Lange, dichte und geschwungene Wimpern ziehen die Blicke auf sich und lassen die Augen größer und wacher wirken. Wimpernseren bieten die Möglichkeit, die eigenen Wimpern auf natürliche Weise länger wachsen zu lassen, anstatt auf künstliche Wimpern zurückzugreifen.
Es gibt zwei Haupttypen von Wimpernseren:
Sie unterscheiden sich in Preis, Effekt und leider auch potenziellen Risiken.
Ein Wimpernserum signalisiert den Wimpern, die Anagenphase, während der die neuen Härchen wachsen, länger andauern zu lassen. Um wie viel ein Serum die Phase tatsächlich auszudehnen schafft, ist individuell.
Bei regelmäßiger Anwendung verlängern die PGAs die Wachstumsphase der Wimpernhärchen, sodass sie später im Zyklus herausfallen. Bis dahin können sie einige Millimeter mehr als üblich wachsen und auch die Anzahl der zeitgleich vorhandenen Wimpern erhöht sich. Dadurch wirken sie nicht nur länger, sondern auch voller.
Als Alternative zu prostaglandin-haltigen Wimpernseren haben sich bestimmte Peptide gemausert. Peptide wirken, indem sie dem Körper signalisieren, ein Eiweiß sei beschädigt und man müsse sich um die Reparatur kümmern.
Wichtig ist zu wissen, dass es sehr viele Peptide gibt, die auf unterschiedliche Weise wirken können. Die Forschung befindet sich hier noch am Anfang und es mangelt vor allem an seriösen, unabhängigen Studien. Eine Wirkung kann durchaus ausbleiben.
Damit die Wimpernhärchen dann tatsächlich sprießen und das Wimpernwachstum kontinuierlich angeregt wird, ist es wichtig, ein Wimpernserum konsequent zu verwenden, anfangs am besten täglich. Auch sollte man die Dauer bis zu sichtbaren Erfolgen nicht unterschätzen. Je nach natürlicher Wimpernlänge vergehen Monate, bis die neuen, langen Härchen die alten überholen.
Vor der Anwendung: Make-up abschminken und ölhaltigen Reiniger (z. B. Reinigungsmilch oder Abschminktücher, ruhig auch Mizellenwasser) in einem zweiten Schritt mit ganz wenig mildem Reinigungsgel entfernen. Ungeschminkte Augen sollten ebenfalls von Sebum und Schmutz befreit werden, damit das Wimpernserum problemlos in die Haut einziehen kann.
Mit dem Auftragen einer Augencreme sollte man entweder eine Weile warten oder den Bereich um die Wimpern aussparen. Die Emulsion kann sonst die Absorption erschweren oder gänzlich behindern.
Nicht geizen! Auch wenn die Pinsel einiger Hersteller eine sparsame Dosierung erleichtern, reduziert sich mit der Menge auch das Erfolgspotenzial.
Über die meist drei bis sechs Monate Haltbarkeit nach Öffnung hinaus sollte man besonders Kosmetika für die Augenpartie zum Schutz vor Keimen sowieso nicht verwenden.
Man kann das klare Wimpernserum sanft einmassieren oder einfach sich selbst überlassen, bis es getrocknet ist. Verwendet man es abends, sollte man aufpassen, dass man es seitlich liegend nicht womöglich ins Kissen schmiert. Auch vor dem Schminken empfehlen wir ausreichend lange zu warten.
Wimpernbooster lassen sich auch problemlos auf den Augenbrauen auftragen, auch wenn die Hersteller es nicht als solches bewerben und ein separates Produkt für den Zweck haben. Allerdings sollte man in dem Fall besonders darauf achten, dass die Augenbrauen sauber sind, um eine Kontamination zu vermeiden. Bevor man wiederum ein Augenbrauenserum am Auge verwendet, sollte man die Inhaltsstoffe abgleichen und gegebenenfalls den Hersteller bei Rückfragen kontaktieren.
Wimpernseren sollte man ähnlich wie Mascara oder Eyeliner nicht mit anderen Personen teilen.
Man kann jederzeit mit der Anwendung aufhören. Die genährten Wimpern wachsen noch ihren ausgedehnten Wachstumszyklus (ungefähr so lang, wie man auf Erfolg warten musste), bis sich dann die Länge auf ursprünglichem Niveau wieder einpendelt.
Sogar vor noch deutlich schlimmeren Effekten wie Krustenbildung, Entzündungen der Hornhaut und Wassereinlagerungen liest man. Allerdings werden diese häufig analog von den medizinischen Tropfen übernommen, die höher dosiert und direkt ins Auge geträufelt werden.
Die EU ist aktuell sogar mitten im Bewertungsprozess, ob diese Wirkstoffe weiterhin für den Einsatz in Kosmetik zugelassen werden sollten. Ein Verbot wird immer deutlicher gefordert, wahrscheinlicher scheint jedoch eine Regulierung der Einsatzkonzentrationen zu sein.
Um sicherzugehen, nicht zu den statisch auffälligen Anwendern zu gehören, sollte ein PGA-haltiges Wimpernserum gewissenhaft der Anleitung nach aufgetragen werden, damit es nicht ins Auge gelangt. Man sollte es zudem bei einer einzigen Verwendung täglich belassen.
Ein Wimpernserum mit Peptid birgt deutlich weniger Risiken beim Wimpernwachstum als eines mit einem PGA und trumpft mit Verträglichkeit. Völlig frei von potenziellen Nebenwirkungen sind allerdings selbst sie nicht, denn auch hier können durchaus vereinzelte Irritationen auftreten. Das äußert sich beispielsweise in Rötungen, Schuppungen, Jucken oder trockenen Augen. Auch die kombinierten Inhaltsstoffe spielen natürlich eine Rolle bei der Verträglichkeit. In der Regel sollte es aber auch unproblematisch sein, ein »hormonfreies« Wimpernserum zweimal täglich anzuwenden.
