Schuppen: Ursachen und Behandlung von fettiger oder trockener Kopfhaut

Schuppen sind ein sehr häufiges Kopfhautproblem, von dem etwa 50% der Erwachsenen betroffen sind. Der Leidensdruck ist besonders hoch, da die Betroffenen das Problem nicht kaschieren können.

Sie kommen in zwei Arten vor:

  • Fettige Schuppen oder seborrhoische Dermatitis treten in Form von öligen und gelblichen Flocken oder Ablagerungen in Erscheinung, die sich auf der Kopfhaut bilden und am Kopf und an den Haaren kleben bleiben.
  • Von trockenen Schuppen spricht man, wenn sich trockene, weiße Hautschüppchen oder Ablagerungen auf der Kopfhaut bilden und vom Kopf und aus den Haaren herabrieseln.

Günstig und natürlich: 7 Hausmittel gegen Schuppen

Wie entstehen Schuppen?

Schuppen entstehen, wenn sich die Hornhautzellen der Kopfhaut zu schnell erneuern und die Kittsubstanz zwischen diesen Zellen nicht rasch genug abgebaut wird. Die Zellen hängen weiter zusammen und lösen sich in größeren Verbänden gemeinsam von der Kopfhaut ab. Der auch als Hyperproliferation bezeichnete Prozess wird von einem Hefepilz namens Malassezia globosa ausgelöst, einem Mikroorganismus der Hautflora, der sich von den natürlicherweise auf der Kopfhaut vorkommenden Lipiden oder Ölen ernährt.

Die genannten Prozesse können von verschiedenen Faktoren ausgelöst werden, wie z. B. Umweltfaktoren.

Was sind Mikro-Entzündungen?

Mikro-Entzündungen sind für das bloße Auge nicht sichtbare Entzündungen der Kopfhaut. Bei genauerer Untersuchung dieser Hautareale sind die Eucerin Forscher auf eine bedeutende Entdeckung gestoßen: Sie fanden Immunzellen und erhöhte Entzündungsmediatoren, was darauf hindeutet, dass hier Abwehrreaktionen stattfinden.

Funktion und Aufbau der Kopfhaut

Die Kopfhaut gehört zu den empfindlichsten Regionen des Körpers und ist verantwortlich für das Aussehen und den Zustand der Haare. Sie schützt den Kopf, sorgt für den Temperaturausgleich und reguliert den Feuchtigkeitshaushalt. Die Kopfhaut ist an der Sinneswahrnehmung beteiligt. Die Immunabwehrzellen der Kopfhaut schützen vor Infektionen. Zusätzlichen Schutz bieten die Haare.

  • Temperaturausgleich: Abhängig von der Temperatur erweitern oder verengen sich die Blutgefäße der Kopfhaut. Zusätzlich geben die Schweißdrüsen bei hohen Temperaturen Schweiß zur Kühlung ab.
  • Feuchtigkeitsregulation: Zur Regulierung des Wasserhaushalts gibt die Kopfhaut kontrolliert Flüssigkeit und Salze ab.
  • Sinneswahrnehmung: Die in der Kopfhaut befindlichen Rezeptoren dienen der Wahrnehmung von Sinnen.

So wie alle anderen Hautbereiche besteht die Kopfhaut aus mehreren Schichten. Die Oberhaut (Epidermis) bildet die oberste Schicht. Darunter liegt die Lederhaut (Dermis). Die Unterhaut (Subkutis) ist die unterste Schicht. In den verschiedenen Hautschichten befinden sich Talgdrüsen, Schweißdrüsen, Haarfollikel, Immunabwehrzellen und Nerven. In den Haarfollikeln entstehen immer neue Haare. Die Talgdrüsen münden in die Haarfollikel. Der abgegebene Talg macht Haut und Haare geschmeidig.

Regeneration der Kopfhaut

Die Oberhaut erneuert sich fortlaufend. In den unteren Schichten der Kopfhaut entstehen immer neue hornbildende Zellen. Diese Zellen wandern an die Hautoberfläche. Die verhornten, abgestorbenen Zellen stößt die Kopfhaut als Hornschuppen ab. Gerät der Prozess von Talgbildung, Verhornung und Schuppung aus dem Gleichgewicht, kann die Kopfhaut austrocknen, jucken oder zu verstärkter Schuppenbildung neigen.

