Das Zeichnen von Haaren und Frisuren kann eine Herausforderung sein, besonders bei Porträts. Diese Anleitung konzentriert sich darauf, wie man Haare auf einfache und realistische Weise zeichnet. Dabei werden verschiedene Techniken und Tipps vorgestellt, um sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen zu helfen.
Eine der größten Schwierigkeiten beim Zeichnen von Haaren ist der Detaillierungsgrad. Es gibt verschiedene Ansätze, von sehr detaillierten Zeichnungen, bei denen fast jedes einzelne Haar dargestellt wird, bis hin zu abstrakten Darstellungen, bei denen nur Haarsträhnen angedeutet werden. Die Wahl der Methode hängt von Ihrem persönlichen Stil und dem gewünschten Effekt ab.
In der Praxis erfolgt das Haare zeichnen oft mit einem reduzierten Detaillierungsgrad, der bis hin zur abstrakten Darstellung einer ganzen Frisur reicht. Hierbei werden ganze Strähnen auf einmal gezeichnet und einige Einzelhaare lediglich angedeutet. Welche Methode Haare zu zeichnen Du bevorzugst, ist voll und ganz Dir überlassen.
Wichtig bei der Darstellung von Haaren ist das Spiel von Licht und Schatten. Die Licht- und Schatteneffekte haben einen extrem großen Einfluss darauf, ob die Zeichnung gut oder schlecht aussieht. Das gilt vor allem bei Frisuren mit glatten Haaren.
Das geschickte Spiel mit Licht und Schatten spielt für die Wirkung der Frisur eine ganz besonders wichtige Rolle. Die Hell-Dunkel-Effekte beim Haare zeichnen üben überhaupt einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Gelingen des gesamten Kunstwerkes aus. Besonders bei glatten Haaren solltest Du aufpassen.
An den Stellen, an der die Frisur besonders glatt ist, wird nämlich ein Teil des darauf fallenden Lichtes auf besondere Art und Weise reflektiert. Im nächsten Beispiel kannst Du gut erkennen, wie sich Licht- und Schatteneffekte abwechseln.
Bedenkt, dass die Haare aus dem Kopf wachsen und nicht drangeklebt wurden. Das bedeutet, dass die Haare - auch wenn sie glatt und lang sind - erst mal einen kleinen Bogen aus dem Kopf heraus machen. Es kann dadurch ein sichtbarer Haarscheitel entstehen (je nach Haarlänge und Frisur).
Bitte bedenke, dass die Haare ganz natürlich aus der Kopfhaut wachsen. Sie sind weder am Kopf angeklebt, noch hängen sie wie Stricke schurgerade nach unten. Ganz egal, ob die Frisur aus kurzen oder langen Haaren besteht: Immer wachsen sie zuerst als kleiner Bogen aus dem Kopf heraus, es entsteht ein sichtbarer Scheitel und der Haaransatz ist zumindest an einigen Stellen gut sichtbar.
Im folgenden Bild siehst Du die gelungene Darstellung eines Haaransatzes. Außerdem ist genau zu erkennen, welchen weiteren Weg die Haare dann nehmen.
Lange Haare hängen außerdem nicht schnurgerade herunter. Sie machen eine leichte Wellenform, weil sie sich am Gesicht und am Körper des Menschen anschmiegen. Kurze Haare könnten etwas eigensinnig und widerspenstig sein. Auch sie hängen nicht gerade nach unten, sondern können auch in alle möglichen Richtungen wegstehen. Oder die Haare sind mit Haarspray, Haargel etc.
Sollte Deine Aufgabe darin bestehen, lange Haare zu zeichnen, dann achte darauf, dass sie immer in einer leichten Wellenform an der jeweiligen Person herabfließen und sich an das Gesicht und den Körper sozusagen anschmiegen. Wenn du genau beobachtest, wirst Du schnell feststellen, dass kurze Haare oftmals sehr widerspenstig sind und nach allen möglichen Richtungen wegstehen.
Aber auch die Haare einer sehr gepflegten Frisur hängen nicht einfach so herunter. Das ist nicht nur wegen Styling mit Haartrockner, Spray oder Haar-Gel so, sondern weil das Haar ein natürliches Volumen hat.
Grundsätzlich zeichne ich Haare fast ausschließlich mit Kohle. Außerdem ist Kohle grob und ''bröselig'' und somit hervorragend geeignet, um den fransigen und wüsten Effekt von Haaren erzeugen zu können.
Das einzige, was hierbei etwas anspruchsvoller ist, ist die Darstellung der vom ''Haupthaar'' seitlich wegstehenden /-fallenden Strähnen. Hierbei muss man sich natürlich anhand der Vorlage orientieren. Dabei kann man durchaus sehr kreativ sein und ruhig mal etwas ''wüst'' mit dem Stift umgehen. Bei den Lichteffekten hingegen muss man aufpassen. Dabei kann man wiederum seiner Kreativität wieder freien Lauf lassen, jedoch immer nach den Regeln des physikalisch logischen Lichteinfalls.
Um Haare zeichnen zu können, benötigst du ein gutes Verständnis der Schattierung und viel Geduld im Umgang mit dem Bleistift. Damit du dich Schritt-für-Schritt einem eindrucksvollen Ergebnis nähern kannst, ist diese Anleitung in drei Teile gegliedert. Im ersten Schritt sehen wir uns die Textur einer einzelnen Haarsträhne an.
