Pinienrindenextrakt: Wirkung und Studien für gesundes Haar

Viele Männer fragen sich irgendwann: Wirke ich noch attraktiv? Spätestens nach dem 45. Lebensjahr rückt die eigene Gesundheit in den Fokus, besonders wenn Familienplanung im Raum steht oder man einfach nur fit und vital bleiben möchte. Dabei geht es nicht nur um Optik, sondern vor allem um Selbstvertrauen und Wohlbefinden.

Der Wunsch nach vollem, kräftigem Haar ist dabei oft ein wichtiger Aspekt. Neben erblichen Faktoren spielt das Hormon Testosteron eine entscheidende Rolle, insbesondere dessen Stoffwechselprodukt Dihydrotestosteron (DHT). Eine übermäßige Umwandlung von Testosteron in DHT kann zu Haarausfall führen, da DHT die Haarfollikel schrumpfen lässt und deren Nährstoffaufnahme beeinträchtigt.

Hier kann Pinienrindenextrakt eine interessante Option sein, um die Haare von innen und außen zu unterstützen. Biotin und Zink tragen zum Erhalt normaler Haare bei.

Was ist Pinienrindenextrakt?

Pinienrindenextrakt wird aus der rötlichen Rinde der französischen Meereskiefer (Pinus pinaster) gewonnen. Diese Kiefernart wächst hauptsächlich an der Atlantikküste Südwestfrankreichs. Der Extrakt enthält hochinteressante Pflanzenstoffe, insbesondere Polyphenole wie oligomere Proanthocyanidine (OPC), die auch als Pycnogenol bekannt sind.

Einer der bekanntesten Kiefernrindenextrakte ist das Pycnogenol® (ein geschützter Markenname). Da Pycnogenol® standardisiert ist - das bedeutet der Extrakt enthält immer dieselbe Menge an Inhaltsstoffen - kommt er besonders häufig in Studien zum Einsatz.

Die Kraft der OPC

OPC wird nicht nur aus der Kiefernrinde, sondern auch aus Traubenkernen gewonnen. Die im Pinienrindenextrakt und im Traubenkernextrakt enthaltene OPC unterscheidet sich in ihrer Zusammensetzung, wie eine Untersuchung ergab. Die Beschwerden, zu denen Studien mit den beiden Extrakten vorliegen, sind jedenfalls relativ ähnlich. So zeigte Traubenkernextrakt etwa bei Neurodermitis Wirkung, Pinienrindenextrakt bei der Schuppenflechte. Zudem wirken sich beide Extrakte schützend auf die Blutgefässe und damit auf das Herz aus. Da jeder Mensch unterschiedlich ist, kann es durchaus sein, dass bei Ihnen das eine oder das andere Extrakt besser wirkt.

Pinienrindenextrakt bzw. Kiefernrindenextrakt erwies sich in zahlreichen Studien als wirksam und kann sich z. B. bei Herz-Kreislauf-Problemen, Erektionsstörungen, Harnwegsinfekten usw. positiv auswirken. Der Hauptgrund für diese Wirkungen ist das enthaltene OPC, das auch aus Traubenkernen gewonnen werden kann. Pinienrindenextrakt und Traubenkernextrakt können also bei zahlreichen Beschwerden unterstützend zum Einsatz kommen.

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Wirkung von Pinienrindenextrakt auf die Haare

Gesundes, kräftiges Haar beginnt an der Wurzel - und damit bei einer gut durchbluteten Kopfhaut. Studien zeigen, dass sich erste spürbare Verbesserungen bereits nach etwa zwei Monaten regelmäßiger Einnahme zeigen können (4).

Eine verbesserte Mikrozirkulation durch Pinienrindenextrakt kann zu einer effizienteren Blutversorgung der Haarwurzeln führen. Auch die Kopfhautgesundheit profitierte deutlich. So kann der Rindenextrakt die Durchblutung des männlichen Geschlechtsorgans steigern.

Weitere Vorteile von Pinienrindenextrakt

  • Antioxidativer Zellschutz: Neutralisiert freie Radikale und schützt dadurch Lipide, Proteine und DNA.
  • Herz-Kreislauf-Gesundheit: Pycnogenol trägt nachweislich zur allgemeinen Gesundheit des Herzens und des Kreislaufsystems bei. Es verbessert die Blutzirkulation, insbesondere in den kleinsten Blutgefäßen.
  • Hautgesundheit: Pycnogenol bekämpft freie Radikale, die die Hautalterung beschleunigen können.
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Studienlage zu Pinienrindenextrakt

Zu Beschwerden aus allen genannten Bereichen liegen Studien mit dem Pinienrindenextrakt vor - nachfolgend möchten wir auf einige davon eingehen.

Ein italienisches Forscher-Team stellte in einer wissenschaftlichen Studie mit Psoriasis-Patienten fest: Die Nahrungsergänzung mit täglich 150 mg Pycnogenol® verbessert Psoriasis-Symptome ( 8 ). Bei einem Drittel der Patienten konnten die Wissenschaftler während der dreimonatigen Studie eine schnellere Heilung beobachten - bei gleichzeitig verringerten Behandlungskosten. Rötungen, Verhärtungen und Schuppenbildung nahmen dank des Extraktes ab.

