Kopfläuse sind lästig, aber in der Regel harmlos. Dennoch ist es wichtig, sie effektiv zu behandeln. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Läusemitteln in Form von Gels, Sprays, Lotionen und Shampoos, die schnelle Wirksamkeit versprechen. Doch Vorsicht: Einige dieser Mittel können bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten oder Nebenwirkungen verursachen.
Zur Behandlung von Kopflausbefall stehen verschiedene Mittel zur Verfügung, die auf unterschiedlichen Wirkstoffen und Wirkungsweisen beruhen.
Der Pyrethrumextrakt wird aus der Pflanze Chrysanthemum cinerariaefolium gewonnen und enthält als wirksame Inhaltsstoffe vor allem Pyrethrin, weiterhin auch Cinerin und Jasmolin. Das Arzneimittel wird zur Behandlung von Befall mit Kopf-, Filz- und Kleiderläusen eingesetzt.
Dimeticon ist ein Silikonöl, das in vielen Läusemitteln als Hauptwirkstoff enthalten ist. Es wirkt physikalisch, indem es die Atemöffnungen der Läuse verschließt, so dass diese ersticken. Das Öl lässt sich gut auf der Kopfhaut und in den Haaren verteilen.
Wie wirkt das Läusemittel Dimeticon? Das Arzneimittel ist ein Gemisch aus verschiedenen Silikonölen, die praktisch nicht über die Haut aufgenommen werden. Aufgrund seiner Zusammensetzung lässt sich das Öl gut auf der Kopfhaut und in den Haaren verteilen. Es verschließt die Atemöffnungen der Läuse, so dass diese ersticken.
Einige Hersteller formulieren es etwas vorsichtiger in ihren Läusemitteln: „Es ist unwahrscheinlich, dass die Inhaltsstoffe unerwünschte Auswirkungen auf eine Schwangerschaft oder das Stillen haben.“
Vorteile von Dimeticon:
Nachteile von Dimeticon:
Ein Läusemittel, das statt auf Silikone in Form von Dimethicon auf natürliche Inhaltsstoffe (Neemöl) setzt.
Es gibt auch Läusemittel mit pflanzlichen Inhaltsstoffen oder Mineralölen. Allerdings ist bei einigen pflanzlichen Mitteln die Anwendung kompliziert, und Mineralöle können bei Einatmen Lungenschäden verursachen.
Wie bei allen Arzneimitteln können auch bei der Anwendung von Läuseshampoos Nebenwirkungen auftreten.
Mögliche Nebenwirkungen sind:
Bei Auftreten von Befindlichkeitsstörungen oder Veränderungen während der Behandlung sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.
Um die Wirksamkeit und Sicherheit von Läuseshampoos zu gewährleisten, sollten folgende Hinweise beachtet werden:
Besondere Vorsicht ist geboten bei:
Bei Unsicherheit sollte immer ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.
Wirksame Läusemittel aus der Apotheke gibt es zahlreiche - nur eignet sich nicht jedes für alle gleichermaßen.
Welche Läusemittel dürfen Schwangere anwenden?
„Kann auch während Schwangerschaft und Stillzeit eingesetzt werden“ - solche Aussagen zur Anwendung von Arzneimitteln oder Medizinprodukten sind meist rar gesät. Doch auch bei Anti-Läusemitteln finden sie sich vereinzelt. Diese konkrete Therapieempfehlung für werdende und stillende Mütter gilt für Nyda® und Nyda® express sowie Jacutin® Pedicul Fluid (alle Dimeticon). Diese Präparate sollten PTA und Apotheker als Mittel der ersten Wahl empfehlen.
Welches Läusemittel für welches Kinderalter?
Säuglinge werden eher seltener unter Kopfläusen leiden. Der Grund: Häufig fehlen den Kleinen noch ausreichend Haare oder diese sind zu kurz. Die Kopflaus-Experten der Pediculosis-Gesellschaft nennen als minimale und kritische Haarlänge zwei Zentimeter. Nyda® (Dimeticon) und Nyda® express (Dimeticon) genau so Jacutin® Pedicul Fluid (Dimeticon) dürfen aber bereits bei Säuglingen zur Entlausung eingesetzt werden.
| Antilausmittel | Alter | Schwangerschaft | Stillzeit |
|---|---|---|---|
| Nyda® express, Nyda® | Ab 0 Jahren | ja | ja |
| Jacutin® Pedicul Fluid | Ab 0 Jahren | ja | ja |
| Infectopedicul® | Ab 2 Monaten | KI im ersten Trimenon, kommt ab dem zweiten Trimenon in Betracht | dreitägige Stillpause |
| Hedrin® Once Liquid Gel, Hedrin® Once Liquid Spray | Ab 6 Monaten | Unwahrscheinlich, dass Auswirkungen auf Schwangerschaft | Unwahrscheinlich, dass Auswirkungen in Stillzeit |
| Jacutin® Pedicul Spray | Ab 1 Jahr | KI im ersten Trimenon, Hinweise auf Fehlbildungen im Tierversuch, ansonsten Rücksprache Arzt/Apotheker | Rücksprache Arzt/Apotheker |
| Goldgeist® forte | Säuglinge (< 1 Jahr) unter ärztlicher Aufsicht | Strenge Indikationsstellung, bislang keine Anhaltspunkte auf fruchtschädigende Wirkung | Strenge Indikationsstellung |
| Mosquito® med Shampoo | Ab 1 Jahr | Keine Daten | Keine Daten |
| Licener® Shampoo | Ab 2 Jahren | Rücksprache Arzt/Apotheker | Rücksprache Arzt/Apotheker |
Viele Eltern wissen nicht, dass die meisten Mittel für die Bekämpfung von Kopfläusen Dimeticon, pflanzliche oder mineralische Öle oder Alkohol enthalten, die zum Teil hochgradig entflammbar sind.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt vor der leichten Entflammbarkeit einiger Kopflausmittel und der damit verbundenen Verbrennungsgefahr. Deshalb sollte man sich nach Auftragen des Mittels nicht in der Nähe von offenen Flammen (zum Beispiel Kerzen, brennende Zigaretten) oder starken Wärmequellen (zum Beispiel heißer Haartrockner) aufhalten.
Erster Hinweis: Der erste Hinweis auf eine Infektion mit Kopfläusen ist der quälende Juckreiz auf der Kopfhaut.
Zweiter Hinweis: Die Diagnose wird durch den Nachweis von entwicklungsfähigen Eiern (Nissen), Nymphen oder adulten Läusen gestellt. Bevorzugte Stellen sind die Stellen hinter den Ohren und der Nacken.
Dritter Hinweis: Schwieriger ist das Entdecken der kleineren Larven und Eier (Nissen).
Vierter Hinweis: Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, geben Sie nach der Haarwäsche mit Ihrem gewohnten Shampoo eine Pflegespülung (kein Läusemittel, sondern einfach einen stark pflegenden Conditioner) auf das Haar und verteilen alles gut darin.
Weitere Maßnahmen:
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