mit kühlendem Aloe-Vera-Gel schafft man beides zugleich und sorgt damit für seidig glatte Haut.

Im Hinblick auf die nächsten Sitzungen ist es wichtig den Epilierer gründlich zu reinigen.

Vorteile des Epilierens

Eine Epilation bietet im Vergleich zur Rasur zahlreiche Vorteile. Die Haut ist danach wesentlich glatter, da keine Stoppeln vorhanden sind und das bleibt auch länger so, als bei einer Rasur. Außerdem fallen keine Folgekosten für Rasierklingen oder Einwegrasierer an.

Dauerhaft glatte Haut, ganz ohne Laser und Chemikalien, welche beispielsweise in Haarentfernungscremes enthalten sind. Epilierer setzen an der Wurzel der Haare an und ziehen diese komplett heraus. Der Epilierer erwischt auch kürzere Haare und kann teilweise bereits bei 0,5 Millimeter langen Härchen angewendet werden. Beim Epilieren werden bis zu fünf Mal mehr Haare entfernt als beim herkömmlichen Waxing. Das Haarwachstum verringert sich, Härchen wachsen weniger sichtbar nach.

Die 11 wichtigsten Tipps zur optimalen Epilation:

  1. Ein Peeling zur Vorbereitung
  2. Genug Zeit nehmen
  3. Warmes Wasser hilft
  4. Epilierer immer senkrecht zur Haut halten
  5. So langsam wie möglich
  6. Wechseln ist erlaubt
  7. Immer gegen die Wuchsrichtung
  8. Haut straffen
  9. Feuchtigkeitspflege auftragen
  10. Epilierer reinigen
  11. Am besten epilieren Sie übrigens abends, dann ist die Haut entspannter und kann sich über Nacht beruhigen.

EPILIEREN für ANFÄNGER! So geht EPILIEREN! - 5 TIPPS FÜR SEIDIG GLATTE HAUT!

tags: #Epilieren #erträglicher #machen #Tipps

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen