Eingewachsene Haare nach der Rasur: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

Eingewachsene Haare sind ein häufiges Problem, das nach der Rasur, Epilation oder dem Wachsen auftreten kann. Sie entstehen, wenn ein Haar nicht durch die Hautoberfläche dringt, sondern sich darunter kringelt und weiterwächst. Dies kann zu Entzündungen, Rötungen und Schmerzen führen. Doch was genau sind eingewachsene Haare, wie erkennt man sie, und was kann man dagegen tun?

Viele fragen sich: Was sind eingewachsene Haare überhaupt? Es sind nichts anderes als Haare, die sich unter der Haut einrollen. Doch wie entstehen sie und warum treten sie überhaupt auf? Im Folgenden werden die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von eingewachsenen Haaren erläutert.

Was sind eingewachsene Haare?

Eingewachsene Haare entstehen, wenn ein Haar unterhalb der Hautoberfläche wächst. Nach der Rasur kann sich ein abgeschnittenes Haar wieder unter die Haut zurückziehen, sich einrollen und unter der Hautoberfläche weiterwachsen. Dies führt zu kleinen Unebenheiten, die sich röten und optisch Pickeln ähneln.

Die Neigung zu eingewachsenen Haaren ist bei Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Generell gilt: Je stärker die Haarstruktur und je mehr sich das Haar in die Richtung der Hautoberfläche biegt, desto leichter wächst es nach innen. Sind deine Haare also besonders fest, lockig oder kraus, passiert das schneller.

Wie entstehen eingewachsene Haare?

Eingewachsene Haare können verschiedene Ursachen haben. Häufige Ursachen sind falsche Rasurtechniken, enge Kleidung oder verstopfte Poren. Wer fettige Haare, strohige Haare oder ungeeignete Haarpflege betreibt, riskiert ebenfalls Probleme. Auch mangelnde Kopfhautpflege kann das Einwachsen begünstigen. Hier sind die häufigsten Ursachen im Detail:

  • Haarentfernung: Die Haarentfernung ist eine zentrale Ursache für eingewachsene Haare. Durch das Abschneiden oder Auszupfen entsteht eine vergleichsweise scharfe Kante am Haar. Sobald das Haar wieder aus der Haut heraus gewachsen ist und sich an der Oberfläche kringelt, kann es mit dieser scharfen Kante die Haut wieder in entgegengesetzter Richtung durchdringen und darunter weiterwachsen.
  • Krause oder lockige Haare: Bei Menschen mit krausen oder lockigen Haaren kringelt sich das einzelne Haar besonders leicht. Deshalb sind sie häufiger von eingewachsenen Haaren betroffen als Menschen mit glattem Haar. Zudem ist die Intimregion ein idealer Boden für eingewachsene Haare, schließlich sind die Schamhaare bei fast allen Menschen zumindest leicht gelockt.
  • Verstopfte Haarwurzel: Eine andere Ursache für eingewachsene Haare sind abgestorbene Hautzellen, die die Haarwurzel verstopfen. Das Haar kann dann nicht gerade nach oben aus der Wurzel heraus wachsen, sondern muss seitlich ausweichen. Auch zu viele Sexualhormone können das Einwachsen von Haaren begünstigen. Dann bildet der Körper insgesamt mehr Haare, so dass das Risiko für das Einwachsen generell steigt.
  • Enge Kleidung: Wenn Du regelmäßig sehr eng anliegende Kleidung z.B. Jeans trägst, kann Deine Haut „nicht richtig atmen“. Deine Haut wird dadurch und die Reibung enorm gestresst und es können sich schnell Unreinheiten und auch eingewachsene Haare entwickeln.
  • Trockene Haut: Bei zu trockener Haut bilden sich vermehrt Hautschüppchen, die den Haarkanal bzw. den Wachstumskanal äußerlich verstopfen können.

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Wo treten eingewachsene Haare am häufigsten auf?

Eingewachsene Haare können grundsätzlich überall entstehen, wo man rasiert, epiliert oder waxt. Besonders anfällig sind:

  • Intimbereich: Vor allem der Intimbereich ist anfällig für eingewachsene Haare. Die Haut in der Bikinizone ist besonders weich und empfindlich. Außerdem kann die krause und feste Haarbeschaffenheit dazu führen, dass sich die nachwachsende Schambehaarung „zurücklockt“.
  • Achseln: Unter den Achseln ist das Haar deutlich weicher. Doch auch hier besteht die Gefahr von eingewachsenen Haaren. Die Haut ist im Achselbereich ebenfalls sehr weich, empfindlich und elastisch. Schließlich muss sie alle Bewegungen des Schultergelenks mitmachen können.
  • Beine: An den Beinen sind die Haare tendenziell dünn und glatt und die Haut ist fester. Engsitzende Hosen können aber vor allem am Oberschenkel scheuern und so die Wuchsrichtung der nachwachsenden Körperhaare beeinflussen.
  • Barthaare: Eingewachsene Barthaare sind bei Männern häufig zu finden.