Kopfhauttypen

Die Kopfhaut eines jeden Menschen ist anders beschaffen. Abhängig vom Zustand der Kopfhaut werden drei Kopfhauttypen unterschieden:

  • normale Kopfhaut
  • fettige Kopfhaut
  • trockene Kopfhaut

Diese Kopfhauttypen zeigen unterschiedliche Merkmale und Symptome.

Normale Kopfhaut

Fett- und Feuchtigkeitshaushalt sind bei der normalen Kopfhaut im Gleichgewicht. Normale Kopfhaut zeichnet sich durch schönes, gesundes Haar aus. Die Talgdrüsen produzieren genügend Talg, um Kopfhaut und Haare geschmeidig zu halten. Da die Talgproduktion nicht übermäßig ist, fetten die Haare nicht. Normale Kopfhaut führt nicht zu Juckreiz und Schuppenbildung.

Fettige Kopfhaut

Fettige Kopfhaut ist durch eine verstärkte Talgproduktion gekennzeichnet. Die Talgdrüsen produzieren so viel Talg, dass er von den Haaren nicht mehr aufgenommen werden kann. Fettige Kopfhaut macht sich mit fettigem Haar bemerkbar. Das Haar wirkt strähnig. Die Kopfhaut ist ölig. Die übermäßige Talgproduktion führt zu Schuppenbildung. Die Schuppen sind gelblich, ölig und kleieförmig. Sie sind klebrig und werden nicht so schnell abgworfen wie trockene Schuppen.

Trockene Kopfhaut

Trockene Kopfhaut ist empfindlich. Sie brennt, juckt oder spannt häufig und neigt zu Rötungen. Die Talgdrüsen produzieren nicht genügend Talg. Die Kopfhaut wird nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Aufgrund des Mangels an Fett und Feuchtigkeit trocknen Kopfhaut und Haare aus. Schuppen können auch auf trockener Kopfhaut entstehen. Sie sind weiß und trocken.

Harmlose Ursachen für Schuppen & juckende Kopfhaut

Häufig sind die Ursachen von Schuppen und juckender Kopfhaut nur harmlos. Experten vermuten, dass eine erbliche Veranlagung die Entstehung von Schuppen begünstigen kann. Harmlose Ursachen sind:

  • Falsche Pflege mit häufigem Haarewaschen, aggressivem Shampoo und zu heißem Föhnen
  • Nicht genügend ausgespültes Shampoo und Haarpflegemittel
  • Trockene Heizungsluft
  • Hitze fördert die Bildung trockener Schuppen
  • Erhöhte Luftfeuchtigkeit begünstigt die Bildung fettiger Schuppen
  • Stress und psychische Belastung
  • Ungesunde und unausgewogene Ernährung
  • Hormonschwankungen, beispielsweise während der Pubertät und in den Wechseljahren.

Sind die harmlosen Ursachen beseitigt, normalisiert sich die Schuppenbildung in den meisten Fällen wieder.

Krankhafte Ursachen für Schuppen & juckende Kopfhaut

Nicht immer sind die Ursachen von Schuppen und juckender Kopfhaut harmlos. Bei krankhaften Ursachen sollten Sie zum Hautarzt gehen. Er ermittelt die Ursache und behandelt sie. Verschiedene Erkrankungen verursachen Schuppenbildung und Juckreiz:

  • Seborrhoisches Ekzem
  • Schuppenflechte
  • Hautpilzerkrankunge
  • Atopisches Ekzem
  • Kontaktallergien
  • Befall der Kopfhaut mit Kopfläusen oder Flöhen.

Seborrhoisches Ekzem

Ein seborrhoisches Ekzem ist ein nicht ansteckender, chronisch entzündlicher Hautausschlag, der mit Schuppenbildung einhergeht. Der Hautausschlag tritt zumeist auf der Kopfhaut auf, wo sich viele Talgdrüsen befinden. Am häufigsten sind Männer zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr betroffen. Bei Frauen tritt das seborrhoische Ekzem seltener auf. Das seborrhoische Ekzem macht sich mit scharf begrenzten Rötungen der Kopfhaut bemerkbar, an denen gelbliche, zumeist fettige Schuppen auftreten. In den betroffenen Regionen juckt die Haut stark.

Vorsicht: Infektionsgefahr durch Juckreiz

Bei einem seborrhoischen Ekzem sollten Sie Kratzen vermeiden, auch wenn die Haut in den betroffenen Bereichen stark juckt. Die Kratzspuren können die Haut schädigen. Die Kratzwunden liefern eine Angriffsfläche für Pilze und Bakterien und können zu Infektionen führen.

Formen von seborrhoischem Ekzem

Das seborrhoische Ekzem tritt in verschiedenen Formen auf:

  • Seborrhoisches Ekzematid als milde Form und als Vorstufe. Es ist durch erhöhte Schweiß- und Talgproduktion sowie lokale Schuppung gekennzeichnet.
  • Herdförmiges seborrhoisches Ekzem mit rötlich entzündeten und gelblich schuppenden Herden, häufig chronisch verlaufend
  • Intertriginöse Lokalisation, die jedoch nicht auf der Kopfhaut, sondern an Körperstellen auftritt, die sich gegenüber liegen und sich berühren
  • Disseminiertes seborrhoische Ekzem mit großflächigen Herden, die zusammenfließen können, Schuppenbildung und nässenden, verkrustenden Hautdefekten
  • Pityriasiformes seborrhoische Ekzem mit rund-ovalen Herden, bei denen die Schuppung zentral betont ist.

Schuppenflechte

Die Schuppenflechte (Psoriasis) tritt an verschiedenen Körperstellen auf. Die Veranlagung für diese entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung ist vererbbar. Schuppenflechte ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Häufig ist eine Autoimmunreaktion der Haut die Ursache für Schuppenflechte. Sie kann auch durch Hautreizungen, Stress, Infektionen und hormonelle Umstellungen verursacht werden. Die Schuppenflechte zeigt sich mit scharf abgegrenzten roten Flecken, die stark jucken und an denen silbrige Schuppen auftreten. Die Hautzellen der Oberhaut verhornen bereits nach wenigen Tagen und werden vermehrt nachgebildet.

Hautpilzerkrankungen

Die Ursache von Schuppen und juckender Kopfhaut können verschiedene Hautpilzerkrankungen sein:

  • Malassezia furfur als Hefepilz, der zur normalen Hautflora gehört und dessen Wachstum bei erhöhter Talgproduktion sprunghaft ansteigt. Die Kopfhaut juckt und bildet fettige Schuppen.
  • Tinea capitis mit kreisrunden, scharf begrenzten Bereichen auf der Kopfhaut, an denen zumeist die Haare ausfallen. An den befallenen Stellen bilden sich graue Schuppen.

Atopisches Ekzem

Das atopische Ekzem wird auch als Neurodermitis bezeichnet. Es zeigt sich mit stark juckenden, schuppenden Hautausschlägen. Das atopische Ekzem ist nicht ansteckend. Es tritt häufig schon im Kindesalter auf und kann sich am ganzen Körper ausbreiten. Ein Befall der Kopfhaut ist selten.

Kontaktallergien

Kontaktallergien sind Reaktionen der Kopfhaut auf die Inhaltsstoffe von Shampoos oder Pflegemitteln. Solche Kontaktallergien äußern sich mit Juckreiz, Hautrötungen, Schuppenbildung oder Krustenbildung. Sie sollten zu einem milden Shampoo greifen und das Pflegemittel weglassen.

Befall der Kopfhaut mit Kopfläusen oder Flöhen

Auch bei Menschen, die stets auf ihre Sauberkeit achten, kann es durch den Kontakt mit anderen Personen zum Befall der Kopfhaut mit Kopfläusen oder Flöhen kommen. Die Bisse dieser Tiere führen zu Entzündungen der Kopfhaut sowie Juckreiz und infolgedessen auch zu Schuppen.

Behandlungsmaßnahmen von Schuppen & juckender Kopfhaut

Schuppen und juckende Kopfhaut sind mit verschiedenen Mitteln behandelbar. Ist eine Erkrankung der Kopfhaut die Ursache, entscheidet der Hautarzt über die Behandlungsmethode. Die Behandlung kann medikamentös, aber auch mit Hausmitteln und mit alternativen Behandlungsmethoden erfolgen.

Medikamentöse Behandlung

Die medikamentöse Behandlung erfolgt mit speziellen Shampoos und Lösungen. Diese enthalten verschiedene Wirkstoffe wie Ketozolin, Terzolin, Selendisulfid oder Ciclopiroxolamin, die in unterschiedlichen Wirkstoffkonzentrationen verfügbar sind. Solche Shampoos und Lösungen sollten Sie über mehrere Wochen anwenden, um Schuppen und juckende Kopfhaut erfolgreich zu behandeln. Zur Unterstützung können Sie Tropfen einnehmen, die mit Milchsäure die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht bringen können.

Shampoos gegen fettige Schuppen

In der topischen Therapie von fettigen Schuppen kommen häufig Antimykotika zum Einsatz.

Das Intensivpflege-Shampoo KELUAL DS nutzt eine patentierte Aktivstoff-Kombination aus Ciclopirox-Olamin, die nicht nur effektiv und langanhaltend hartnäckige Schuppen entfernt, sondern auch das Kopfhaut-Mikrobiom bereits nach 2 Wochen wieder ins Gleichgewicht bringt.* Neben der schnellen Linderung von Juckreiz und Rötungen sorgt es auch für eine nachhaltige Verbesserung der Kopfhautgesundheit. Das Shampoo eignet sich besonders bei der Pflege von seborrhoischem Ekzem und bietet zusätzlich eine 8-wöchige Anti-Rückfall-Wirkung, die für eine anhaltende Verbesserung sorgt.

Das biologisch abbaubare** KELUAL SQUANORM talgregulierende Anti-Schuppen-Shampoo ist ideal bei leichten, fettigen Schuppen. Mit Aktivstoffen, die Schuppenbildung hemmen, den Hefepilz bekämpfen, Rötungen und Juckreiz lindern, Schuppen lösen und die Talgproduktion regulieren. Schuppen werden effektiv gelöst und Rückfälle deutlich vorgebeugt. Das Shampoo reduziert Schuppen sowie fettige Kopfhaut um bis zu 97 %.***

Eine sinnvolle Begleitpflege ist das ELUTION Shampoo, das die Kopfhaut beruhigt und Feuchtigkeit spendet. Es wirkt ausgleichend und trägt dazu bei, die Wirkung von Anti-Schuppen-Behandlungen zu verlängern. Zudem kann es auch über die Akuttherapie hinaus verwendet werden, um das Wiederauftreten von Schuppen zu verringern und die Kopfhaut langfristig gesund zu halten.

*Interne Anwenderstudie mit 62 Proband:innen mit seborrhoischer Dermatitis an der Kopfhaut. 3 Anwendungen pro Woche im Zeitraum von 2 Wochen, anschließend in der Erhaltungsphase 1 Anwendung pro Woche über 8 Wochen.

**Gemäß OECD-Norm 301B.

***Interne Anwenderstudie an 31 Proband:innen mit fettiger und schuppiger Kopfhaut.

Hausmittel bei Schuppen und juckender Kopfhaut

Schuppen können Sie auch mit verschiedenen Hausmitteln behandeln. Diese sollten Sie möglichst täglich anwenden, bis Sie Besserung verspüren.

  • Zitronensaft: Die Säure in Zitronensaft bringt die Kopfhaut wieder ins natürliche Gleichgewicht. Sie sollten fünf Teelöffel Kokosöl mit einem Teelöffel Zitronensaft mischen und die Paste auf die betroffenen Stellen auftragen. Nach einer halben Stunde waschen Sie mit einem milden Shampoo und warmem Wasser die Haare.
  • Teebaumöl: Teebaumöl wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Einige Tropfen Teebaumöl mischen Sie mit zwei Teelöffeln Shampoo. Diese Mischung tragen Sie auf die Kopfhaut auf. Nach einer Einwirkzeit von mindestens fünf Minuten waschen Sie die Rückstände aus.
  • Aspirin: Die in Aspirin enthaltene Salicylsäure reinigt die Kopfhaut. Zur Schuppenbehandlung zerstoßen Sie zwei Tabletten, die Sie mit etwas Shampoo mischen und dann auf die Kopfhaut auftragen. Nach etwa fünf Minuten Einwirkzeit waschen Sie die Rückstände aus.
  • Backpulver: Backpulver können Sie in die betroffenen Stellen einmassieren und kurz einwirken lassen. Anschließend spülen Sie das Haar gründlich mit lauwarmem Wasser aus.
  • Apfelessig: Apfelessig stellt den Säureschutzmantel der Haut wieder her. Apfelessig mischen Sie 1:1 mit Wasser und verwenden diese Mischung als Spülung. Nachdem Sie Ihr Haar gewaschen und ausgespült haben, tragen Sie die Spülung auf. Nach 15 Minuten Einwirkzeit spülen Sie Ihr Haar mit lauwarmem Wasser aus.