Wie zeichnet man die hellen und dunklen Flächen, um die Textur und den Schwung der Strähne anzudeuten?Im zweiten Schritt erfährst du, wie du eine Frisur in unterschiedliche Teile „zerlegen“ kannst. Nur so kannst du den Verlauf der Haare so wiedergeben, wie er in Wirklichkeit aussieht. Dazu sehen wir uns eine einfache Frisur mit Dutt an.Im dritten Abschnitt siehst du, wie man wellige Haare zeichnen kann. Dazu benötigst du das handwerkliche Können aus Schritt 1 und das Verständnis des Haarverlaufs aus Schritt 2.
Gehe beim Haare zeichnen systematisch vor. Als Beispiel sehen wir uns eine einzelne Haarsträhne an. Grundiere den Bereich mit einem harten Bleistift in einem einheitlichen Grauton. Lasse den Bereich frei, der das Licht reflektiert und daher heller aussieht.
Als nächstes verwende einen etwas weicheren Bleistift wie einen HB, um die Striche zu verdunkeln. Übe im Reflexionsbereich weniger Druck auf den Stift auf, um die Kontraste zwischen dunkleren und helleren Stellen zu verstärken.
Wiederhole diesen Prozess mit einem weichen Bleistift mit hohem Abrieb, um der Zeichnung das nötige Maß an Power zu verleihen. Die dunkleren Bereiche der Haarspitzen und des Haaransatzes werden verstärkt, die hellen Bereiche der Strähne mit wenig Druck angedeutet, nur um einen einheitlichen Übergang zu erhalten und die Textur der Haare anzudeuten.
Bei Bedarf kannst du den Reflexionsbereich der Haare auch mit dem Knetradiergummi aufhellen. Als nächstes sehen wir uns an, wie du eine komplette Frisur zeichnen kannst. Wir möchten glatte Haare zeichnen, die in einem Dutt zusammengebunden sind.
Beginne deine Zeichnung mit einer groben Vorzeichnung des Kopfes und der markantesten Stellen der Frisur.Die Haare in dieser Frisur lassen sich in drei Flächen mit einem jeweils ähnlich Verlauf teilen. Der große Teil des Hinterkopfes sowie die zwei kleineren Flächen der zusammengebundenen Haare. Achte bei jeder der drei Flächen auf den Verlauf der Haare.
Nimm einen HB Bleistift und schraffiere die einzelnen Flächen. Lasse die Stellen frei, die aufgrund der Lichtreflexion heller erscheinen sollen.Gehe nun mit einem Papierwischer, einem Wattestäbchen oder einem Pinsel über die einzelnen Pinselstriche, um sie ein wenig weicher zu zeichnen.
Nimm nun einen weichen Bleistift, um dunklere Stellen zu zeichnen. Gewöhnlicherweise sind der Haaransatz und die Stellen, an denen die Haaren zusammengebunden werden, am dunkelsten. Beachte beim Zeichnen des Haarverlaufs die Richtung der einzelnen Flächen.
Verstärke die Kontraste durch den Einsatz eines noch weicheren Bleistifts oder durch die Erhöhung des Drucks, mit dem du den Bleistift über das Papier führst.Nun kannst du noch einmal die hellen Reflexionsbereiche mit einem Knetradiergummi hervorheben. Achte dabei auf einen behutsamen, punktuellen Einsatz dieses Hilfsmittels.
Verwende zu guter Letzt einen sehr spitzen Bleistift (oder einen Druckbleistift), um einzelne Haare anzudeuten. Das verleiht der Frisur das gewisse Etwas.
In dieser Schritt-für-Schritt Anleitung geht es darum, wie du wellige Haare zeichnen kannst. Suche dir eine Vorlage und zeichne dein Motiv vor.Analysiere den Fall der Haare und den Verlauf einzelner Strähnen. Dann zeichne sie mit einem HB Bleistift vorsichtig ein.
Beginne nun mit der Schattierung, wie wir es in den vorherigen Anleitungen geübt haben. Die obenauf liegenden, der Lichtquelle zugewandten Haare sind heller als die Haare, die enger am Kopf liegen. Auch innerhalb einzelner Strähnen gibt es unterschiedliche Grauabstufungen, um die Textur zu betonen.
Um das Ergebnis abzurunden, kannst du du mit einem dunklen Bleistift die dunkelsten Bereiche der Haare noch einmal einzeichnen und mit dem Knetradiergummi die Highlights hervorheben.
Hier sind einige zusätzliche Tipps, die Ihnen beim Zeichnen von Haaren helfen können:
| Schritt | Beschreibung |
|---|---|
| 1 | Grobe Vorzeichnung von Kopf und Frisur |
| 2 | Unterteilung der Haare in einzelne Flächen |
| 3 | Schraffierung mit HB Bleistift |
| 4 | Verwischen der Striche |
| 5 | Zeichnen dunklerer Stellen mit weichem Bleistift |
| 6 | Verstärken der Kontraste |
| 7 | Hervorheben der Reflexionsbereiche mit Knetradiergummi |
| 8 | Andeuten einzelner Haare mit spitzem Bleistift |
Mit diesen Anleitungen und Tipps können Sie Ihre Fähigkeiten im Zeichnen von Haaren und Frisuren verbessern und realistischere und ansprechendere Porträts erstellen.
tags: #einfache #frisuren #zeichnen #anleitung
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.