Schuppen oder Floheier erkennen: So unterscheiden Sie

Katzenflöhe vermehren sich rasant und können sowohl für Tiere als auch für Menschen lästig werden. Ein frühzeitiges Erkennen eines Befalls ist entscheidend, um schnell und effektiv handeln zu können. Oftmals stellt sich die Frage, ob es sich bei kleinen, weißen Punkten im Fell der Katze um Floheier oder einfach nur um Schuppen handelt.

Katzenflöhe erkennen

Besteht der Verdacht auf einen Befall, etwa weil sich die Katze häufiger und ausgiebiger kratzt als bisher, sollte schnell gehandelt werden. Wenn bereits Flöhe im Fell beobachtet werden können, hat sich der Parasit schon stark ausgebreitet. Aber auch, wenn keine Flöhe zu erkennen sind, kann ein Flohbefall vorliegen.

Der Flohkamm-Test

Um dies festzustellen, hilft ein einfacher Test. Das Fell der Tiere sollte mit einem Flohkamm (erhältlich beim Tierarzt oder im Haustierfachhandel) ausgekämmt werden. Anschließend den Kamm an einem Papiertaschentuch oder einem Küchenpapier abstreifen. Bleiben kleine, schwarze Krümel zurück, diese leicht anfeuchten. Verfärben sich die Krümel rot oder rotbraun, ist das ein deutlicher Hinweis auf Flohkot im Katzenfell. Die Färbung stammt von unverdauten Blutresten im Kot.

Ist auf die Schnelle kein Flohkamm verfügbar, kann man auch das Fell der Katze über einem ausgebreiteten Blatt Papier mit den Händen gründlich durchgehen. Der auf das Papier gefallene Flohkot lässt sich ebenfalls durch leichtes Anfeuchten erkennen.

Bei jedem Hinweis auf Katzenflöhe sollte man sofort handeln und mit der Bekämpfung der Parasiten beginnen. Der Tierarzt empfiehlt Ihnen geeignete Mittel und die richtige Dosierung für Ihre Mieze.

Flöhe in der Wohnung bekämpfen - Das funktioniert immer!

Wissenswertes über den Katzenfloh

  • Der Katzenfloh ist 1,5 bis 4,5 Millimeter groß und mit bloßen Augen sichtbar.
  • Sein Körper ist braun bis rotbraun und seitlich abgeflacht.
  • Er trägt einzelne Haare und hat sechs Beine. Die Hinterbeine sind länger und kräftiger ausgebildet.
  • Trotz seiner geringen Größe ist der Katzenfloh in der Lage, bis zu 25 Zentimeter weit zu springen.
  • Flügel sind bei dem Insekt nicht vorhanden.
  • Flohweibchen legen bis zu 50 Eier am Tag.
  • Daraus werden nach wenigen Tagen ein bis zwei Millimeter lange Larven, die sich im Laufe ihrer Entwicklung verpuppen.
  • Aus den 5 Millimeter großen Puppen schlüpfen nach drei bis fünf Wochen schließlich die erwachsenen Katzenflöhe.

Katzenflöhe kommen bei uns in freier Natur vor. Sie sind die häufigste Flohart in Europa. Durch in die Wohnung eingeschleppte Floheier und Flohpuppen können auch reine Stubenkatzen, die niemals das Haus verlassen, von Katzenflöhen betroffen sein.

Der bevorzugte Wirt des Katzenflohs ist die Katze. Er ernährt sich von ihrem Blut. Der Katzenfloh befällt aber auch andere Tiere, wie beispielsweise den Hund, und sogar uns Menschen. Dann zeigen sich charakteristischerweise eine ganze Reihe von benachbarten Einstichen auf der Haut, die stark jucken.

Unter optimalen Bedingungen kann ein Katzenfloh bis zu vier Monate leben.

Vorkommen von Katzenflöhen

Katzenflöhe sind die häufigste Flohart in Deutschland, wie auch in den anderen Ländern Europas. Besonders Katzen, die als Freigänger gehalten werden, können sich bei ihren Ausflügen Katzenflöhe einfangen. Das gilt vorwiegend für die Sommermonate und den Herbst. Dann ist die Zahl der Katzenflöhe in der Natur am größten und die Gefahr für einen Befall am höchsten. Erst im Frost des Winters sterben die meisten Katzenflöhe ab. In der Wohnung können sich die Insekten aber das ganze Jahr über halten und vermehren. Übrigens sind auch Hunde von Katzenflohbefall betroffen.