Symptome und Begleiterscheinungen

Wächst das Haar unter der Haut weiter, entstehen dabei leicht Entzündungen, die sich an der Hautoberfläche in Form von eitrigen Pickeln zeigen. Das eingewachsene Haar wird vom Organismus als Fremdkörper wahrgenommen. Als typische Abwehrreaktion entwickelt sich eine Entzündung der Haut, die sich mit einer kleinen geröteten Schwellung äußert, die meist mit Eiter gefüllt ist.

Je nach Lokalisation kann der Pickel oder kleinere Abszess sehr schmerzhaft sein, vor allem dann, wenn Haut oder Kleidung die betreffende Stelle reizen. Wer kratzt oder versucht, die Pusteln auszudrücken, riskiert Narben und Farbveränderungen der Haut - gerade bei Menschen mit dunklerer Haut bleiben die entzündeten Stellen nach dem Abheilen oft als dunkler pigmentierte Flecken zurück.

Was tun gegen eingewachsene Haare?

Was hilft gegen eingewachsene Haare und welches Mittel gegen eingewachsene Haare ist das beste? Spezielle Seren, Peelings oder Hausmittel wie Teebaumöl oder Aloe Vera sind hilfreich. Es gibt viele wirksame Mittel, die Entzündungen lindern und das Haar befreien können. Hier sind einige bewährte Methoden:

  • Peelings: Am besten ist es, die Haut regelmäßig zu peelen, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen. Versuche zunächst das eingewachsene Haar mit einem mechanischem Peeling z.B. orange scrub von Senzera cosmetics an die Hautoberfläche zu helfen. Ein Peeling befreit Deine Körperhaut von über­flüssigen Haut­schüpp­chen und mach die Haut zart und geschmeidig.
  • Warme Kompressen: Befeuchte einen Waschlappen mit warmen Wasser und lege diesen auf die betroffene Stelle. Sie öffnen die Poren und erleichtern das Herauswachsen des Haares.
  • Antiseptische Lotionen: Mit antiseptischen Lotionen mit Salicylsäure z.B. mit der lotion against ingrown hair von Senzera cosmetics kannst Du außerdem die Stelle des eingewachsenen Haares und die leichten Verhornungen lösen.
  • Pinzette oder Nadel: Wird das Haar sichtbar und kommt an die Oberfläche, kann man es vorsichtig mit einer sterilen Pinzette in die richtige Wuchsrichtung lenken. Schiebe die darüberliegenden Hautschüppchen mit der Pinzette oder einer sterilen Nadel vorsichtig beiseite. Greife das Haar, wenn du es befreit hast und ziehe es so weit heraus, dass es in eine gerade Richtung weiterwachsen kann. Reiße es auf keinen Fall gewaltsam heraus, denn das kann zu einer unangenehmen Entzündung führen.
  • Medizinische Salben: Zur Behandlung der mit eingewachsenen Haaren einhergehenden eitrigen Hautentzündung und Linderung der Beschwerden sind spezielle medizinische Salben geeignet. Besonders hautschonend und gleichzeitig effizient wirkt die ilon Salbe classic.
  • Hausmittel: Aloe Vera wirkt beruhigend und entzündungshemmend. Verdünnt angewendet wirkt Teebaumöl antibakteriell und entzündungshemmend.

Was passiert, wenn man eingewachsene Haare nicht entfernt?

Was passiert wenn man eingewachsene Haare nicht entfernt? Die Folge können Entzündungen, Narben und eingekapselte Haarwurzeln sein. Daher ist es sinnvoll, eingewachsene Haare zu entfernen, bevor sie sich verschlimmern. Sollte sich die Stelle des eingewachsenen Haares zusätzlich stark entzünden oder Eiter entwickeln, können hier im schlimmsten Fall Furunkel entstehen. Bei lang anhaltenden Beschwerden solltest Du hier den Gang zum Arzt nicht scheuen.

Wie kann man eingewachsene Haare vermeiden?

Um Hautreizungen zu vermeiden, sollte man sich auch fragen: wie kann man eingewachsene Haare vermeiden - etwa durch sanfte Rasur, richtige Hautpflege und das Tragen luftiger Kleidung. Mit der richtigen Haarentfernung und der perfekten Pflegeroutine kannst Du Hautirritationen bis zu einem gewissen Grad vorbeugen - und damit auch das Risiko von Entzündungen effektiv reduzieren.