Weitere potenzielle Nebenwirkungen eines Wimpernserums sind:
Der Effekt kann nach dem Absetzen nachlassen. Nebenwirkungen sind selten, aber realistisch.
Der F.A.Z. Kaufkompass hat 14 beliebte Wimpernseren - mit und ohne Prostaglandin - im großen Vergleich getestet. Mithilfe von Vorher-Nachher-Bildern wurde die Wirksamkeit genau unter die Lupe genommen.
Wimpernseren, die Prostaglandin-Analoga enthalten, gelten als "hormonhaltig" und sorgen für längere und vollere Wimpern.
Im Test erzielten Wimpernseren mit Prostaglandin-Analoga die längsten Wimpern. Der Unterschied zu nicht-hormonhaltigen Produkten war deutlich sichtbar. Die Wimpern fühlten sich dicker an und der Wimpernkranz wirkte dichter.
Ein hochwertiges Wimpernserum mit Prostaglandin-Analoga verursacht im Durchschnitt Kosten von etwa 20 Euro pro Monat.
Der Orphica ReaLash Eyelash Enhancer ist ein Wimpernserum mit Prostaglandin-Analogon und daher mit Vorsicht zu genießen. Dafür kann man hier mit deutlichem Wachstum und Volumen rechnen, das mit Peptid-Seren kaum zu erzielen sein dürfte. Zusätzlich enthält es auch ein potenziell wachstumsförderndes Peptid sowie allerlei Extrakte.
Die Kombination der Wirkstoffe erinnert an den Klassiker von Revitalash, ist aber günstiger (preislich sowie in der Füllmenge).
Laut Hersteller ist der Revitalash Advanced Eyelash Conditioner das meistverkaufte Wimpernserum weltweit und gilt als Pionierprodukt, das viele Anwender seit Jahren schätzen - trotz der damit einhergehenden Risiken. Es kombiniert Prostaglandin und ein Peptid für lange, kräftige und dichte Wimpern.
Es ist hochwertig verarbeitet, mit einem gelungenen Pinsel und hoffentlich auch so hochpreisig, weil die Marke in Forschung für höhere Verträglichkeit investiert.
Wenn es um Wimpernseren ohne Prostaglandin geht, sind Peptide die vielversprechende Option.
Wimpernseren mit Peptiden wirken sich sichtbar auf die Wimpernlänge aus. Selbst unser günstigster Wimpernbooster im Test hat dem Augenaufschlag mehr als einen Millimeter geschenkt. Alle von uns getesteten Wimpernseren ohne Hormone haben ein vergleichbares Resultat erzielt. Sie unterscheiden sich vor allem in Preis, Verpackung sowie dem Gefühl auf der Haut, wobei einige etwas brannten.
Mit diversen Peptiden und Aminosäuren gespickt ist das The Ordinary Lash & Brow Serum und kommt ohne Prostaglandinderivat aus, um zu wirken. Das Resultat ist entsprechend nicht so üppig wie mit Hormonderivaten, sorgt aber dennoch für längere, gegebenenfalls dichtere und gepflegte Wimpern.
Die Formulierung könnte auf dem Papier kaum beeindruckender aussehen. Viel mehr als andere Peptid-Seren schafft es allerdings unserer Erfahrung nach nicht. Dafür ist es günstig, bleibt sicherlich lange im Sortiment und kommt von einer vertrauenswürdigen Marke.
Die meisten Wimpernseren setzen zusätzlich auf unterschiedliche Pflanzenextrakte innerhalb der Rezeptur. Während man bei den meisten von einer leicht antioxidativen, schützenden Wirkung ausgehen kann, können ausgewählte durchaus auch beruhigend bis heilungsfördernd wirken. Auffällig häufig kommt der Extrakt aus Rotem Klee (Trifolium Pratense) in Wimpernseren zum Einsatz.
Einige Extrakte gelten darüber hinaus als durchblutungsfördernd und sind ähnlich einzuordnen wie Koffein. Dazu zählen beispielsweise Extrakte der Brennnessel (Urtica Dioica), Rosmarin (Rosmarinus Officinalis), Centella Asiatica (Tigergras).
Inhaltsstoffe wie Rizinusöl zählen zu den bekanntesten Pflegeölen für Wimpern. Es handelt sich dabei jedoch um eine reine Pflegemaßnahme zum Schutz der Wimpern vor Bruch und zur Stärkung der Widerstandskraft gegenüber Reibung, beispielsweise beim Abschminken.
Beim Kauf eines Wimpernserums sind Inhaltsstoffe, Verträglichkeit und mögliche Nebenwirkungen entscheidend. Auch Kundenbewertungen und Testergebnisse können bei der Auswahl eines wirksamen und passenden Produkts helfen:
| Produkt | Inhaltsstoffe | Preis (ca.) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Revitalash Advanced Eyelash Conditioner | Prostaglandin, Peptide, Biotin, Grüntee-Extrakt | 49€ | Testsieger, vegan, tierversuchsfrei |
| Orphica ReaLash Eyelash Enhancer | Prostaglandin-Analogon, Peptide, Extrakte | 40€ | Günstiger als Revitalash |
| The Ordinary Lash & Brow Serum | Peptide, Aminosäuren | 15€ | Hormonfrei, günstig |
tags: #douglas #wimpernserum #erfahrungen #test
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.