Haarausfall ist ein häufiges Problem, das viele Menschen betrifft und oft das Selbstwertgefühl stark beeinträchtigen kann. Eine oft unterschätzte, aber bedeutende Ursache für diffusen Haarausfall ist Eisenmangel. Doch was tun bei Haarausfall? Um dem Haarverlust erfolgreich entgegenzuwirken, ist es wichtig, gezielt die Ursachen zu erforschen.
Eisen ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff, der in zahlreichen biologischen Prozessen eine wichtige Rolle spielt. Eisenmangel ist eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall. Das Spurenelement ist für den Sauerstofftransport zu den Haarfollikeln verantwortlich, es stärkt und nährt die Haarwurzeln. Insbesondere bei Frauen ist Haarausfall durch Eisenmangel weit verbreitet.
Ohne ausreichend Eisen ist die Sauerstoffversorgung der Haarfollikel beeinträchtigt. Das wirkt sich negativ auf den Zellstoffwechsel aus, was dazu führen kann, dass die Haarwurzeln geschwächt werden. Die Folge: Die Haare werden brüchig, dünner und fallen vermehrt aus. Ein niedriger Hämoglobinwert bedeutet, dass die Haarwurzeln schlechter mit Sauerstoff versorgt werden. Das kann die Haarproduktion verlangsamen und zu vermehrtem Ausfall führen.
Haarausfall bei Eisenmangel ist eine spezielle Form des Haarausfalls, die unter dem Begriff telogenes Effluvium bekannt ist. Dabei wechseln viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase und fallen schließlich vermehrt aus.
Wenn du unter diffusem Haarausfall leidest, solltest du unbedingt deinen Eisenstatus prüfen lassen. Insbesondere den Ferritinwert, da dieser die Eisenspeicher im Körper widerspiegelt.
Ferritin ist ein Protein, das Eisen im Körper speichert, und ein niedriger Ferritinwert kann zu Haarausfall führen. Experten empfehlen, dass der Ferritinwert bei mindestens 70 ng/ml liegen sollte, um das Haar optimal zu versorgen. Dabei gibt der Ferritin-Spiegel im Serum Auskunft über die Körpereisenvorräte. Ferritin-Werte unter 40 ng/ml sind von einem telogenen Effluvium begleitet.
Aber auch bei Ferritin-Konzentrationen von 40 bis 70 ng/ml sind deutliche diffuse Haarverluste beobachtet worden. Erst bei einem Serum-Ferritin über 70 ng/ml stellt sich eine Normalisierung des Haarwachstums ein. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß Ferritin-Werte unter 70 ng/ml aus allgemeinmedizinischer Sicht im unteren Normalbereich liegen, während diese Spiegel für ein volles Haarwachstum nicht ausreichend sind.
Haarausfall kann viele Ursachen haben und ist oft ein Anzeichen dafür, dass dem Körper bestimmte Nährstoffe fehlen oder die Hormone aus dem Gleichgewicht geraten sind. Indem Sie Ihre Ferritin-, Schilddrüsen-, Zink- und Biotinwerte überprüfen lassen, erhalten Sie wertvolle Hinweise darauf, welche Nährstoffe Ihrem Körper fehlen.
Wenn du Haarausfall durch Eisenmangel vermutest, ist ein Bluttest zur Bestimmung des Ferritinwertes sinnvoll. Um zum Beispiel die Gründe für dünner werdendes Haar oder gar Haarausfall herauszufinden und möglichen Eisenmangel letztendlich zu diagnostizieren, hilft nur ein Labortest in Form eines Blutbildes. Dabei sollte im Blut nicht nur der Eisenspiegel, sondern auch der Ferritinspiegel und das Blutbild untersucht werden. Im Serum zirkulierendes Ferritin korreliert gut mit den Eisenvorräten des Körpers.
Um einen Eisenmangel festzustellen, reicht eine Blutabnahme aus. Darin werden verschiedene Parameter bestimmt, die ein Abbild des Eisenhaushalts geben. Man bestimmt die Anzahl und Größe der roten Blutkörperchen und deren Gehalt am Blutfarbstoff Hämoglobin. Zusätzlich kann man schauen, ob die Bildung der Blutkörperchen funktioniert und die Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen, die Retikulozyten, ausreichend gebildet werden. Ein Abbild über das Speichereisen gibt das Ferritin - es kann jedoch zum Beispiel bei chronischen Krankheiten oder akuten Infekten trotz Eisenmangel erhöht sein.
Die gute Nachricht: Haarausfall durch Eisenmangel ist in den meisten Fällen nicht dauerhaft. Der Körper benötigt zunächst ausreichend Eisen und andere Nährstoffe, um die Haarfollikel zu regenerieren. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, doch in den meisten Fällen lässt der Haarverlust nach 8-12 Wochen gezielter Therapie deutlich nach.
Die Behandlung von Haarausfall durch Eisenmangel hängt stark vom individuellen Eisenstatus ab. In diesem Fall sind gezielte Maßnahmen wie Ernährung und ggf. Eisenpräparate notwendig. Die Behandlung von Eisenmangel erfolgt dann durch die Gabe von Eisenpräparaten zur Normalisierung des Eisenspiegels. Dabei sollte im Blut nicht nur der Eisenspiegel, sondern auch der Ferritinspiegel und das Blutbild untersucht werden. Ist der Ferritinspiegel deutlich erniedrigt, muss eine Eisentherapie häufig über mehrere Monate durchgeführt werden, bis die Eisenvorräte wieder aufgefüllt sind.
Eine Infusionstherapie kann bei Haarausfall sehr hilfreich sein, besonders nach einem Bluttest, der spezifische Mängel aufzeigt. Da die Mikronährstoffe bei einer Infusion direkt in den Blutkreislauf gelangen, umgehen sie den Verdauungstrakt und stehen dem Körper sofort zur Verfügung. So können hohe Dosen an Eisen und anderen wichtigen Vitaminen und Spurenelementen zugeführt werden, die das Haarwachstum unterstützen.
Ein ausgewogener Speiseplan mit einem hohen Eisengehalt ist entscheidend für gesunde, kräftige Haare. Besonders bei Haarausfall durch Eisenmangel. Eisen spielt eine wichtige Rolle für die Sauerstoffversorgung der Haarfollikel. Fehlt es, werden die Haare dünn, spröde und fallen vermehrt aus. Der Körper kann Eisen nicht selbst produzieren. Er ist vollständig darauf angewiesen, es über die Nahrung aufzunehmen.
Eisen bei Haarausfall ist essentiell, doch nicht jede Eisenquelle wirkt gleich stark. Tierische Produkte enthalten Hämeisen, das der Körper besser aufnimmt. Pflanzliches Eisen benötigt zur besseren Verwertung Vitamin C. Daher ist die Kombination z. B. mit einem Glas Orangensaft ideal.
Eisenhaltige Lebensmittel:
Um die Aufnahme von Nicht-Hämeisen zu verbessern, ist die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C nötig. Hingegen hemmen koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder schwarzer Tee die Eisenaufnahme im Dünndarm.
| Lebensmittel | Eisengehalt (ungefähre Werte) |
|---|---|
| Rinderleber | 6,5 mg / 100g |
| Spinat | 3,4 mg / 100g |
| Linsen | 8 mg / 100g |
| Tofu | 7 mg / 100g |
| Brokkoli | 1 mg / 100g |
| Dunkle Schokolade | 11 mg / 100g |
Haarausfall kann viele Ursachen haben, doch mit gezielten Bluttests und der richtigen Therapie lässt sich das Haarwachstum unterstützen und der Haarausfall reduzieren.
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