Hier sind einige Tipps zur Vorbeugung:

  • Regelmäßige Hautpflege: Peele deine Haut regelmäßig und versorge sie mit feuchtigkeitsspendender Creme. Chemische Peelings entfernen abgestorbene Hautschüppchen, während die Creme trockenen Stellen vorbeugt. Eine reich­haltige und gute Pflege Deiner Haut inkl. Die richtige Wahl Deiner Haar­ent­fernung trägt einen großen Anteil daran, ob Du stark mit einge­wachsenen Haaren zu kämpfen hast. Die gute Feuchtigkeitszufuhr gilt nicht nur äußerlich im Rahmen der Hautpflege sondern sollte dem Körper auch innerlich durch viel trinken gegönnt werden, mind. 1,5-2,5 l Wasser am Tag so die Faustregel.
  • Geeignete Rasurtechnik: Rasiere möglichst in langen, gleichmäßigen Zügen. Lass den Rasierer dabei in Wuchsrichtung sanft über die Haut gleiten, ohne zu viel Druck auszuüben. Zur Vorbeugung empfiehlt es sich die Haarentfernung unter der Dusche vorzunehmen. So werden Haut und Haare weich und lassen sich leichter entfernen. Spannen Sie die Haut und arbeiten grundsätzlich in Wuchsrichtung.
  • Scharfe Rasierklingen: Wechsle regelmäßig die Klingen deines Rasierers. Denn scharfe Klingen trennen das Haar mit einem schnellen Schnitt. Ist das Messer hingegen stumpf, zieht es am Haar und biegt es, sodass es leichter einwächst. Falls Sie einen Rasierer verwenden, sollten Sie auf scharfe Klingen achten. Abgenutzte Klingen können die Haut verletzten und das Haar herausreissen statt abzuschneiden.
  • Geeignete Methode wählen: Nassrasur reizt die Haut weniger als eine Trockenrasur. Alternative Haarentfernungsmethoden wie Laser oder IPL nutzen: Diese sind hautschonender und können dauerhaft wirksam sein.
  • Lockere Kleidung tragen: Verzichte darauf, dauerhaft sehr enge Kleidung zu tragen. Vor allem dann, wenn deine Haarstruktur ohnehin eingewachsene Haare begünstigt.
  • Haut vorbereiten: Unmittelbar vor Rasur oder Epilation hilft eine warme Dusche oder das Anfeuchten der entsprechenden Körperstellen, die Haut geschmeidig zu machen und die Poren zu öffnen. Versorge deine Haut mit ausreichend Feuchtigkeit, bevor du dich rasierst. Weiche sie dafür für mindestens drei Minuten in warmem Wasser ein und verwende zusätzlich einen sanften Rasierschaum oder Rasiergel.
  • Nachbereitung der Rasur: Creme deine Beine nach dem Rasieren mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion ein. Verwende ein Produkt ohne Duftstoffe, wenn deine Haut sehr sensibel ist. Nach der Rasur kann ein milder Balsam wie z.B. verwendet werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Eine Kombination aus sanfter Peeling-Routine, passenden Pflegeprodukten und gegebenenfalls professioneller Entfernung ist der Schlüssel zur Vorbeugung und Behandlung eingewachsener Haare.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Bei Entzündungen helfen Hausmittel oder ein Besuch beim Spezialisten. Bei akuten Infektionen oder offenen Wunden sollte man auf die Behandlung verzichten. Wenn die Stelle bereits gerötet ist und juckt, ist Creme mit Zink eine gute Wahl gegen eingewachsene Haare.

Suchen Sie einen Hautarzt auf, wenn sich eingewachsene Haare entzünden oder immer wieder auftreten. Wenden Sie sich in diesem Fall am besten an einen Dermatologen.

Die Behandlungsmöglichkeiten umfassen:

  • Sterile Entfernung
  • Antibiotische Salben
  • Peelings oder Retinoide
  • Laser-Haarentfernung

Wichtig: Drücken Sie niemals selbst an den entzündeten Knötchen herum. Das kann die Entzündung verschlimmern und zu Narben oder Superinfektionen führen.

Weitere Hautprobleme nach der Rasur

Neben eingewachsenen Haaren können nach der Rasur auch andere Hautprobleme auftreten:

  • Rasurbrand: Rasurbrand bezeichnet eine Hautirritation nach der Rasur, die meist nach ein paar Tagen wieder abklingt. Sie kann viele Ursachen haben, wie kleinste Schnitte der Haut durch die Rasur oder das Abtragen der obersten (Horn-)Hautschichten durch die Klinge. Mit dem Haar selbst hat Rasurbrand in der Regel nichts zu tun.
  • Follikulitis: Bei der Follikulitis handelt es sich um eine Entzündung der Haarfollikel, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Follikulitis kann insbesondere bei Männern und heißen Temperaturen im Sommer auftreten.

Tabelle: Produkte zur Behandlung und Vorbeugung eingewachsener Haare

Produkt Anwendung Wirkung
Mechanisches Peeling (z.B. Orange Scrub) Regelmäßig auf die betroffene Stelle auftragen Entfernt abgestorbene Hautschüppchen, befreit die Poren
Antiseptische Lotion mit Salicylsäure Auf die Stelle des eingewachsenen Haares auftragen Löst Verhornungen, wirkt entzündungshemmend
Ilon Salbe Classic Auf die entzündete Stelle auftragen Wirkt antibakteriell, fördert die Durchblutung
Aloe Vera Gel Auf die betroffene Stelle auftragen Beruhigt die Haut, wirkt entzündungshemmend
Teebaumöl (verdünnt) Auf die betroffene Stelle auftragen Wirkt antibakteriell und entzündungshemmend

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