Sonstige Alternativen

Zur Behandlung von Schuppen können Sie gesunde pflanzliche Öle wie Olivenöl, Walnussöl oder Traubenkernöl verwenden. Diese Öle eignen sich auch bei fettigem Haar. Das Öl massieren Sie in die Kopfhaut ein und lassen es mindestens eine Stunde lang einwirken. Anschließend waschen Sie es mit lauwarmem Wasser und einem milden Shampoo aus. Diese Kur sollten Sie dreimal wöchentlich anwenden.

Schuppende & juckende Kopfhaut vorbeugen

Um Schuppenbildung und juckender Kopfhaut vorzubeugen, sollten Sie darauf achten, dass Sie Shampoo und Pflegemittel stets gründlich ausspülen. Das Wasser zum Haarewaschen sollte nicht zu heiß sein. Verzichten Sie auf häufiges und zu heißes Föhnen, verhindern Sie das Austrocknen der Kopfhaut. Häufige Massagen der Kopfhaut verbessern die Durchblutung und regen die Nährstoffversorgung der Haarfollikel an. Zum Haarewaschen eignen sich am besten Shampoos auf natürlicher Basis. Eine Spülung mit Brennnesseltee nach dem Haarewaschen sorgt für eine saubere Kopfhaut und macht sie widerstandsfähiger gegen Pilze und Bakterien.

Bitte beachten Sie: Die ggf. im Ratgeber aufgeführten Produkte stellen keine Empfehlungen dar. Es handelt sich hierbei lediglich um eine lose Auswahl von Präparaten, die einen bestimmten Wirkstoff enthalten und/oder einer speziellen Produktkategorie zugeordnet werden.

Wann zum Arzt?

Schuppen sind für viele Betroffene ein kosmetisches Problem, das sich aber meist ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen lässt. In folgenden Fällen ist es jedoch wichtig, dass Sie zum Hautarzt (Dermatologen) gehen:

  • Schuppenbildung, die länger als einen Monat besteht oder immer wiederkehrt
  • Starker Juckreiz, Rötung oder Schwellung der Kopfhaut
  • Haarausfall
  • Brennen oder Entzündung der Kopfhaut
  • Nässende oder verkrustete Stellen auf der Kopfhaut

Erstgespräch und Untersuchungen

Um der Ursache der Schuppen auf den Grund zu gehen, erhebt der Arzt zuerst im Gespräch Ihre Krankengeschichte (Anamnese). Dabei fragt er zum Beispiel:

  • Seit wann haben Sie Schuppen?
  • Haben Sie schon verschiedene Mittel (z. B. Anti-Schuppen-Shampoo) probiert? Mit welchem Erfolg?
  • Leiden Sie unter starkem Juckreiz?

Dann schaut er sich die Haut Ihres Körpers an. Hautveränderungen an anderen Körperstellen liefern dem Arzt unter Umständen entscheidende Anhaltspunkte. Oft äußern sich Hauterkrankungen auf der Kopfhaut anders als an den weniger behaarten Körperpartien.

Wichtig ist auch die Unterscheidung, ob es sich um trockene oder fettige Kopfschuppen handelt. Gerade bei entzündeter Kopfhaut zeigt ein Erregernachweis, ob ein Pilzbefall, eine bakterielle Infektion oder ein Parasitenbefall vorliegen. Gegebenenfalls nimmt der Hautarzt Blut- und/oder Gewebeprobe ab.

Steht schließlich fest, was die Schuppen verursacht, schlägt der Arzt Ihnen eine geeignete Therapie vor.

Schuppen: Vorbeugung

Wenn Sie verschiedene Dinge im Alltag beachten, beugen Sie vor allem trockenen Kopfschuppen vor:

  • Vermeiden Sie es, Ihre Haare zu heiß zu waschen oder zu föhnen. Das strapaziert die Kopfhaut und trocknet sie aus.
  • Überlegen Sie genau, welche Haarpflegeprodukte Sie tatsächlich benötigen. Haargel und -schaum verschließen beispielsweise die Kopfhaut - was förderlich für eine Schuppenbildung ist.
  • In der kalten Jahreszeit sollten Sie die Räume, in denen Sie sich häufig aufhalten, regelmäßig lüften oder befeuchten. So vermeiden Sie Schuppen im Winter.

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