Anzeichen für Flöhe bei Katzen

Wenn sich deine Katze häufiger und ausdauernder kratzt als gewöhnlich oder sehr unruhig ist, kann das ein Hinweis für die Anwesenheit von Katzenflöhen sein. Allerdings reagieren nicht alle Katzen gleich empfindlich auf einen Flohbefall, so dass manche Tiere kaum Anzeichen erkennen lassen. Katzenflöhe sind mit bloßem Auge erkennbar, aber sie sind im dichten Fell nur schwer zu entdecken. Gewissheit kann erst ein gründliches Auskämmen des Felles, am besten mit einem speziellen Flohkamm bringen.

Zeigen sich hier kleine schwarze Krümel, sollte man diese auf ein wassergetränktes Tuch abstreichen. Stellt sich dann ein Rotton oder Rotbraunton dar, spricht dies für das Vorhandensein von Flohkot. Die Rotfärbung entsteht durch Reste von unverdautem Blut. Eine Behandlung der Katze und der Wohnräume ist in diesem Fall unumgänglich.

Unterscheidung zwischen Schuppen und Floheiern

Oftmals werden kleine, weiße Punkte im Fell der Katze entdeckt. Die Frage ist dann, ob es sich um harmlose Schuppen oder um Floheier handelt. Hier sind einige Unterscheidungsmerkmale:

  • Form: Floheier haben eine ovale Form, ähnlich einem kleinen Ei. Schuppen sind eher unregelmäßig geformt.
  • Haftung: Floheier sind nicht klebrig und fallen leicht aus dem Fell. Schuppen können ebenfalls leicht abfallen.
  • Begleiterscheinungen: Bei einem Flohbefall finden sich oft auch Flohkot (schwarze Krümel) im Fell. Zudem zeigt die Katze meist verstärkten Juckreiz.

Der Test mit dem weißen Papier

Um festzustellen, ob es sich um Schuppen oder Floheier handelt, können Sie die Katze auf ein weißes Blatt Papier stellen und ihr Fell bürsten. Anschließend wischen Sie mit einem feuchten Lappen über das Papier. Wenn sich rötliche Spuren zeigen, handelt es sich wahrscheinlich um Flohkot.

Katzenflöhe behandeln

Wenn Katzenflöhe festgestellt werden, sollte man schnell handeln. Denn durch die hohe Vermehrungsrate der Insekten wird das Problem mit jedem Tag größer. Je mehr Zeit bis zum Beginn der Behandlung bei akutem Flohbefall vergeht, desto größer ist die Belastung für die Katze. Außerdem kann sich auch der Aufwand erhöhen.

Auf dem Markt gibt es viele bewährte und auch neu entwickelte Präparate und Hilfsmittel, um Katzenflöhe zu bekämpfen. Weil sich die blutsaugenden Insekten zudem an den Liegeplätzen der Katze halten können, muss man sie ebenfalls an diesen Orten bekämpfen. Nur so wird vermieden, dass sich die Katze erneut Katzenflöhe zuzieht.

Methoden zur Bekämpfung von Katzenflöhen

Um Katzenflöhe zu bekämpfen, bieten sich gleich mehrere Methoden an. Wichtig: Wenn mehrere Katzen in der Wohnung sind, müssen alle behandelt werden, auch wenn ein Tier noch keine Katzenflöhe hat. Lebt ein Hund mit im Haushalt, sollte er in die Behandlung eingebunden werden. Die geeigneten Mittel für den Hund empfiehlt der Tierarzt.

Hier eine Übersicht über gängige Behandlungsmethoden:

Methode Beschreibung
Flohkamm Mechanisches Entfernen von Flöhen, Larven, Eiern und Puppen aus dem Fell.
Spot-on-Lösung Auftragen einer chemischen Lösung auf das Fell, die Flöhe abtötet.
Flohshampoos Reinigung des Fells mit speziellem Shampoo, um Flöhe abzutöten.
Tabletten und Spritzen Enthalten Wirkstoffe, die den Stoffwechsel der Flöhe beeinträchtigen.
Flohpuder Direktes Auftragen auf das Fell, kann jedoch Hautreizungen verursachen.
Flohhalsbänder Dienen hauptsächlich der Vorsorge gegen Katzenflöhe.

Alternative Mittel zur Linderung der Beschwerden bei Katzenflöhen

Ihrer Katze können Halter, sofern sie keinen schweren Flohbefall hat, zudem mit alten Hausmitteln und alternativen Methoden helfen, um die Beschwerden ein wenig zu lindern. Hierfür kommen unter anderem Salz, Essig oder ätherische Öle zum Einsatz.