Auch bei Hämorrhoiden konnte Pycnogenol® helfen, wie eine italienische Studie zeigte ( 9 ). Die beiden Gruppen, die das Pycnogenol® eingenommen hatten, wiesen signifikant weniger Symptome auf als die Kontrollgruppen. Blutige Hämorrhoiden waren zu Beginn der Studie das ausgeprägteste Symptom aller Probanden.

Eine Übersichtsarbeit deutet ausserdem darauf hin, dass Pycnogenol® bei chronisch venöser Insuffizienz wirksam ist. Bereits Dosen von 100 bis 150 mg wirkten dabei nach acht Wochen signifikant besser als Kompressionsstrümpfe.

Pinienrindenextrakt könnte ausserdem dazu beitragen, dass Personen, die mehrmals pro Jahr an Harnwegsinfekten leiden, weniger häufig davon geplagt werden. Ausserdem war die Anzahl der Probanden, die keine Harnwegsinfekte mehr hatten, in der Pycnogenol®-Gruppe signifikant höher als in der Kontrollgruppe. Und auch der oxidative Stress war in der Gruppe, die das Pycnogenol® eingenommen hatte, signifikant gesunken.

Die Ergebnisse einer italienischen Studie von 2021 lassen deshalb umso mehr aufhorchen: Bei der Untersuchung nahmen insgesamt 82 Probanden mit Rückenschmerzen teil. 23 davon nahmen eine Woche lang 200 mg Pycnogenol® (4 x 50 mg) pro Tag, sollten sich in dieser Woche einmal leicht körperlich betätigen und sich danach drei Tage ruhig verhalten bzw. entspannen. In der dreiwöchigen Nachbeobachtungsphase zeigte sich, dass die Rückenschmerzen der Pinien-Gruppe schneller zurückgingen und dass deren körperliche Leistungsfähigkeit signifikant höher war als die der Kontrollgruppe.

Pinienrindenextrakt und Erektionsstörungen

Forscher fanden heraus, dass der Extrakt besonders in Kombination mit der Aminosäure L-Arginin bei Erektionsstörungen helfen kann. Die beiden Präparate sollten mehrere Monate lang eingenommen werden, denn in Studien zeigten sie erst ab dem zweiten Monat Wirkung.

Dosierung und Einnahme

Im Allgemeinen empfehlen Gesundheitsexperten eine Dosierung von 50 bis 450 Milligramm pro Tag, verteilt auf mehrere Dosen. Für die Förderung der Hautgesundheit kann eine Dosierung von 75 bis 100 Milligramm pro Tag geeignet sein.Pinienrindenextrakt sollte am besten zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, um Magenbeschwerden zu vermeiden.

Anwendungsbereich Empfohlene Tagesdosis
Allgemeine Gesundheit 50-450 mg
Hautgesundheit 75-100 mg

Die obigen Studien bieten Ihnen Anhaltspunkte, wie hoch die Tagesdosis bei Ihren Beschwerden ausfallen könnte - häufig kamen 150 mg Pycnogenol® pro Tag zum Einsatz. In den Studien wurden die Tagesdosen häufig auf mehrere Einzeldosen aufgeteilt.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Achten Sie beim Kauf von Pinienrindenextrakt auf folgende Kriterien:

  • Herkunft und Qualität: Ein hochwertiger Pinienrindenextrakt sollte immer aus der französischen Seekiefer stammen, die an der Atlantikküste Südwestfrankreichs wächst.
  • Zusatzstoffe: Achte beim Kauf darauf, dass das Produkt frei von unnötigen Zusatzstoffen ist.
  • OPC-Gehalt: Achte beim Kauf darauf, dass das Produkt einen deklarierten OPC-Gehalt hat.

Die größte Auswahl findet sich jedoch in Online-Shops, wo unterschiedliche Konzentrationen, Zusammensetzungen und Preisklassen erhältlich sind.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Nebenwirkungen nach der Einnahme des Rindenextrakts sind nicht bekannt bzw. traten in den bisherigen Studien nicht auf. Bei empfindlichen Personen kann es lediglich zu leichten Verdauungsbeschwerden wie z. B. Magenkrämpfen kommen. In diesem Fall nehmen Sie die Kapseln nach dem Essen ein.

Magen-Darm-Unverträglichkeiten: Einige Menschen berichten von Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Magenschmerzen oder Durchfall nach der Einnahme von Pycnogenol.

Interaktion mit Medikamenten: Pycnogenol kann die Wirkung einiger Medikamente verstärken, insbesondere von Blutdrucksenkern und Blutverdünnern.

Allergische Reaktionen: Sehr selten kann es zu allergischen Reaktionen auf Pycnogenol kommen. Symptome können Hautausschläge, Juckreiz oder Schwellungen sein.

Schwangerschaft und Stillzeit: Bezüglich der Sicherheit von Pycnogenol während der Schwangerschaft und Stillzeit ist noch nicht genügend geforscht.

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