Auch diese Mittel können wirken:

  • Einen Sud aus Rosmarinblättern zubereiten: Rosmarin eine Viertelstunde in Wasser kochen, abkühlen lassen und als Flohspray einsetzen.
  • Ein weiteres Rezept für ein Flohspray: Die Mischung setzt sich aus zwei Dritteln Apfelessig und einem Drittel Wasser zusammen.
  • Das Fell mit Kokosöl behandeln: Mehrere Tropfen werden zwischen den Händen verrieben und in das Katzenfell einmassiert.
  • Selbstgemachte Flohhalsbänder: Man wickelt frisch gehackte Minze in ein durchlässiges Baumwolltuch und bindet es vorsichtig um den Hals der Katze.

Behandlung der Wohnung bei Katzenflohbefall

Katzenflöhe, Flohlarven und besonders auch die Flohpuppen können sich längere Zeit an den bevorzugten Aufenthaltsorten der Katze halten. Also müssen in deiner Wohnung Kratzbäume sowie die Schlaf- und Ruheplätze der Katze gereinigt und behandelt werden.

So geht man am besten vor:

  • Floh-Fogger (Vernebler) verteilen sich selbsttätig aus der Sprühflasche in die Wohnung.
  • Umgebungssprays mit Insektiziden gezielt auf die bevorzugten Aufenthaltsorte der Katze verteilen.
  • Textilien, die im Kontakt mit dem befallenen Tier waren - sofern möglich -, bei mindestens 60 Grad waschen.
  • Glatte Flächen mit normalem Haushaltsreiniger abwischen.
  • Textilflächen sorgfältig absaugen und die Staubsaugerbeutel im Anschluss in der Hausmülltonne entsorgen.

Alternative Mittel für die Innenräume

Eine Großreinigung ist bei Flohbefall immer hilfreich. Alle Stellen, die häufig von der Katze genutzt werden, sollte man mit einer Salzlösung gründlich abwaschen: Die ganze Wohnung saugen und durchwischen (Staubsaugerbeutel unbedingt nach dem Gebrauch in der Mülltonne entsorgen).

Das sind weitere Tipps:

  • Rosmarinöl, Pfefferminzöl oder Citronella ins Putzwasser geben.
  • Betten oder Sofapolster mit einem Dampfstrahler behandeln.
  • Textilbezüge so heiß wie möglich waschen.
  • Auch ein selbst angerührtes Sprühmittel aus Essig, verdünnt mit einer Hälfte Wasser und einem Zehntel Zitronensaft, kann helfen.
  • Kieselgur-Granulat an besonders betroffenen Bereichen streuen.
  • Unter das Ruhekissen der Katze kleine Scheiben aus Zedernholz legen.
  • Eine trickreiche Flohfalle lässt sich ganz einfach aus etwas Wasser mit einem Tropfen Handspülmittel auf einem Teller einrichten.

Katzenflöhe verhindern

Katzenflöhe lassen sich leider nicht mit letzter Sicherheit verhindern. Zwar sind in der Regel nur die Freigänger unter den Hauskatzen betroffen, weil besonders in den Sommer- und Herbstmonaten die Gefahr groß ist, zum unfreiwilligen Wirtstier von Katzenflöhen zu werden. Aber auch Katzen, die das Haus gar nicht verlassen, können Katzenflöhe haben.

Manchmal genügt es, mit den Schuhen oder der Kleidung Flohlarven oder -puppen mitzubringen. Beim Kontakt mit anderen Katzen bringen Menschen auch Katzenflöhe mit in die eigene Wohnung.

Aufmerksamkeit der eigenen Katze gegenüber kann aber die Wahrscheinlichkeit für den Befall mit Katzenflöhen erheblich verringern. Wenn sich deine Katze häufiger kratzt und putzt als sonst, kann das auf die Anwesenheit von Katzenflöhen hinweisen. Auch starke Unruhe kann ein Hinweis auf den Parasiten sein.

Vorbeugend wirkt die gründliche und regelmäßige Reinigung der häuslichen Aufenthaltsorte der Katze. Prophylaktisch kann der Katze ein Flohhalsband umgelegt werden. Auch die sporadische Kontrolle des Katzenfells mit einem Flohkamm kann die Ansiedlung von Katzenflöhen frühzeitig unterbinden.

Unterschied zwischen Katzen- und Menschenflöhen

Menschenflöhe sind etwas größer als Katzenflöhe. Sie sind dunkelbraun bis schwarz, haben also einen deutlich dunkleren Panzer. Die für Katzen- und Hundeflöhe typischen Stacheln, mit denen sie sich besser im Fell halten können, gibt es bei Menschenflöhen nicht. Und sie kommen auch sehr viel seltener vor als Katzenflöhe.

Flohstiche stammen daher beim Menschen wesentlich häufiger von Katzenflöhen als von Menschenflöhen. Der Katzenfloh befällt sogar andere Haustiere. Auch der Hund ist häufig betroffen.

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